Besi & Friends News 

Double Triple in Minden

17.09.2017

Unser letzter Staffelstart auch in diesem Jahr wieder in Minden. Ich freue mich da immer besonders drauf, weil es einfach ein schöner, familiärer Triathlon zum Abschluss ist. 

 

Am Tag zuvor lud der RSC Rot Gold Bremen zur Charity Tour für das Kinderhospiz Löwenherz in Syke ein. Ein privater Verein, der sich um Familien kümmert, deren Kinder sterben müssen. Eine wirklich tolle Einrichtung und im Rahmen der Charity Tour, die mit dem 14. Geburtstag der Einrichtung verbunden war, konnte man sich auch eingehend über die Arbeit der Stiftung informieren. Knapp 40 Radsportler der Region radelten 67km rund um das Hospiz und trafen sich im Anschluß zu Kaffee und Kuchen im Garten. Alle Erlöse gingen zu Gunsten der Stiftung. Für uns von Besi & Friends Ehrensache die Aktion zu unterstützen. Mit etwas mehr Werbung könnte man im nächsten Jahr sicherlich mehr Radsportler erreichen. Wir hatten in jedem Fall unseren Spass:

Am nächsten Morgen ging es dann früh los……booaaah Wecker 05:30 Uhr - das tat weh. Im Dunkeln zum Baumarkt, Maren einsammeln. War das letztes Jahr auch so früh?

 

Als wir in Minden ankamen, klare Antwort: „nein“, denn wir waren noch vor Öffnung der Startnummernausgabe da. Es dämmerte noch. Wir tranken also erstmal einen Kaffee. Hat nicht lange gedauert, dann tauchte Pirat Armin auf und wir tranken noch einen. Stimmung war gut: 

Nach drei Kaffee war das Coffeindoping dann abgeschlossen und wir verlegten nach Startnummernausgabe ins Melittabad Minden, wo Aurelia & Pontus auch schon auf uns warteten. Ich begab mich in die Wechselzone und Maren machte sich fertig für das Schwimmen. Schief gehen konnte eigentlich nichts mehr, denn Pontus hatte alle Glücksbringer der letzte 3 Jahre mitgebracht.  Der „Türenheld“ vom Silbersee und  ADAC Frosch „Fiete“ aus Celle durften auf keinen Fall fehlen!

Und dann war auch schon Start bei bestem Wetter. Wassertemperatur 26 C - Maren legte stark vor und kam als Erste aus dem Wasser. Ich legte stark nach, obwohl die Radstrecke ohne Vollsperrung gerade auf den ersten 3 km raus aus Minden nicht ohne ist. Teilweise muss auf den Radweg gewechselt werden, zum Teil muss man auf den Verkehr im Kreisel achten. Richtig Tempo kann man da schlecht machen. Erst auf der langen Geraden nach Kutenhausen ging Tempo. Maren und Aurelia haben mich dort mit dem Auto überholt, aber ich hab nix gesehen - Tunnelblick!

 

Es ging auf die zwei kurzen Runden, rund um Kutenhausen. Eigentlich gut zu fahren, aber auch hier auf der 1. Runde eine Schrecksekunde: ein Anwohner parkte plötzlich aus und mit zwei weiteren Startern musste ich voll in die Eisen gehen. Knappe Kiste, schlimmsten Falls wären wir alle drei über das Auto geflogen. 

 

Die zweite Runde lief glatt, aber als ich auf den Sportplatz fuhr, war ich leicht irritiert. Nach diversen Starts in diesem Jahr, war ich es gewohnt, dass der Streckenposten zum Radabstieg bereits einige Meter vor der Abstiegslinie vorwarnt. Hier sah ich erst keine echte Haltelinie, als ich dann auf Höhe des Postens war, rief er „Stop“, aber da war ich auch schon über die Linie auf den Rasen gerollt und merkte, dass er vom Tau sauglatt war. Ich dachte: „Mach jetzt bloss langsam, sonst liegst Du“, als er mich laut anbrüllte, ich sollte absteigen. Aus Reflex folgte eine Vollbremsung, trotz vorherigem gesunden Menschenverstand, mit der Folge, dass mir das Rad unter dem Arsch wegrutschte und ich voll auf Knie und Schulter stürzte. AUA !!! 

 

Für einen kurzen Moment ging mir nur eins durch den Kopf:“ Nicht schon wieder Schlüsselbeinbruch“ und das so kurz vor Ibiza. Ich rappelte mich kurz auf und rannte zu Aurelia, um zu übergeben.

 

Die lief unseren Sieg souverän und ungefährdet in 1:07 h ins Ziel und durfte sich danach erstmal mein Schlüsselbein anschauen. Mit dem Streckenposten hatte ich dann nach dem 1. Schreck noch ein nettes Gespräch. Es sind noch einige auf dem Rasen weggerutscht und er verlagerte seine Standort weiter nach vorn. Mein Vorschlag für das nächste Jahr: Haltelinie nicht Rasenkante, sondern 5 Meter vorher. Deutlich markieren mit Hütchen und Kreide. Der Sportler hat dann noch 5 Meter auf Asphalt, um vom Rad zu kommen ohne nassen Rasen. Das ist einfach sicherer, gerade bei Breitensportveranstaltungen. Vermisst habe ich einen Sanitätsdienst? …..mmmh, meine Platzwunde hab ich daheim erst richtig versorgt. 

 

Ansonsten war es wie immer eine schöne Veranstaltung. Kaffee, Kuchen und Wurst war lecker und lauter nette Sportler. Ich kann diesen kleinen Triathlon nur wärmstens empfehlen und „Murphys Gesetz“ ist halt immer dabei, das weiß ma vorher.

 

Ich freue mich über unseren 3. Sieg als Staffel in diesem Jahr und dem 3. in Minden - double Triple für die Nordstaffel! Danke Mädels, auch 2017 war wieder geil mit Euch!

 

Bei mir ist nichts gebrochen, nichts gerissen, nur übel geprellt. Das Knie ist noch etwas dick, wird wohl aber wenig Probleme bereiten. Mit dem Schultergelenk wird es etwas schwieriger. Könnte sein, dass ich bis Ibiza nur eingeschränkt schwimmen kann. Ich hoffe trotzdem den Ibizatriathlon zu finishen. So viel hätte ich jetzt auch nicht mehr auftrainiert und so ein blöder Sturz kann überall passieren - auch im Training. Ich hoffe nächste Woche wieder locker auf dem Rad zu sitzen.

 

Und hier zur Presse und den Bildern:

 

Citytriathlon Bremen

13.08.2017 

Zum 6. Mal wurde in Bremen Triathlon gefeiert. Das Wetter war zwar alles andere als gut, aber dafür, dass in Wilhelmshaven Triathlon war und zugleich Ironman in Hamburg konnte sich die Teilnehmerzahl von 650 Athleten sehen lassen. Der Veranstalter hatte sich die Terminkollision nicht ausgesucht, aber ausgehalten und wie man sehen konnte, gibt es auch noch genug Athleten, die kürzere Strecken bevorzugen, um Triathlon in Bremen feiern. Auch organisatorisch war vieles besser als in den Jahren zuvor. Ich persönlich finde es wichtig diese Veranstaltung zu unterstützen, denn es ist der einzige Triathlon mitten in Bremen, der außerdem eine tolle Strecke hat.

 

Wir haben wieder gestaffelt! Logo, wir hatten noch eine Rechnung offen. Im letzten Jahr knapp von der SG Stern geschlagen und am Silbersee voll verkackt - DNF! Man erinnere sich an meine „Penality Box“ und an Aurelia`s 10 km "Sterben mit Anlauf“.

 

Der Tag fing eher nicht so gut an, denn die bereits seit 2 Tagen anhaltende Sintflut von oben, war auch an diesem Tag noch nicht ganz vorbei. Deshalb entschied ich auch Radbekleidung statt Triathlonanzug, denn im Kalten stehen und frieren bis zum Start hatte ich im letzten Jahr schon mal. Während wir so an der falschen Wechselzone standen, hätten wir fast nicht mitgekriegt, dass die Staffeln oben im Europahafen wechseln sollten. Langer Fußmarsch dort hin und ich dachte nur: "Ne, nicht schon wieder einen halben Kilometer mit Radschuhen auf Beton rennen bis zum Aufstieg Rad." Ich konnte mich noch gut an das Jahr 2015 erinnern, als ich mir den Wadenmuskel abgerissen hatte, nicht laufen konnte und nur zum Schwimmen und Radfahren antrat. Die längste Wechselzone der Welt ist nicht in Hamburg sondern Bremen, dachte ich damals humpelnd durch den Hafen.

 

Es war nass und kalt. Mein Rad passte nicht in den Ständer also musste ich es erst am Kai parken und später durch Aurelia halten lassen. Man munkelte später auch, es sei ein E-Bike gewesen:

Maren war kalt und ins Wasser wollte sie eigentlich auch nicht, aber bevor sie im Geschwimmel verschwand, noch ein kurzer Gruß an alle: "Huhu":

Hat nicht lange gedauert, da war sie auch schon wieder da, aber zwischendurch fing es an zu schütten. Super!!! Visier vom Helm, Radfahren im Hafengebiet bei Regen. Schön rutschige Angelegenheit! Wie das immer so ist, wenn Maren aus dem Wasser kommt: Orientierungslosigkeit. Half nur "Huhu" und dann ging der Transponder nicht ab. Ich hab ihn stumpf abgerissen und bin losgelaufen. Ich glaub meinen Look Schuhplatten hab ich da den Rest gegeben - man ist das lang. Immerhin merkte ich mein Lauftraining. Noch nie ging das so gut - mal nicht schon im A**** vor dem Aufsteigen aufs Rad. Ab da hab ich einfach nur noch geballert, was bei dem Wetter ging:

Dazu muss man sagen, dass bedingt durch den Regen die Sicht schlecht war. Ohne Visier und Radbrille sowieso und die Kurven sau glatt. Noch besser die Schienen im Hafengebiet. Der Veranstalter legt Seile in die Schienen. Fährt man nicht über das Seil ist das wie Fahren auf Schmierseife, über das Seil ein schöner Hopser und zum Teil lagen die Seile nicht immer ganz sauber drin. Nach 5 km in der ersten Wendeschleife ein Starter hinter mir mit Vollgas. Ich denk noch: "Alter nimm raus, das geht nicht gut", da scheppert der Knabe voll in die Absperrung der Kurve. Das war leider Krankenhaus. Gute Besserung!

 

Und dann waren da noch die Hunde: Zwei riesen Hunde liefen ohne Leine auf die Straße. Den kleinsten Pinscher hatte der Halter natürlich an der Leine. Ich bin so in die Eisen und hab für einen Moment gedacht: "Wenn einer von denen Hackenbeißer ist und mir jetzt ins Rad springt……..“ Zum Glück blieben die beiden stumpf auf der Straße stehen als ich mitten durch sie durch raste.

 

Ich bin Kurven und Seile sehr vorsichtig gefahren und hab auf den geraden Abschnitten geballert was ging, denn ich wusste, ich muss Aurelia mit Vorsprung auf die Laufstrecke schicken. Die SG Stern hat eine verdammt starke Läuferin, da können wir nur durch Schwimmen und Rad Zeit rausholen.

Maren war als 2. aus dem Wasser gekommen, eine Starterin der Frauenstaffel konnte ich überholen, so dass ich im Wechsel Aurelia als Führende auf die Laufstrecke schicken konnte. Der Transponder wollte wieder nicht: "Reiß ihn ab!!!"

 

Ich war piss nass. Durch bis auf die Schuhe und hatte keinen Überblick. Maren auch nicht. Die Wechselzone war einfach zu eng und zu voll. Ich sagte zu Maren: "Wenn das Top 3 wird, sind wir gut!" Ich zog mir etwas Trockenes an und lief zum Ziel, um auf Aurelia zu warten.

Wir haben ein Bier getrunken und dann meinte Maren, dass Aurelia bald kommen müsste. "Lass mal gucken."…..wir standen gerade mal eine Minute im Ziel, da sah ich Cosmic mit dem Fahrrad "1. Frau" und dann:" Schau, das ist ja Aurelia !!! Wie geil !!!" Völlig unerwartet und Aurelia selbst war auch ganz erstaunt mal hinter dem Rad laufen zu dürfen. Danke Cosmic für die nette Begleitung:

Und das Witzige war wirklich, dass wir mit Cosmic den Rolandmarathon im Mai gefahren sind, sie damals erzählte, dass sie die "1. Frau" machen wird und ich meinte im Spass: "Dann merk Dir mal das Trikot!" Wir haben uns riesig gefreut. Danke für die nette Begleitung.

 

Gut war die Siegerehrungen nach jedem Wettbewerb zügig abzuhalten, das war im letzten Jahr noch anders. Für Zuschauer ist das auch interessanter und der Ergebniswagen hat sofort im Ziel angezeigt. Kein Warten und Suchen mehr auf ausgehängten Papierlisten. Gut war auch die Startunterlagenausgabe direkt auf dem Gelände ohne weite Wege. Insofern absolut positive Bilanz für die Orga - Ihr werdet von Jahr zu Jahr besser und ich hoffe Wetter und Termine passen im nächsten Jahr auch besser zusammen, um wieder auf 1000 Starter zu kommen. Hamburg will doch nicht im Ernst auch 2018 drei Wochen lang die Innenstadt lahm legen (ITU, IM & Cyclassics) oder?

 

Maren kam als 2. aus dem Wasser, ich hatte die schnellste Radzeit und Aurelia lief satte 2 Minuten schneller als im letzten Jahr ! Wow, das nenn ich eine perfekte Staffel! 3 Minuten schneller als die SG Stern und damit souveräner Sieg.

 

Und den Sieg haben wir dann noch mit einem Peiner-Härke-Bier gefeiert. Bis Peine 2018 kriegen wir die Kiste noch leer ;-) - Prost:

Danke - Bremen kann AUCH Triathlon!

Wir sehen uns im nächsten Jahr.

 

Und hier geht es noch zur Presse:

 

Presseartikel Kreiszeitung Verden

 

Presseartikel Weser Kurier 

 

....und zur Bildergalerie:

Silberseetriathlon

30.07.2017

Man liest ja viel von "Penality-Box" im Triathlon und ich hab mich immer gefragt, wie man da wohl reinkommt? Jetzt endlich hatte ich die Ehre ….

 

Weil wir wieder OD-Staffel gebucht hatten, war wieder einmal früh Aufstehen angesagt. Nach diversen Wettkampfwochenenden und werktags immer um 5 Uhr hoch, haut das bei mir langsam echt rein. Ich bin also ziemlich matschig ins matschige Stuhr gefahren, hab früh die Startunterlagen abgeholt, kurzen Plausch mit meinen Radschraubern von Zweirad Stadler abgehalten und ab in den Check-in. Dort stellte ich fest, dass ich meine Radschuhe im Auto hatte liegen lassen. Also hübscher Fußmarsch zurück zum Auto mit meinen Piratenmatschschuhen :

Kurz darauf Wettkampfbesprechung mal wieder verpasst und Maren schnell zum Schwimmen verabschiedet. Die machte sich gut und kam später auch als 1. Staffelfrau aus dem Wasser!

 

Wir wechselten super schnell und ich kam flott aufs Bike, aber dann ging der "Stau" los: Weil die OD überbucht und vor den Staffeln gestartet wurde, war die Radstrecke so überfüllt, dass trotz der Länge (nur eine Runde) ein Windschattenfahren überhaupt nicht mehr vermieden werden konnte. Egal wie man es versuchte, nie stimmten die Abstände. Hätte mein Trirad eine automatische Abstandsmessung wie mein Auto hätte es 40 km nur Kollisionswarnung gegeben!

 

Teilweise fuhren ganze Pulks wie im Radrennen als Gruppe, ganz freche Gruppen öffneten belgische Kreisel. Jetzt kommst du als Staffel und ballerst alles raus, während die OD`ler logo etwas moderater fahren, weil sie noch laufen müssen. Ich habe anfangs unzählige Starter überholt und konnte dabei selten den Abstand halten. Wäre ich dahinter geblieben, wäre ich für meine Verhältnisse dauerhaft zu langsam gefahren. Dreier Reihen vor einem waren nicht selten. Und dann kam sie das 1. Mal, die blaue Karte vom DTU Schiri. Meine "Nachbarin" in der Gruppe musste lachen und schüttelte den Kopf. Wir unterhielten uns kurz über die Unmöglichkeit die Regel einzuhalten. Ich befand mich mittig in einer Gruppe und allein die Starter hinter und vor mir mir hielten die Regel auch nicht ein. 

Der Wind war extrem! Es hatte Gewitter in der Nacht und die Böen gingen zeitweise Richtung Sturm. 20 km extremster Gegenwind waren in Verbindung mit dem leicht hügeligen Streckenprofil richtig "Aua". Auf dem Rückweg fuhr ich wieder auf eine Gruppe ohne Abstand auf, versuchte zu überholen, dabei zog die Gruppe das Tempo an. Ich hörte nur neben mir das Moped mit dem Schiri…….jaaaaaaa "Penality Box"! Eine Minute neben dem Moped eiern. Anschließend keine Chance Gas zu geben, weil der mich gefressen hatte und die Abstandsregel nirgends einzuhalten war. Fuck, ich wär normal viel schneller gefahren! Erst auf den letzten 5 km konnte ich frei fahren, fuhr dann auch Anschlag, um zu retten, was zu retten ist. In der Wechselzone fand ich dann den Radstellplatz nicht und wechselte völlig im Eimer auf Aurelia. Allerdings kroch ich noch nicht auf allen Vieren durch die Wechselzone :P

Eigentlich waren wir bis hierhin noch locker im grünen Bereich. Trotz dem "Sturm" und 2 Minuten Zeitstrafe !!! war ich netto nur eine Minute langsamer als im letzten Jahr und mit Marens Schwimmzeit hätte Aurelia "locker" die 10 km laufen können. Letztes Jahr schaffte sie das in 51 Minuten, aber es kam leider anders.

 

Maren und ich warteten und quatschten im Zielbereich. "Wann kommt sie denn? Ist sie schon einmal rum?" Nach ewiger Zeit kam sie gelaufen, sah aber nicht mehr gut aus und bog in den Rundendurchlauf. Maren und ich gingen zum Ziel und warteten. Nach ewiger Zeit machten wir uns Sorgen. "So, lange läuft sie nie. Da muss was passiert sein!" Wir entschieden, dass ich weiter im Ziel wartete, während Maren ihr entgegen lief. 10 Minuten später stand Aurelia neben mir, aber nicht regulär ins Ziel gelaufen. Überpaced und das schwüle Wetter hatten Ihr heftige Kreislaufprobleme beschert, so dass sie das Laufen abbrechen musste.

 

DNF! Ja, nicht unser Tag! Wir hatten trotzdem unseren Spass und haben Marens Geburtstag mit unserem Siegerbier aus Peine gefeiert. Mädels, wir sind trotzdem das geilste Team der Welt!

In zwei Wochen gibt es in Bremen die Revanche für die Pleite!

 

Insgesamt wieder eine tolle Veranstaltung nur sollte man beim nächsten Mal die Staffeln vor den Einzelstartern starten lassen, dann steht man nicht im Stau der Massen oder man sollte die Startabstände der einzelnen Gruppen deutlich entzerren, dann hat der Schiri auch weniger zu tun. Das war definitiv zu viel auf einer Strecke! 2016 war das noch deutlich entspannter!

19.02.17 Reise zum Mittelpunkt der Erde

Übertage radeln tut man ständig, untertage eigentlich nie. Zeit das zu ändern! Uwe kam auf die Idee im größten Kalibergwerk der Welt in Sondershausen/ Thüringen Mountainbike zu fahren. Ich kannte die Grube von früheren Mountainbike-Rennen an denen ich immer mal teilnehmen wollte, es aber nie geschafft habe. Irgendwas kam immer dazwischen. Besi & Friends in Barcelona, in St. Tropez und jetzt unter der Erde, da hab ich nicht lang gefackelt, denn mit der Truppe würde ich sogar zum Mond fliegen! ;-)

 

Die beste Zeit für so eine Aktion ist eigentlich der öde Winter, weil es unter der Erde trocken und warm ist. Außerdem tut so ein extremer "Tapetenwechsel" nach wochenlangem Rollefahren und Muckibude richtig gut. Hat was von Abenteuer!

 

Ein Teil von uns reiste schon am Samstag an. Während einige schon Übertage den Kyffhäuser erradelten, hat ein anderer Teil das Kuchenessen ausprobiert. Ich bin erst spät angereist, weil ich es mit 2,5 h Fahrzeit auch nicht so weit hatte. Wir haben den Abend beim gemütlichen Essen im Hotelbistro verbracht. Der Thüringer Hof ist eine gute Adresse für so eine Aktion und liegt auch schön zentral im Ort. Übernachtung mit Frühstück schon ab 56 Euro.

 

Am nächsten Morgen ging es dann zum Erlebnisbergwerk. So eine Radtour muss man vorher in der Gruppe anmelden. Grundsätzlich braucht man ein Mountainbike. Ein Crossrad ist meiner Meinung nach eher nicht zu empfehlen, da Feinstaub und glatter Salzboden schon mit dem MTB recht rutschig sind. Um 9:30 Uhr ging es nach einer kurzen Einweisung eines Guides mit 20 Teilnehmern in die Tiefe. Es empfiehlt sich über die kurze Radbekleidung lange anzuziehen. Oben ist es echt kalt und zügig, unten hingegen sehr warm. Gerade auch nach der Radtour leicht durchgeschwitzt kann man sich auf der Fahrt nach oben schnell erkälten. Die Bekleidung kann man unten in einem großen Saal lassen und später wieder aufnehmen. Am Rad benötigt man Licht, da die Radstrecke nicht komplett ausgeleuchtet ist.

 

Das erste kleine Abenteuer ist die Fahrt mit dem Förderkorb. In 4 Minuten 600m in  in totaler Dunkelheit in die Tiefe. Jeweils 5 Personen pro Tour, die Räder werden im Förderkorb hochgestellt. Beim Ausstieg und Einstieg unbedingt aufpassen, sonst tritt man in einen 30m tiefen Schacht! Bei 20 Personen muss der Fahrstuhl 4 x fahren, so dass es schon bis zu 30 Minuten dauern kann bis alle Teilnehmer komplett unten sind. Platzangst sollte man nicht haben!

 

Unten herrschen Temperaturen zwischen 20 - 23 Grad bei einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit. Wer die Zunge beim Radfahren rausstreckt, wird das Salz in der Luft schmecken. Die Tour wird von zwei Bergguides mit Landrovern jeweils vor und hinter der Gruppe begleitet. Der langsamste Fahrer bestimmt das Tempo damit niemand verloren geht. Ich hab keine Radbrille aufgesetzt. Macht in der Dunkelheit nicht wirklich Sinn. Der salzhaltige Feinstaub, der beim Fahren in der Luft aufgewirbelt wird, stört aber nicht in den Augen und ist mir auch nicht auf die Atemwege geschlagen. 

 

Die erste große Runde sind wir alle noch etwas vorsichtiger gefahren. Man muss sich erst an Boden- und Lichtverhältnisse gewöhnen. Auf größeren Feinstaub-feldern wird es schnell sehr rutschig, in Abfahrten mit nacktem Salzboden schmiert man auch schnell mal weg. Das Gefühl dafür bekommt man aber recht schnell.

 

Eine Attraktion ist auch die alte Salzrutsche, die man ausprobieren darf. Dazu wird man mit dem Geländewagen zum Einstieg gefahren, um von dort mit einem "Arschleder" 50m bei 40 C Gefälle in die Tiefe zu rutschen. Zum Vergleich: Eine Wasserrutsche im Schwimmbad hat so ungefähr 18 C Gefälle. Riesen Gaudi! Ich hab es lieber ausgelassen, mein Schlüsselbein war gerade erst durch.

 

Das Biken wird eigentlich auch nicht wirklich langweilig, weil es ständig um Kurven geht, Anstiege auf Abfahrten wechseln, Untergrund und Lichtverhältnisse sich ständig ändern. Wir sind in den 3 Stunden Untertage insgesamt 20 km mit 300hm gefahren und hatten dabei riesen Spass. Pro Person 45 Euro geht für so ein Abenteuer auch völlig in Ordnung und ich würde das sogar gern noch einmal machen. Ist eine tolle Abwechslung und ich kann mich bei Uwe für die Idee nur herzlich bedanken.

 

Und wer sich Sorgen um sein Rad macht, dem sei gesagt, dass der Salzstaub so fein ist, dass man ihn mit einem Gartenschlauch daheim sehr gut wieder vom Rad abwaschen kann. Von 3 Stunden da unten geht ein gutes Rad nicht gleich kaputt! Und ein bisschen inhalierte Dieselabgase von den Geländewagen bringen einen auch nicht um.

 

Tolles Wochenende mit tollen Freunden - auch wenn man sich lange nicht gesehen hat, sind Besi & Friends wie eine große Familie. Ich hab Euch vermisst und freu mich jetzt schon auf unser nächstes Treffen. Die Thüringer Bratwurst lag leider nicht mehr auf meinem Weg, aber die war sicher auch lecker!

 

Hier zu den Bildern:

06.12.2016  DVD "Die Tour fürs Leben"

Unser Kinofilm "Die Tour fürs Leben" ist ab sofort als DVD erhältlich. Ein tolles Weihnachtsgeschenk für Sportler, Nichtsportler, Kranke, Gesunde, Menschen in allen Lebenslagen, die einen großartigen Film über Mut, Teamgeist und Hoffnung suchen. Ein toller Motivationsfilm der zeigt, dass man das Unmögliche möglich machen kann, wenn man darum kämpft.

Die ARD Kurzdoku sahen knapp 1,5 Mio Zuschauer (30 Min Doku hier klicken), der Kinofilm war in vielen Kinos im Norden und Süden zu sehen und wer ihn verpasst hat, kann ihn sich jetzt ins Wohnzimmer holen: Trailer zum Kinofilm hier klicken!!!

 

Ab sofort - so lange der Vorrat reicht - für 15,00 €, dazu kommen die Versandkosten (1 DVD 2,38 €, 2 - 5 DVDs 3,57 €, Versandkosten für mehr DVDs, oder DVDs aus dem Ausland bitte auf Anfrage)!

 

Was müsst ihr tun? Ganz einfach:

Schickt eine Mail mit dem Betreff: "Die Tour fürs Leben" an: Tour@gropperfilm.de, teilt Eure Rechnungsadresse mit und wie viele DVDs ihr kaufen möchtet. Ihr bekommt dann ganz bald eine Mail mit der Rechnung als PDF zugeschickt. Nach Zahlungseingang wird Eure Bestellung per Post versendet.

 

Und schon könnt Ihr Moni, Besi und alle Friends auf der großen Reise nach Barcelona schauen. Auch ein tolles Weihnachtsgeschenk!