Mission 70.3 - Ibiza 2017

IBIZA - meine Lieblingsinsel, auf der ich mit dem Radsport begann und auf der ich zweimal wieder „gesund“ geworden bin - also zurück in meinen Sport gefunden habe. Man nennt die Insel auch „Tierra Santa“ - heilige Erde und die Karthager ließen sich auch deshalb dort beerdigen. Zweimal saß ich dort am Strand und dachte, ich würde so etwas nie mehr schaffen - jetzt versuch ich es. Außerdem liegt der Termin im Oktober - perfekt für die Vorbereitung und genau an meinen Geburtstag. Für mich hat es eine ganz besondere Bedeutung - es geht um das ganz große ANKOMMEN.  Trailer Ibiza Triathlon

Auf dieser ganz besonderen Seite (#missionibiza703) könnt Ihr meinen Weg bis zum Start Ibizatriathlon  22. Oktober 2017 und meinem ersten echten 70.3 mit allen Höhen und Tiefen mitverfolgen. 

Update #missionibiza703

14.09.2017

Stress in der letzten Woche vor dem Abflug: Spedition zum Rücktransport unserer Räder bestellen, Germania den Transport absagen, Radkoffer und Reiseluftpumpe besorgen und dann wurde auch noch unser Rückflug übel verlegt. Die Rückreise gestaltet sich jetzt aus 8 Stunden Aufenthalt am Airport Palma bis zum Anschlussflug. Eigentlich hatten wir das schon erwartet. Gebucht im Januar und dann doch wieder der alte Winterflugplan Palma-Ibiza. Echt zum Kotzen, die Erreichbarkeit der Insel aus Norddeutschland im Winter. Ich kann die Stunden auf Palma nicht mehr zählen, die ich dort schon verbracht habe. Nur gut, dass wir die Räder jetzt per Spedition zurücksenden. Dann sitzen wir nicht 8 Stunden auf dem Sperrgepäck am Flughafen. Trotzdem ist "my little Kona" gerade in der Neben-saison immer eine Reise wert.

Neben Job und dem ganzen Organisationstheater musste ich mich auch noch um mein Knie kümmern. Am Dienstag war ich nochmal beim Orthopäden. Nichts kaputt, aber Kniescheibentrauma vom Schlag. Um noch eine Startchance beim Triathlon zu haben, kein Rad- und Lauftraining. Das könnte eher dazu führen, dass wieder alles anschwillt. Es kann in 7 Tagen komplett abgeklungen sein oder noch bis zu 3 Wochen andauern. Eine Chance besteht in jedem Fall.

 

Ich habe das Knie weiterhin gekühlt, mit Pferdesalbe und Voltaren behandelt und mich selbst getaped. Eigentlich klingt es täglich weiter ab. Keine Schmerzen im Knie, Knie voll beweglich, nur leichter Druckschmerz auf der Scheibe. Das Problem ist, dass das traumatisierte Gewebe bei Bewegung der Kniescheibe wieder gereizt werden kann. Deshalb kein Training möglich.

Ich war auch beim Physio. Der hat mir einige Sturzverklemmungen herausgezogen, gibt mir die gleiche Empfehlung wie mein Arzt. Zwar passt mein Knie jetzt auch endlich in die schicke Bandage, aber ich bekam Wadenkrämpfe vom Spiel der Knie-scheibe. Ich kann nur hoffen, dass sich das noch gibt.

 

"Die Hoffnung stirbt wie immer zuletzt"! Ich kann den Ibizatriathlon jetzt nur noch mit einem Trainingausfall von 4 Wochen bestreiten. Ambitioniert kann ich das Ding nicht mehr über die Bühne bringen, nur noch auf ein Finish pokern. O.K. - darüber wäre ich jetzt auch mehr als froh, aber keiner weiß, ob mein Knie noch bis zum 22.10. wieder ins Lot kommt oder ich wegen den Wadenkrämpfen nicht starten kann. Ich lasse nichts unversucht, das Ding zu bestreiten, wenn es nur irgendwie geht.

 

Klar hatte ich mir das alles anders vorgestellt. Da plant man ein ganzes Jahr so eine Reise und dann streikt das Knie durch einen saublöden Sturz….mehr als ärgerlich.

 

Da es mir aber von Anfang an in erster Linie, um ein "persönliches Finish" ging, ist mir die Leistung nicht wirklich wichtig. Schön wäre nur eine Teilnahme mit Finishermedaille als Geburtstagsgeschenk. Danach wäre sowieso "Off-Season" gewesen. Über den Verlauf meiner Triathlonsaison 2017 kann ich mich generell nur freuen und den Ironman 70.3 habe ich bereits im Sack. Beweisen muss ich mir also nichts mehr und 2018 geht es definitiv mit Triathlon weiter. Mitteldistanz gefällt mir sehr gut - ist eigentlich die schönste Distanz in diesem Sport.

 

Drückt mir fest die Daumen, dass alles klappt. Das hier ist mein letzter Webside-bericht vor dem Start. Wer alles "live" verfolgen möchte, kann es auf dem Facebook- und Istagramblog dieser Seite.

 

Eines steht jetzt schon fest: #missionibiza703 geht 2018 weiter!

30.09.2017

Noch genau 22 Tage. Wahnsinn, wo ist die Zeit geblieben? In 22 Tagen habe ich Geburtstag und einen Startplatz beim Ibizatriathlon auf der Mitteldistanz. Vor einem Jahr habe ich mich angemeldet und mich auf die große Reise begeben. Ich hatte keine Ahnung vom Triathlon - ich war bisher im Radsport zu hause. Ich versuchte mit Handicap schwimmen zu lernen und hätte nie gedacht überhaupt so weit zu kommen und jetzt bin ich auf der Zielgeraden.

 

Fast jedes Wochenende stand ich im Sommer am Start irgendwelcher Rennen. Genau 19 an der Zahl! Dabei habe ich Lehrgeld bezahlt, mich selber überrascht und viele Zwischenziele erreicht. Ich war nicht einmal verletzt oder krank. Es war ein Sportjahr, dass nach anfänglichen Laufproblemen ein einziger „Run“ auf die Zielgerade wurde. 10 x gewann ich meine Altersklasse, 3 x wurde ich Zweite AK, 2 x Dritte und ich schaffte es sogar 2 x aufs Gesamtwertungspodium eines Triathlons. Finishte den Triathlon Hannover erstmals unter den top Ten und bescherte mir sogar eine DM Medaille in Bronze, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Meinen Testlauf beim Ironman 70.3 Rügen absolvierte ich wie geplant ohne Schwierigkeiten im erwarteten Zeitfenster. Die Saison hätte nie besser laufen können. Ich bin im Triathlonsport angekommen.

 

Und doch „wackelt“ mein Start 3 Wochen vor dem letzten großen Rennen! Mein Sturz beim letzten Staffelstart in Minden ging zwar glimpflich aus, aber ein Bluterguss direkt auf der Kniescheibe macht Training aktuell unmöglich.

 

4 Tage nach dem Sturz fuhr ich zweimal locker Rad. Leider blutete die Platzwunde dadurch nach innen etwas ein. Den Tag darauf konnte ich kaum gehen. Die Schulter zwickt auch noch etwas, aber das bin ich ja gewohnt. Problem könnte nur sein, dass ich beim Schwimmen Zeit verliere, da gerade die rechte Schulter bei mir die ganze Arbeit leisten muss. 

 

Ultima Ratio war, wie schon einige Male zuvor, ECHTE Pferdesalbe:

Auf dem Bild sieht man die echte und unechte Pferdesalbe. Die Unechte kennen wir Sportler alle, das Compagel für Pferde stammt aus der Tiermedizin und enthält 50 000 Einheiten Heparin und hochdosiert entzündungssenkende Inhaltsstoffe. Den Tipp bekam ich vor einem Jahr von einer Tierärztin als ich Achilles-sehnenentzündung hatte. Ich wohne in DER Reiterstadt Deutschlands, wo Rennpferde ähnlich behandelt werden. Nebenwirkung geringer als bei Ibuprofen und Diclofenac und verboten ist es auch nicht - halt ein Geheimtipp. Ich glaube die humane Pharmaindustrie will so etwas gar nicht auf den Markt bringen. Es würde den Umsatz senken.

 

Ich habe es nur 3 Tage konsequent angewendet und Schmerz und Schwellung um 90% gesenkt:

Allerdings setze ich jetzt bis zur endgültigen Auflösung meines Blutergusses auf der Kniescheibe im Training aus. Nur so habe ich noch eine Chance auf einen problemlosen Start auf Ibiza. 

 

Das ist nicht optimal, dadurch verliere ich Training. Allerdings ist es immer noch besser überhaupt starten und finishen zu können, als das ganze Rennen platzen zu lassen. Am Knie ist sonst nichts kaputt. 3 Wochen sind es noch. Ich gehe davon aus, dass ich ab nächste Woche langsam mit Schwimmen und Aquajogging beginnen kann, so dass ich mich bis zum Start des Rennens wieder fit bekomme. Der Triathlon findet nur dieses Jahr genau an meinem Geburtstag statt. Es geht nicht um eine top Zeit, sondern einfach um ein ganz persönliches Ankommen. Das mein Training dafür reicht, hat Rügen gezeigt. Ich pokere jetzt einfach hoch.

 

Dieses Risiko geht man ein, wenn man sich solche langfristigen hohen Ziele steckt. Man sieht es auch bei den Profis, aktuell Andi Böcherer mit seinem Kona-„Aus“. Lange trainiert for nothing - genau das macht die Härte dieses Sports aus: Hinfallen, Aufstehen & Weitermachen. Für mich ist meine Verletzung gerade im Vergleich zu allem was ich vorher hatte eher ein Witz. Meine Saison 2018 ist bereits geplant mit mehreren Mitteldistanzen - es geht weiter….und die Welt nicht unter.

 

Biketransport:

Neben dem Verletzungspech gab es aber auch noch einige organisatorische Probleme zu lösen, wie den Biketransport nach Ibiza. 

 

Der Sommerflugplan ist Geschichte, der Winterflugplan völlig eingeschränkt. Unsere Koppelflüge (Direktflüge aus dem Norden gibt es im Winter nicht) haben wir auch nur mit Problemen im Januar buchen können. Drei verschiedene Airlines. Später buchen, hätte nicht mehr funktioniert. Radtransport wird je Flug berechnet und angemeldet. Heißt, wir fliegen hin via Stuttgart mit Germanwings im Koppelflug. Die Räder werden zwar durchbefördert, Transportkosten fallen aber zweimal an: 189 Euro pro Rad. Räder leihen auf Ibiza unmöglich, zudem nicht das eigene angepasste Aerorad! Teurer Spass! Das ist nur der Hinflug!

 

Zurück kann Air Europa mangels großem Flugzeug die Räder nicht nach Mallorca transportieren. Zudem wäre eine Durchbeförderung nicht möglich gewesen. Kompletter Check-out und -in in nur einer Stunde Aufenthalt mit Sperrgepäck unmöglich. Es kamen Überlegungen, wie im schlimmsten Fall Fähre nach Mallorca in der Nacht und dann zum Flughafen. Jetzt konnten wir dank Hilfe von Bekannten auf der Insel eine Spedition für den Rücktransport finden, die unsere Räder ab Hotel zurück nach hause bringt. Mit 40 Euro deutlich günstiger als im Flugzeug, komplette Transportversicherung und Anlieferung zur Haustür. Einziger Nachteil Landtransport. Die Räder sind mehrere Tage unterwegs. Wenn man sie nicht braucht, eine günstige Lösung.

 

Außerdem brauchten wir eine anständige Verpackung für die teuren Carbonräder und entschieden uns für die Bike-Transportbox von B & W - Hartschale:

 

https://www.youtube.com/watch?time_continue=5&v=BHvZ9RWQKB8

 

Hartschalenkoffer bergen weniger die Gefahr von Materialbruch als Softtransport-taschen. Im Flugbetrieb wird brutal mit Gepäck umgegangen. 100 Euro an der Verpackung zu sparen kann 5000 Euro Schaden verursachen. Ich möchte keinen Bruch meiner Carbonlaufräder riskieren. Diese Koffer haben uns als einzige in dieser Preisklasse überzeugt!

 

Damit ist alles Organisatorische abgeschlossen. Nächste Woche habe ich noch einen Termin beim Orthopäden. Ich hoffe, er hat gute Nachrichten. Außer dieser fiese Druck auf der Kniescheibe durch das Ödem, reißt und schmerzt definitiv nichts am Knie und das ist gut. Ein Termin beim Physiotherapeuten besorge ich mir auch noch und dann berichte ich weiter. Noch steht alles bei mir auf START - so schnell gebe ich nicht auf! 

04.08.2017

Seit dem Swim & Run Camp Ibiza ist viel Zeit vergangen…..

Ich habe unglaublich viele Wettkämpfe bestritten, um Tempogefühl und -härte zu entwickeln, ein Gefühl für alle 3 Disziplinen zu bekommen und im Wettkampf sauber schwimmen zu können.

Ein kurzer Abriss zum Schwimmen:

09.16  2. Schlüsselbeinbruch

12.17. Technikseminar IBH Pro Team

01.17. Stundenschwimmen Lüchow (2950m Wechsellage)

02.17. 1. Mal im Training 2 km Freistil *yeah*

05.17. Swim & Run Camp Ibiza (viel Technik und Kraft)

05.17. Hamburger Swim & Run Meisterschaft (1100m Schwimmbad)

06.17. Triathlon Wolfsburg Sprintdistanz (1. Frau - *wow*)

06.17. Triathlon Uelzen Sprint (verschwommen, aber 2. Frau)

07.17. 1. OD Itzehoe (unübersichtlicher Parcours in kleinem Teich)

07.17. X-Terra Germany (Orientierung & Ideallinie auf weiter Strecke)

 

Hinzu kam viel Freiwassertraining, wie hier im Glambecker See in Neustrelitz:

Die Steigerung auf 1,9 km bzw. 2 km für Rügen und Ibiza stellt kein Problem mehr dar. Auch die Orientierung im Wasser läuft optimal. Ich habe mir bewusst unterschiedliche Schwimmparcoure in Wettkämpfen ausgesucht, um jede Art von Start und Orientierung zu testen. Die Orientierung in Itzehoe im Mühlenteich war mit mehreren Runden, diversen unübersichtlichen Bojen und 1 x Landgang extrem. Dennoch war die Schwimmzeit unter 30 Minuten. Die X-Terra deutlich übersichtlicher, aber weiter hinaus aufs offene Wasser und erstmals ohne Neo. Beides funktionierte sehr gut.

 

Die Angst die Schwimmdistanz nicht zu schaffen ist überwunden. Ich schwimme zwar keine top Zeiten, aber ich kann mich trotz Bewegungseinschränkung im linken Arm sehr gut behaupten. Ohne Neo bin ich zwar stärker im Nachteil als die anderen Starter, aber beide 70.3 werden aller Voraussicht nach im Neo geschwommen.

 

Einzig lästig: Ich bekomme bedingt durch die muskuläre Dysbalance der linken Schulter schnell Blockaden im Bereich HWS und BWS, die ich oft nur physio-therapeutisch lösen lassen kann. Trotz allem zeigt sich aber einmal mehr, dass wenn man an seinem "Handicap" arbeitet, man auch Vieles erreichen kann. Andere würden ausgleichenden Kraftsport machen und wären ihre Dysbalance los, ich kann es nicht, weil Nerven defekt sind und ich durch die ACG-Arthrose nur limitiert Kraftübungen machen kann. Jemand der Tri gesund macht, kann es überhaupt nicht einschätzen, wieviel man mit körperlicher Einschränkung investieren muss. Für mich ist gerade DAS die große Herausforderung. Sieht immer alles toll aus aber jeder Kilometer ist mit Schmerzen und doppeltem Trainingsaufwand verbunden. 

 

Radfahren:

Ich muss bei längeren Distanzen aufpassen nicht zu hart zu fahren, sonst wird es mit dem Laufen schwer. Die Dosierung ist noch etwas fraglich….bedarf etwas Erfahrung, die ich gerade sammle.

Laufen:

Stellt aktuell die größte Herausforderung dar, wird aber langsam. Grundsätzlich kann ich laufen und kann es auch lange. Das Problem ist das Tempo! Das muss ich relativ hoch halten können, um mit einer halbwegs anständigen Zeit den 70.3 zu finishen. Die Vorbelastung vom Schwimmen und Radfahren haut ganz schön rein. Hinzu kommt, dass meine Muskulatur 20 Jahre nur Rad gefahren ist. Die Umstellung im Frühjahr sorgte für einige unerwartete Probleme:

 

- Überlastung von Muskel- und Bänderapparat

- ISG Beschwerden

- verkürzter Hüftstrecker

 

Immer wieder musste ich das Training kurzzeitig unterbrechen und kam nie richtig rein. Meinen 1. Halbmarathon im März musste ich canceln.

 

5 km liefen dann im Tempo irgendwann schon ganz gut, 10 km hingegen eher nicht. Ich musste mich langsam vortasten. Lernzielkontrollen fanden beim Verdener Stadtlauf über 4,5 km statt, wo ich erstmals unter Pace 5 lief und beim Bremer Brückenlauf auf der Halbmarathondistanz. Von zunächst spekulierten 2:15h, kam ich doch nach 2:01h ins Ziel.

Bei meinem 1. olympischen Triathlon in Itzehoe lief ich die 10 km in 57 Minuten. Bei der X-Terra lief ich im Gelände mit 300hm und Gehpassagen die 9,6 km in 1:06h, also schon deutlich besser als in Itzehoe. Man könnte fast sagen, dass ich 6 Monate brauchte, um die Muskulatur so umzubauen, dass progressives Lauftraining erst richtig möglich wurde. In jedem Fall liegt hier mein größtes Potential begraben und wenn ich das im nächsten Jahr in den Griff bekomme, werden meine Zeiten noch einmal deutlich besser.

 

Was die Auswahl an Wettkämpfen in diesem Jahr angeht, mache ich viel. Mancher meint zu viel. Ich sehe das anders, weil ich zuvor jahrelang Mountainbikemarathons und 24h- Rennen fuhr. Dagegen sind 2:30h bei einer olympischen Distanz eigentlich nichts. Zudem bauen die Wettkämpfe in Training und Belastung aufeinander auf. Einiges probiere ich dieses Jahr zum 1. Mal (X-Terra), einfach um zu schauen, wo ich mich in den nächsten Jahren schwerpunktmäßig wiederfinden werde.

 

Folgende Rookieprobleme kann man mit so einer Wettkampfplanung perfekt lösen:

1. Temporegulierung & Belastung im Rennen 

2. Optimierung der Lauftechnik

3. "Waschmaschine" - Orientierung & Wasserschattenschwimmen

4. Perfekter Wechsel

5. Wettkampfernährung 

6. Richtig Essen & Trinken (Laufen mit Wasserbauch ist nicht gut!)

7. Materialoptimierung & -test

8. Kopfproblem (nicht denken - einfach machen!)

 

Bei mir geht es jetzt noch bis Rügen mit der X-Terra DM in Zittau und einigen Besi & Friends Staffeln weiter. Nach Rügen fahre ich das Pensum bis zum Ibizatriathlon etwas herunter und denke, dass ich dann optimal vorbereitet bin, ganz nach dem Motto:

 

"Das habe ich noch nie gemacht, deshalb weiß ich, dass ich es schaffen werde!“

 

Pipi Langstrumpf

 

Nur noch 36 Tage bis zu meiner ersten Mitteldistanz!

Swim & Run Camp Ibiza

16.05.-23.05.17 

Nun ja, es lief bisher nicht immer alles wie geplant, aber trotzdem konnte ich immer meinen Zeitplan in der Trainingsorganisation pünktlich einhalten. So auch jetzt wieder: 6 Wochen kein echtes Lauftraining wegen ISG Problemen, pünktlich zum Swim & Run Camp Ibiza alles wieder im Griff und so hat mich die Laufwoche wieder deutlich weiter gebracht.

 

Kein Sporthotel, völlig individuell, wichtig dabei nur Vorsaison buchen und Poolgröße und -frequentierung kennen. Kannten wir in diesem Fall, weil wir letztes Jahr schon dort waren. 5 Sterne Trainingslager hat auch nicht jeder und der Vorteil im Gegensatz zu organisierten Camps: kein Zeitplan! Total freie Gestaltung, so dass Erholung und Urlaub trotz Trainingsbelastung nicht zu kurz kommen. Schwimmtraining entweder im Pool oder 5 Minuten um die Ecke im Mittelmeer. Lauftraining direkt vor der Haustür entweder flach am Meer oder mit Höhenmetern über den Kirchberg. Perfekte Logistik! Zudem auch Training am Ort des späteren Wettkampfs.

2x täglich Laufen, davon ein Lauf vor dem Frühstück und eine lange Schwimmeinheit. Ich wusste nicht, ob meine Schulter das jeden Tag mitmachen würde, denn bisher bin ich stets nur einmal die Woche 3 km geschwommen und hatte danach schon Probleme. Bezüglich des Lauftrainings hatte ich keine Ahnung, ob das ISG Problem jetzt wirklich auskuriert war. Das Schwimmtraining sollte zudem im Neo intensiviert werden.

 

Das Laufen vor dem Frühstück war einfach nur schön. So früh am Morgen direkt am Meer zu laufen und anschließend in Ruhe mit gutem Gewissen ein 5 Sterne Frühstück zu genießen, hat man nicht alle Tage. Ganz besonders Lecker waren die frischen Lachstörtchen …..hmmmm. Aber der Spass sollte uns die Tage noch vergehen….wenn Du morgens aufwachst, noch nicht fertig geschlafen hast, in den Spiegel schaust und zu Dir sagst:“Dich kenne ich nicht, aber waschen tu ich Dich trotzdem“, dann ist das Trainingslager richtig gut! :-)

 

Unser Schwimmtraining gestaltete sich ohne jedes Problem! Der Pool war ständig frei und mit 33m auch lang genug für echtes Training. Das Blöde war nur, dass ich auf 25m tippte und dann auch noch versehentlich statt 50m, 100m Paddles Kraftausdauer schwamm….real waren das ja sogar 133m ….*aua* !!! Jetzt kommt hinzu, dass ich sonst höchsten 500m im Training so geschwommen bin und jetzt satte 3 km! Schön laaaange Arme waren die Folge und wir fingen an, den Pool mit einem Lineal zu vermessen. Die anderen Gäste guckten ziemlich blöd und fragten sich wohl, was diese beiden Langstreckenschwimmer jetzt vor hatten. Reichte ja schon, dass wir dauernd mit Neoprenanzügen am Pool auftauchten oder damit aus dem Hotel gingen. Jedenfalls passte anschließend unser Schwimmpensum im Training wieder.

Ich bin zum ersten Mal seit Jahren wieder im Meer geschwommen. Macht mir grundlegend keine Angst. Erstens war ich früher aktiv im DLRG als Rettungsschwimmerin unterwegs und habe viel in der Ostsee trainiert. Ich bin quasi an der Ostsee groß geworden und wenn ich eins kann, ist es schwimmen. Viele Triathlon-Rookies haben hier schon ihr erstes Problem: das Kopfproblem! Angst im Open Water, weil Ufer zu weit weg oder „Tiere“ im Wasser. Beides juckt mich nicht, ich fand das Mittelmeerkino Unterwasser beim Schwimmen eher spannend. Da schwimmen ganze Fischschwärme mit einem mit oder schauen einem zu. Außerdem kann man im Neoprenanzug eigentlich überhaupt nicht untergehen! Wer den „toten Mann“ kennt, weiß, dass man so auch schon ohne Neo oben schwimmt, mit der „Luftmatratze“ passiert da im Notfall überhaupt nichts.

Ich hab meinen Neo ursprünglich gehasst, weil ich nicht durchgehend Kraulschwimmen konnte. Kann ich jetzt aber und siehe da, alles war plötzlich viel einfacher! Leute stresst Euch beim Schwimmtraining nicht zu viel mit Technik, trainiert lieber Ausdauer. Das habe ich bis hier hin getan und wurde jetzt richtig belohnt. Ich habe daheim nie eine Beckenwende im Pool gemacht. Warum? Weil ich mich um effektive Schwimmmeter nicht bescheißen wollte. Da draußen im Meer gibt es keine Wand zum Abstoßen alle 25 oder 50 Meter, da heisst es durchschwimmen! Außerdem ist eine perfekte Kopfhaltung völlig Asche. Die taugt nur im Pool bei Wettkämpfen etwas, wo man auf dem Grund eine schwarze Linie zur Orientierung findet, aber nicht im Open Water! Da muss man alle paar Züge nach vorn schauen, da haut einem eine Welle um die Ohren und die „Waschmaschine“ später im Rennen tut ihr Übriges. Wichtiger ist eine regelmäßige Atmung unter solchen Bedingungen hinzukriegen. Meine Ausbildung beim DLRG hat mir bei der Fokussierung auf mein Ziel und Problem sehr geholfen Wichtiges von Unwichtigem zu trennen!

 

Wichtig war vorn die Armarbeit und die konnte ich recht gut optimieren. Zwar bewegt sich der linke Arm nicht schulmäßig, weil das Schultergelenk durch Schaden blockiert ist, aber Dank „Finis Swimpaddles“ konnte ich das in den letzten Wochen so optimieren, dass nur wenig Abweichung vorhanden ist. Der Neo One von Sailfish ist ein echtes Auftriebswunder. Deshalb hatte ich ihn immer gehasst, jetzt unterstützt er meine Wasserlage optimal bei der leichten Schlagseite links, wodurch mein Schwimmdefizit deutlich korrigiert wird. Durch die hohe Armfreiheit behindert er mich trotz Armschwäche links nicht beim Schwimmen, was äußerst wichtig ist und die Beine haben so starken Auftrieb, dass die Beinarbeit schon fast zur Nebensache wird. Im Gegensatz zu allem, was ich bisher trainiert hatte, fand ich Neo-Schwimmen jetzt einfach.

Ich schwamm insgesamt 15 km in einer Woche, was ich selbst nicht erwartet hatte, denn bisher waren es höchstens 3 km pro Woche. Das ISG machte mit anständigem Athletiktraining überhaupt keine Probleme mehr und so konnte ich den Ausfall vom Lauftraining zuvor komplett kompensieren. Angst vor langen Open Water Schwimmeinheiten hab ich jetzt überhaupt nicht mehr. Im Gegenteil, ich freue mich auf den Ibizatriathlon im Oktober.

 

Ab jetzt fängt die Wettkampfsaison bei mir an. Anfang Juni geht es los mit einem Weltrekord eines Freundes im Handbike, den Ihr gern in meinem Blog verfolgen könnt und eine Woche später wird der Fluch vom Heavy24 Chemnitz gebrochen, wo ich 2013 den ersten Schlüsselbeinbruch erlitt. 4 Jahre ist das jetzt schon her...

 

Und hier noch ein paar tolle Bilder einer wirklich schönen Trainingswoche:

Trainingslager 1 - Rad

22.04.2017

Ich mache dieses Jahr alles anders und das macht einen selbst etwas nervös:

 

Da funktioniert die Trainingsumstellung nach 20 Jahren Radfahren nicht einfach so und man ballert sich die Adduktoren komplett zu. 4 Wochen kein Laufen, Radfahren nur noch ohne Druck möglich.Erste Wettkämpfe sind dann nicht so leistungsstark wie gewohnt. Man selbst bekommt bei drei verschiedenen Sportarten irgendwann das Gefühl nichts mehr wirklich richtig zu machen oder zu können. Trainingslager beginnen viel später als gewohnt. Ausgerechnet die Wackeldisziplin Schwimmen stellt plötzlich das geringste Problem dar, während beim Laufen erstmal NIX läuft. Dabei heißt es Nerven bewahren und immer wieder neu orientieren.

 

„Raus aus der gewohnten Komfortzone“ - bei mir 20 Jahre Radsport - nicht einfach, aber genau das reizt mich ja daran. Neues erleben und erfahren - Tapete wechseln. Das es einfach wird, hat niemand gesagt. 

 

Nachdem ich noch etwas Bedenken hatte vor Ostern meinen ersten großen Radblock (Trainingslager) wegen meiner Adduktorenprobleme absolvieren zu können, war ich Punkt auf die Minute wieder fit:

Jetzt denkt Ihr: Mallorca oder Kanaren? Wo fährt sie Rad? Kann ich Euch sagen: Zuhause! Nach diversen Jahren mit Trainings-lagerversuchen im Süden bin ich zu dem Schluß gekommen, dass es sich daheim am Besten trainieren lässt. Das Wetter ist im Norden im April zwar nicht das Beste, aber ich bin frei, unabhängig und habe alle Möglichkeiten, die ich im Süden bei schlechtem Wetter nicht habe. 

 

Hier mal ein kurzer Überblick der Nachteile im Süden:

1. Gruppentrainingslager = nie individuell gut trainiert!

2. 20 kg Koffergewicht im Flieger reicht nur fürs kurze Höschen

3. Essen muss man im Hotel, was auf den Tisch kommt

4. Entspannung in Sporthotels mit Menschenmassen fraglich

5. Einer hustet über das Buffett, morgen sind alle krank

6. Mangelnde Ortskenntnis lässt Training nicht gezielt steuern

7. Schlechtes Wetter oft Totalausfall

8. Kostet das Ganze um die 1000 Euro

9. Trainingslager oft zu früh im Jahr, daheim Erkältungsgefahr und oft nicht die

    Möglichkeit die Form zu halten.

 

Also nur was für allgemeine Vereinsbespaßung, nicht aber für individuelle Trainingsoptimierung.

 

Daheim hat es den Vorteil:

1. Ich mach mein Ding allein

2. Ich habe ein MTB, ein Crossrad, ein Rennrad, eine Rolle, Laufklamotten,

    eine Muckibude und eine Schwimmhalle - irgendwas geht immer, auch in

    Kombination - egal wie das Wetter wird

3. Der Kühlschrank gehört mir, egal zu welcher Zeit und ich befülle ihn!

4. Entspannung auf meiner Terrasse oder in meinem Wohnzimmer jederzeit

    möglich

5. Ansteckungsgefahr ausgeschlossen

6. Ortskenntnis perfekt, um jedes Training auf den Punkt genau zu steuern

7. Kostet NIX !!! - Gesparte Kohle sinnvoller investieren (Material oder Startplatz)

8. Die Erkältungsgefahr ist minimiert, weil es Menschenmengen nicht gibt, eine  

    zweifache Klimaumstellung entfällt ebenfalls und für jedes Wetter habe ich 

    ausreichend Bekleidung im Schrank, auf die ich im Ausland wegen  Gepäck-

    begrenzung keinen Zugriff habe

9. Schlechtes Wetter im Training härtet ab für spätere Wettkämpfe

 

Dieses Jahr war das Wetter in meiner Blockwoche eine reine Katastrophe, aber das hatte ich für teures Geld auch schon auf Mallorca und Lanzarote. Dann lieber zuhause! Mit ständigem Blick in die Wetterapp gelang es mir tatsächlich komplett trocken zu radeln. Wetter online ist da sehr genau.

Das Trainingslager war von starkem, kalten Nord/West Wind dominiert, oft um die 30-50 km/h - halt wie auf Lanzarote. Allein deshalb kriegt mich da keiner mehr hin. Das hab ich hier daheim ständig. Eher bin ich mal froh ohne Wind zu radeln. Zudem lag die Durchschnittstemperatur um die 8-10 C - man könnte auch von November-wetter sprechen. Dazwischen immer leichte Schauer und nasskalt. Half nur komplettes Winteroutfit mit mehrfacher Lage Windstopper, dicke Thermojacke, Winterhandschuhe und 2 Paar Überschuhe. 

 

Trotzdem war Rennradfahren einfach zu kalt! Ich stieg nach zwei Tagen auf mein Crossrad um. Höherer Rollwiderstand gleich geringere Geschwindigkeit und weniger Windchill. Also wärmer zu fahren. Zudem Schutz durch Vegetation im Wald. Ist zwar härter von der Gesamtbelastung her zu fahren als reine Asphalt-kullerei, aber in Hinblick auf meine Mountainbikerennen und meine beiden X-Terra Starts eine gute Alternative. Am Mittwoch war absolutes Schweinewetter angesagt. Wetter online gab an bis 12 Uhr trocken, also früh Aufstehen und um 8 Uhr aufs Rad. Die Rechnung ging auf. Am Ende hatte ich über 20 effektive Trainingsstunden nach 7 Tagen auf der Uhr und gehe zufrieden aus diesem Trainingsblock heraus. Echte Orangen am Baum hatte ich dabei auch: bei meinem Papi im Wintergarten! Ich kann die Form jetzt gut halten und im Mai fliege ich für eine Woche nach Ibiza, um dort Schwimmen und Laufen intensiver zu trainieren.

Jetzt sagt Ihr: Die fliegt ja doch ins Trainingslager in den Süden?

JEIN, heisst die Antwort, denn Schwimmen und Laufen ist nicht ganz so zeitintensiv wie ein Radsporttrainingslager, in jedem Normal-Urlaub bewegt Ihr Euch auch noch sportlich und das Ganze ist einfach mein normaler Urlaub mit Trainingsreizen gespickt. Wird auch kein Sporthotel sein, sondern ein ruhiges 5 Sterne Hotel ohne Sportjunkies. Zudem kann ich dort erstmals Open-Water-Schwimmen trainieren, was hier nicht geht. Und mein Kopf kommt zur Ruhe - „Mind-Reset" gehört auch zum Training! Nach Ibiza folgt dann ein weiterer intensiver Radblock daheim. 

 

Und wenn mir jetzt nichts mehr groß dazwischen kommt, sollte ein anständiger Grundstein gelegt sein. Einzig mein linkes Bein mag Laufen immer noch nicht. Warum wird sich demnächst bei meinem Orthopäden klären. Momentan hab ich das Gefühl das Bein sei zu kurz - ich hätte Schlagseite oder ein Nerv klemmt irgendwo. Was Wildes kann es nicht sein, schließlich geht Schwimmen und Radfahren ohne Stress. 

1. Tri - Trainingsknoten

15.03.2017

Läuft gerade nicht. Ist aber normal. Wäre unnormal, wenn ein kompletter Richtungswechsel immer nur steil geradeaus führen würde. Ist aber auch wertvoll, um den Kurs rechtzeitig korrigieren zu können.

 

Das Einzige, was richtig gut läuft, ist das Schwimmen. Ja, richtig gelesen! Die Disziplin, die ursprünglich mein größtes Problem war. Von der es abhing, ob ich überhaupt einen 70.3 finishen kann. Ich kann jetzt 2 km Freistil und ich trainiere das jede Woche. Es macht mir nichts mehr aus. Bedeutet, dass auch erstmals Open Water mit Neo kein Problem mehr darstellt. Zudem schone ich die Beine jetzt optimal fürs Radfahren und Laufen. Im Schnitt schwimme ich die 1,5 km ganze 2 Minuten schneller als im letzten Sommer. Also so schnell wie noch nie! Das Ganze ist noch ausbaufähig. Wie hab ich das geschafft? Durch 3 Monate diszipliniertes Stabitraining konnte ich meine „hängende Schulter“ wieder auftrainieren und durch Schwimmtechnik und -training konnte ich das dann im Wasser optimal umsetzen. Da ich jetzt mehr mit der Rückenmuskulatur schwimme als über die Schulter, hält sich der Schmerz im Rahmen und der Arm überlastet nicht mehr so schnell. 

Das war harte Arbeit und ganze 3 Monate volle Konzentration! Vernachlässigen darf ich das jetzt auch nicht. Ich muss das einfach nur halten und ggf. etwas ausbauen. Hier mach ich mir aber aktuell die geringsten Sorgen. Im Mai wird Open Water auf Ibiza trainiert. Der 2. Schlüsselbeinbruch war vielleicht genau richtig, um die Schulter noch einmal ganz von vorn aufzutrainieren. 

 

Was nicht läuft, ist das Laufen! Eigentlich hab ich das auch im Dezember schlau angefangen. Habe viele kurze Gewöhnungsläufe gemacht und dann langsam gesteigert. Dazu kam aber das ständige Rolle fahren. Bin ich ja generell kein Freund von, aber wenn es nach 16 Uhr dunkel ist, bleibt einem kein anderes Training übrig. Am Wochenende war es hier dann entweder eisglatt oder nasskalt, so dass ich in diesem Winter so wenig Kilometer draußen gefahren bin wie noch nie. Es folgten Kraft- und Motorikintervalle auf der starren Rolle, was sich mit dem Laufen einfach nicht vertrug! 16 Jahre haben meine Beine fast nur Pedale bewegt und jetzt sollten sie regelmäßig Laufen. Schwierig!

 

Was auch ganz wichtig war: Neue Laufschuhe! Bisher bin ich jahrelang nur ASICS gelaufen. Andere Hersteller sind hier im ländlichen Raum in den wenigen Fach-geschäften kaum vertreten und über die LHD bekam ich die Schuhe immer für "lau". Allerdings stellte ich jetzt schnell fest, dass sie für längere Distanzen nicht taugten, zudem quetschte ich mir vorn den Fuß ständig ab, weil die Schuhe zu schmal geschnitten waren. Bei Dodenhof in Posthausen stolperte ich dann über "Brooks" Laufschuhe und fand den ersten Schuh, der vorn schon fast an "Entenschuhe" erinnerte, aber super bequem war, der Brooks Pure Flow 6. Super bequem auch bei langen Läufen, wo der Fuß noch anschwillt und zudem sehr leicht.

Böse Augen behaupten ja, ich entwickle mich vom "Spezialisten zum Generalisten" oder man sagt auch: "Triathleten sind Leute, die eigentlich nichts richtig können“. Da ist was Wahres dran. Man kann jetzt alle 3 Disziplinen gleichzeitig auftrainieren oder man beschränkt sich zunächst auf die Disziplinen, die man gar nicht kann. Ich hatte mich für Ersteres entschieden und kann dazu nur sagen, dass es falsch war!

 

Zwar wachsen die Muskeln den Anforderungen entsprechend mit, aber der Bänder- und Sehnenapparat braucht für eine Anpassung einfach länger. Die Rollenintervalle hatten dann noch den Haken, dass mein linkes Bein aufgrund der Armschwäche links stärker belastet wurde, so dass sich meine Adduktoren zu Wort meldeten. Anfangs nur leichtes Zippen, dann fühlte sich das schon an wie echter Hüftschmerz und jeder normale Schritt tat weh. Hätte ich meine Radeinheiten draussen absolviert, hätte es vielleicht auch nie diese Probleme gegeben. Trotzdem wäre es vielleicht schlauer gewesen Schwimmen und Laufen im Winter zu fokussieren und dann im Frühjahr einfach einen fetten Radblock oben drauf zu packen. An das Radfahren erinnert sich der Körper wieder ganz schnell. Meine Radzeit beim Crossduathlon Wolfsburg war auch gut. „Abgekackt" bin ich nur beim Laufen muskulär!

 

Alles halb so schlimm, alles früh bemerkt und mit Physiotherapie auch bereits gut im Griff. Hab mir außerdem auch noch die echte Grippe eingefangen und diese unfreiwillige Auszeit gibt den Adduktoren auch genug Zeit sich wieder zu lösen. 

 

Wie gehts jetzt weiter? Meinen Halbmarathon werde ich Ende März eher nicht laufen, sondern eher die 10 km. Stattdessen laufe ich meinen Ersten dann lieber im Mai auf der original Ibizatriathlonstrecke. 

 

Im April werde ich mich dann wieder ans Laufen gewöhnen und vorerst auf 5 und 10 km trainieren, denn 70.3 ist erst im September. Wenn es gut läuft, werde ich noch ein paar Duathlons machen, Ostern einen Radblock trainieren und der Mai wird für mich ein reiner Trainingsmonat. Ein Monat, in dem ich statt Arbeiten fast nur Sport machen werde.

 

Die meisten von Euch waren längst im Trainingslager. Das macht bei mir überhaupt keinen Sinn. Eine gute Frühform ist wenig sinnvoll, wenn ich erst Ende Oktober an der Startlinie stehe. Da heißt es fokussiert bleiben, egal wer einen im regionalen Sprintwettkampf irgendwo überholt. Sofern ich es hinkriege das Lauftraining in den Griff zu bekommen, sehe ich meinem großen Ziel sehr positiv entgegen. Statt Angst vor dem Schwimmen, stellt sich eher Vorfreude ein. 

 

Zudem glaube ich, dass ich im nächsten Jahr, meinem 2. Triathlonjahr, erst richtig ankommen werde und sich die ganze Trainingsumstellung auszahlen wird. Ich finde es jedenfalls ziemlich spannend mal etwas völlig Neues zu machen und dabei auch neue Erfahrungen zu sammeln. Insgesamt läuft es ja bis jetzt absolut positiv, wenn man bedenkt, dass ich erst im September den zweiten Schlüsselbeinbruch hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass ich es in der kurzen Zeit überhaupt so weit bringe. 

Update on my way to 70.3

26.02.2017

 

Schwimmen:

Erst konnte ich nur Lagenwechsel und wurde damit schneller, dann folgte der 2. Schlüsselbeinbruch und alles fing bei Null an. Weiß nicht, ob das gut war, jedenfalls scheint das Rehatraining förderlich gewesen zu sein, da ich etwas weniger Stress mit der Schulter habe. Nach einem Techniktraining habe ich mich im Januar an einem Stundenschwimmen versucht. Aus dem ging ich mit 3 km und einem Sieg in meiner AK raus. Das nur 2,5 Monate nach einem Schlüsselbeinbruch mit Osteitis war schon erstaunlich. Ich versuche seit 3 Jahren Freistil durchzuschwimmen. Ich hab es nie geschafft. Zu stark die Schulterbelastung, zu stark die Schmerzen. Nach dem Schwimmwettkampf kam aber der Gedanke auf: Wenn ich 3 km im Lagen-wechsel geschwommen bin, dann bin ich im Prinzip auch schon 1,5 km gekrault. Dann muss das doch auch an einem Stück möglich sein?!

 

Gedacht, getan - an einem einsamen Freitag in der Walsroder Schwimmhalle:

 

500m - Sprintdistanz, "mal schauen, ob ich die durchhalte"

1000m - "jetzt geht auch noch olympisch"

1500m - "scheiß drauf, jetzt 1,9 km Ironman Rügen"

2000m - "Ibizatriathlon *STRIKE*"

 

Hätte meine Badekappe an die Decke schmeißen können. War einfacher als gedacht UND ich hab es nach 3 Jahren entgegen jeder Arztaussage geschafft 2 km Freistil zu schwimmen! 3 Jahre, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Super schnell ist das nicht, aber zeitgleich mit dem Lagenwechsel. Allerdings würde ich Freistil jetzt vorziehen, weil es mit Neo schneller ist und die Beine weniger belastet, die ich im Triathlon noch zum Radfahren und Laufen brauche. Ich muss das jetzt einfach nur halten. 

 

Zum Glück habe ich den Neo „One“ von Sailfish mit maximalem Auftrieb. Den habe ich immer gehasst, wegen dem Lagenwechsel. Schon mal versucht mit so viel Auftrieb 50% Brust zu schwimmen? Fühlt sich an, wie auf einer Luftmatratze von Ibiza nach Mallorca zu paddeln! Beim Kraulen stabilisiert er jetzt aber meine Wasserlage, die durch das Defizit im linken Arm leicht Schlagseite bekommt. Neoschwimmen im offenen Meer wird im Mai auf Ibiza trainiert. Bei 100% Freistil bringt er mir erstmals Vorteile.

 

Und eins hab ich auch gelernt: Das Wichtigste beim Schwimmen ist der Kopf! Eigenes Tempo schwimmen, nicht von anderen animieren lassen - Sauerstoffschuld vermeiden. Bei einer Distanz von 2 km ist Losballern und der Kampf um jede Sekunde völliger Unsinn.

 

Außerdem hab ich mir "Finis Agility Swimpaddles" besorgt. Grundsätzlich halte ich nichts von Paddles, weil sie schnell zu Schulterüberlastung führen, was ich über-haupt nicht gebrauchen kann. Diese hab ich mir allerdings zur reinen Technik-kontrolle für Dummies besorgt. Sie haben keine Schlaufen, nur ein Loch für den Daumen und wenn man jetzt technisch falsch schwimmt, verliert man sie im Becken. Sind auch nicht größer als die eigene Hand. Jetzt sei gesagt, dass ich mal korrekt Schwimmen gelernt habe und sogar mal in den Kader sollte. Aus diesem Grund hab ich trotz Handicap keinen der beiden Paddles verloren. Das ist schon mal gut. Rechts alles super, aber links muss ich mich arg konzentrieren, da der Paddle sonst stark in den Daumen einschneidet. Das liegt an der eingeschränkten Schulterrotation. Die lässt sich nicht mehr korrigieren - heißt technisch mehr kann ich da nicht rausholen. Eigentlich ist das für meinen Körperschaden schon das Optimum. Eher kann ich mich noch ein bisschen auf Krafttraining konzentrieren. Mit diesem Technikverlust muss ich einfach klar kommen. Aber ich bin auf gutem Weg zu meinem individuellen Optimum. Beim Schwimmen mach ich momentan den größten Fortschritt - das läuft besser als erwartet.

Ich bin jetzt auch schon 1-2 Minuten schneller geschwommen als vorher beim Lagenwechsel und mit Neo dürfte ich erstmals die 30 Minuten olympisch knacken. Damit bin ich trotz Handicap durchaus konkurrenzfähig.

 

Radfahren & Laufen:

Lief gut bis die Kraftintervalle auf der Rolle kamen. Draußen Radfahren wegen Winterwetter war nicht möglich. Irgendwann zwackte die linke Hüfte beim Laufen. Ein langer Lauf ging die letzte halbe Stunde nur noch unter Schmerzen. Was war passiert? Mein linker Arm kann auf dem Rad bei Kraftintervallen kaum unterstützen. Dadurch belaste ich das linke Bein deutlich stärker als das Rechte. In der Folge überlastet der Oberschenkelmuskel. Half nur noch Physiotherapie. An Laufen war erstmal nicht zu denken.

 

Ja, Leute, die Meisten hätten jetzt schon keinen Bock mehr. Aber genau DAS ist die Herausforderung! Gesund so ein Ding machen, kann jeder. Das hier ist Survival-Tri, das haut dir deine Defizite knallhart um die Ohren, zeigt dir all deine Grenzen auf und fordert vollste Konzentration. Das tut körperlich und mental richtig weh. Gesund ist so ein Training schon hart, mit körperlichen Einschränkungen ist das nochmal etwas ganz anderes. Du kannst nicht fertige, bewährte Trainingsprogramme oder Trainingstipps nutzen, Du musst immer wieder selber kreativ werden, um auf völlig anderen Wegen zum Ziel zu kommen. Ich mach trotzdem weiter!

Nächsten Sonntag Crossduathlon in Wolfsburg :-).

All you can swim in Lüchow

28.01.2017

Schwimmen ist ja meine „Problemdisziplin“ und ich versuche mich so gut wie möglich auf meinen 70.3 Start (1,9 km Schwimmen) vorzubereiten. 2 km bin ich auch regelmäßig geschwommen und durch Intervalle und Stabitraining konnte ich mich im Training auch leicht verbessern.

 

Um einen 70.3 „zu schwimmen“ mit all seinen Tücken (Neo, Seegang, Wasch-maschine, Open Water usw.) braucht man aber auch zuerst einen sauber funktionierenden Kopf. Wie bekommt man den? Richtig, indem man sich Heraus-forderungen sucht, die einen an ähnliche Grenzen führen und einem im Vorfeld „etwas Angst“ machen.

 

Ich hab so eine gesucht und gefunden: das Stundenschwimmen in Lüchow. Eine ganze Stunde „all you can swim“. Einmal eine Stunde unter Wettkampfbedingungen und echter Schwimmkonkurrenz Gas geben und das als einzige mit Handicap. Würde ich mich in diesem Teilnehmerkreis wirklich behaupten können?

 

Start war am Samstag für meine Gruppe erst um 17:30 Uhr. Brrrrrr, schlimm, wenn ein Wettkampf erst so spät beginnt. Daheim ist man so nervös, dass man eh nix mehr auf die Reihe bekommt und kurz vor Abfahrt nach Lüchow war die Hose dann doch ganz schön voll!

Ein Sailfish würde ich da wohl nie sein, aber das Wendland liegt ja ziemlich abseits und neben komischer Ortsnamen wie „Die Kröte“ blockierte dann plötzlich vor mir auch noch ein alte Ziege die Bundesstrasse. Ich hielt an, schraubte die Scheibe runter, sie kam zum Fenster und meckerte, was das Zeug hielt. Hat eine Weile gedauert sie von der Straße zu bekommen. 

 

Das LüBad hingegen war ein top modernes, richtig schönes Schwimmbad und die Rennorganisation vom SC Lüchow, MTV Dannenberg und der IGAS war wie immer top. Im Foyer liefen bereits die Siegerehrungen für das Halbstundenschwimmen für die Jüngsten: 1800m -RESPEKT - aber auch alle echte Schwimmsportler oder von der DLRG. Super, dachte ich - kann ja lustig werden mit einer Stunde.

Um 17:30 Uhr war es dann so weit. Ich teilte mir eine Bahn mit einem Jungen ca. 12 Jahre alt, der mir gleich fett davon schwamm. Auf den anderen Bahnen wurde in den ersten Minuten krass Gas gegeben. Ich zog ca. 200m mit, reduzierte dann in mein für mich sinnvolles Wettkampftempo zurück. Da ich 25m nur im Lagenwechsel schwimmen kann, ohne mein Schultergelenk völlig zu überlasten, verlor ich auf die kompletten Kraulschwimmer zunächst eine Bahn. Nach 30 Minuten wendete sich das Blatt aber, weil denen die Luft aus ging und ich mein Tempo durchziehen konnte. Da ich beim Brustschwimmen keine Einschränkung habe und das perfekt kann, verliere ich grundsätzlich nicht viel auf durchschnittliche Freistilschwimmer. Je länger das Rennen dauert, desto weniger kommt der Unterschied zum Tragen. In den letzten 10 Minuten merkte ich, dass mein linker Arm an Kraft verlor und etwas unkontrolliert durchs Wasser zog, so wie direkt nach meinem Schlüsselbeinbruch Anfang Dezember. Es galt jetzt nicht weiter zu überlasten, andernfalls hätte ich eine Spastik riskiert. Ich beendete das Rennen nach 60 Minuten mit 2995 m - die 5m hätte ich auch noch geschafft, aber das „auf die Uhr schauen“ und zum richtigen Zeitpunkt das Tempo zu verschärfen, ist beim Schwimmen nicht so einfach.

 

Das Ergebnis war für mich im Vergleich zu den anderen Startern unerwartet gut. Ich wusste zwar, was ich ungefähr schwimmen kann, aber mir fehlte immer der Konkurrenzvergleich. Echte Schwimmsportler schwimmen in der Regel besser als der allgemeine Triathlet, es sei denn dieser ist Profi. Ich wollte jetzt wissen, ob ich unter echten Schwimmern mithalten kann und ich kann es trotz Handicap. Mit ohne Lagenwechsel komplett Freistil wären nochmal locker 200m mehr drin gewesen, aber mit 50 % Brustschwimmen soll mir das erstmal einer nachschwimmen. Zugleich habe ich meine Durchschnitts-Pace vom letzten Sommer um satte 10 Sekunden pro 100m verbessert, was ich nie erwartet hätte und auf der olympischen Distanz kratze ich das erste Mal die 30 Minuten Schwimmzeit an. Wir befinden uns im Januar und mein Ironman ist erst im September. Noch viel Zeit weiter daran zu arbeiten. Meine beste Pace auf 100m lag im Rennen sogar bei 1:37 Min - 100m die ich einmal komplett gekrault bin. Ich versau mir die Zeit stets nur wegen dem Lagenwechsel!

 

Ich brauche mehr Kraft im linken Arm und muss versuchen sie ohne Gelenk-überlastung sinnvoll aufzubauen. Das Intervallschwimmen muss ich weiter forcieren, auch wenn ich maximal 2 x pro Woche schwimmen gehen kann. Öfter würde zur Überlastung führen und auch Rad- und Lauftraining gefährden.

 

Im Ironman muss ich beim Schwimmen aufpassen nicht zu überlasten sonst kann ich nicht mehr auf dem Auflieger Rad fahren. Lieber 2-3 Minuten beim Schwimmen verlieren dafür aber in der starken Disziplin punkten. Eine Herausforderung wird das Neoschwimmen werden. Einerseits wegen dem Auftrieb und meinem Brust-schwimmanteil, andererseits drückt mir das Neopren beim Kraulschwimmen direkt in meine kaputte Schulter. Der dortige Nervenschaden wird dadurch ständig gereizt. Ich bin jetzt 3 km ohne durch geschwommen, was auch nicht schmerzfrei war. Ich hoffe 1,9 km sind auszuhalten. Trainieren werde ich das im Mai auf Ibiza Open Water.

 

Gut ist, mein Kopf weiß jetzt, ich kann das und muss mich nicht verstecken, denn das Ergebnis hat immerhin für den Altersklassensieg gereicht und den 8. Platz gesamt. 5m mehr und es wär der 7.Platz geworden. Gutes Mittelfeld unter echten Schwimmern und die Masse der Starter war so um den Jahrgang 2008 herum, aus dem Alter bin ich auch definitiv heraus. Der Vergleich hinkt sowieso. 

 

Mein größter Respekt gilt dem Starter, der mit 80 Jahren noch 2000m schwamm - ganz großer Sport!

 

Gruß an alle meine Ärzte, die meinten, ich schwimme keine 500m im Wettkampf - ich schwimme sogar 3 km!

 

Danke an Frank Kornell und die IGAS Wendland für die tolle Veranstaltung, die zum 25. Mal stattfand und hier noch ein paar Bilder:

On my way to Ironman 70.3

20.01.2017

4 Wochen weiter - es geht Richtung Frühjahr - bisher läuft alles perfekt nach Plan:

Schwimmen

Ich hab unglaublich viel Krafttraining gemacht und ganz besonders Rotatorenmanschettentraining. Dadurch wurde mein linker Arm immer stabiler und ich konnte ihn im Wasser wieder kontrollierter bewegen. Bereits im Dezember schaffte ich es dadurch Zeiten auf Distanzen zwischen 1,5 und 2 km zu schwimmen, die ich im letzten Jahr in meiner für mich bis dahin besten Schwimmleistung gebracht hatte. Für mich eine echte Erleichterung, da ich echte Bedenken hatte nach dem 2. Schlüsselbeinbruch noch schlechter zu schwimmen. Im Januar begann ich dann nicht nur leichte Technikverbesserung in das Schwimmen einzubauen, sondern auch regelmäßig kurze Vollgasintervalle beim Kraulen. Zur Technik sei gesagt: Perfekt wird sie Handicap bedingt sowieso nie werden und zu viel Techniktraining kann die bestehende Schwimmleistung auch mindern. Genau das kann ich nicht gebrauchen und deshalb hab ich mich damit auch nicht bis zur Perfektion beschäftigt. Weniger ist manchmal mehr und genau das ist jetzt auch eingetreten. Auf der 1,5 km Distanz bin ich auf 100m Lagenwechsel eine konstante Pace von 2:08 Min statt 2:11 geschwommen. Das macht insgesamt 45 Sekunden auf 1,5 km aus. Wenn man jetzt bedenkt, dass ich dieses Zeitersparnis ausschließlich auf den 50m Kraul heraus geschwommen habe, dann wären das bei komplett durchgekraulter Distanz satte 1,5 Minuten. Für mich ein guter Fortschritt, insbesondere, weil das kein Wettkampftempo ist, sondern Grundlagenausdauer. Derzeit schwimme ich die 1,9 km in 41 Minuten im 50m Becken, was zu diesem Saisonzeitpunkt unerwartet gut ist. Ich habe noch 8 Monate Zeit bis zum ersten 70.3 und sehe dem Schwimmstart nicht mehr ganz so zweifelnd entgegen. Im Grunde kann ich das, ich muss nur die Nerven im Wasser bewahren, den Rest hol ich beim Radfahren und Laufen raus. Und mit meinem Sailfish One kann ich überhaupt nicht untergehen :P!

Radfahren

Die Grundlage war von Anfang an erstaunlich gut. Halten war kein Problem. Auch hier fängt das Training langsam an weh zu tun, die Kraftintervalle werden länger und häufiger, die Form steigt. Der „Bumms“ hat deutlich zugenommen, wenn ich draußen im Gelände fahre. Es fängt an wieder richtig Spass zu machen. Noch nie hatte ich durch so viel Stabitraining so wenig Stress mit meiner Schulter.

Laufen

Die Wochen mit Laufgewöhnung sind vorbei. Mein „Fahrgestell“ hat sich ans Laufen gewöhnt. Aktuell macht es mir fast mehr Spass als das Radfahren. Lange Läufe und harte Intervalle zeigen erste Wirkung. Ich habe gerade das Gefühl wieder „richtig gut“ laufen zu können. Anfangs waren die Beine gefühlt total instabil, jetzt ist das Gefühl alles andere als das und Tempoläufe machen mir immer weniger aus und richtig Spass. Ich bin gespannt, wie sich das noch entwickelt. Wichtig ist verletzungsfrei zu bleiben. Deshalb viel Dehnen & Black Roll …… da war mal ein Muskelabriss - der aber immer weniger Probleme bereitet.

 

Fazit:

Triathlontraining macht gerade im Winter deutlich mehr Spass als reines Radsporttraining. Abwechslungsreich und für anständiges Stabi-Training bleibt richtig viel Zeit. Vorbei sind Hetze von der Arbeit, rauf aufs Rad oder die Rolle und täglich mind. 1,5 - 2 h monotones, reines "Kette drehen". Außerdem macht es richtig Spass so direkt die Fortschritte in allen 3 Disziplinen zu erleben. Das motiviert ungemein! Durch die Vielseitigkeit leide ich jetzt schon deutlich weniger unter meinem Körperschaden. Für mich aktuell ein echter Gewinn !!!

The Master of Desaster

27.12.2016

Würde ich nach meinen 2. Schlüsselbeinbruch noch schwimmen können?

Ärztlich sollte ich es nach dem Ersten schon nicht mehr - drauf GESCHISSEN !!!

 

DESASTER MAKES YOU STRONGER!

Nicht zuviel nachdenken, einfach MACHEN!

 

Ich war vor 4 Wochen im IBH Pro Schwimmmcamp. Eigentlich durfte ich ärztlich noch nicht so belasten - drauf GESCHISSEN! War Quälerei! Meine Videoanalyse spricht Bände: Piraten haben eigentlich Holzbeine, ich einen Arm! Gut waren aber insgesamt 8 geschwommene Katastrophenkilometer in 3 Tagen, denn sie ersparten mir fast 4-6 Wochen Reha-Zirkus. Meine degenerierte Muskulatur von der Bruch-ruhigstellung war in kürzester Zeit wieder ansprechbar.

 

Ich hab dann zuhause verstärkt Stabi gemacht, insbesondere Impingment- und Rotatorenmanschettentraining. Gleichzeitig bin ich weiter Schwimmen gegangen. Erst einfach nur mit ständigem Lagenwechsel, dann wieder mit Intervallen. Mein linker Arm ist wieder unter Kontrolle. Keine „Wasserschlange“ mehr und mein Beinschlag auch wieder normal, weil ich jetzt auch den Kopf wieder aus dem Wasser bekomme. Fehlen tut noch etwas Kraft, ABER ich schwimme jetzt trotz Defizit leicht flotter als letztes Jahr in der Hochsaison. Könnte das IBH Schwimm-camp also doch etwas geholfen haben? Am Wichtigsten ist aber, dass mein Saisonziel Ibiza nicht gefährdet ist. Momentan stelle ich eher eine leichte Verbesserung fest, weil der Bruch jetzt natürlich zusammengewachsen ist und ich viel Rehatraining investiert habe. Da bleib ich jetzt auch dran!

 

Das Laufen hab ich auch langsam forciert, um Verletzungsgefahr zu minimieren. Ich bin mehr gelaufen als Rad gefahren. Zwar total Klasse vom Zeitaufwand und Wetter her, da das aber mein erstes volles Tri-Trainingsjahr wird, schleicht sich auch ein schlechtes Gewissen ein, wenn man so wenig trainiert und so gut wie nie auf dem Rad sitzt.Top ist es ganz klar in Bezug auf die abwechselnde Belastung mit Blick auf meinen Schulterschaden. Auch hab ich viel mehr Erholungszeit, da Laufen und Schwimmen nicht ständig jeden Tag bis zu 2 Stunden beansprucht. Aufgrund dessen hab ich natürlich auch mehr Zeit für anständiges Stabi-Training und das merke ich jetzt GANZ deutlich. Nach so kurzer Zeit ziehe ich Tri-Training dem Radsporttraining schon eindeutig vor!

 

Es war an der Zeit mal eine Standortbestimmung zu machen. Die musste ich wegen dem Bruch weit vor mir herschieben und als es dann so weit war, kam mir auch noch eine leichte Erkältung dazwischen. Ich hab dann bei Basti aber doch noch ganz kurz vor Weihnachten einen Termin bekommen. Freitag Abend 20 Uhr JES-Bewegungsschmiede Hamburg. Scheiß Gefühl hatte ich! Laufanalyse noch nie gemacht….Laufband hasse ich sowieso…..ich sag nur Tschakka!

Lief besser als gedacht! Ich hatte zwar im Training schon gemerkt, dass ich laaaaaange laufen kann, nur nicht schnell und das bestätigte sich eigentlich auch. Und für das „bisschen Scheiß“, was ich bisher trainiert hatte, war ich auch unerwartet schnell. In jedem Fall konnte ich Basti doch endlich überzeugen, dass ich nicht nur Radfahren kann. Es lebe meine Leichtathletikzeit! 

 

Und mein schlechtes Gewissen nicht so viel Rad gefahren zu sein, konnte sich auch relativieren. Es fehlt aktuell zwar der letzte „Bumms“, aber durch meine Rettungsaktion mit Rucksackverband schlau Rolle zu fahren, hab ich doch tatsächlich die komplette Form retten können (y). 

 

Ergebnis:

Einmal mehr Master of Desaster. Ich kann von einer super Position in mein Traumziel Ibiza starten und das BESTE: Der Ibizatriathlon 2017 startet tatsächlich an meinem Geburtstag:

Diese Nachricht erhielt ich einen Tag vor Weihnachten. Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk in einem. PERFEKT !!!

 

Kurzer Rückblick:

2004 erster Ibizatriathlon - 1. Wunsch diesen einmal zu finishen!

2005 schwere Lungenerkrankung (Rollstuhl/ Sauerstoff - Ende der Karriere)

2010 erste Versuche wieder Rad zu fahren, erste MTB-Rennen

2013 schwerer Sturz Heavy 24 (chronischer Knocheninfekt)

2014 Besi & Friends Tour Barcelona (TV & Kinobericht) 

2015 Muskelabriss Wade/ vorzeitiges Saisonaus

2016 Besi & Friends Tour St. Tropez - 2. Schlüsselbeinbruch 

 

13 Jahre Auf und Ab immer mit dem Wunsch irgendwann mal den Ibizatriathlon zu finishen. Zweimal ärztliche Aussage: „Das wird NIX mehr!“ 

 

„Jetzt im verflixten 13. Jahr wird es was“ und wie es das Schicksal so will, wird es mein 43. Geburtstag werden.

 

Nicht zu viel nachdenken, einfach MACHEN!

Ganz wichtig: an sich selbst glauben und niemals aufgeben!

IBH Pro Schwimmcamp

25.-27.11.2016  Landessportschule Osterburg "powered by HEAD"

Schwimmen - eigentlich konnte ich das mal richtig gut, weil ich in meiner 1. Sport-karriere Leistungsschwimmerin war. Nach meinem schweren Mountainbikeunfall vor 3 Jahren hab ich damit zwangsläufig wieder angefangen, um ein komplettes Versteifen der Schulter mit erheblichem Funktionsverlust abzuwenden. Brust-schwimmen war zum Glück ohne jegliche Einschränkung möglich, Kraulschwimmen wurde zur echten Herausforderung. Jeder Armüberschlag bedeutet bis heute Schmerz - ohne den schwimme ich nie. Da ich nur durch Schwimmen meinen Schulterschaden optimal therapieren kann und Triathlon keine zu einseitige Belastung für das Gelenk darstellt, hab ich kurzer Hand entschlossen meine Sportart zum 3. Mal zu wechseln: Schwimmen - Radfahren - Triathlon.

 

Aus meiner Leistungssporterfahrung in Kombination meiner Schmerz-, Bewegungs- und Krafteinschränkung im linken Arm entwickelte ich einen Kraulschwimmstil, der ANDERS ist, aber "funktioniert". Ich werde nie lange Distanzen komplett durch-kraulen können, aber im regelmäßigen Lagenwechsel bin ich auf längeren Distanzen bis zu 2 km im guten Mittelfeld unterwegs. Da ich auf dem Rad bei Triathlonveranstaltungen immer unter den Ersten bin und trotz mangelndem Lauftraining noch in der Lage bin den Vorsprung ins Ziel zu retten, platziere ich mich auch recht weit vorn (Altersklasse immer Top 3) - in diesem Jahr schaffte ich sogar einen 2. Platz in der Gesamtwertung und schwamm erstaunlich schnell (3. Zeit aus dem Wasser). Es wird jetzt das 1. Jahr in dem ich mein Lauftraining in den Fokus rücke, denn da liegt das meiste Potential begraben.

 

Jetzt aber zum Schwimmcamp!

Ein Feedback zu meinem ANDEREN Schwimmstil wollte ich mir von außen einholen, jedoch kommt ein einwöchiges Schwimmcamp für mich nicht in Frage. Das würde zur totalen Schulterüberlastung führen. 3 Tage in Osterburg hingegen erschienen mir machbar. Kurze Rücksprache und ich hab mich angemeldet. Kurz danach ist mir mein alter Schlüsselbeinbruch wieder aufgeplatzt. Nur 8 Wochen vor dem  Camp! Knappe Kiste - erneute Komplikationen und die Sache wär gegessen gewesen. Die Woche davor versuchte ich das erste Mal nach Ruhigstellung Kraulschwimmen. KATASTROPHE….ein zweiter Versuch lief besser….mein Arzt erlaubte mir das eigentlich noch nicht….ich fuhr trotzdem mit einem scheiß Gefühl nach Osterburg.

Die Landessportschule Osterburg ist eigentlich die optimale Location für so ein Schwimmcamp. Kurze Wege zur Schwimmhalle, Seminarräume, Unterbringung, Verpflegung - nur etwas "ab vom Schuss" in der tiefsten Altmark. Nach kurzer Begrüßung folgte am Abend auch schon die erste 2 h Schwimmeinheit. Wir waren 30 Personen in jeweils zwei Gruppen aufgeteilt. Ich hatte anfangs so meine Bedenken: Seminarleitung Triathlonprofis und Teilnehmer "so leistungsgeile Tritypen" und ich Handicapschwimmerin mitten drin, wurde aber positiv überrascht. Zwar musste ich mehrfach mein "Problem" erklären, aber dann wurde das individuell auch berücksichtigt. Die anderen Teilnehmer waren auch ganz normale Sportler von nebenan und ich war nicht dauernd die Letzte auf der Bahn. Wo Techniktraining mit Pullboy anstand, hab ich den einfach weggelassen und die Beine mitbenutzt, weil die Belastung sonst zu hoch gewesen wäre. Nach 6 Wochen Ruhigstellung fehlt halt auch Muskulatur in Arm und Schulter und die holt man sich nicht in 2 Wochen wieder komplett zurück. Außerdem darf ich schwere Gewichte generell nicht mehr mit links heben. Die Vorbereitung mit Theraband stellte sich aber als optimal heraus. Nach der Einheit war ich eigentlich schon völlig überlastet und stellte mir die Frage, wie ich den Samstag überleben wollte. Ich spielte ernsthaft mit dem Gedanken nach der 1. Schwimmeinheit notfalls abzubrechen und heim zu fahren.

 

Samstag morgen 6:30 Uhr Laufen!

Nicht meine Zeit - 5 x die Woche um 5 Uhr aufstehen und jetzt auch noch am Wochenende *aua* - wer mich kennt, weiß aber auch, ich kneif nicht! Lampe auf den Kopf und ab ins Foyer. Viele waren nicht da…..? Frosttemperatur, hohe Luftfeuchtigkeit ging es dann los…..so wie ich mir das schon gedacht hatte: Zwei Profis ballern los und der Rest hinterher. Nach nicht mal 4 Minuten die ersten Stimmen neben mir: "Locker Warmlaufen ist das aber nicht mehr…", nö, war schon Wettkampftempo für uns Amateursportler und jetzt fragt mal uns Frauen! Weil ich sowieso erst vor 2 Wochen wieder mit dem Laufen anfangen konnte und nur kurze Gewöhnungsläufe bisher absolviert habe, um Verletzungen vorzubeugen, war mir das gleich klar und ich dachte: "Lauf mal erst locker hinterher und dann seilste Dich halt ab und rennst Dein Ding. Krass fand ich schon im Stockdunkeln mit ortsunkundigen Läufern, die zum Teil keine Stirnlampe hatten in den finsteren Wald der Schlammschlacht zu laufen. Irgendwann hab ich keine Lampe mehr gesehen und bin umgekehrt und mein eigenes Ding durch den Ort gelaufen. War um die Zeit eigentlich ganz schön. Unten am Flusslauf entlang, die Sonne ging auf und es war extrem nebelig. Deshalb bin ich auch auf dem Rückweg falsch abgebogen. Irgendwann dachte ich:"Scheisse, da müsste doch längst die Sportschule in Sicht sein?" Hab dann an einem Hotel nach dem Weg gefragt: Ich war auf der Parallel-straße zur Sportschule und hätte jetzt wieder ganz zurück und hoch laufen müssen, da es keinen Querweg gab - satte 3-4 km extra! Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich gerade dabei war mein Frühstück zu verpassen also lief ich ein Stück zurück und veranstaltete dann einen OCR-Lauf über 2 Äcker. Schön durch -geschwitzt im Wind bei den Temperaturen wurde mir auch langsam saukalt, zudem war der Acker so matschig, dass ich kaum vorwärts kam. Nach 1:20h kam ich in der Landessportschule an. Mein längster ungeplanter Lauf seit Unfall und wahr-scheinlich der längste aller Campteilnehmer! Ich hatte noch knapp 25 Minuten Zeit zum Duschen & Frühstücken - also Alarmduschen und 15 Minuten Frühstückszeit. Mir war so kalt, dass ich erst in der Schwimmhalle wieder warm geworden bin.

 

Weil wir in der Schwimmeinheit weniger Armtechnik trainiert haben, konnte ich an dem Tag auch noch die zweite Einheit mitmachen. Lediglich in der letzten halben Stunde hab ich ein paar Bahnen ausgelassen. Die Videoanalyse wurde gefertigt. 3 x 25m Vollgas schwimmen - genau das, was momentan nicht wirklich geht und nach all dem Schwimmtraining, war das auch noch mehr Schmervermeidungs-schwimmen als generell. Besser wär es gewesen meine Aufnahmen gleich zu Beginn des Camps zu machen, denn da war ich noch nicht überlastet.

 

Es folgte am Abend noch ein Kurzvortrag von Ultrasports. Weil ich letztes Jahr schon über meinen Blog die Bücher verlost hab, war das nix Neues für mich. Ich war so platt vom Tag und mir tat einfach nur noch alles weh - ich wär fast eingepennt.

 

Sonntag hab ich dann Laufen sausen lassen - passte auch schlecht mit dem Termin Schwimmanalyseauswertung. Tja, die bekam ich - mir war klar, dass ich viel "falsch" mache - manches bewusst. Die Auswertung war wirklich top! Allein dafür hat sich der Weg nach Osterburg gelohnt! In meinem Fall ist es natürlich schwer eine Individualanalyse zu tätigen. Der Auswerter geht vom gesunden Optimal-schwimmstil aus, ich weiß welche Bewegungen ich überhaupt nicht machen kann und welche ich zum Teil zusätzlich mache, um Defizite aufzufangen, die natürlich nicht zu einem optimalen Schwimmstil führen. Er kann das schlecht erfassen. So nehme ich einen Teil Verbesserungstipps mit und einen Teil davon kann ich vergessen. Der aufgezeichnete Schwimmstil war aber natürlich auch Worst Case von mir - das geht normal deutlich besser. Wer weiß, vielleicht komm ich nächstes Jahr nochmal wieder - ohne aktuelle Verletzung!

 

Und dann ist da dieser Moment in dem man serviert bekommt, was alles nicht funktioniert. Es ist nicht die Kritik an sich, sondern das Aufleben des alten Traumas von vor 3 Jahren gegen das ich täglich kämpfe. Da hockst Du auf dem Zimmer mit völlig überlasteter Schulter, hast dich 3 Tage nur gegen den Schmerz gequält, bist im Kopf ziemlich leer und wirst damit konfrontiert. Wo andere gesunde Teilnehmer ihre Defizite trainieren können, sitzt man da und weiß, was trotzdem einfach nicht geht. Das ist hart - die Kröte muss man erstmal schlucken!

 

Aber am Ende sagst Du Dir: "Hey, mit der Katastrophe warst du schon im Triathlon mit mieser Laufleistung und üblen Wechseln, ohne Zeitfahrrad auf dem Podium, dann schaffst du das zukünftig auch!" Und darum geht es hier doch - einfach kann jeder!

 

Ich nehme etwas mit. Werde versuchen was ich kann zu verbessern. Bestätigt hat sich auch in diesen 3 Tagen, dass der Körperschaden nach dem 2. Bruch nicht schlimmer geworden ist - heißt meine Ziele 2017 sind realistisch. Schwimmen kann ich besser auf Ausdauer als auf Sprint. Ergo bin ich olympisch und auf 70.3 besser aufgehoben. Und an meinem Neo schneide ich jetzt 1-2 cm an Armen und Beinen ab, weil es fast unmöglich ist aus den engen Abschlüssen mit Händen und Füssen herauszukommen. Das hat mich im Sommer in jedem Wechsel schon angekotzt, beim Neoschwimmen im Camp wurde mir klar, dass ich nicht zu blöd bin das Ding auszuziehen, sondern die Abschlüsse zu eng sind.

 

Danke an das gesamte IBH Pro Team für die tollen 3 Tage und die individuellen Tipps. Hat alles gepasst, mehr kann man kaum in 3 Tage packen! Danke an alle Teilnehmer mit denen es auch richtig Spass gemacht hat.

 

Ich bin in meiner "Mission Ibiza 70.3" etwas weiter gekommen.

Jetzt wird erstmal gelaufen! Wasser kann ich nicht mehr sehen ;-)....

"Houston we have a problem" - Nullstart

11.11.2016

Vor 7 Wochen hatte ich meinen "Absturz" mit Schlüsselbeinbruch. Aufgrund meiner "Vorgeschichte" ging mein Arzt von Komplikationen aus wie einem erneut auf-flammendem Knocheninfekt, Pseudoarthrose oder zumindest deutlich verzögerter Bruchheilung. Auf meiner Seite kreiste latente Angst im Hinterkopf, aber ich schaffte es positiv zu denken und den Crashtag einfach als normalen Starttag Mission 70.3 zu setzen. Getreu dem Motto:

Ein kleiner Rückblick dazu: 

 

03.10.-10.10.16  Ibiza

Nur eine Woche nach dem Bruch flog ich trotz starker Schmerzen nach Ibiza und das war auch gut so. Es lenkte vom "Worst Case Heilungsszenario“ und der noch vorhandenen Schmerzen stark ab. Der Glaube an sich selbst versetzt Berge, sagt man. Und genau dieses Gefühl kam auf, trotz zweifachem Schlüsselbeinbruch mit ungewissem Ausgang. Ich weiß nicht warum, aber ich wusste in dem Moment als ich am Start zum Ibizatriathlon stand, dass alles gut wird.

 

11.10.-24.10.16 "erste Trainingsversuche"

Nur zwei Wochen nach dem Bruch saß ich mit Rucksackverband auf der Rolle. Aufgrund des plötzlichen Trainingsausfalls am Saisonende nach dem Unfall konnte ich nicht abtrainieren. Mein Blutdruck rutschte so in den Keller, dass ich mich bewegen musste. Ich ließ mir die Rolle aufbauen und fuhr anfangs nur 30 Minuten mit Rucksackverband einarmig Rad. Ist wirklich KEIN Geschenk! Man sitzt in einer völlig anderen Position als normal, der Hintern ist das überhaupt nicht gewohnt und man scheuert sich deshalb auch ungewohnte Stellen in der nassen Hose durch. Half nur eine Tube Wundschutzcreme. Wenn ich nicht Rolle fuhr, machte ich im Wechsel Krafttraining mit den Beinen. Wer einen voll ausgestatteten Fitnessraum daheim hat, kann sich auf diese Weise frühzeitiger mobilisieren als normal. Es empfiehlt sich einen zweiten Rucksackverband (30 Euro) zu kaufen.

24.10.-07.11.16  "Bruch heilt"

Mein Arzt war übervorsichtig und verordnete mir den Rucksack für 6 Wochen. In Absprache mit meinem Physio zog ich ihn aber schon nach 4 Wochen aus. Ich konnte schon gut bewegen, hatte kaum Probleme mehr mit dem Bruch, aber mein Dauerschaden meldete sich zu Wort. Der Rucksack schnürte seit 4 Wochen den Schleimbeutel ab und mein defektes Lymphsystem wurde zusätzlich gestaut, so dass der Oberarm anschwoll. Also mehr Schaden als Nutzen. Ich trug ihn sicher-heitshalber nur noch nachts, für den Fall unbewusst heftiger Bewegungen im Schlaf. Es war eine echte Befreiung: keine Fahrradtrikots mehr als einziges Bekleidungsstück und erstmals Rolle fahren ohne! Ich fuhr alle 2 Tage 1,5 - 2 h Rolle und kompensierte damit sehr gut meine Grundkondition. In den Tagen dazwischen immer wieder Krafttraining Beine. Beides im Wechsel sorgte kaum für Verluste - im Gegenteil! Verlorene Grundlage ist im Winter sowieso normal und ich war mitten in der Off-Season - mehr hätte ich sonst auch nicht gemacht. Unter Anleitung meines Physios bewegte ich den Arm schon voll durch und konnte auch leichte erste Übungen machen. Damit war ich meinem Arzt 2 Wochen voraus. Es empfiehlt sich von Anfang an 1 x die Woche begleitende Physio zu machen und sucht Euch einen Schulterspezialisten! Dessen Beratung ist individuell besser als das pauschale Arztverbot! 

07.11.16 "endlich wieder Laufen"

Ich war allem 2 Wochen voraus. Mein Arzt staunte wohin der Arm schon ging. Das Röntgen sah super aus. Es folgte die Freigabe für Laufen und Brustschwimmen. Kraulschwimmen erst in 3-4 Wochen wegen dem Impingment. Ich war erstmal Laufen. Logo war nach 6 Wochen erstmal NIX groß zu erwarten außer übelster Muskelkater. Ich lief die ersten 15 Minuten im Gelände *aua*, dann wechselte ich auf Asphalt und wurde immer schneller. Nach 40 Minuten beendete ich die Einheit aus Vernunft, gefühlt war ich gerade erst richtig drin. Klar merkt man eine degenerierte Schultermuskulatur und einen Bruch, aber es ging besser als ich dachte. Das verdanke ich sicher auch meiner vorzeitigen Physio. Am nächsten Tag war die Schulter sogar besser! Da ich jetzt auch schon mit beiden Armen Rolle fahren kann, geht auch draußen Radfahren auf Asphalt. Alles was im Gelände passiert, ist erst noch tabu. Aber das reicht für die Trainingsaufnahme - das ist total o.k.! Ich kann erste Kraftübungen mit dem Arm machen und ich denke, dass ich das Impingment auch schnell beheben kann. Ich habe ja generell eins, dass sich nicht mehr beheben lässt und damit schwimme ich schon seit 3 Jahren! 

 

7 Wochen später...

...war ich das erste Mal Schwimmen. Natürlich nur Brust. Ich fing im Nicht-schwimmerbecken an, um zu schauen, ob ich mich überhaupt schmerzfrei über-wasser halten kann, bevor ich ins Schwimmerbecken wechselte. Die ersten 25m waren übel, die ersten 200m dachte ich, dass ich 400m nie schaffen würde und nach 400m war ich drin und schwomm 1,5 km nicht unbedingt langsam durch. Den betroffenen Arm belastete ich nur so, dass kein Schmerz auftrat. Aufgrund des Schulterschadens belaste ich ihn ja generell nie voll. Hier war einfach Körpergefühl gefragt. Ja, und jetzt heißt es einfach langsam herantasten, dann dürfte in 2-3 Wochen auch Kraulschwimmen wieder möglich sein. Ich bin jedenfalls auf dem besten Weg!

 

Mit so einem Verlauf hatte ich selbst nicht gerechnet. Ich hatte generell geplant das Lauftraining im Winter als Erstes zu forcieren. Damit kann ich jetzt auch beginnen. Das Radfahren hab ich gut kompensiert und fürs Schwimmen hab ich noch viel Zeit - das drängt nicht. Somit liegt alles wieder im grünen Bereich - die schwierigste Phase hab ich überwunden in erstaunlicher Zeit. Muss dazu aber auch sagen, dass ich erhebliche Erfahrungswerte vom 1. Bruch in die Reha einfließen lassen konnte! Unterscheiden zu können, ob ein Schmerz muskulärer Art ist oder von einem Bruch herrührt ist elementar um Belastung richtig steuern zu können. 

Das Ziel: Ibiza MD 2017

11.10.2016

Meine geplante „Streckenkunde“ hat gewaltig gewackelt, weil ich mir durch einen blöden Rookie Fehler ausgerechnet ein Jahr vor meinem großen Ziel ein zweites Mal das Schlüsselbein brach. Mit schweren Rückenbeschwerden musste ich sogar noch zwei Tage vor Abflug bei einem Orthopäden notbehandelt werden - so richtig geholfen hatte es auch nicht - geflogen sind wir trotzdem. 

 

Ich starte jetzt wirklich wieder bei NULL - das hatte ich mir anders vorgestellt. Der selbe Bruch ein zweites Mal gebrochen genau ein Jahr vor meinem ersten 70.3-/ Mitteldistanzziel. Reicht nicht schon so die körperliche Einschränkung durch den verbliebenen Osteitisschaden, bricht mir an exakt der gleichen Stelle der Bruch wieder auf. Schlimmer hätte es nicht kommen können - andererseits wird es dadurch einmal mehr zur absoluten Herausforderung! Und so stand ich mit Rucksackverband letzte Woche am Strand von Figuertes, genau an der Startlinie Ibiza Triathlon und blickte auf die kleine Felseninsel „Illa de Ses Rates“ um die geschwommen wird und sagte mir ein weiteres Mal: 

Der Ibiza Triathlon ist seit Jahren Austragungsort der offiziellen spanischen Lang- und Mitteldistanzmeisterschaft. Er ist zwar kein echter 70.3 für mich mit Handicap dennoch schwerer zu bewältigen, da ich noch einmal 100m Open Water mehr schwimmen muss. Statt 1,9 km sind es 2 km.

Die meisten von Euch finden das lächerlich. Für mich ist das eine echte Herausforderung in den Zeitlimits mit meinem Schulterschaden zu schwimmen. Ich habe chronische Gelenkschmerzen, Nervenschäden, die bei Überlastung Spastik auslösen können, was sich unter Kälteeinwirkung noch verschlimmern kann. Meine Armbewegung ist eingeschränkt, so dass ich beim Kraulen nur nach rechts den Kopf zum Atmen heben kann, weil ich links den Arm nicht hoch genug aus dem Wasser bekomme. Hinzu kommt ein Kraftdefizit. Lange Kraulen kann ich nicht, dann überlastet das Gelenk. Ärzte haben mir vor 3 Jahren gesagt, 1000m Meter würde ich im Wettkampf damit nicht schwimmen können. Im Training habe ich eine Technik entwickelt mit der ich jede Woche zweimal 2,5 km schwimme und das in einer recht passablen Zeit. Allerdings muss ich die Lage immer wieder wechseln. Mit meinem Brust-Kraul-Schwimmstil bin ich sogar schon 5 km geschwommen. Ich kann es nur nicht jeden Tag. Mit diesem Limit wollte ich nach 3 Jahren harter Reha-Arbeit auf Ibiza starten, da mir die Insel immer viel Kraft gegeben hat mich zurück zu kämpfen. Jetzt fange ich sogar unter diesem Limit an und habe nur ein Jahr dafür. Ich hoffe die Bruchheilung verläuft dieses Mal ohne Kompliktionen.

 

Radfahren hingegen stellt für mich das geringste Problem dar. Tausende Kilometer Rad auf Asphalt und im Unterholz sind Ralf und ich in den letzten 25 Jahren auf der Insel gefahren. Man könnte auch sagen ich habe dort das Radfahren gelernt. Ich kenne jeden Anstieg, jede Kurve, den Asphalt, die Orte….. Beim Radfahren kompensiere ich meist mein Schwimmdefizit. Je länger die Radstrecke desto besser für mich. Darauf freue ich mich am meisten.

Ich habe auch in den letzten Wochen gelernt mit meinem Liv zu fahren. Beherrsche es jetzt sicher, auch wenn ich die Trinkflasche hinter dem Sattel in Rendsburg vergaß und mir deshalb den Bruch zu zog. 1000 Mal und mehr als Radsportler abgestiegen, einmal als Triarookie: BLÖD, VERGESSEN, PASSIERT! Ansonsten war es eine super Radzeit bis zum Sturz. Durch die unterschiedliche Schulter- und Kraftstatik war es nicht so einfach Vollgas auf einem Aufliegerlenker zu fahren. Ich brauchte dafür etwas Zeit. Ich liebe mein Liv aber und fahre damit wirklich sehr gerne. 

 

Der abschließende 20 km Lauf wird für mich ganz besonders, da die Strecke komplett über die Altstadtfestung „D`alt Vila“ verläuft, hinunter zum Hafen Botafoch und zurück. Eine schönere Kulisse kann es für mich überhaupt nicht geben. Ganz großes Kino!

Allerdings kann es im Oktober auch noch recht heiß werden und es sind auf der Festung einige Höhenmeter zu laufen. Das direkt nach dem Radsplit und das rutschige Kopfsteinpflaster in der Altstadt fordern nochmal volle Konzentration. Dieses Jahr findet der Triathlon am 23.10. statt und er findet eigentlich jedes Jahr am gleichen Wochenende statt. Mit Blick in den Kalender 2017 würde er genau auf meinen Geburtstag fallen, den ich dort schon so oft gefeiert habe, aber noch nie so!

Könnte sein, dass ich im Ziel heule - ich glaub, das darf ich dann auch mal - einfach mal ALLES rauslassen!!!

 

Ich hab mir noch eine Motivationsmuschel eingepackt, die mich bis dahin an mein Ziel erinnern wird. Die bringe ich im Oktober 2017 wieder mit.

 

Und weil der Name auch Programm ist, werde ich einen echten 70.3 vorher auch  noch absolvieren als "Generalprobe" vor Ibiza - einer für echte "Strandräuber" bzw. Piraten ;-)

 

Danke "Basti" von der YES Bewegungsschmiede Hamburg für die Trainingsbetreuung - ich weiß, bei mir kostet das Nerven und läuft nicht immer nach Plan. Danke Kiwami für die professionelle Triathlon- und Schwimmbekleidung. 

Und beiden für den Glauben an mich :-) ....

 

Hier noch ein paar Impressionen einer schönen Motivationswoche auf Ibiza:

#livyourdream 

19.08.2016

Ich besorge mir kein neues Rad, wenn ich es nicht wirklich brauche oder es mir damit nicht wirklich ernst ist. Wenn, dann nachhaltig, so dass ich mir nach kurzer Zeit kein Neues zulegen muss, weil es nichts taugt.

 

Es ist mir ernst 2017 Triathlon zu meinem Schwerpunkt zu machen. Mein großes Ziel ist mein erster 70.3 auf Ibiza. Langfristig bin ich wohl eher der Mitteldistanz Triathlet weniger der große Sprinter - das zeichnete sich bei mir schon im Radsport ab. Allerdings kämpfe ich auch hier gegen meinen Schulterschaden - diese Herausforderung ist größer als im Radsport, da ich Schwimmen muss und ein Triathlonrad etwas anders zu händeln ist. Sich mal schnell auf den Auflieger in Aeroposition zu legen, ist für mich nicht ganz einfach, weil ich einen instabilen, linken Arm habe, der nicht gleich aufliegen kann und der muskulär auch deutlich schwächer als der rechte Arm ist. Jetzt stellt sich die Frage: "Warum macht die das?" Weil ich generell schwimmen muss, um das Gelenk weiter beweglich zu halten - warum dann nicht auch gleich einen sportlichen Nutzen aus dem "Training" ziehen? Außerden ist die Belastung generell im Training nicht so einseitig wie im Radsport und ich hab einfach Bock drauf!

 

Wie komm ich Zwerg jetzt zu einem perfekt passenden Pony? Diese Frage stellt sich bei mir regelmäßig bei Neuanschaffungen von Rädern. Deshalb fahre ich meine passenden Räder auch meist bis nichts mehr geht. Hier jedoch musste ALLES perfekt passen. Lange in Aeroposition am Limit zu fahren, lässt absolut keinen Kompromiss zu.

 

Ich hab gesucht, gefragt, mich schlau gemacht. Überall wieder nur zu große Rahmen oder aber keine Möglichkeit das Rad einmal live zu testen. Angaben von Rahmengrößen sind ja oft sehr unterschiedlich und nicht selten ist ein "S" Rahmen in meinem Fall ein "L". Hinzu kommt noch, dass ich noch nie auf so einem Ding gesessen habe und auch keine Ahnung hatte, worauf ich im Detail achten müsste. Die Firma FELT war sehr bemüht, aber konnte auch zunächst kein Testrad in der Größe stellen - ich hätte die Katze im Sack kaufen müssen!

 

Irgendwann fiel mir ein, frag doch mal den Dirk - der hat gute Kontakte. Und zack - Volltreffer - lieferte er mir ein top Angebot: GIANT Liv Avow - das derzeit einzige Triathlonrad speziell für Frauen im top Preis-/Leistungsverhältnis. Optisch sowieso ein Traum - „#livyourdream“ passt ja auch zu meinem Abenteuer - außerdem gleich mit Carbonlaufrädern, was in der Preisklasse eher selten ist! Stand auch noch zufällig in Rahmengröße "XS" bei seinem Händler des Vertrauens. Weil Frauenrad und "XS" war mir gleich klar, wenn das nicht passt, passt keins. Kurze Rückfrage im Laden: "Ja, müsste passen."

Kurzer Hand hab ich einen Termin bei Radsport Ganser in Stollberg vereinbart, mir einen Tag frei genommen und bin zu Dirk nach Düren gefahren. Wir hatten uns auch das letzte Mal vor 3 Jahren gesehen und so konnte ich Bike-Kauf gleich mit einem Besuch bei ihm und seiner netten Familie verbinden. Wir haben erst lecker Kuchen bei ihm gegessen (hatte gerade Geburtstag) und direkt danach nochmal bei Markus Ganser im Radgeschäft.

 

Radsport Ganser - top Laden, der wirklich alles hat, was ein Triathlet so brauchen kann, super Beratung - der Chef selbst hat 8 x Hawaii gefinished - einmal als bester Amateuer neben diversen anderen Ironmännern. Das Rad gefiel auf den ersten Blick, kurze Vermessung und ich fuhr zum ersten Mal auf einem Triathlonrad Probe. War ziemlich windig und es war ziemlich wacklig zu schalten, da der Auflieger etwas zu lang war. Der Rest passte aber perfekt und mir war gleich klar, das ist mein Rad. Wir haben dann den Auflieger angepasst und gekürzt. Wegen meinem Schulterproblem weniger Aerodynamik/überstreckte Position und etwas breiter. Die folgende Probefahrt war perfekt - exakt biometrisch vermessen, passte einfach alles. Also Rad eingepackt und glücklich raus!

 

Wir waren fast 3 Stunden beim Radkauf und so blieb keine Zeit mehr für eine Tour. Nix wie ab zum Pizzaessen in die beste Osteria in Düren - Pizzas so groß wie Wagenräder.

 

War noch ein echt schöner Abend mit Dirks Familie. Am nächsten Morgen sind wir dann gemeinsam zur ersten Ausfahrt 30 km rund um Düren gestartet. Hat riesig Spass gemacht und ich hab mich schon nach kurzer Zeit recht sicher auf dem Rad gefühlt. Der Rest kommt jetzt mit der Routine.

 

Bleibt mir noch ein ganz dickes Dankeschön an Dirk und Kerstin mit Kind und Kegel für die zwei tollen Tage bei Euch, sowie Markus Ganser für das perfekte Bike! ….und Dirk, nächstes Jahr "reißen wir einen" zusammen !!! ;-) mit unseren „Ganser-Bikes“ ;-)!

Nächster Termin:

Ibizatriathlon