Moonreker News

12.04.2017  RADUNDRAUS - alles für Microadventure und Bikepacking“

Verfasst von Gunnar Fehlau, mit einem Vorwort von Wigald Boning und Bildern mit meinem Freund und St- Tropez-Gefährten Walter. Drei völlig verrückte Outdoor-freaks mit dem Hang zum Extremen, die es schaffen in diesem kleinen, handlichen Taschenbuch mit 156 Seiten ein wenig Abenteuerlust bei jedem Leser aufkommen zu lassen. 

 

Eigentlich hab ich schon unzählige solcher Bücher gelesen und hätte dieses vermutlich nicht angefasst, wenn mir nicht die Verfasser bekannt gewesen wären - hier Gunnar als Autor und Walter als Bike-Freund. Beide sind eigentlich ständig mit dem Rad in der Wildnis unterwegs und auch schon ohne Buch recht unterhaltsam. Schon immer wollte ich genau wissen was Walter unter einem „Overnighter“, einem „Doublenighter“ oder einem „Novernighter“ versteht. 

 

Allein das Vorwort von Wigald Bonig mit dem ich mich schon 2004 auf 24-Stunden-rennen austobte, macht sofort Lust auf Weiterlesen, denn im Grunde genommen handelt das Buch nicht nur von informativen Tipps zum Thema Bike-Packing, Bike-Notrepratur in der Wildnis, Umgang mit schlechtem Wetter, was man alles einpacken sollte, Streckenwahl usw., sondern auch von einer preisgünstigen, einfachen Art eines top Sabbaticals in der Walachei zum Selbstkostenpreis! 

 

Sabbatical, ja richtig gehört! Eigentlich kann man das Buch bestens verschenken, um Freunden, die kurz vor dem Burnout stehen und eine Auszeit/ ein Reset benötigen, aber nicht wissen wie, eine einfache Anleitung in die Hand zu drücken. Mit einfachsten Mitteln, ohne große Investition einfach in den Wald radeln und übernachten. Zurück zur Natur. Dazu braucht man kein top Fahrrad, keine wahnsinnig teure Campingausrüstung, je archaischer umso größer die Wirkung.

Was man unter diesen Bedingungen unbedingt berücksichtigen sollte, wird mit viel Humor anschaulich im Buch erklärt. 

 

„Beim Microadventure geht es ums Ankommen (bei sich selbst), nicht darum, vor jemandem (z.B. sich selbst) wegzufahren.“ Anders als in anderen Büchern, geht es hier vornehmlich genau darum und nicht um die Vermarktung teurer modernster Ausrüstungsgegenstände oder wildester Expeditionen nach Kamtschatka. Pack ein was Du hast, nimm Dein Hollandrad und übernachte einfach im nächsten Wald. Ein Abenteuer kann so einfach sein - micro halt!

 

Die Kapitel sind zu jedem Thema kurz und bündig, aber inhaltlich top aufbereitet. Es wird an alles gedacht und genau deshalb wird das Buch auch nicht langweilig. Selbst ich als alter Bike-Hase konnte noch viel lernen und hab über einiges zum ersten Mal nachgedacht. Aufgelockert wird das Buch durch tolle Fotos und einer lockeren Schreibart, die Bock auf ein verrücktes Abenteuer macht. Inhaltlich fehlt NICHTS - ich selbst wüsste nicht, was noch zu ergänzen wäre. Handlich klein, passt das Buch auch in jede kleine Backpackertasche für unterwegs und ist im Buchhandel unter ISBN-978-3-667-10929-3 für 16,90 Euro im Delius Klasing Verlag der Bike erhältlich:

 

http://www.delius-klasing.de/buecher/Rad+und+Raus.232439.html

 

Zum Schluss bleibt mir das Zitat in Erinnerung: „An den Orten, zu denen ich gefahren wurde, bin ich nie gewesen“ von Peter Handke. 

 

Also Rad und Raus - probiert es aus ! 

08.04.2017 Fünf Jahre Moni Moonreker 

2000 bin ich mit dem Radsport angefangen. Erst bin ich kleinere Straßen- und Mountainbikerennen gefahren, dann Marathons und 24 Stunden Rennen. Die ersten Jahre fuhr ich wie ein "Frisör", dann hatte ich keine Lust mehr immer nur auf der letzten Rille ins Ziel zu kommen und mich tagelang nicht mehr zu erholen, so dass ich mehr mit Hirn trainierte. Dabei kamen ganz beachtliche Erfolge zu Stande. Unter anderem wurde ich in der größten 24-Stunden-Rennserie Europas Zweite, schlug das ein oder andere mal Damen aus dem Bundeskader und war häufig auf dem Podium anzutreffen.

 

In all den Jahren machte ich die Erfahrung, dass nicht immer alle ehrliche Tipps gaben - "Betriebsgeheimnisse" behütet wurden und ich eigentlich immer erst selber Lehrgeld zahlen musste bis ich auf dem richtigen Weg war. Das fand ich sehr schade, da der Sport nicht gerade preiswert ist und mir Vieles erspart geblieben wäre. Zudem lag es mir immer am Herzen anderen den Spass am Ausdauersport zu vermitteln. Wir alle sind im Alltag dem ständigen Hamsterrad ausgeliefert. Mit Ausdauersport kann man im Prinzip jedes Wochenende aussteigen und kleine Abenteuer erleben.

 

2005 erkrankte ich das erste Mal schwer an der Lunge. Das ärztlich totale AUS für meine Ausdauerabenteuer. Mir ging durch den Kopf: "Was wolltest Du noch alles erleben und kannst es jetzt nicht mehr? Warum hast Du das vorher eigentlich nie gemacht?" Die Antwort war kurz: „Scheiß Hamsterrad! Ich kämpfte 5 Jahre lang um meine Rückkehr in den Sport und schwor mir: "Wenn Du das schaffst, dann fährst Du ein Etappenrennen über die Alpen."

 

Auf dem Weg dorthin, ging mir viel durch den Kopf. Als mein Internetprovider einen kostenlosen Websidetest über 4 Wochen anbot, entstand "Moni Moonreker" - ursprünglich nur als Test mit der Option nach 4 Wochen wieder abzuschalten. 4 Wochen später hatte die Seite bereits regelmäßige Besucher und Freunde sagten mir, ich soll unbedingt weitermachen.

 

Im Sommer 2012 stand ich dann am Start der Bike Four Peaks. Ein Mountainbikerennen in 4 Etappen über 4 Zweitausender unter internationaler Konkurrenz. Ich beendete das Rennen auf Rang 20 der Damen, im vorderen Drittel, direkt hinter der Profikonkurrenz und freute mich zwar über die Platzierung, wichtiger aber war das "Ankommen". Zum ersten Mal war mir Ankommen und Erleben wichtiger als Gewinnen. Ich fing an den Sinn des Lebens zu begreifen und darüber in meinem Blog zu schreiben. Es ging um Sport, aber auch um "wieder Aufstehen", an Grenzen gehen, Selbstmotivation, Selbsterfahrung und Fokussierung. Ein Jahr später wurde ich Deutscher Meister im 24 h Cyclocross Achter mit dem Pirate Racing Team.

Ich beschloss nur noch Dinge zu machen zu denen ich wirklich Lust hatte. Meine sportlichen Aktivitäten beschränkten sich ab jetzt nicht mehr nur auf das Radfahren. Ich probierte alles aus und Vieles auch ohne regelrechte Vorbereitung. "Einfach machen" und "Erleben" war viel spannender. Darüber schrieb ich in meinem Blog.

 

2013 stürzte ich schwer beim Heavy24 in Chemnitz auf dem Weg zum souveränen Sieg als Einzelfahrerin nach fast 23 Stunden Fahrzeit. Ein Schlüsselbeinbruch brachte mich ein weiteres Mal an ein prophezeites Ausdauersportende. Wieder kämpfte ich mich zurück. Ich fuhr mit Besi & Friends nach Barcelona und St. Tropez, gewann souverän das 14 Stunden Nachtrennen in Radevormwald, absolvierte erstmals OCR-Läufe und wurde 2 x mit dem Runterra Phoenix Award ausgezeichnet. 

Über all das schrieb ich Blog. Wenn ich über diese 17 Jahre Ausdauersport nachdenke, kann ich manchmal selbst kaum glauben, was ich alles schon erlebt habe, aber das Schönste ist andere dadurch vom Sofa zum Sport motiviert zu haben. Leute, die sonst aufgegeben hätten.

 

Mir ist wichtig Neues auszuprobieren und mir besondere Ziele zu setzen, dabei an Grenzen zu gehen und neue Erfahrungen zu sammeln. In diesem Jahr wird der Ibizatriathlon mein krönender Saisonabschluß sein. Ein ganz besonderes Ziel nachdem es hieß, ich könnte keine 500m mehr mit meiner kaputten Schulter schwimmen. Außerdem ist Ibiza für mich ein ganz besondere Ort an dem ich in allen schweren Phasen immer Regenerieren konnte, um erfolgreich zurückzukommen. Es geht im Leben nicht ums Gewinnen, sondern um das Ankommen und darum geht es in meinem Blog und im echten Leben. Wenn jemand zu Dir sagt: "Das kannst Du nicht", dann glaube ihm kein Wort und mach es trotzdem!

 

Nicht immer läuft alles nach Plan, aber nur über Umwege lernen wir die Landschaft kennen. Genau darüber schreibe ich, genau das macht die Geschichten interessant.

 

Ich danke allen, die ihn gern lesen.

 

Eine Anmerkung noch zu meinen Produkttesten:

Ich teste ehrlich - ich bin kritisch. Viele Produkte habe ich selbst gekauft. Andere teste ich für Hersteller, die kritische Tester suchen. Mir liegt es fern Werbung nur für Namen zu machen, die mich nicht überzeugen. 

 

Ich bin Mitglied im "Wridersclub", einem Zusammenschluss von Bloggern, die gem. dem unterzeichneten Kodex ehrlich Schreiben und Testen. In der Kategorie "Allrounder" wurde mein Blog auf den 3. Platz unter den deutschen Radblogs 2016 gewählt. 

 

Eure Moni Moonreker

10.02.2017 von Ernährung & Ernährungswahn im Sport

Jeder Sportler beschäftigt sich irgendwann mit seiner Ernährung. Das sollte allerdings nicht in Ernährungswahn ausufern. Ich erinnere mich an Sportler in Triathlon-Trainingscamps, die bereits zum Frühstück diverse verschiedene Pülverchen zusammen mixten, während die echten Profis ganz normal Hotelbuffet aßen. Ernährung wird aktuell zum Extrem und wer nicht mit macht, ist schon fast Außenseiter oder wird als völlig unprofessionell eingestuft. Zu den Außenseitern gehöre auch ich!

 

Ich musste mich zwangsläufig im Jahr 2005 mit meiner Ernährung auseinander-setzen. Nicht weil ich zu dick war oder zu unsportlich. Ganz im Gegenteil! Ich stürzte gesundheitlich auf dem Zenit meiner Sportkarriere völlig ab - mein Immun-system versagte: schwerstes allergisches Asthma. Ich wär fast berufsunfähig geworden, saß zeitweise am Sauerstoffgerät und konnte keine 5m mehr gehen. Medikamente halfen kaum, außer hohe Dosen Cortison gegen die ich mich aber aus gutem Grund entschied. Was zunächst mit Husten und Atemnot begann, setzte sich nach kurzer Zeit im Verdauungstrakt fort. Essen wurde zur Lebensgefahr.

Ich begann auf fast alle Lebensmittel mit Kreuzallergie zu reagieren mit der Folge schwerster Atemnot. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich völlig normal ernährt. Die Einnahme eines Antibiotikums und die anschließende Exposition in verschimmelten Diensträumen lösten diesen so extremen Absturz meines Immun-systems aus. Immunschwäche als Allergieauslöser!

 

5 Jahre hab ich gebraucht, um wieder Kontrolle über meinen Körper zu bekommen. Wenn man nicht mehr alles verträgt, isst man automatisch nur noch das, was man verträgt. Geholfen hat mir meine Heilpraktikerin dabei entscheidend.

 

Meine Cousine hat nun ein Buch geschrieben über die Ernährung nach Blut-gruppen, weil auch sie nach vielen Jahren Fehlernährung mit erheblichen Gesundheitsproblemen zu kämpfen hatte, die sie heute unter Kontrolle hat. Als Diplom Sportwissenschaftlerin hat sie sich der Frage wissenschaftlich gestellt mit der Intention vielen Betroffenen helfen zu können.

Ich habe das Buch gelesen und mich ohne Vorkenntnisse darin wieder gefunden. Ich bin Blutgruppe 0 - Der Krieger - die Urzeitblutgruppe - der Höhlenmensch. Ich brauche hohe sportliche Belastungen, um mein Adrenalin abbauen zu können. Habe ein hohes Energieniveau. Ich brauche tierisches Eiweiß, Getreide hingegen blockiert meinen Stoffwechsel. Milchprodukte vertrage ich genauso wenig. Meine Ernährung habe ich schon zwangsläufig so angepasst - ohne Buch und Wissen-schaft überhaupt zu kennen. Und eigentlich ist es doch ganz logisch! Unser Körper verstoffwechselt Produkte, um daraus Energie zu gewinnen. Tankt er den falschen Brennstoff, bleibt Restabfall übrig, den er nicht entsorgen kann. Er fängt an sich langsam "vollzumüllen". Dieser Prozess kann Jahre dauern oder wie in meinem Fall durch ein Ereignis beschleunigt werden. Ist der "Eimer" voll, brechen chronisch entzündliche Prozesse im Körper aus. Wir stellen uns häufig die Frage warum viele Menschen mit 30/40 Jahren plötzlich Allergien bekommen, die zuvor noch keine hatten. Ich würde sagen, der Eimer ist voll!

 

Aus der Natur, zurück zur Natur heißt die Devise. Die moderne Ernährung hat damit häufig immer weniger zu tun. Extreme Ernährungsrichtungen werden dem auch nicht gerecht. Ich bin seit 12 Jahren stabil. Damals prophezeite man mir, ich würde mit meiner Lungenerkrankung nie wieder Leistungssport machen können. Ich wollte keine Medikamente, ich hab es einfach nur durch Ernährungsdisziplin geschafft. Es gibt Dinge, die kann ich heute immer noch nicht essen, aber ich vermisse sie auch nicht. Aus diesem Grund nutze ich auch keine besondere Sportlernahrung. Viele Inhaltsstoffe vertrage ich überhaupt nicht. Ich nehme ausschließlich Elektrolyte und Kohlehydrate in Wettkämpfen zu mir, aus mir bekannten und verträglichen Produkten. Sporternährung kann eigentlich ganz einfach und billig sein. Mangel-erscheinungen hatte ich deshalb noch nie, weil ich einfach das esse, was mein Körper wirklich braucht und "Müll" einfach weglasse. Das heißt auch, dass ich gelegentlich mal Currywurst Pommes esse, Genuss gehört auch dazu, jedoch in sinnvollen Maßen. 

 

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich bei Müsli mit Milch morgens immer schnell Bauchschmerzen und Durchfall bekam. Mein Arzt testete Laktoseintolleranz. Ergebnis: Fehlanzeige. Ich aß also fleißig weiter Milchprodukte. Erst nach meinem völligen Absturz, saß ich verzweifelt bei meiner Heilpraktikerin, die Milch als Ursache diagnostizierte. Ich sagte ihr, der Test sei negativ gewesen, sie antwortete, ich hätte auch keine Laktoseintolleranz, sondern eine maskierte Milchunverträglich-keit, für die es schulmedizinisch keine Tests gäbe. Mir ging es so schlecht, dass ich 4 Wochen Milch komplett aus dem Speiseplan strich und alle Sympthome verschwanden. Der Höhlenmensch hat zu seiner Zeit nie Unmengen an Milch zu sich genommen. Er hat Probleme große Mengen davon zu verstoffwechseln. Kleine Mengen hingegen sind unproblematisch. Ich esse noch Mozzarella beim Italiener und mal eine Scheibe Käse, aber Milch pur und Joghurts stehen bei mir nicht mehr im Kühlschrank. Gesundheitlich war das eine unglaubliche Entwicklung und ein großer Schritt zurück in sportliche Leistungsfähigkeit. Man bedenke 80% des Immunsystems sitzt im Darm - Ernährung hat einen erheblichen Einfluss auf chronisch entzündliche Prozesse. Iß Dich gesund ist besser als Medikamente zu schlucken. So mancher Heuschnupfen und manches Sportlerasthma liegt hier begraben. Das Buch meiner Cousine gibt wertvolle Tipps und lässt trotzdem Genuss zu. 

 

Wenn Ihr wissen möchtet, was Ihr genetisch am besten verwerten könnt und was Euch schadet, dann kann ich Euch Sandras Buch nur empfehlen. Es beschreibt auf wissenschaftlicher Basis sehr gut, wie die unterschiedlichen Blutgruppen Nahrung verwerten können. Das hilft Euch einerseits eine bessere sportliche Leistung abrufen zu können, beugt aber auch chronisch entzündlichen Erkrankungen bestens vor. Das E-Book gibt es auf Amazon schon für 9,95 Euro:

 

https://www.amazon.de/Blutcode-Das-Fitness-Geheimnis-Ihrer-Blutgruppe-ebook/dp/B01KJNAAKM

 

Die gedruckte Version könnt Ihr bei Sandra direkt ordern. Ihr bekommt es schon für 18 Euro plus 3 Euro Versandkosten:

 

http://www.sandracammann.de/

 

Eine kleine Spende vom Nettoerlös geht auch an die Deutsche Kinderrheuma-stiftung www.kinder-rheumastiftung.de

14.01.2017  Rollenwahnsinn 2017

Rolle fahren hasst so ziemlich jeder. Ich sowieso. Dieses Jahr besonders, weil ich nach Wechsel in den Triathlonsport den ganzen Winter über höchstens 1 h pro Woche auf dem Foltergerät gesessen habe. 180 km Rolle bei Frank Schließer im Laden, als irre Schnapsidee zur jährlichen Auftakttradition einer kleinen Gruppe bekloppter Sportler avanciert, stand aber schon lange im Kalender fest, also auf nach Schöningen!

Wie auch im letzten Jahr bereits virtuell daheim im Wohnzimmer dabei: Rollenkönig Manfred Kohlruss und Ralf Lott. Mit 8:38 h hatte Manni im letzten Jahr schon den Titel erhalten - er sollte die Nummer wirklich noch einmal toppen.

 

Während wir in Schöningen um Punkt 9 Uhr los rollten und ich bereits nach 10 Minuten begann auszulaufen, war Manni schon lange in Erding unterwegs. Lotti hatte noch bis 4 Uhr morgens Schneeräumdienst gefahren, nahm die Heraus-forderung um 9 Uhr trotzdem an und rollte seine 180 km komplett durch. Manni machte inzwischen eine kleine Pause: der Magen wollte nicht mehr….aber betreut durch seine Enkelkinder stieg er wenig später wieder aufs Rad.

 

In Schöningen hingegen wurde die Zeit dieses Mal irgendwie lang. Nicht weil es die Beine nicht hergaben, sondern weil der Kopf das stupide Fahren einfach nicht gewohnt war. Ralf und Stefan quälten sich neben mir, Peter und Ulli hinter mir. Nach 3 h wechselte ich die nassen Klamotten und musste erstmal den See am Boden mit Handtüchern trocken legen. Irgendwie fuhr ich nur bergauf, weil mein Schweiß unter Peters Rolle floss..... 

Nochmal 2 Stunden - alter Schwede, der Hintern brannte. Ich dachte, ich kann nicht mehr sitzen.

 

Manni hingegen zog in Erding knallhart durch und beendete nach über 9 Stunden und 300 km !!! die Tortour - sozusagen die MSR 300 komplett auf der Rolle nachgeradelt - RESPEKT! Ich glaub mehr schafft er 2018 aber nicht ?!....

Damit schlug er seinen Rekord vom Vorjahr und wurde erneut zum Rollenkönig gekürt. WAHNSINN !!!

 

Ich bin meine 5 Stunden wie jedes Jahr durchgefahren, auch wenn sie ziemlich zäh waren. Aber das Bild beweist, dass auch Rolle fahren durchaus Spass machen kann:

Es gab wieder die perfekte Versorgung von Franks Familie mit Getränken, heißer Suppe und Salaten. Da blieb kein Wunsch offen. Danke, war wieder super nett bei Euch.

 

Das Wetter war genauso heftig wie im letzten Jahr - Schneetreiben und eine schöne Heimfahrt über eine ungeräumte Autobahn. Ich vermute Lotti war nach 180 km einfach zu fertig, um seinen Job zu machen :P!

 

Da die meisten Bilder auf der Rolle geschossen wurden, sind sie nicht ganz scharf, aber trotzdem eine schöne Erinnerung:

WEIHNACHTEN 2016

"Niemand kann einen Sonnenuntergang besitzen wie jenen, den wir an einem Abend gesehen haben. So wie auch niemand einen Abend besitzen kann, an dem der Regen gegen die Fensterscheiben schlägt, oder die Ruhe, die ein schlafendes Kind ausstrahlt, oder den magischen Augenblick, in dem sich Wellen an einem Felsen brechen. Niemand kann das Schönste besitzen, was es auf Erden gibt - aber wir können es bewusst genießen und lieben."

 

- Paulo Coelho, Brida

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Jahreswechsel. Vergesst neben all den Geschenken und in all dem Weih-nachtsstress nicht die wahren Werte im Leben - all das was man nicht einfach kaufen kann.

 

Mein besonderer Dank geht an:

 

die JES-Bewegungsschmiede Hamburg (Trainingsbetreuung)

 

KiWAMi Deutschland (Triathlon- und Schwimmbekleidung)

 

PIRATE Sportswear Hamburg

 

NATURA Clou Kosmetik Leipzig

Mein lieber Schalli, Du versorgst mich schon das 2. Jahr mit hochwertiger Körperpflege auf Naturbasis - wird Zeit das hier mal zu erwähnen! Danke!

 

Eichels Events Hannover (Startplatz Maschseetriathlon Nordstaffel)

 

Zweiradcenter Stadler Bremen

 

E&S Bau Morsum (div. Startplätze Nordstaffel)

 

EPSON

 

ISPO München

 

X-Bionic

 

Bike-Stefan - auch wenn das nicht "unsere" Saison war. Du warst wieder einer der Ersten am Telefon nach meinem 2. Schlüsselbeinbruch!

Maren und Aurelia - Besi & Friends Triathlonstaffel Nord - ein unglaublich geiler Sommer mit Euch! Wir kommen wieder! Danke auch Verena!

Andreas "Besi" Beseler - Rad statt Rollstuhl und allen Besi & Friends für die großartige Freundschaft und Gemeinschaft. Ich bin jeden Tag froh ein Teil davon zu sein.

Für die Organisation der Kinovorstellungen "Die Tour fürs Leben":

* Meinen Kollegen von der Bundespolizei - Kino Neuruppin

* Radsportverein Rot Gold Bremen - Kino Ritterhude

* Radsportverein Altona - Lichtmeßkino Hamburg

* Cinecity Verden

* Kino Hoya

 

Und all meinen Freunden, Sportkollegen, Bloglesern und Fans, die meinen Sport erst zu dem machen, was er ist.

 

Bei jedem Jahresrückblick mit unterschiedlichen sportlichen Schwerpunkten, mit Höhen und Tiefen, bin ich jedes Mal beeindruckt, wie viele alte und neue wertvolle Kontakte ich knüpfen konnte. Mit der Zeit verliert man auch einige - dafür stellt sich eine besondere "Nachhaltigkeit" bei anderen ein, die ich sehr zu schätzen weiß. Freunde sind erst wirklich wertvoll, wenn sie einem auch dann zur Seite stehen, wenn es mal nicht so läuft. Die trotzdem mit einem Rennen buchen und nicht nachtragend sind, wenn man durch Krankheit ausfällt. Denen nicht nur das Ergebnis wichtig ist, sondern die einfach Spass am Rennen selbst haben - aus echter Freundschaft. Gleiches gilt für Unterstützer und Sponsoren, die meine Sportidee und meine Vielseitigkeit tragen.

 

In unserer schnellen Zeit, in der oft nur das Perfekte, das Maximale und das Erfolgreiche zählt, ist es umso wichtiger Beispiel zu geben, dass es auch anders geht - oft sogar mit viel größerer Tiefe. Genau das sind die unbezahlbaren Momente im Leben.

 

Ich freue mich auf 2017 mit Euch - "Never give up".

 

Eure Moni Moonreker

28.10.2016   Mythos Schlüsselbeinbruch 

Von „Worst Case“ bis „0815“ hab ich jetzt beides erlebt. Beide Male hab ich mit vielen korrespondiert, die es auch getroffen hat. Beide Male bekam ich „schlaue Tipps“ von anderen - Schlagzeilen, die gern unter Sportlern verbreitet werden. Manchmal, weil es „einfach nur cool ist“, „weil Profis das ja auch so machen“ oder weil man das was man hört einfach nur weitergibt, ohne es zu hinterfragen. Ich hab diesen Scheiß vor dem ersten Mal auch geglaubt, deshalb ist es an der Zeit mal mit diesem Mythos aufzuräumen! Schneller geht hier GARNIX!!!

 

Ich schreibe das hier für Euch da draußen, denen sowas vielleicht noch bevor steht, um Euch wirklich sinnvolle Tipps zu geben damit Ihr tatsächlich schneller wieder in die Spur kommt.

 

2013 brach ich mir das erste Mal das Schlüsselbein - Trümmerbruch. Es folgte eine O.P. mit Plattenverschraubung. In diesem Fall hätte man den Bruch vermutlich nicht anders beheben können, wobei ich mir im Nachhinein von Ärzten auch wieder sagen lassen musste, dass es auch nicht unbedingt schlechter zusammenge-wachsen wäre als ohne Platte. Wie dem auch sei - bei Trümmerbruch kommt man meist um eine Plattenosteosynthese nicht herum. Bei mir ging das ziemlich in die Hose, weil mir im O.P. eine Bakterie mit dem Material eingepflanzt wurde und sich ein chronischer Knocheninfekt entwickelte. Dieser Fall tritt zwar nur in 2 % aller O.P.`s statistisch gesehen ein, jedoch solltet Ihr bedenken, dass Ihr mit dem Haftungsverzicht im Krankenhaus auch automatisch unterschreibt, dass Ihr im Schadensfall die Dummen seid. Ein Knocheninfekt dieser Art kann zur Berufs-unfähigkeit führen, wenn er nicht gestoppt werden kann oder immer wieder aufflackert! Wenn man dann noch die aktuelle Infektionsgefahr durch Spar-maßnahmen und MRSA Keimen in deutschen Krankenhäusern betrachtet und sich im Klaren ist, dass ein Keim auf einer Metallplatte vom menschlichen Immunsystem nur schwer erkannt wird, überlegt man sich die Nummer schon. Die Statisik „normaler“ Infektionen nach Osteosynthese liegt zudem deutlich über 2% - das kommt sehr häufig vor!

 

Hier ein Bild meiner damaligen Osteosynthese:

Auch sollte man bei einem Renncrash bedenken, dass die körpereigene Immunabwehr durch die Rennbelastung und den Flüssigkeitsverlust extrem geschwächt ist, so dass eine Bakterie freie Bahn hat. In meinem Fall war es noch nicht einmal ein gefürchteter MRSA Keim, sondern eine millionenfach, täglich auf unserer Haut vorkommende Bakterie mit dem Namen Staphylococcus aureus - die sich perfekt gegen das eigene Immunsysytem abschotten kann und lange Zeit die Bruchstelle bevölkert ohne dass ein Arzt sie diagnostizieren kann. Einzig brutale Schmerzen können auftreten - in meinem Fall war am Ende das gesamte Implantat vom Knochen gelöst. Was danach folgte war eine Radikaloperation, eine Knochentranplantation blieb mir zum Glück erspart, eine 6-wöchige Chemotherapie mit Antibiotika - die Hölle !!! - und eine akute Leidenszeit von über 2 Jahren mit bleibendem Schaden und der Gefahr, dass die Infektion nochmal aufflackert.

 

Soviel zum möglichen „Worst-Case-Szenario“. Außerdem muss man bei einer O.P. immer bedenken, dass der vorliegende Körperschaden noch einmal verschlimmert wird durch Aufschneiden, Bohren, Schrauben und Platte drauf. Weder der gebrochene Knochen noch das geschädigte Weichteilgewebe wird dadurch unbedingt besser - für den Körper ist das ein noch größerer Stress als ohnehin. 

 

Und dann gibt es da so Leute, die raten einem sofort zur O.P. - „ist schick“, „machen die Profis auch“ - „kannste schneller wieder trainieren“! Ich kann dazu nur sagen, dass selbst der amtierende Zeitfahrweltmeister Toni Martin nach seinem offenen Trümmerbruch bei der Tour de France sofort in die septische Unfallchirurgie ins BUK Hamburg flog, um einen Knocheninfekt meiner Art auszuschließen, denn bei einem offenen Bruch gelangen die Bakterien schon fast von selbst in die Wunde. Anschließend brauchte auch er sehr lange, um wieder aktiv Rennen fahren zu können und fuhr auch eine ganze Zeit lang seinem ursprünglichen Leistungsniveau hinterher. Wohl bemerkt, Toni Martin ist Radprofi und bekommt professionelle medizinische Versorgung, Physio und Reha, während unser einer deutscher Kassenpatient ist! Ich sag nur 1 x die Woche 20 Minuten Physio!

 

Mein zweiter Bruch war glatt, keine Einzelfragmente, also Rucksackverband. Ich kann nur sagen, ich ziehe diese Variante vor! Zwar trägt sich ein Rucksackverband echt beschissen, aber nach spätestens 4 Wochen ist man das Ding schon los. Jetzt könnte es sein, dass der Bruch etwas krumm verheilt - also die Ästhetik etwas leidet, aber dafür ist man mit der Nummer schneller durch, die Funktionalität ist auch „krumm“ meist voll gegeben und man hat eine tolle Erinnerung an seinen Sport - eine schöne Kriegsverletzung - Schönheitspreise gibt es generell nicht zu gewinnen! Ein großer Vorteil ist auch der, dass man mit Rucksack den  Arm von Anfang an bewegen kann. Dadurch fängt Reha nicht bei total null an!

 

Hier ein paar Tipps zum Rucksack:

Am besten einen zweiten Rucksackverband selber kaufen (ca. 40 Euro), dann kann man ihn regelmäßiger Waschen, zudem hat man einen zum Wechseln, wenn man schon anfängt locker Rolle zu fahren oder Kraftsport zu machen. Die Arschcreme für Biker hat sich auch unter den Achseln bewährt, um Scheuerstellen vom Rucksack zu vermeiden. Radtrikots eigenen sich besonders in den ersten 4 Wochen mit Rucksack, da sie mit durchgehendem Reißverschluß kein Problem darstellen bei Bekleidungswechsel. Zudem haben sie etwas längere Ärmel, so dass der Rucksack nicht direkt auf der nackten Haut scheuert. Im Übrigen vermeidet man dadurch auch einen schnellen Schweißgeruch des Rucksacks. Von hochwertiger Bekleidung kann ich nur abraten, da mir der Rucksack 2 Trikots unter den Armen kaputt gescheuert hat.

 

Fazit:

Mit Rucksack brauchte ich vom ersten Tag an keine Schmerztablette! Konnte ich nach 2 Wochen locker Rolle fahren und Krafttraining mit den Beinen machen. Nach 4 Wochen war der Rucksack Geschichte, es beginnt jetzt eine 2 wöchige Phase in der das Schlüsselbein weiter Callus ausbildet und in der ich den Arm auch schon vorsichtig über 90 C anheben darf. Ohne das Schlüsselbein, die Schulter zu belasten, kann ich mit kleinen Hanteln die degenerierte Armmuskulatur schon wieder vorsichtig auftrainieren - auch das spart wieder Rehazeit! In einer Woche folgt aller Voraussicht nach die Freigabe vom Arzt wieder Laufen und Schwimmen zu dürfen - Radfahren im Gelände muss zwar noch etwas warten wegen Erschütterungen, aber damit bin ich nach 6 Wochen wieder im Training drin und war defintiv nur 2 Wochen komplett stillgelegt. 

 

Eine 2. O.P. zur Entfernung einer Metallplatte bleibt mir auch erspart. Man bedenke, dass nach so einer O.P. das Schlüsselbein auch wieder instabiler ist, weil erst die Bohrlöcher der Schrauben zuwachsen müssen. Zudem kann ein Implantat sich jeder Zeit von selbst lösen - Achtung Mountainbiker & Crosser! Auch kann beim Implantat der Knochen schief zusammenwachsen oder falsch. Sofern ein Bruch nach einer konventionellen Behandlung mit Rucksackverband Probleme bereitet, kann man immer noch Operieren oder Nachkorrigieren. In der Regel passt sich der Körper aber ca. 2 Jahre nach einem Bruch mit anständiger Reha & Physio auch der veränderten Situation an.

 

Was hat der Mensch nur damals bei einem Schlüsselbeinbruch gemacht als es die moderne Medizin nicht gab? Die meisten Brüche sind tatsächlich von selbst zusammengewachsen! Also einfach mal ein bisschen auf seinen Körper vertrauen - weniger ist oft mehr und den Rat vom Arzt kritisch hinterfragen - notfalls zweite Meinung einholen. An einer O.P. verdient man mehr als an einem Rucksackverband - Entscheidung gründlich abwägen!

 

Einen Tipp zur Unterstützung der Knochenheilung gebe ich noch gerne weiter: 1000mg Calcium täglich (Brausetabletten aus der Apotheke) und die Schüssler Salze Nr.1 Calciumfluoratum, Nr.2 Calciumphophoricum und Nr.11 Silicea (jeweils 3 x 3 täglich in den ersten 6 Wochen). Das ist alles was ein Knochen zum Heilen benötigt. Mit dieser Zufuhr schaffte ich es sogar im Infekt noch ein bewegungs-stabiles Schlüsselbein auszubilden, was ärztlich für Erstaunen sorgte und mir damals eine Spongiosaplastik ersparte.

 

Und was Euch auch keiner sagt, aber Euch rät: Ibuprofen und Schmerzmittel können eine optimale Knochenheilung verzögern. Ein bisschen „Aua“ gehört nun mal dazu und der Körper löst nicht umsonst eine Entzündungsreaktion direkt nach Verletzung aus - er will den Schaden sofort beheben! Also möglichst wenig davon!

 

In diesem Sinne wünsch ich Euch „Hals und Beinbruch“, hoffe Euch etwas sensibilisiert zu haben. Die Meinung eines Arztes im Individualfall will und darf ich hier auch nicht außer Frage stellen - ich gebe hier nur meine Erfahrungen weiter. Schneller heilt hier nix mit Platte - das ist ein Mythos - der Körper braucht seine Zeit - gebt sie ihm - es zahlt sich am Ende aus!

11.09.2016 Moonreker goes KiWAMi

KiWAMi - komisches Wort. Setzt sich zusammen aus dem neuseeländischen und flugunfähigen Vogel "Kiwi" und dem Wort „Ami“ für Freund. Eines hab ich in jedem Fall schon mal mit dem Kiwi gemeinsam: seit dem ich mir beim Heavy24 den "linken Flügel" gebrochen habe, bin auch ich flugunfähig ;-) - versuche es aber trotzdem!

 

Ich freue mich sehr, dass KiWAMi mich für meine zukünftigen Abenteuer mit Triathlon- und Schwimmbekleidung ausstattet. Die relativ junge Firma wurde 2003 von Craig und Hélène Watson gegründet. Beide ehemalige Leichtathletik- und Triathlonprofis, die in die Entwicklung der KiWAMi Bekleidung all Ihr Wissen und Ihre Erfahrung aus Ihrer aktiven Zeit haben einfließen lassen, um die beste Wettkampfbekleidung für Triathleten in Bezug auf Funktion, Leistungsoptimierung und Qualität zu entwickeln.

 

Aufgrund meines "Flugunfalls" bin ich beim Schwimmen limitierter als andere. Für mich ist ein möglichst geringer Wasserwiderstand beim Schwimmen ohne Neo äußerst wichtig, um möglichst wenig Zeit zu verlieren. Auch habe ich muskulär im Schulter-/ Rücken und Brustbereich leichte Defizite. Der Spider WS1 von KiWAMi bietet 30 % mehr Muskelstabilisation durch verschiedene Kompressionstechniken im Anzug, die mich im Wettkampf gut unterstützen. Nicht umsonst wurde der Anzug mit dem ISPO Award Gold Winner 2014/15 in der Kategorie "Best Performance Base Layer" ausgezeichnet. Da ich selber ISPO Open Innovation Tester bin, weiß ich, dass ein Produkt diese Auszeichnung nur bekommt, wenn es tatsächlich hält was es verspricht.

 

Seit 2004 stattet KiWAMi Nationalmannschaften bei olympischen Spielen aus, der amtierende Langdistanzweltmeister der ITU trägt KiWAMi und jetzt fragt Ihr Euch wieso jetzt auch Moni, die 2017 überhaupt Ihren ersten 70.3 wagt? Dafür kann ich mich ganz herzlich bei Matthias Köste von KiWAMi Deutschland/ Pricon bedanken, der sich für meine sportlichen Ideen und meine Philosophie begeistern konnte trotz Rückschlägen weiter Spass am Sport zu haben und sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

 

Ihr werdet mich also im Spider WS1 Einteiler, Rio Aztec Zweiteiler, Schwimmanzug Moana Acapulco und Schwimmbikini Kiri Splash antreffen. Natürlich in pink, weil es zu meinen Radschuhen ;-) und meinem Rad perfekt passt - "feel the performance"….

 

Und hier ein paar Bilder dazu:

21.02.2016 Training auf Lanzarote oder "vom Winde verweht" !!!

 

Februar ist so ein Monat der sich zieht. Der lange Winter frustriert und ich wollte unbedingt mal raus in die Sonne. Ich dachte Lanzarote müsste doch recht warm und sonnig sein und liebe Freunde luden zu einer Woche auf der Vulkaninsel ein. Der Mythos Ironman lockte zusätzlich mit der Frage, warum trainieren Triathleten da im Frühjahr eigentlich in Scharen? Dafür nahm ich sogar mal den ätzend langen Flug von 6h (inkl. Tanken und Enteisen) in Kauf.

 

Wir kamen im Hotel Costa Calero unter. Super tolles 4 Sterne Hotel für Triathleten mit guten Trainingsmöglichkeiten, sowie einem Thalasso Spa Center zur Entspannung. Radstation im Keller und 20 000 qm Gartenanlage. Egal wie ausgebucht - im Garten geht sich niemand auf den Keks. Die Gäste verlaufen sich eher in der Anlage und genau das passierte uns auch gleich. Folge: Bikeverleih bis 16 Uhr geschlossen - nix mehr mit Radfahren am Ankunftstag. Ich würde jedem Erstankömmling generell eine Bikebuchung erst am Folgetag empfehlen. Macht mehr Sinn und spart Geld. Wir sind dann erstmal gelaufen und im noch etwas frischen Meerwasserpool geschwommen. Die Räder haben wir dann abends klar gemacht - allerdings nicht ganz, weil der Stationsleiter wieder weg musste: eine erfahrenen Radlerin war "vom Winde verweht" gestürzt und hatte sich mehrere Rippen und das Schlüsselbein gebrochen. Das fing gut an....60 kg wiege ich und mein linker Arm ist ja generell instabil und dann der Wind ....!?!?

 

Normal sind so 20-25 km/h Wind auf der Insel. Als Norddeutsche Flachlandradlerin ähnlich wie auch zuhause....in der Woche war aber alles anders, bedingt durch ein Sturmtief mit Warnstufe gelb über den Kanaren. Folge: Wind eher bei 30-40 km/h und in Böen bis zu 60/70 km/h. Super - ich machte gleich am zweiten Tag einen kleinen Satz auf dem Rad und war bedient. Das Wetter wurde von Tag zu Tag immer fieser.

 

Deshalb fuhren wir auch gleich am ersten Tag auf den höchsten Berg der Insel. Für Einfahren auf Grundlage war das zwar ziemlich bescheuert, aber man war zumindest 1 x da oben gewesen. Leider war es so bewölkt mit leichtem Niesel, dass man nicht wirklich weit gucken konnte. Am zweiten Tag rollten wir gegen den heftigen Wind mit Wolken und Regen nach Teguise und zurück mit Rückenwind flach unten am Meer. Am 3. Tag Regen und Sturm - Alternativtraining Laufen und Schwimmen. 4. Tag das Gleiche - wir wanderten zum nächsten Fischerort und gingen nochmal Schwimmen. Am 5. Tag war das Wetter entgegen der letzten Tage deutlich besser und damit wir überhaupt noch den Nationalpark Timanfaya sahen, entschlossen wir uns mit einer kleineren Gruppe dorthin zu radeln.

 

Es war ein super schöner Tag mit der besten Fischsuppe seit langem, ganz netten Leuten und die legendäre 20 % Rampe haben wir auch noch mit dem Rad bezwungen. Schade, dass wir davon nicht mehr hatten. Den Tag darauf ging die Welt dann völlig unter. Sturm und Regen - Laufen auf dem Laufband und Spa waren angesagt.

 

Bei besserem Wetter wäre das sicher eine tolle Woche geworden. Der Wind auf der Insel ist nicht meins, die Insel ist doch sehr karg - mir fehlte Grün und zum reinen Radfahren finde ich sie nicht so toll. Was Triathlon angeht, sind die Bedingungen in und um das Hotel wirklich gut und man kann sich auch bei schlechtem Wetter gut beschäftigen. Radfahren kann man auch woanders abwechlungsreicher und hat kürzere Flugzeiten. Das Wetter ist im Februar auch nicht wirklich besser. Wer den Ironman auf der Insel finishen möchte für den ist ein Trainingslager dort unumgänglich, wer das nicht möchte, kann auch woanders genauso trainieren.

 

Unseren Spass und Trainingseffekt hatten wir in jedem Fall wie man sieht:

16.01.2016    180 km Schließer-Bike Schöningen

 

Fast schon traditionell zum gemeinsamen „Rollen-Sado-Maso“ trafen sich auch in diesem Jahr wieder Sportler bei Frank Schließer im Bike-Laden, um gemeinsam 180 km auf der Rolle zu fahren. 

 

Aus einer anfänglichen Idee in der tristen Jahreszeit gemeinsam Rolle in einer „Garage“ zu fahren, ist ein regelmässiges Event bei Frank im Laden geworden. 20 Rad- und Triathlonsportler kamen dieses Jahr zusammen, so viele wie schon lange nicht mehr. Viele aus dem Schöninger Umland, meine Wenigkeit aus Verden und in diesem Jahr sogar ein Teilnehmer, der satte 500 km dafür anreiste. Für mich ist das jedes Jahr ein Wiedersehen mit alten Freunden nach dem langen Winter zugleich zu Beginn der neuen Saison.

 

Wie immer brachte jeder etwas zu essen mit und Frank`s Familie ließ es auch an nichts mangeln. Neben der ständigen Versorgung der Sportler mit Getränken bis hin zur heißen Suppe, wurde auch für ein tolles Unterhaltungsprogramm gesorgt, um die Stunden auf der Rolle nicht zu lang werden zu lassen. Neben dem Kinoprogramm von „Höllentour“ bis hin zu „Wechselzeiten“ gab es in diesem Jahr auch eine exklusive Bauchtanzeinlage, die zumindest bei den Jungs für „erhöhte Trittfrequenz“ sorgte. Am Ende gab es auch wieder den Service mit dem heißen "Meine Base" Fußbad von Jentschura.

 

Wie auch im letzten Jahr hatten wir auch virtuelle Mitstreiter auf Facebook dabei. Rollen-könig Manfred Kohlruß aus Erding und sein Kumpel Andreas Kurz traten gegeneinander an. Manni konnte seinen Titel mit 225 km in 8:38h verteidigen - Andreas hörte freiwillig bei 222 km auf. RESPEKT - mein Arsch hätte das nie ausgehalten - IRRE !!!

Das Unterhaltungsprogramm lieferten die beiden sich mit Faschingsmasken und Sieger-fotos auf Facebook selbst. Ihr zwei seid echte Spassvögel - völlig verrückt und das soll Euch erstmal einer nachmachen! Die Siegerehrung erfolgt hiermit in meinem Blog ;-)!

 

Ralf Lott aus Rüdesheim am Rhein belegte beim virtuellen Rollenkönig Contest 2016 den 3. Platz, weil er nach einer geplatzten Felge und 180 km bereits in der Badewanne saß, als Manni und Andreas nochmal kräftig nachlegten. 2017 will er beide richtig angreifen - wir sind gespannt, wie lange sein Arsch halten wird. Die Ausschreibung dazu werde ich rechtzeitig bekannt geben ;-) !! Jungs, ich freu mich drauf !!

 

Wir hatten wieder riesig Spass bei der verrückten Nummer und ein ganz dickes Danke-schön geht an Frank und seine Familie ohne die das so nie stattfinden würde. Wer einmal im Raum Schöningen unterwegs sein sollte und einen guten Bike-Laden sucht, der sollte unbedingt bei Schließer Bike in Schöningen vorbeischauen. Einen besseren werdet Ihr kaum finden: http://www.schliesser-bike.de. Bis zum nächsten Jahr :-).

Die GEWINNER  vom Moni Moonreker Fotowettbewerb sind:

 

1. Holger Rulle aus Kassel mit seinem STRAVA-Nikolaus (kein Fake!):

Gefahren an einem Nikolaustag - wann sonst ? :-)

 

Dann "Mane" Seebauer ganz aus dem Süden der Republik als sportlicher Nikolaus-Läufer.....gleich mit mehreren tollen Bildern:

Und Ralph Gerlach aus Ingeleben, hier auf dem Schnappschuss als "Froschmann" unter dem Tannenbaum - der erste Neo seiner beginnenden Triathlonkarriere:

Herzlichen Glückwunsch!!!

Die drei Siegerfotos - echt tolle Einsendungen - es waren die Originellsten und Witzigsten, die bei mir eingingen.

 

Ich wünsche Euch viel Spass beim Lesen von „Die F-AS-T - Formel, was erfolgreiche Sportler anders machen“. Auch super, um im neuen Jahr mit gutem Vorsatz nochmal sein Training zu optimieren. Die Tafel Rittersport habt Ihr dann sicher auch ganz schnell wieder abtrainiert und Schokolade soll gem. dem Autor Dr. Feil auch gar nicht so schlecht sein ;-)

 

Danke an alle, die bei dem Spaß mitgemacht haben. Ich wünsche allen ein frohes Fest und ich hoffe, Ihr bleibt mir treue Blogleser - ich geb mein Bestes!

07.12.15 Moni Moonrekers Weihnachtsverlosung !!!

 

Vor 2 Jahren hab ich meine Webside "on" geschaltet und für alle treuen Leser, Freunde und Unterstützer gibt es dieses Jahr etwas zu gewinnen. So eine Art Weihnachts-geschenk!

 

Wie Ihr alle wisst, mache ich schon seit 15 Jahren Leistungssport, habe in der Zeit 2 schwere Erkrankungen kompensiert und dabei einen hohen Erfahrungsschatz ansammeln können, wie man trotz gesundheitlicher Probleme erfolgreich trainiert, ohne dabei weitere Risiken einzugehen. Gesundheitlich nachhaltige Stabilisation ohne Pille und Chemie. Dabei hab ich so einige zum Staunen gebracht, unter anderem meine Ärzte!

 

Viele haben sich gefragt, wie macht die das? Keine schwarze Kunst - man beschäftige sich wissenschaftlich mit der Grunderkrankung, mit Behandlungsmethoden und ganz besonders mit Ernährungsfragen und dem richtigem Training. Ich hatte damals keine Literatur, habe einfach selbst experimientiert und ständig optimiert. Jetzt gibt es aber ein sehr gutes Buch dazu, indem ich vieles wiedergefunden habe, was ich selbst umgesetzt habe und genau davon gebe ich 3 Exemplare an Euch ab:

 

"Die F-AS-T Formel: Was erfolgreiche Sportler anders machen" von Dr. Feil

Was Ihr dafür tun müsst? Schickt einfach ein "Weihnachtssportfoto" von Euch bis zum 14.12.15 an meine E-Mail Adresse moonreker@online.de. Schmückt Euch oder Euer Rad mit Weihnachtsschmuck, radelt im Nikolauskostüm….. die besten 3 Bilder erhalten von mir ein Buch und weil Schokolade glücklich macht, lege ich auch noch eine Tafel Ritter Sport oben drauf. Die Gewinner werden per E-Mail von mir benachrichtigt - die Bilder auf meiner Webside und Facebook veröffentlicht.

 

Macht den Spass mit und gewinnt ein tolles Buch!

14.06.2015    Kompressionsstrumpf ist nicht gleich Kompressionsstrumpf….

 

Moin Leute,

bei mir is was abgerissen….jaja, mit 41 ist die Frau auch nicht mehr ganz so elastisch….mit 41 tragen auch schon viele Thrombosestrümpfe….*witzig*witzig*!!!

 

Mein wenig schlauer Hausarzt - Namen nenn ich besser nicht :-) - hat meinen Muskelbündelriss direkt an der linken Außensehne im Bereich Achillessehne ja weder untersucht noch irgendwie unterstützt oder behandelt. Weil der Unterschenkel krass anschwoll und ich dachte, den hätte jemand mit der Luftpumpe aufgeblasen mit mindestens 9 Bar, musste ich die „Karkasse“ notdürftig verstärken, um ein Platzen zu verhindern. Was tun? Erstmal schlau lesen im Internet….

 

Andre, der alte Pirat trägt doch immer so „Thrombosestrümpfe“, hmmmm…..? Eigentlich verarsch ich ihn damit immer gern, aber sollte ich auch schon sowas brauchen???

Kurz und gut - ich bestellte online Sportkompressionsstrümpfe, sowie die „Calf-legs“ von CEP, zog die Dinger an und der Druck in der Wade verringerte sich subjektiv empfunden auf 4 Bar. Als ich die Teile abends wieder auszog und ins Bett ging, schlief ich erst ein und nachts um 2 Uhr wieder Druckalarm - *AUA*- an die Dinger. 

 

Meine Recherchen im Internet ergaben, dass die bei Ödemen in den Beinen - „ich dachte immer Andre hätte die im Kopp :P„ - und bei Muskelverletzungen das Gewebe super unterstützen und vor allem bei Faserrissen und -abrissen die kaputten Muskelfasern komprimieren und somit die Heilung beschleunigen und Narbenbildung im Muskel minimieren. Die von CEP seien orthopädisch empfohlen. Aber is das nu auch wirklich so?

 

8 Tage nach meinem Abriss tat der Unterschenkel noch genauso fies weh wie am ersten Tag - es half nur der CEP Strumpf etwas. Ich entschied zum Unfallchirurgen zu gehen. Der belächelte meine Strümpfe:“Mädel, die bringen Dir nichts. Du brauchst korrekt medizinische Kompressions

-strümpfe aus dem Orthopädiefachgeschäft verordnet - Klasse 2. Die Sportdinger da, sind zu lasch!“ 

 

Also los, so schicke hautfarbene Omastrümpfe besorgen - *bäh*- „Warte Andre, die zieh ich demnächst auch zum Biken an! Nächstes Jahr …..wir zwei? *g*!

 

Ab zum Sanitätshaus Müller in Verden. Super Laden, top Service und gute Beratung. Und jetzt wollt ich das wissen: Taugen meine CEP-Socken wirklich nix? Der Verkäufer:“ Doch, die sind gut. Die haben auch Kompressionsklasse 2, sind sogar zum Teil besser, weil verstärkt an einigen Stellen. Sie sind nur nicht medizinisch zugelassen, weshalb sie von Ärzten und Kassen nicht akzeptiert werden. Für jede Art von Muskelverletzung zu empfehlen!“ Ahaaaaa……hätt ich die auch weiter anziehen können - sind auch SCHICKER! 

 

So und damit sei Euch Sportlern gesagt, zieht die Dinger an bei sowas - gibt nix Besseres!

 

Der komplette Sportkompressionsstrumpf von www.under-pressure-sox.de war genauso gut. Ich konnte keinen Druckunterschied zum "Omastrumpf" feststellen. Tragen tun sich die Sport-strümpfe generell angenehmer - der Omastrumpf gleicht im Material den alten Nylon-Strumpf-hosen und kratzt. 

 

Andre, soll ich nu Omastrumpf anziehen oder den SCHICKEN?

Für Dich tu ich alles - viel Spass bei den Bike Four Peaks….leider ohne mich :-(!

 

13./14.02.15  PIRATE Flachlandwochenende

 

Es war wieder mal so weit: Mountainbiken in Bremerhaven im Februar! So bescheuert können nur Piraten sein - genau! :-) Hagen, Enrico und Pfütze luden zum zweiten Mal in die Marineschule Bremerhaven ein und neben Käptn Ron, Bütti - dem König von Württemberg und sogar Ringo waren alle leicht bekloppten Piraten gekommen, um sich über die Bremerhavener „Schlammalpen“ zu quälen …

 

Freitag Abend Kegelbahn - war kaputt das Ding - schade, weil wir beim letzten Mal verzweifelt versucht hatten die Schiffsratte per Strike zu erlegen, die in lauter Panik zwischen Bahn 1 und 2 umher irrte. Egal - gab erstmal Pizza - schlecht geschnitten und mangels Besteck dann echtes Piratenessen. 

 

Samstag morgen sattelten dann alle Ihre Schlachtschiffe auf und liefen gemeinsam aus, um 80 km Angst & Schrecken zu verbreiten. Bei der Umrundung eines öden Tümpels unterschätzte Nele eine Stufe mit Karnickelbau und legte eine perfekte Vorwärtsrolle hin - perfekter Stunt - später bekam Ringo am Deich mit seinem 29`er nicht die Kurve und hätte mich fast geplättet. Der war übrigens so heiss, dass er im Februar sogar in kurzer Büx radelte!!! Ron hatte mir einen riesen Sack Tipp Top Fahrradputzmittel mitgebracht - hey, war der Klärschlammacker etwa vorgeplant? Rein in das Ding dachte ich nur:“Nicht stehen bleiben - weiter fahren, weiter - bloss nicht absteigen“. Ron war abgestiegen und stand mit den Schuhen in der Scheiße. Bei mir klebte alles am Rad - hmmmm, lecker…….pffff…mehr geht echt nicht :-)!

 

Und dann gab es bei Hagen daheim lecker Kaffee & Kuchen. Super organisiert - sogar mit Ofen…man musste nur aufpassen, dass der Hintern nicht zu heiß wurde. Danke schön für die tolle Orga! War ein echt schöner Zwischenstopp.

 

Danach ging es weiter Richtung Nordsee. Unser Schwabenkönig war ja nicht umsonst 600 km angereist. Er wollte Wasser sehen. Das war aber nicht da. Tja, auch wir Norddeutschen sind sparsam :D …. nach einer entspannt, lustigen 80 km Tour bei bestem Sonnenschein und relativ wenig Wind - MERKE, Wind ersetzt im Norden die Berge - ging es später noch mit der ganzen Meute nach Bexhövede zum Griechen. Sonntag morgen nach dem Frühstück dann wieder heim. Alle nach langer Zeit mal wieder getroffen - war schön mit Euch - bis zum nächsten Mal!

 

Mein Renner hat jetzt auch endlich einen neuen Sattel. PIRATE Sponsor SQ-LaB lässt grüßen - der Alte hat Barcelona noch gerade so überlebt. Wurde dringend Zeit für einen Neuen! Danke!!!

13.12.2014   TUBELESS READY

 

Über Pitjes bekam ich von BOR "für'n Appel und'n Ei" einen super leichten Laufradsatz. Von Stefan einen Satz MAXXIS Reifen. Tubeless wollt ich die fahren, wie schon den ersten Laufradsatz, den André mir fertig zog. Weil das damals so einfach war, dachte ich, ich krieg das dieses Mal selber hin. Fix alles besorgt, stellte ich plötzlich fest: die Reifen sind doch viel zu groß für die Felgen....häääää?....Dichtmilch hatte ich logo auch schon drin und so nahm der Wutanfall seinen Lauf. Nix ging....Stefan angemailt:"Is doch ganz einfach...." und dazu noch so ein tolles Video von Schwalbe, wie das bei Optimum geht. OPTIMUM - Hallo, hier war nix Optimum, hier war „Reifen zu groß für Felge“, Dichtmilch überall, aber nicht im Reifen, Luft im Reifen null…..riesen Sauerei....Stefan sagte:"Lass Papa machen" und Papa machte dann am Nikolaustag. 

 

Warum nix ging, war dann auch schnell klar: Felgen „tubeless ready“ - ohne Kompressor und richtiger Tricks keine Chance das dicht zu kriegen. Stefan als Master of Tubeless kannte alle Tricks und zog die Dinger ratz-fatz auf. Der Trick mit den Seifenblasen genial und einen Kompressor schaff ich mir jetzt auch an, dann sollte ich das auch hinkriegen. Super die MAXXIS Reifen. Im Vergleich zu Schwalbe sofort dicht, nur kleine Löcher an der Flanke, die sofort dicht waren. Nicht einmal in 4 Tagen nachgepumpt - hält sofort. Irre...bei Schwalbe hab ich 4 Tage mit Dichtigkeit gekämpft. Auf dem gesamten Reifen immer wieder kleine weiße Dichtmilch Spuren  - bei MAXXIS nicht. Für „tubeless“ echt super. Über die Fahreigenschaften werd ich dann am Ende der Saison berichten - bin gespannt!  

 

An einem meiner alten Laufräder stellten wir dann noch ein schleifendes Geräusch fest, Mal oben, mal unten, dann wieder weg. Am Ende wollten wir es wissen und öffneten den Reifen. Heraus kam ein glibberiger Gummiklumpen, der aussah wie ein riesiges durchgekautes und ausgekotztes Kaugummi. Was da passiert war keine Ahnung. In der Regel sagt man, sowas passiert mit Dichtmilch bei Einsatz von CO 2 Kartuschen. Ich benutze sowas aber nicht - geht offensichtlich auch ohne. Mein Fahrstil? :P

 

Dann gab's noch einen Workshop zum Thema Bremse selber einstellen und zwischendurch Kaffee und nette Gespräche. Danke Dir Stefan für all die Tipps und die Hilfe. Bei Dir bekommt man nicht nur schlaue Sprüche,sondern auch echte Hilfe, wenn man es dann trotzdem nicht hinkriegt. Freu mich auf die gemeinsamen Rennen und Events im nächsten Jahr. Hab ganz viel gelernt von Dir - Dankeschön!!! Und es war schön, dass wir uns vor Weihnachten nochmal gesehen haben. Bis bald :-)!

 

Und sonst? Ganz viel Stabi-Training für die Schulter, generell und strukturierter Trainingsaufbau - kein Vergleich zum letzten Jahr um diese Zeit. Saison ist durchgeplant - von allem etwas dabei: Duathlon, Triathlon, MTB, Straße, bisschen Besi & Friends und zum Abschluss Runterra.... sehn uns :-) !!!

 

19.10.2014   ARD Erstausstrahlung "Über den Berg - mit dem Rennrad zu neuem Lebensmut"

 

Komisches Gefühl. Um 17:30 sollte die Dokumentation von Gropperfilm "Über den Berg - mit dem Rennrad zu neuem Lebensmut" erstmals im TV laufen. Ich rollte vorher mit dem MTB durch den schönen herbstlichen Wald in Kirchlinteln und dachte: " Puh, was werden deine Freunde sagen, deine Familie, Kollegen....würde sich die Welt um 17:30 Uhr verändern?" Ich saß vor den Fernseher, sah die Doku, fand sie beim zweiten Schauen schon viel besser - verstand jetzt die  gesamte Produktion, weil ich nicht mehr nur fokussiert auf die Szenen mit mir starrte wie am 04.10. in Rodgau. 

 

17:32 Uhr mein Telefon vibriert permanent, mein E-Mail Postfach lebt, SMS - auf Facebook Kommentare überall......über Freunde via Freunde geschickt an mich. Es geht bis spät in die Nacht, dann gehe ich schlafen. Kann aber nicht - denke plötzlich an Gabi, die in mein Gästebuch schrieb, nachdem sie mein Barcelona Tagebuch gelesen hatte: "....ich lag gestern noch lange wach und konnte nicht schlafen....Besi hatte eine Vision und wir haben dazu beigetragen, dass diese Vision Ralität wird. Der Zusammenhalt war einfach toll."

 

Genau das beeindruckte all die Zuschauer vor dem Fernseher. Egal ob gesund, krank, Radsportler oder Rentner. Die Menschen waren alle emotional zutiefst bewegt. 

 

Mein Papi, mag den Radsport nicht sonderlich, mein Papi hat nie viel davon gehalten, dass ich immer nur unterwegs war und Rennen fuhr.  Mein Bruder wurde mit 7 Jahren beim Radfahren von einem Auto erfasst und wäre fast im Rollstuhl gelandet, wenn meine Eltern nicht mit ihm gekämpft und niemals aufgegeben hätten. Sie waren mir immer ein Vorbild. Noch nie hat mein Papi mir gesagt, dass er stolz auf mich ist - jetzt postete er es öffentlich auf Facebook: " Ich bin stolz so eine Kämpferin zur Tochter zu haben." Da begriff ich, endgültig, was dieser Film, diese Tour bewirkt hatte.

 

Ich bin stolz Teil des Besi & Friends Teams zu sein. 

 

Hagakure - der Weg des Samurai ( Startseite Moni Moonreker)

" Es ist nur möglich einen Traum zu verwirklichen, wenn man den nötigen Willen dazu hat. Allerdings reichen Begeisterung, Leidenschaft und der feste Wunsch nicht aus. Gefragt sind auch Kraft, Konzentration und Disziplin." 

 

All das hat dieses Team vereint und all das trägt dieser Film.

 

31.08.2014 RUNTERRA SOCIAL PHOENIX AWARD

 

Never give up ist das Motto des Runterra Hindernislaufs am 27.09.14 in Zirndorf/ Oberbayern und trägt die gleiche Botschaft in die Öffentlichkeit wie auch die Besi & Friends Tour. Ich wurde für den Runterra Phoenix Award nominiert und starte erstmals in so einem "Schlammlauf" mit diversen Hindernissen in einem Team aus 5 gehandycapten Menschen, die niemals aufgegeben haben und die gemeinsam den Lauf bewältigen werden. Die Veranstaltung dient der Erlanger Kinderklinik, dessen Sporthalle eine Boulderwand erhalten soll damit kranke Kinder durch Bewegung wieder Erfolgserlebnisse sammeln können, Mut fassen, ihre Krankheit für kurze Zeit vergessen und nicht aufgeben lernen. Eine tolle Idee des Veranstalters. Mich persönlich wird der Lauf auch stark herausfordern, da mein linker Arm recht kraftlos ist und das Impingment in der Schulter "über-Kopf-greifen" erschwert. Dennoch stelle ich mich dieser Heraus-forderung nach dem Motto "Never give up", denn es gilt eine weitere Grenze zu verschieben und anderen Menschen Mut zu machen weiter zu kämpfen. www.runterra.de

 17.10.2013





 Was macht mein Osteosynthese-Implantat nach nur 3 Monaten an meinem Heavy24 Preis?

Wer das wissen, möchte kann sich hier das gesamte Desaster eines einfachen Schlüsselbeinbruchs durchlesen, der mich die Saison 2013 und auch noch 2014 kosten wird.

 

Ich mach halt nie halbe Sachen......

 

Stürzen gehört zum Radsport genauso wie Schlüsselbeinbrüche. Anfangs sah es so aus, dass ich mit meinem Bruch deutlich besser davon gekommen sei als Ralph Gerlach vom Schließer-Bike-Team, aber während der "Spinner" schon wieder fleißig Runden im Wald drehte, wurde mein Schlüsselbein nach der O.P. mit Titanplatte einfach nicht besser.

 

Schon direkt nach der O.P. war die Schulter großflächig taub und es fühlte sich an als hätte man ein Stück Knochen herausgenommen und das Schlüsselbein verkürzt auf die Platte geschraubt. Druck und Spannungsgefühl, dass noch deutlich zunehmen sollte. Von ärztlicher Seite sagte man mir, das sei normal, leichtes Fremdkörpergefühl ist immer und dazu kommt Sturz und O.P. Trauma. Da ich bekannter Weise kein Weichei bin, hab ich das auch erstmal so hingenommen.

 

Nach dem 24-Stunden-Rennen München - ich bin nicht gefahren !!! - hatte ich zum ersten Mal eine kleine verfärbte Schwellung an der O.P. Narbe, zudem krachte es einmal leicht bei der Physio. Meine Therapeutin meinte, das wär nicht normal und schickte mich zum Doc. Geröngt, nix zu sehen, gab es das erste Mal 4 Tage Ibuprofen und alles war schick.

 

Druck, Taubheit und Schmerzgefühl wurden aber auch nach 6 Wochen nicht besser und jedes Röntgenbild zeigte ein korrekt sitzendes Implantat auf einem nicht heilen wollenden Clavicula. Komisch sonst hab ich doch nie Probleme mit Heilungsprozessen - im Gegenteil und der Rippenanbruch war doch auch schon nach 2 Wochen gegessen?! Ich schmiss also alles Mögliche aus dem Reich der Homöopathie ein, dass den Knochenwuchs anregen könnte und wartete verzweifelt auf positive Ergebnisse.

 

In der 5. Woche ging ich erstmals Arbeiten und merkte: Irgendwie geht es nicht. An einem Montagabend bekam ich höllische Schmerzen in der Schulter, packte meine Sachen, fuhr mitten in der Nacht mit dem Schmerz heim und schleppte mich am nächsten Morgen zum Hausarzt. Der war fassungslos über die Schwere der Schmerzempfindung, weil er auch weiß, ich jammer nie ohne Grund. Er gab mir Ibuprofen und Novalgin, schickte mich per Überweisung zurück zum Chirurgen. Das sei nicht normal.

 

Den Weg hätte ich mir zwar auch sparen können, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, warf man mir vor, ich hätte zu früh zuviel gemacht, überlastet und jetzt sollte ich den Arm 14 Tage komplett ruhigstellen und 2400 mg Ibuprofen Tagesmax schlucken. Hab noch zweimal nachgefragt, weil ich das Zeug eigentlich schlecht vertrage und bekam dann noch Magenschutz dazu. Super! Ausserdem mal gerade sitzen - sehr witzig, wenn ich nur könnte! Hakenkralle in der Schulter !!! Is immer einfach uns Leistungssportlern das vorzuwerfen dabei kennen gerade wir unseren Körper besser als jeder andere Patient, sind medizinisch nicht völlig blöde und gehen i.d.R. nicht das Risiko ein zu früh zu trainieren - ein Rückfall würde noch mehr Trainingsausfall provozieren. Zudem sind wir relativ hart im Nehmen was Schmerzen angeht, insbesondere 24-h-Fahrer !!! Und mein Hausarzt hätte mich sicher nicht sofort überwiesen, wenn wir das nicht schon alles ohne Besserung durch gehabt hätten.....

 

Ich versuchte erst eine Woche so durch zu ziehen, merkte aber null Besserung. Im Gegenteil: Der Arm wurde völlig steif und unbeweglich (viel ging ja sowieso nicht mehr) und die Schmerzen wurden immer heftiger - Ibuprofen wurde zur Lutschpastille, was die Wirkung anging. Der neuropathische Schmerz war so heftig, dass mir schwarz vor Augen wurde oder übel. Nachts starben der Arm oder die Fingerkuppen für mehrere Stunden ab, ich bekam echte Panik.

 

Mein Hausarzt konnte es nicht mehr mit ansehen und verordnete mir Tilidin (Opiat)...nehmen sie mal morgens und abends eine Halbe...soso...musste gleich ne Ganze her, weil null Wirkung - WOW- das ist schon ne Hausnummer. Mit dem Zeug hatte ich natürlich auch die bekannten Nebenwirkungen wie Übelkeit und Schwindel bei geringster Belastung - machen konnte ich so garnichts mehr, ausser mich bei Schwindel schnell auf den Boden zu legen - sonst Abflug. Schmerzfrei war ich damit auch nicht - war nur "erträglicher"!

 

Also suchte ich verzweifelt einen Orthopäden auf. Der war auch völlig geschockt über meine krumme Haltung, meine Schmerzen überhaupt meinen Zustand und riet mir nur 1200 mg Ibuprofen und Novalgin, das sei besser für Leber und Nieren. Zugleich stellte wenigstens der mal endlich einen Überweisungsschein zum MRT aus (yippiiieee). Er sei auch der Meinung da sei eine Entzündung drin, die Schulter sei heiß. Ja, Leute mein reden, ich weiß, wann ich sowas im Körper hab...dummer Weise waren die Blutuntersuchungen immer negativ und wenn ich die nicht selbst eingefordert hätte, hätts garkeine gegeben!!?

 

Zwecks MRT....möglichst ganz schnell sollte ein Termin her...hab ich mich dann wund telefoniert und für den 27.09.13 einen bekommen - 14 laaaaange Tage Schmerzen + mind. 1 Woche bis zum Ergebnis - ich wusste, dass ich das eigentlich vor Schmerzen nicht mehr aushalten würde, aber es gab ja keine Alternative. Noch mehr Tilidin oder Morphium wollte ich aber auch nicht schlucken!

 

Zur Sicherheit suchte ich eine weitere Meinung auf und erhielt die Diagnose Neuropathie. Ausserdem sei die erste Rippe blockiert. Nerv könnte gequetscht sein - Engpasssyndrom. Ich sollte Antiepileptika schlucken. Als ausgebildete HP Psychotherapie ist mir das Medikament gut geläufig und ich schmiss das Rezept daheim sofort in den Müll. Einen Termin beim Neurologen zur Bestätigung dieser Diagnose war generell nicht vor Dezember zu bekommen (Wahnsinn - man kann halb tot daheim sitzen und bekommt keinen Arzttermin!!! - Das sollte ich mir mal in meinem Job bei einem Notfall leisten, dann würde ich ne Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung kassieren!).  Allerdings neuropathisch war der Schmerz, aber passte nicht in das komplette Sympthombild einer Neuropathie nach ICD....ich verwarf die "Idee"! War auch besser so.

 

Bei der Physiotherapie stellte man fest:"Die Beule da auf der Schulter, die sei neu!" Ja, sagte ich, soll gem. Chirurg eine ACG Gelenkreizung sein - Überlastung. Nach eingehender Untersuchung stellte meine Physio aber fest, dass das niemals eine Gelenkreizung sei, dann sei Flüssigkeit drin und wenn man drauf drücken würde, würde die Schwellung etwas nachgeben. Der Untergrund sei aber hart. Kann also nur Knochen oder Implantat sein - das Ende vom Schlüsselbein nach oben gedrückt?! Klang irgendwie plausibel. Feststehende Klaviertaste - anatomisch auch kaum was anderes möglich. Im Übrigen hätte ich mir die Physio auch sparen können - es ging ja nichts oder ich litt danach richtig krass unter Schmerzen!!!

 

Vor Schmerz gelähmt saß ich zu hause und überlegte, ob es nicht vielleicht auch eine Materialunverträglichkeit sein könnte. Allergisch bin ich generell die totale Ausnahme und reagier auf alles Mögliche, warum, dann nicht auch aufs Implantat. Schlechter Knochenwuchs, obwohl der gerade bei mir rasant verlaufen müsste, heisse Schulter - Entzündung, deshalb kein Knochenwuchs? Engpasssyndrom? Mehrmals landete ich in der Literatur bei dem Thema chronische Osteomyelitis, weil meine Blutwerte stets normal waren - verwarf es aber wieder - zu krass, das haste niemals - ausserdem bekommen das höchstens 5 % aller Patienten nach Osteosynthese, warum dann ausgerechnet mal wieder ich?!

 

Dennoch machte mich das Implantat wahnsinnig, ich ging nur noch gekrümmt umher, hatte unbeschreibliche Muskelverspannungen dadurch, dachte aber, wenn ich mich aufrichte, dass mir das Ding oben aus der Schulter bricht und mir das Schlüsselbein zerreißt. Selbst mein Hausarzt meinte schon, dass das Ding notfalls vorzeitig wieder rausfliegen müsse.

 

 

 

Wie man hier schön sieht - rötliche Schwellung an der Narbe.

Die Beule oben auf der Schulter ist das gelöste Implantat.

 

Es kam die Überlegung auf in eine Notaufnahme eines Krankenhauses zu gehen, um einen möglichst schnellen Komplettcheck zu bekommen - ich hielt den Schmerz nicht mehr aus - zudem bekam ich Angst schwerwiegende Folgen zu erleiden bei weiterer Verschleppung. Meine Polizeidiensttauglichkeit womöglich gefährdet...

 

Die letzten beiden Wochen vor dem MRT nahm ich bewusst nur noch Tilidin. Ich wollte den Versuch starten eine mögliche Entzündung anzufeuern, statt sie zu unterdrücken. Der Körper würde mir schon sagen, was mit ihm los sei - funktioniert in der Regel am Besten. Hinzu kam physikalische Therapie mit Ultraschall. Ich kombinierte nun verordnete Behandlungen zweier Orthopäden, die für mich Sinn ergaben, denn die Wahrheit musste zwischen diesen beiden Diagnosen liegen....und es ergab Sinn:

 

Hat nur die 2 Wochen gedauert...dann kamen Schmerzen auf, die so stark waren, dass mein Hausarzt mir Morphium anbot. Ich lehnte ab:" Das nehm ich nur, wenn ich sterben muss!" Am Samstag lag ich nur noch apathisch im Bett vor Schmerz. Am Sonntag morgen war mir kotzübel, dann brach mein Blutdruck weg und ich legte mich 3 Stunden ins Bett.  Als ich aufstand lief mir der Eiter über das T-Shirt aus einem Loch in meiner Schulter. PAMM - ich musste mich erstmal setzen!!! Der Druckschmerz war weniger, der Standartschmerz wie immer. Schöner Gedanke von innen zu "verfaulen".

 

Ich fotografierte die Entwicklung und lief am nächsten Morgen zum Orthopäden, der auch sichtlich geschockt war und mich wieder in die Klinik überwies. Dort angekommen, sah man sich das Ganze einmal an, meinte es sei eine Fistel, ich sollte in zwei Tagen mal wieder reinschauen....ich dachte nur, das kann doch nicht wahr sein.....bis die Frage kam, wann das letzte Röntgenbild gemacht wurde. Schon länger her, wächst ja eh nichts. Tja, das Bild das dann gemacht wurde, war krass: Das komplette Implantat hatte sich am Schlüsselbeinende oben gelöst und stand hoch. Postoperativer Infekt mit Implantatversagen - na sauber - also doch! ;-( - Osteomyelitis!

 

O.P. gleich übermorgen - schmerzmäßig war ich so belastet, dass ich mich kaum noch auf die Schulter legen konnte - selbst auf dem Rücken liegen ging ohne Entlastung fast garnicht mehr. Das  Implantat und entzündetes Gewebe wurde weiträumig entfernt, eine Antibiotikakette eingelegt. Alles in allem irgendwie fieser als die erste O.P. Das Erste was ich nach der O.P. hatte, waren na? richtig: Schmerzen....super....hab ich schlaftrunken auf Frage, was los sei nach meinem Gestöhne dann auch gemurmelt und irgendwer hat mir daraufhin was gegeben - vermute ich. Bin dann erstmal wieder eingeschlafen - endlich mal schmerzfrei schlafen - hab mir dafür nochmal richtig Zeit genommen. Lange her, dass ich das erleben durfte.

 

Zu meinem Überfluss kaum aus der Narkose erwacht, bekam ich Antibiose i.V. gegen die Bazille, die ihr Unwesen 3 Monate unbemerkt in meinem Körper getrieben hatte und das Implantat zerstörte. 5 Tage Übelkeit - immer knapp bis an die Kotzgrenze, aber niemals drüber. Mir war in meinem Leben noch nie so schlecht. Am Sonntag morgen war ich drauf und dran die Therapie abzubrechen - es ging nichts mehr. Kaum hatte man sich erholt, kam die nächste Infusion - mein Magen verabschiedete sich komplett - hinzu kamen ja noch ne Menge Pillen, die ich schlucken musste. Manche Schwestern ließen das Übelste der beiden Antibiotika unter 20 Minuten, wie eine Kochsalzlösung durchlaufen, was dazu führte, dass ich 2 Stunden lang extrem hart an der Kotzgrenze war, Erbrechen konnte ich aber auch nicht. Das wär vielleicht mal eine Erleichterung gewesen. Dazu kamen üble Magenkrämpfe.  Ärztlich meinte man, ich müsse da durch, war mir schon klar, schließlich wollte ich ja auch wieder gesund werden, aber es gibt auch Grenzen! Am Wochenende wurde mir ein Teil der Antibiotikakette gezogen von einem Arzt, der meinte, ich sollte das Montag!!! der "Pieper-Bande" melden....na sauber, er sei nicht zuständig !!! Na warte, wenn man dich demnächst mal ausraubt, du bei mir vorstellig wirst, dann sag ich auch, dass ich nicht zuständig bin - such dir ne andere Polizeidienststelle - egal ob Du ein blaues Auge hast oder nicht! Die einzig brauchbare Ansprechpartnerin war die Nachtschwester vom Wochenende, die erst die Gebrauchsanweisung von dem Antibiotikum las und meinte, dass das Zeug "minimum" 20 Minuten laufen soll - nicht drunter.....und die mir eine Magenschutztablette gab und fragte, wieso ich die bei der Menge an Chemie nicht generell bekam. Nützte aber nur kurzfristig, weil ich da schon keinen Magen mehr hatte. War auch die Einzige die verstand, wie es einem durchtrainierten Sportler gehen muss, wenn er seit 3 Monaten einen solchen körperlichen Verfall erleben muss! Respekt an alle , die sowas dauernd aushalten müssen - mir haben 5 Tage dieser Chemotherapie gereicht.

 

Am Montag zur Visite muss ich fürchterlich ausgesehen haben - bleich- aufgeschwemmt - mir war nur noch schlecht und alles egal. Ich stammelte nur noch, dass ich weder essen, trinken noch schlafen könne. Außerdem brachte mich die völlig schief sitzende Zugangsnadel im rechten Arm fast um - dafür war mein Freund vom Vortag dann wohl doch zuständig - DANKE! Zu meinem Glück wurde die Therapie auf Tabletten mit Magenschutz umgestellt - andernfalls hätt ich das nicht mehr lange durchgehalten.

 

Ich hatte  Glück, dass zumindest ein "kleines" Schlüsselbein gewachsen ist, das aber so instabil ist, dass ich es länger so gut wie garnicht belasten darf. Ich hoffe nun, das es auch wächst und stabil wird, denn noch eine Schulter O.P. möchte ich nicht erleben. Meine Saison 2013 ist damit komplett erledigt. Die Transalp 2014 kann erst 2015 gestartet werden. Einmal mehr hab ich das Vergnügen nach schwerer Krankheit wieder von null an aufzutrainieren und würde ich den Sport und die darin gelebte Freiheit nicht so sehr lieben, dann würde ich es jetzt auch lassen.

 

Mental und körperlich hat mich dieser ganze Alptraum ziemlich viel Kraft gekostet. Es wird einige Zeit dauern bis ich wieder aktiv im Leistungssport ankomme, insbesondere auf dem Niveau. Wie ich die Schmerzen aushielt, kann ich heute nicht mehr beantworten- WAHNSINN!!!

 

Diese unschöne medizinische Episode hat mich einmal mehr bestärkt die Heilpraktikerausbildung Naturheilkunde demnächst doch noch komplett zu absolvieren, denn auch ohne diese konnte ich mich tatsächlich korrekt selber diagnostizieren, war ja nur leider abhängig von dem verkorksten deutschen Gesundheitssystem. Zudem entschied ich mich zu jedem Zeitpunkt für die richtige Therapie oder auch gegen die Falsche. Das Beste, was ich tun konnte, war das Ibuprofen "Doping" abzusetzen, andernfalls wär die Entzündung noch länger in meinem Körper gewesen und hätte den Knochen weiter zerstört mit ganz anderen Folgen....bis hin zur lebensbedrohlichen Sepsis.

 

Vielen Dank auch noch an Ulli,meine HP, wir schafften es tatsächlich trotz Entzündungsreaktion ein "bewegungsstabiles" Schlüsselbein zu züchten - andernfalls hätte ich jetzt ein echtes Problem!

 

Ich feier jetzt erst einmal Geburtstag auf Ibiza, regel meinen Umzug nach Verden Anfang November und hoffe vielleicht im Januar wieder "etwas" trainieren zu können.

 

Eins steht fest: Nie wieder Osteosynthese - nur noch, wenn es überhaupt nicht mehr anders geht. Dann lieber ein krummes Schlüsselbein als ein Gerades unter solchen Umständen. Korrigieren kann man zur Not immer noch bei Funktionseinbußen. Ich vermute, dass der Open-Window-Effekt meines Immunsystems nach der schlechten Versorgung im Küchwaldkrankenhaus Chemnitz (nichts zu Essen und zu Trinken/ dadurch bedingter Kreislaufchollaps) und der harten Rennbelastung den Infekt begünstigten. In den letzten 4 Rennstunden vor meinem Sturz nahm ich nur noch Cola und Melone zu mir, da ich nichts anderes mehr in den Magen bekam. Erst 36 Stunden später bestellte ich aus der Not heraus, um transportfähig zu werden, den Pizzabringdienst. Die körperliche Belastung ohne Schlaf, der schwere Sturz, der Rücktransport nach Bremen und der 2 Tage nicht behandelte Bruch gaben dann ihr Übriges. Eine korrekte Substitution von Elektrolyten, Flüssigkeit und Nährstoffen erfolgte hier nicht direkt im Anschluss an diese extreme Belastung - leichte Bedingungen für Bakterien sich in einer O.P. Wunde einzunisten.

 

Direkt nach der O.P. spürte ich sofort, dass das Implantat - die Hakenkralle- aus meiner Schulter war. Trotz der O.P. bedingten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen konnte ich den linken Arm deutlich mehr bewegen. Der neuropathische Schmerz war komplett weg. Kein abgestorbener Arm oder Missempfindungen in den Fingerkuppen - eine unbeschreibliche Erleichterung. Endlich konnte ich mit der linken Hand wieder meine rechte Schulter berühren und die komplette Taubheit der linken Schulter, die sich wie eine eiserne Schulter vor der O.P. anfühlte, war größtenteils verschwunden. Wenn ich vor der O.P. meine eigene Schulter mit verschlossenen Augen berührt hätte, dann hätte ich nicht sagen können, was ich berühre - wie amputiert. Als ich das erstmals feststellte, hätte ich fast geheult wie eine Querschnittsgelähmte, die wieder ihre Beine spürt. Nur 2 Wochen nach der O.P. konnte ich ALLE Schmerzmittel absetzen.

 

Danke an Dr. Menkens und die Rolandklinik, die mich von der "Bazille" und der "Hakenkralle" schnell und kompetent befreiten !!! Ich hoffe das bleibt auch so...

  

Ganz lieben Dank an Stefan Bzdok, der mir während dieser ganzen Farce immer freundschaftlich zur Seite gestanden hat - einmal mehr erkennt man wer ein echter Freund ist oder nicht. Ich freue mich auf gemeinsame Rennen 2014 - ohne Leistungsdruck mit ganz viel Spass - denn Stefan geht es derzeit ja auch nicht so gut. Danke auch an Ralph Gerlach - ich freu mich auf das nächste Heavy 24 mit Euch beiden - dann sturzfrei.

 

Danke an Päschek für den lieben Besuch mit Schokolade ;-)!!!

 

Gute Besserung an den Piraten Michi Gnannt, der eine ganz ähnliche Entzündungsodysee zum gleichen Zeitpunkt erleben musste - wir beide können jetzt gemeinsam den mühseligen Neustart in den Sport begehen - vielleicht motiviert uns das ja gegenseitig.

 

Und jetzt drückt mir alle die Daumen, dass alles anständig ausheilt, die Infektion nicht zurückkehrt.

Gleiches wünsch ich Michi! ;-)

Nächster Termin:

Silberseetriathlon