Moonreker News

HASPA Laufcamp Sylt

22.03.-25.03.2018

Ich war im Laufcamp Sylt der HASPA Laufgruppe mit Coach Basti. Das Ganze könnte man auch unter das Motto „Bänker, Bullen und Bewegungsschmiede“ auf den Punkt bringen. Die Kombination stellte sich am Ende aber als absolut gelungen dar. Wir hatten alle riesig Spass und eine schöne Auszeit auf Sylt.

 

Ralf und ich (die Bullen) hatten lediglich ein paar Informationen aus der What`s App Gruppe zur Anreise. Nach Zugverspätung kamen wir nach 6 Stunden am Donnerstag in Westerland an. Von dort nahmen wir den Bus Richtung Hörnum. Der war brechend voll und fuhr auch mit Verspätung ab. Es gibt bei Hörnum zwei Hamburger Herbergen. Ich hatte zuvor mal gegoogelt und gelesen, dass die Haspanesen schon mal in Puan Klent waren. Kurz vor der Haltestelle folgte dann eine Diskussion mit Ralf: „Hier raus oder Hörnum Nord?“….What`s App hab ich ja nicht….und Ralf sagte auch nicht: „Nö, Dünenhof“. Wir zwei Bullen also in Puan Klent mit dem schweren Gepäck raus über den Dünenberg *kotz*, einmal um das ausgestorbene Heim und fragende Blicke: „Wo sind die?“ Am Ende klingelte ich am Büro. Die Dame hatte keine Ahnung und war in Westerland: „Was für ne Haspa-Gruppe? Hier läuft nichts!“ Also Basti angetackert…Fuck – Dünenhof – einen zu früh raus! Also das ganze Gepäck wieder über den Berg. Meine Arme wurden immer länger. Mein Linker ist es ja sowieso schon ;-)!

 

Hörnum Nord dann im Düstern raus. Und nu? Jemand aus unserer Haspa-Gruppe rannte vorbei und zeigte Richtung Ortsausgang ca. 200m. Nach 200m standen wir in völliger Finsternis….hä? Himmel, Arsch und Zwirn, wo sind die? Zufällig sah ich ein kleines blaues Schild und fragte mich kurz, ob ich da wirklich mein Gepäck hochschleppen wollte und tatsächlich, plötzlich stand Basti vor uns. Was für eine scheiß Anreise.

Am Freitagmorgen ging es gleich mit einem Nüchternlauf los. Der Wind biss eiskalt durch die Klamotten, es war nass und sollte auch den ganzen Tag so bleiben. 4 Laufeinheiten standen auf dem Programm, eine davon Lauftechnik und 1 x Athletik am späten Abend. In jedem Fall hatte sich das ganze Gepäck gelohnt, denn bei dem Wetter brauchte man alle Klamotten. Nach dem Frühstück ging es weiter mit einer Laufstil-Videoanlayse von Basti (YES-Bewegungsschmiede Hamburg). Wir trafen uns im Regen und Wind auf dem Sportplatz.

Anschließend folgte noch eine Laufeinheit. Die Pause bis zum nächsten Lauf um 15:00 Uhr nutzten wir zwei Piraten, um mit dem Bus zur berühmten Sansibar zu fahren. Schlau im Internet recherchiert, wann weniger los ist, konnten wir uns zu Mittag einen Tisch sichern. Sicherlich kann man dort für 30 Euro essen, aber auch für 17,50 Euro. Mir persönlich hat Ambiente und Essen gut gefallen. Satt bin ich auch geworden. Der Service war top. Im Anschluss waren wir noch kurz am Meer spazieren, wobei der Wind so kalt war, dass man es nicht lange aushielt. Landschaftlich erinnert die Dünenlandschaft Hörnum`s etwas an Lanzarote oder Java.

Ich bekam am Abend meine Laufanalyse. Wie ich bisher schon vermutet hatte, wirkt sich mein Schulterproblem auch deutlich auf meinen Laufstil aus. Der linke Arm schwingt schräg nach oben und nicht gerade nach vorn, was zu einer seitlichen Fliehkraft auf die linke Hüfte und das linke Bein führt. Da ich das selber bereits lokalsiert habe, versuche ich der verursachten Hüftrotation gegen zu halten. Muskuläre Probleme und ein unsauberer Laufstil sind die Folge. Ein Körperschaden mit Auswirkungen auf alle 3 Triathlondisziplinen! Danke Basti für die Tipps etwas besser zu laufen und danke, dass Du mich so großartig als Coach unterstützt. Gerade auch, weil bei mir im Training nicht immer alles nach Plan läuft…..das Ding mit Murphy… ohne Dich, wäre ich noch nicht ganz so weit gekommen!

 

Der Lauf am Nachmittag wurde unfreiwillig, um 50 Minuten verlängert, weil wir keinen Schlüssel hatten und bis zum Eintreffen der 2. Gruppen nicht auskühlen wollten. Geschlafen haben wir in der Nacht wie ein Stein. Wind, Wetter und Bewegung haben uns völlig geplättet. Der Morgenlauf war dann wieder nass, aber weniger windig. Nach dem Frühstück zeigte Basti uns dann den „Leitertanz“ im Rahmen der Lauftechnik oder war es der Regentanz? Zeigte jedenfalls Wirkung, denn nachmittags kam doch noch die Sonne raus.

So langsam wurden die Beine schwer…schneller laufen konnte keiner mehr…trotzdem war die Stimmung in der Gruppe super. Als einzige Triathleten unter reinen Läufern war 4 x Laufen an einem Tag eine echt ungewohnte Belastung, aber super für einen echten Trainingsschock. Allerdings lichteten sich auch die Reihen, weil nicht mehr jeder jede Laufeinheit mitnahm. Wir schon, nur nicht die Ultraeinheit (HM-Distanz) am Samstag, schließlich liegt unser Ziel auf max. 70.3 und nicht auf Marathonlauf. Mit bis zu 2,5h Nettolaufzeit täglich plus Lauftechnik hat es auch gereicht. Langsam laufen ist definitiv anstrengender als schnell und mehrfach täglich kurz auch. Mein Muskelkater spricht Bände…

 

Sonntag nach dem Frühstück sind wir dann abgereist und blicken auf ein tolles Wochenende zurück. Danke an das Team vom Dünenhof. Das Essen war super und alles andere auch. Danke an alle Haspanesen uns zwei Bullen mitzunehmen. Wir wünschen Euch eine tolle Laufsaison und hoffentlich sieht man sich irgendwo am Start, Ziel oder Laufcamp wieder. Danke Basti für das super Programm und Coaching.

 

Außerdem habe ich die Meltonic Riegel getestet und befand sie als sehr gut. Gerade zwischen den häufigen kurzen Laufeinheiten ein super Snack. Die kleine Portionierung war perfekt dafür.

Noch nicht so ganz überzeugt hat mich das Gel. Schmeckt schon wie ein Löffel Langnese mit ungewohnt zäher Konsistenz. Einen echten Energieschub konnte ich nicht verzeichnen. Es war mir etwas zu süß und ich hatte am Ende etwas „Granulat“ im Mund, als wenn der Flüssighonig zum Teil zu Zucker kristallisiert war. Ein Schluck Wasser ist empfehlenswert. Auch riss die Verpackung nicht korrekt auf. Ich habe sie am Ende aufgebissen. Verbesserungswürdig.

TCE Langen 2018

23.-25.02.18

Wie funktioniert ein Indoortriathlon und wie fühlt er sich an? Genau das wollte ich auf der TCE in Langen testen. Ich hasse Rollen- und  Laufbandtraining. Mein Schlüsselerlebnis war mehrfacher Stromausfall auf Lanzarote! Seitdem laufe ich lieber draußen.

 

Außerdem die Frage: Lohnt sich eine Reise zur Triathlon Convention Europe?

Swim:

Punkt 11 Uhr Registratur Schwimmhalle, TCE Messegelände, Stadthalle Langen, kurz umgezogen und schon waren wir die ersten Starter des Tages. 300m im 50m Becken. Zu fünft wurden wir in 10 Sek. Abständen ins Rennen geschickt. Irgendwie gab vorher keiner seine 100m Zeit korrekt an, so dass ich mit meinem gebrochenen Flügel tatsächlich mehrfach überholen musste und als Erste der Gruppe aus dem Wasser kam. 5:41 Min. Meine GA 1 Trainingspace liegt erst seid kurzem auf 02:00 Min, vor einem Jahr lag sie noch bei 02:12 Min und jetzt im Rennen waren es sogar 1:54 mit Tendenz zu 53 - es wird! Jetzt hieß es komplett umziehen und einmal durch die Messehalle zum Radfahren auf die Erdinger Bühne.

Bike:

Ich Zwerg musste länger warten, weil kein kleines Rad frei war. Wer jetzt also die Vorstellung hat alles schnell hintereinander weg ballern zu können, der irrt. Aber vielleicht ist das auch besser so! Als endlich ein Rad frei war, war es das mit der klemmenden Schaltung. Was ich auch nicht wusste auf dem Ding lief ein Berg-programm. Für Mountainbiker wie mich eigentlich kein Problem, aber die Umstände waren anders. Normal weiß man wann eine Steigung kommt, aber hier war es eher eine Überraschung. Von hochmotorischem Freilauftreten, ging es ohne Vorwarnung in die Vollbremsung am Berg. Will man jetzt noch eine hohe Geschwindigkeit fahren, muss man wieder die Trittfrequenz hochdrücken, aber der Schwung ist weg und die Schaltung kommt auch nicht nach. So Scheiße bin ich noch nie Berge gefahren! Tat richtig weh und meine Oberschenkel habe ich mir in 11 Minuten total fett gefahren. Damit sofort laufen, nö, deshalb war die Pause ganz gut.

Run:

Allerdings war 1h Wartezeit dann doch etwas lang. Wir Frauen verbringen solche Wartezeiten mit dem Thema Mode - hier Triathlonmode - gut sahen wir aber eigentlich alle nicht mehr aus. Meine Vorgängerin kam mit dem Laufband nicht zurecht. Laufend war sie langsamer als gehend? Die Laufbänder wurden vom Läufer selbst angetrieben. Das Laufband war recht schmal und krumm wie eine Banane. Weiter vorne laufen und das Ding wurde immer schneller, weiter hinten laufen und es wurde langsamer. Nicht einfach eine Position zu finden an der man halbwegs Meter macht und trotzdem noch in seinem Trainingsbereich ist. Bei mir war alles futsch - ich rannte irgendwo zwischen Obergrenze und "bloß nicht von dem Ding fallen" und schaffte in 12 Minuten schlappe 2000m. Das ist NIX, normal renn ich in 12 Minuten 2500m. Das Gemeine bei der Nummer, man sieht am Limit immer Scheiße aus und die ganze Halle kriegt es mit. Da ist nichts mit weglaufen, da stehst du und alle amüsieren sich, wie fertig du aussiehst. Am besten noch Foto machen.

Fazit Indoortri:

Riesiger Spassfaktor, toller Part, um den Messetag aktiv zu gestalten, ein Erdinger gibt’s danach auch aufs Haus und ganz toll, man lernt in den Wechselzeiten viele neue, nette Leute kennen. Das Ding auf Leistung zu machen, ist eher eine Frage wie man mit der vorhandenen Technik klarkommt. Im Vorteil sind ganz klar Teilnehmer, die das schon mal gemacht haben. Wer Spinning macht auch, weil eine hohe Trittfrequenz auf dem Rad entscheidend ist. Als Mountainbikerin mit 80er Trittfrequenz eher nicht so meine Welt. Großartig testen kann man die Geräte vorher auch nicht.

 

Ich habe den 8. Platz von 19 an diesem Tag gemacht und verbuche das als netten Leistungstest zu Saisonbeginn. Mein Schwerpunkt lag bisher beim Schwimmen und Laufen und ganz besonders mein Lauftraining scheint endlich zu fruchten, da ich hier 4. schnellste Teilnehmerin war. Dafür war meine Radzeit etwas schlechter, liegt aber auf solider Basis. Insgesamt ein schön ausgeglichenes Ergebnis genau auf den Punkt zum aktuellen Training. Rad sollte sowieso erst jetzt wieder forciert werden, so dass alles trotz 2 x Grippe in den letzten 2 Monaten im grünen Bereich liegt. Der Rest kommt jetzt über Trainingswettkämpfe.

 

Zur Messe:

Die Messe selbst ist bunt! Farblich und inhaltlich. Aussteller aller Art. Sie könnte gern noch etwas größer sein. Allein vom Messe gucken, füllt sich nicht ein ganzer Tag, aber im Rahmen der Messe wurden unendlich viele Workshops zu interessanten Triathlonthemen angeboten. Vom Neo-Testschwimmen bis zu Ernährung war alles dabei. Ich habe mir von IQ Athletik den Vortrag zu Kraft-training im Triathlon angehört. War super unterhaltsam und informativ. Pro Work-shop zahlt man 10 Euro. Dafür aber null Euro Messeeintritt. Viele haben anfangs gemeckert, aber es lohnt sich. Zudem spart man beim direkten Messeeinkauf. Ein bisschen gefehlt hat mir das Thema Laufen bei den Ausstellern. Außer "On" Schuhe hab ich keinen anderen gesehen. Anders als es sonst auf großen Messen, es verläuft sich nichts. Das hat Vorteile, da man viele bekannte Gesichter auf engstem Raum trifft und auch mit Ausstellern locker ins Gespräch kommt. Im Grunde trifft sich hier die ganze Triathlon Community vor der Saison und tauscht sich aktiv aus. Langweilig wird es deshalb nie. Ich traf eine Menge alter Freunde, wie den Ronny und die Katrin von Besi & Friends oder Piratin Nina. Ein paar Neue habe ich jetzt auch und so macht Messe Spass!

 

Besonders gefreut hat mich das komplette KiWAMi Team als Messeaussteller zu treffen. Persönlich ist doch immer noch etwas anderes und es war super nett! Danke, dass Ihr meinen Sportirrsinn weiter unterstützt - Ihr seid ein klasse Team!

 

Zur Anreise

Die Messe geht von Freitagnachmittag 16:00 Uhr bis Sonntag Abend. Wir sind schon am Freitag per Bahn angereist. Mit dem Auto freitags nach Frankfurt ist nicht zu favorisieren. Wir waren im Steigenberger Hotel Langen. Das Hotel war auch von der TCE als Messehotel empfohlen. Wir haben aber über HRS deutlich günstiger gebucht. Das Frühstück haben wir nicht gebucht, weil 17 Euro pro Person einfach zu happig ist. Auf dem Weg zur Messe kann man in der Bahnstraße im Zentrum ohne Probleme für 5 Euro beim Bäcker frühstücken. Vor einem Indoortriathlon macht ein großes Frühstücksbüffet auch keinen Sinn. 2 km läuft man zur Messe. Dichter habe ich auch kein Hotel gefunden. Es ist möglich von der S-Bahn Haltestelle 100m vom Hotel entfernt eine Station weiterzufahren. Allerdings muss man auch dann noch ein ganzes Stück zur Messe laufen. Wir sind komplett gelaufen. Gut gegessen haben wir 10 Minuten vom Hotel entfernt in einem traumhaft schönen Asiapalast. 17 Euro "All you can eat" vom Buffet mit irrer Auswahl vom Sushi bis hin zur thailändischen Küche. Befindet sich am Einkaufszentrum EDEKA  & TOOM Baumarkt.

Gut essen zum fairen Preis kann man aber auch abends im Hotel. Der Hamburger ist richtig Klasse und ging an dem Abend unter Triathleten und Ausstellern sehr gut.

 

Eigentlich hatten wir noch vor beim 5 km TCE Run zu starten, aber wohin mit dem ganzen Gepäck, wenn das Hotel so weit weg ist und wo lassen? Zudem kam noch eine witterungsbedingte Zeitverschiebung des Veranstalters hinzu, die unsere Heimfahrt viel zu spät gestaltet hätte. Schade. Wer den TCE Run einplant sollte die Hotellage berücksichtigen! Eine direkte S-Bahn- oder Busanbindung zur Stadthalle gibt es leider nicht.

 

Fazit TCE:

Wo sonst findet man die ganze Produktpalette des Triathlonsports zum anfassen und ausprobieren? Ich komme bestimmt wieder und kann einen Ausflug zu dieser interaktiv anderen Messe nur empfehlen!

Pimp my bike 2018

16.02.2018

Ich gebe zu, ich habe es immer als totale Spinnerei abgetan, wenn Triathleten ihre Laufräder im Rad gestylted haben. ABER nach einer Saison und diversen Wett-kämpfen, weiß ich auch, dass es nicht nur einen Showeffekt hat, sondern durchaus auch Sinn macht!

 

Vorteile:

 

1.   Diebstahlschutz - zumindest ist das Rad direkt nach der Tat klar zu erkennen

      und es ist schwerer damit durchzubrennen

 

2.   Wiederkennung in der Wechselzone. 2000 Räder bei einem Ironman in einer

      unübersichtlichen Wechselzone und 8 x das gleiche Radmodell in einer Reihe.

      Schneller finden durch Wheeldesign!

 

3.   Erhöhte Sichtbarkeit im Strassenverkehr = mehr Sicherheit

 

Bisher hatte ich ein einfaches Design von Style4Bike am Rad. Eine günstige Alter-native, wenn man keine individuellen Sonderwünsche hat. Die Qualität der Auf-kleber ist auch sehr gut und das Aufkleben gestaltet sich sehr einfach. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen!

 

Allerdings war es nicht mein persönliches Logo und das war eigentlich immer mein Wunschmotiv. Deshalb musste das alte Logo erst einmal restlos runter von der Felge.

Man kann alte Aufkleber sehr gut vorsichtig mit einem Cerankratzer anlösen und die Klebereste auf der Felge mit „Bref“ sehr gut. Insgesamt war es eine Sache von 30 Minuten.

 

Das Graphik Design Studio Eystrup entwarf das neue Felgendesign. Die ersten beiden Entwürfe waren zu grün oder zu pink:

Klar passt grün gut zum Rad, aber wenn pink fehlt, ist es nicht Moni Moonreker. Also Entwurf einer Zwischenlösung! Die Logobuchstaben wieder original pink und der Rest wie im grünen Entwurf. Was dabei herauskam war die perfekte Symbiose zwischen Logo- und Bikedesign:

Aufkleben musste ich übrigens nichts selber, das hat das Graphikstudio Eystrup professionell übernommen. 

 

Wie ich finde optisch sehr gelungen - die Triathlonsaison 2018 kann kommen.

All you can swim in 1 hour!

20.01.2018 Lüchower Stundenschwimmen

Schwimmen, mein größtes Ursprungsproblem im Triathlon. Ursprünglich sollte ich keine 500 gebacken kriegen. Das war die nette Aussage zweier Orthopäden bezüglich meines chronischen Knocheninfekts im Schlüsselbein. Meine Antwort war: „Fahrt zur Hölle, ich mach jetzt einen 70.3". Das war vor 2 Jahren! 

 

Im letzten Jahr, meinem ersten echten Triathlonjahr, schaffte ich zwei davon. Das war aber auch absolute Obergrenze. Hat mich irrsinnig viel Disziplin gekostet, denn anders als bei gesunden Schwimmern, musste ich Athlettiktraining und Stabi des linken Arms und der Schulter ständig dosieren und testen. Krafttraining mit richtig Gewicht unmöglich. Einmal zu viel und alles dick. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Ich wünschte mir oft einfach nur mal normal trainieren zu können ohne ständige Sonderprogramme. 

 

Im Januar letzten Jahres nahm ich das erste Mal am Lüchower Stunden-schwimmen teil. Ich konnte nur 50% Freistil schwimmen, den Rest musste ich Brust schwimmen (25m Lagenwechsel). 100% Freistil unmöglich. Dennoch hatte ich das sauber trainiert und kam damit auf erstaunliche 2995m. Ich muss dazu sagen, dass ich früher mal auf Leistung geschwommen bin und Brust meine Paradedisziplin war. Mit Brustschwimmen habe ich auch keinen Stress mit dem linken Arm, allerdings ist das für die Beinmuskulatur im Triathlon nicht gut, weswegen ich Freistil forcieren musste.

 

Da ich in diesem Jahr einen Triathlon mit 2,5km Open Water plane, versuchte ich eine Woche vor Lüchow diese Distanz und bekam sie im Training auch in 53 Min. hin. Allerdings war auch das gefühlte Obergrenze.

 

Mein Ziel in Lüchow war jetzt 100% Freistil durchzuhalten und im besten Falle meine Distanz vom Vorjahr zu schlagen. Für mich ein neuer Meilenstein im Schwimmproblem.

 

Samstag Nachmittag 15:55 Uhr Start im LüBad. Ich mag diese neue tolle Schwimmhalle. Im Foyer seht ein kleines Aquarium mit einem Drachen als Schwimmbadmaskottchen, der sich auch draußen an den Garagenwänden wieder findet:

Vielleicht bringt er mir heute Glück. Ich traf auch gleich auf Annika von den Triathlonfüchsen Osterburg. Zusammen hatten wir erst vor 8 Wochen das Schwimmcamp besucht. Ich war froh, dass ein Teilnehmer auf meiner Bahn nicht gekommen war, so dass ich mir, wie im Vorjahr erneut die Bahn nur mit Max teilen musste. Ich stellte meinen Garmin auf Bahnenzählen und dann erfolgte auch schon der Start.

Die erste halbe Stunde lief völlig problemlos - kein Wunder, das hatte ich nach dem letzten Jahr als „Hausrunde“ jetzt auch drauf. Irgendwann rutschte mir die Badekappe fast vom Kopf, wodurch ich bei der Wende etwas Zeit verlor, aber konditionell gab es die ganze Stunde über keine Probleme.

 

Eigentlich wollte ich mal auf meinen Garmin schauen und wenn es anfängt weh zu tun, dann denkt man darüber auch nach. Mein Schlachtmotto: „Nicht denken, einfach machen“ hat mich aber auch in diesem Fall ans Ziel gebracht, denn mein Garmin hatte sich um satte 2 Bahnen verzählt. Ein Blick auf die Uhr hätte jeden Kampfgeist zerstört. Statt dessen orientierte ich mich an meiner Nachbarin auf der anderen Bahn. Der hatte ich zwar schon ordentlich Meter abgenommen, aber immer wenn wir auf fast gleicher Höhe schwammen, sagte ich mir: „Überhol sie“ - und zog wieder an. Die letzten 10 Minuten wurden dann echt hart, weil die Kraft im linken Arm nicht mehr reichte. Die Schulter schmerzte, der Arm eierte nur noch wie eine Schlange durchs Wasser und verdrängte absolut kein Wasser mehr. Ich schwamm quasi einarmig und die rechte Schulter fand das auch nicht so toll. Plötzlich hörte ich den Pfiff der letzten Minute und anders als im letzten Jahr konnte ich nochmal einen fetten Sprint hinlegen und kam mit Max gemeinsam an. Der hatte einige Bahnen Vorsprung - irre, was der Knirps schwimmen kann!

 

Garmin zeigte 2975m. Ja, o.k., immerhin durchgekrault, ging es mir durch den Kopf, aber dann kam das offizielle Ergebnis: 3025m. Super, ich hatte bereits im Training eine aktuelle Pace unter 2 Minuten auf 100m - da aber auf kürzerer Distanz - WOW! Das ist ein krasser Fortschritt in 12 Monaten satte 12 Sekunden im 100m Schnitt schneller. Für mich einfach riesig!

 

Heraus kam der 1. Platz AK W40 und Glückwunsch auch an Annika für den 1. Platz AK W30. War super nett Dich getroffen zu haben und danke auch an alle, die diesen tollen Wettkampf jedes Jahr so toll organisieren. Hat wieder richtig Spass gemacht! 

 

Es fehlen noch 775m auf 3,8 km - ich mache weiter!

Happy Tri-mas 2017

Ich wünsche all meinen Freunden, Unterstützern und Bloglesern ein frohes und gesundes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr. Danke, dass Ihr alle mein erstes echtes Triathlonjahr zu dem gemacht habt, was es war: Einfach groß-artig!

Ich habe Schwimmen gelernt, meinen ersten Ironman 70.3 erfolgreich gefinished und mir trotz Verletzung das Geburtstagsfinish vom Ibizatriathlon geschenkt. Auch wenn nicht immer alles nach Plan lief, bin ich immer im Ziel angekommen und genau darum geht es in diesem Sport doch auch.

 

Ich bleibe auch 2018 dem Triathlonsport treu. Meine Website hat dafür eine komplett neue Optik erhalten. Neben den drei Mitteldistanzen Ibiza Blue Challenge, Berlin XL und Ironman 70.3 Rügen, versuche ich weiterhin meine Schwimmleistung und Laufleistung zu optimieren mit Zielrichtung 2019 Volldistanz?

 

Außerdem wird es ein Laufwochenende auf Sylt geben, ein Swim & Run Camp auf Ibiza und auch auf der „TCE“ werdet Ihr mich antreffen. Über all das schreibe ich wieder Blog und würde mich freuen, wenn ich weiter auf Euch zählen kann (Web-side, Facebook und Instagram).

 

Entgegen einiger Gerüchte zu möglichem Teamwechsel sei hier gesagt, dass ich einige gute Angebote hatte, sie aber ausgeschlagen habe, da mir eine nachhaltige Unterstützung meiner sportlichen Ziele wichtiger ist, sowie meine Freiheit zu machen, was ich möchte. Deshalb bin ich Pirat und das wird auch so bleiben!

 

Ein riiiieeesen Dankeschön geht an:

  • KiWAMi Deutschland 
  • YES Bewegungsschmiede Hamburg 
  • Zweiradcenter Stadler Bremen
  • Natura Clou Kosmetik Leipzig
  • PIRATE Sportswear & meinen Verein PIRATE Hamburg
  • ISPO München

 

Außerdem an die Besi & Friends Triathlonstaffel Nord (Maren und Aurelia) für die tolle Staffelleistung und die entstandene Freundschaft darüber hinaus. Macht immer Spass mit Euch und Danke an alle Veranstalter und Vereine, die unsere Aktion unterstützt haben. Besonders erwähnt seien hier die Tri-Speedys Peine und der Radsportverein Rot-Gold-Bremen! 

 

Auf ein neues tolles Triathlonjahr, ganz nach dem Motto: Race happy! 

01.-03.12.17 HEAD -Ultrasports Swimcamp 2017

Die Jungs vom Pro Triathlonteam hatten wieder in die Landessportschule Osterburg eingeladen und weil ich im letzten Jahr zwar schon dabei war, aber bedingt durch meinen frischen Schlüsselbeinbruch eigentlich keinen definierbaren Schwimmstil vorzeigen konnte, entschied ich mich zur erneuten Teilnahme. Zwei Videoanalysen im Direktvergleich sollten den Unterschied deutlich machen. Im letzten Jahr versuchte ich eigentlich nur kein Wasser zu schlucken, denn nach 4 Wochen Rucksackverband ging nicht wirklich viel. Ich hatte das Ding gerade erst 3 Tage an den Stuhl gehängt und war so bescheuert in 3 Tagen 8km in einem Technik-seminar schwimmen zu wollen. Der Muskelkater danach war die Hölle, aber ich sparte im Anschluss Reha und Physiotherapie. Hat auch was!

Einige Tipps konnte ich später auch im eigenen Training einbauen und so schaffte ich es am Ende beim Ironman 70.3 Rügen immerhin 2,2 km in 36 Minuten zu schwimmen. Im Wettkampf konnte ich mich also behaupten, aber gerade jetzt wäre ein Feedback nochmal sinnvoll.

 

Ich schwimme mit Schulterschaden. Heißt auch, ich werde nie schwimmen können, wie ein gesunder Sportler. Mein Arm ist in der Bewegung im Gelenk limitiert, Arthrose im ACG Gelenk und ein kleiner Nervenschaden sorgen für "Schlag-seitenschwimmen" auf der linken Seite. Im Impingment kann und darf ich nicht lange schwimmen. Erstens würde ich die Schmerzen nicht aushalten, zweitens schreitet die Gelenkarthrose dann drastisch weiter fort und drittens klemme ich mir den Nerv ab, was zu Taubheit und Spastik im linken Arm führen kann. Also versuche ich einen Schwimmstil, der möglichst effizient und schnell ist, aber auch nicht zur Überlastung führt. Schwierig. Er liegt irgendwo zwischen normal und anders. Kürzlich bekam ich zweimal unabhängig voneinander das Feedback es sehe irgendwie schön aus, aber es wurde auch die Frage gestellt warum mein rechter Arm so weit hoch geht. Hat optisch ein wenig was von "Synchron-schwimmen"

 

Den hohen Arm rechts beim Atmen und den zu tiefen links bemängelte dann auch Steffen Bibow vom Insititut für angewandte Trainingswissenschaft (ITA) Leipzig. Steffen ist Schwimmspezialist und trainiert Profitriathleten und - schwimmer. 

 

Im Grunde stellte ich am ersten Tag schon im Rahmen der verschiedenen Technik-übungen fest, wo die Sau schwimmt. Bestätigt hat es mir dann Steffen. Eine weitere Bestätigung erhielt ich von einer Teilnehmerin mit ebenfalls zertrümmerter Schulter, die den Arm auch nicht mehr korrekt rotieren und heben konnte. Gerade dieser zusätzliche Austausch unter uns "anderen" brachte mir einen ganz guten Überblick über meine Situation:

 

Ich versuche dem Schmerz im Impingment auszuweichen und gleichzeitig be-schränkt das kaputte Schultergelenk die Bewegung. Deshalb fasse ich links nicht hoch und weit genug nach vorn, kann es aber auch nicht. Dadurch verliere ich erste Zugkraft. Im Anschluss weicht mein Arm in der Bewegung nach links außen aus und führt die korrekte Bewegung nicht durch. Weil ich über das Schultergelenk nur ganz wenig Krafttraining machen kann, ist der Arm zudem schwach. Richtig Drücken und Ziehen geht einfach nicht. Nach jedem schiefen und kraftlosen Zug links muss ich umso kräftiger mit rechts ziehen, um atmen zu können, Vortrieb zu erzeugen und in der Wasserlage zu bleiben, die natürlich beeinträchtigt wird. Der rechte Arm landet dann ganz oben. Das dient mir zum einen als Stabilisierung der Schwimmlage, aber auch als Erholungspause vor dem nächsten schwachen Armzug links mit Schmerz. Eigentlich ist das schon fast einarmiges schwimmen.

O.K. - kann ich das verbessern? Den hohen Arm kann ich sicher "abflachen", bei dem Rest wird es schwierig, denn am Sonntag folgten die entsprechenden Technik-übungen, um es abzustellen und das ging nicht lange gut. Erst tat es einfach nur weh, weil ich ständig im Impingment schwamm. Jeder korrekte Armzug links ging voll auf das lädierte ACG-Gelenk, wo mein zertrümmertes Schlüsselbein aufliegt. 100m Kraulen mit Kopf hoch war kaum auszuhalten. Kurz darauf bekam ich 2 x einen elektrischen Nervenschlag und spätestens da war mir klar: "Lass den Scheiß! Damit schwimmst du dir alles kaputt."

 

Ich hatte es im letzten Jahr schon versucht partiell im Training zu berücksichtigen und immer wieder abgebrochen. Auch ein kurzes, häufigeres Techniktraining brachte keine Besserung. Deshalb kann ich eine komplette Kurskorrektur ver-gessen. Ich versuche jetzt ein paar kleinere Dinge und die Verbesserung meiner Beinarbeit. Viel mehr lässt sich da momentan nicht machen. Trotzdem war gerade deshalb das Schwimmcamp für mich absolut aufschlussreich - Danke!!!

 

Super auch das Neo Testschwimmen. Für mich noch einmal die Bestätigung, dass mein Neo perfekt für meinen speziellen Schwimmstil ist, weil ich viel Defizit durch Auftriebsunterstützung ausgleiche. Anfangs hatte ich Neoschwimmen immer gehasst, heute weiß ich, dass ich in dem Ding mein Handicap stark ausgleichen kann.

Für mich ein sehr wertvolles Wochenende und es hat auch einmal mehr richtig viel Spass gemacht, was auch eindeutig an all den netten Teilnehmern lag (60 an der Zahl!). Einige kannte ich noch vom letzten Jahr. 

 

Organisatorisch fand ich es sogar noch besser als 2016! Das besondere an diesem Camp ist, dass der Focus auf der Technik liegt. 4 Schwimmeinheiten, knapp 8 km in 3 Tagen mit Videoanalyse, professionelle Schwimmtrainer und man muss auch nicht für viel Geld ganz nach Fuerteventura fliegen. Zudem: eine Woche klassisches Schwimmcamp würde ich mit meinem Handicap gar nicht aushalten. Wo kann man schon mit Triathlonprofis an seiner Schwimmtechnik feilen? Ganz klar einmal im Jahr in Osterburg!

 

Danke an Markus Herbst, Steffen Bibow, Marcus Wöllner, Alex Schilling und Marco Hubrich sowie die Triathlonfüchse Osterburg für das tolle Wochenende. Ihr werdet immer besser….und ich auch "ein wenig"…dank Euch. Und gerne wieder, weil es auch einfach Spass macht! 

09.08.2017 "Die Aller-Piraten"

Wenn Dein Garmin sagt: 3 km in 34 Minuten geschwommen, dann warst Du in der Aller schwimmen! WOW!!!

 

"Do Epic Shit" ist ja mein Motto und so kam es, dass Ralf immer noch "Schiss" vor langem Open-Water-Schwimmen hatte und ich mal Bock hatte in einem echten Fließgewässer länger zu schwimmen. Leider wird so etwas in Niedersachsen selten veranstaltet, aber das traditionelle Allerschwimmen des SV Altencelle kam uns gerade recht. Zwei Piraten mit Neo Mittwochs um 18 Uhr irgendwo im Nirgendwo:

Das Allerschwimmen gibt es seit dem Jahr 2013 und wird jedes Jahr 10 Tage vor dem Celler BKK Mobil Oil Triathlon veranstaltet. Der Triathlon selbst ist mit seinem 30. Jubiläum in diesem Jahr, der größte Volkstriathlon in Niedersachsen. Herzlichen Glückwunsch und Danke für diese tolle Veranstaltung! Wer noch nicht dort war: Anmelden geht noch! Ich selbst war im letzten Jahr mit am Start, wenn auch als Staffel, aber die Stimmung ist großartig.

 

Das "Nirgendwo" war dann doch recht einfach zu finden und wenn man jetzt denkt da kommen nur max. 10 Sportler, die so bekloppt sind 3 km schwimmen zu wollen, der irrt! Satte 30 Teilnehmer standen mit Neoprenanzügen bewaffnet Punkt 18 Uhr auf dem Platz.

 

Wechselsachen konnte man im Vereinsbus SV Altencelle deponieren, der anschließend zum Ziel Ruderclub an der Ziegeninsel fuhr, um die Teilnehmer wieder zurück zu shutteln. Und dann ging alles ganz schnell…..

 

Das Wasser war vom Hochwasser der letzten Wochen ziemlich brackig und roch auch so. Gesehen hat man beim Schwimmen Unterwasser absolut nichts! Ab und zu kam mal ein Ast oder etwas Grünzeug geschwommen. 17 C waren auch nicht gerade warm. Unbedingt Neo anziehen! Es gab zwar auch ganz Harte ohne, aber im Bereich der Lachte Mündung wurde es nochmal deutlich kälter. Ich dachte mir friert der Kopf ab.

 

Das interessante Erlebnis in der Aller zu schwimmen, ist halt die Strömung. Die ist generell recht stark im Vergleich zu anderen Fließgewässern. Nach dem Hochwasser war sie jetzt so stark wie selten. Ich hätte mich auch auf den Rücken legen können und wäre auch so zum Ziel getrieben. Deshalb entstand auch die Idee mit dem Aller-Schwimmen, so eine Art Testschwimmen für Triathlon- Interessierte. Die 600m des Celler Triathlons haben einige Sportler schon in 6 Minuten bewältigt, dank Strömung!

 

Man sollte schon ein guter Schwimmer sein, um am Aller-Schwimmen teilzu-nehmen, aber die 3 km haben wir an diesem Tag in der sonst üblichen halben Zeit geschafft. Mit Unterstützung der Strömung ist es halb so wild.

 

Jetzt denkt man Orientieren ist in so einem Fluss leicht. Links und rechts Ufer. Genau das fand ich ziemlich schwierig. Alle paar Schwimmzüge musste ich schauen wo ich bin. Durch die Strömung bewegt man sich viel schneller vorwärts, empfindet es aber überhaupt nicht so. Das führt auch dazu, dass man denkt, dass man kaum vorwärts kommt, weil alles am Ufer gleich aussieht. Unterwasser sieht man nichts, nur braune Suppe. Der Fluss schlängelt sich, die Strömung verändert sich. Gerade noch ganz links, ist man plötzlich weit rechts. Einmal wäre ich fast unter ein Ruderboot gekommen. Deshalb unbedingt bunte Badekappe tragen!

Ab und zu ragen auch Bäume oder Büsche vom Ufer weiter in den Fluss hinein.

 

Nach 32 Minuten sah ich am Ufer ein Bootshaus. Der Schwimmer vor mir: "Sollen wir da raus?" Wir schwammen zum Kai, wo schon die Ersten vor uns standen.

 

Jetzt stand in der Ausschreibung zur Aktion, dass auf der Hälfte noch ein Getränkestopp geplant sei und Teilnehmer hinzukämen, die nur die 600m des Triathlons mit schwimmen wollen. Ich sah auf meinen Garmin: 3 km - 36 Minuten?

 

"Da kann man mal sehen, dass der Garmin doch kein Freiwasser kann. Da dürften höchstens 1500m drauf sein - das waren niemals 3 km!"

 

Doch sind es aufgrund der Strömung locker in der Hälfte der Zeit! Aller-Schwimm-rekord, so schnell war es noch nie. Gefühlt waren es noch nicht einmal 1500m, aber auf der Rückfahrt zum Startort mit dem Shuttle durch Celle (20 Minuten), dachte ich: "Wow, das biste gerade geschwommen - doch ganz schön weit!"

 

Es hat riesig Spass gemacht. Das Wetter war super, die Teilnehmer super nett, alles gut organisiert und eine echte Erfahrung wert. Wer weiß, vielleicht nächstes Jahr wieder?!

14.01.2017  Rollenwahnsinn 2017

Rolle fahren hasst so ziemlich jeder. Ich sowieso. Dieses Jahr besonders, weil ich nach Wechsel in den Triathlonsport den ganzen Winter über höchstens 1 h pro Woche auf dem Foltergerät gesessen habe. 180 km Rolle bei Frank Schließer im Laden, als irre Schnapsidee zur jährlichen Auftakttradition einer kleinen Gruppe bekloppter Sportler avanciert, stand aber schon lange im Kalender fest, also auf nach Schöningen!

Wie auch im letzten Jahr bereits virtuell daheim im Wohnzimmer dabei: Rollenkönig Manfred Kohlruss und Ralf Lott. Mit 8:38 h hatte Manni im letzten Jahr schon den Titel erhalten - er sollte die Nummer wirklich noch einmal toppen.

 

Während wir in Schöningen um Punkt 9 Uhr los rollten und ich bereits nach 10 Minuten begann auszulaufen, war Manni schon lange in Erding unterwegs. Lotti hatte noch bis 4 Uhr morgens Schneeräumdienst gefahren, nahm die Heraus-forderung um 9 Uhr trotzdem an und rollte seine 180 km komplett durch. Manni machte inzwischen eine kleine Pause: der Magen wollte nicht mehr….aber betreut durch seine Enkelkinder stieg er wenig später wieder aufs Rad.

 

In Schöningen hingegen wurde die Zeit dieses Mal irgendwie lang. Nicht weil es die Beine nicht hergaben, sondern weil der Kopf das stupide Fahren einfach nicht gewohnt war. Ralf und Stefan quälten sich neben mir, Peter und Ulli hinter mir. Nach 3 h wechselte ich die nassen Klamotten und musste erstmal den See am Boden mit Handtüchern trocken legen. Irgendwie fuhr ich nur bergauf, weil mein Schweiß unter Peters Rolle floss..... 

Nochmal 2 Stunden - alter Schwede, der Hintern brannte. Ich dachte, ich kann nicht mehr sitzen.

 

Manni hingegen zog in Erding knallhart durch und beendete nach über 9 Stunden und 300 km !!! die Tortour - sozusagen die MSR 300 komplett auf der Rolle nachgeradelt - RESPEKT! Ich glaub mehr schafft er 2018 aber nicht ?!....

Damit schlug er seinen Rekord vom Vorjahr und wurde erneut zum Rollenkönig gekürt. WAHNSINN !!!

 

Ich bin meine 5 Stunden wie jedes Jahr durchgefahren, auch wenn sie ziemlich zäh waren. Aber das Bild beweist, dass auch Rolle fahren durchaus Spass machen kann:

Es gab wieder die perfekte Versorgung von Franks Familie mit Getränken, heißer Suppe und Salaten. Da blieb kein Wunsch offen. Danke, war wieder super nett bei Euch.

 

Das Wetter war genauso heftig wie im letzten Jahr - Schneetreiben und eine schöne Heimfahrt über eine ungeräumte Autobahn. Ich vermute Lotti war nach 180 km einfach zu fertig, um seinen Job zu machen :P!

 

Da die meisten Bilder auf der Rolle geschossen wurden, sind sie nicht ganz scharf, aber trotzdem eine schöne Erinnerung:

28.10.2016   Mythos Schlüsselbeinbruch 

Von „Worst Case“ bis „0815“ hab ich jetzt beides erlebt. Beide Male hab ich mit vielen korrespondiert, die es auch getroffen hat. Beide Male bekam ich „schlaue Tipps“ von anderen - Schlagzeilen, die gern unter Sportlern verbreitet werden. Manchmal, weil es „einfach nur cool ist“, „weil Profis das ja auch so machen“ oder weil man das was man hört einfach nur weitergibt, ohne es zu hinterfragen. Ich hab diesen Scheiß vor dem ersten Mal auch geglaubt, deshalb ist es an der Zeit mal mit diesem Mythos aufzuräumen! Schneller geht hier GARNIX!!!

 

Ich schreibe das hier für Euch da draußen, denen sowas vielleicht noch bevor steht, um Euch wirklich sinnvolle Tipps zu geben damit Ihr tatsächlich schneller wieder in die Spur kommt.

 

2013 brach ich mir das erste Mal das Schlüsselbein - Trümmerbruch. Es folgte eine O.P. mit Plattenverschraubung. In diesem Fall hätte man den Bruch vermutlich nicht anders beheben können, wobei ich mir im Nachhinein von Ärzten auch wieder sagen lassen musste, dass es auch nicht unbedingt schlechter zusammenge-wachsen wäre als ohne Platte. Wie dem auch sei - bei Trümmerbruch kommt man meist um eine Plattenosteosynthese nicht herum. Bei mir ging das ziemlich in die Hose, weil mir im O.P. eine Bakterie mit dem Material eingepflanzt wurde und sich ein chronischer Knocheninfekt entwickelte. Dieser Fall tritt zwar nur in 2 % aller O.P.`s statistisch gesehen ein, jedoch solltet Ihr bedenken, dass Ihr mit dem Haftungsverzicht im Krankenhaus auch automatisch unterschreibt, dass Ihr im Schadensfall die Dummen seid. Ein Knocheninfekt dieser Art kann zur Berufs-unfähigkeit führen, wenn er nicht gestoppt werden kann oder immer wieder aufflackert! Wenn man dann noch die aktuelle Infektionsgefahr durch Spar-maßnahmen und MRSA Keimen in deutschen Krankenhäusern betrachtet und sich im Klaren ist, dass ein Keim auf einer Metallplatte vom menschlichen Immunsystem nur schwer erkannt wird, überlegt man sich die Nummer schon. Die Statisik „normaler“ Infektionen nach Osteosynthese liegt zudem deutlich über 2% - das kommt sehr häufig vor!

 

Hier ein Bild meiner damaligen Osteosynthese:

Auch sollte man bei einem Renncrash bedenken, dass die körpereigene Immunabwehr durch die Rennbelastung und den Flüssigkeitsverlust extrem geschwächt ist, so dass eine Bakterie freie Bahn hat. In meinem Fall war es noch nicht einmal ein gefürchteter MRSA Keim, sondern eine millionenfach, täglich auf unserer Haut vorkommende Bakterie mit dem Namen Staphylococcus aureus - die sich perfekt gegen das eigene Immunsysytem abschotten kann und lange Zeit die Bruchstelle bevölkert ohne dass ein Arzt sie diagnostizieren kann. Einzig brutale Schmerzen können auftreten - in meinem Fall war am Ende das gesamte Implantat vom Knochen gelöst. Was danach folgte war eine Radikaloperation, eine Knochentranplantation blieb mir zum Glück erspart, eine 6-wöchige Chemotherapie mit Antibiotika - die Hölle !!! - und eine akute Leidenszeit von über 2 Jahren mit bleibendem Schaden und der Gefahr, dass die Infektion nochmal aufflackert.

 

Soviel zum möglichen „Worst-Case-Szenario“. Außerdem muss man bei einer O.P. immer bedenken, dass der vorliegende Körperschaden noch einmal verschlimmert wird durch Aufschneiden, Bohren, Schrauben und Platte drauf. Weder der gebrochene Knochen noch das geschädigte Weichteilgewebe wird dadurch unbedingt besser - für den Körper ist das ein noch größerer Stress als ohnehin. 

 

Und dann gibt es da so Leute, die raten einem sofort zur O.P. - „ist schick“, „machen die Profis auch“ - „kannste schneller wieder trainieren“! Ich kann dazu nur sagen, dass selbst der amtierende Zeitfahrweltmeister Toni Martin nach seinem offenen Trümmerbruch bei der Tour de France sofort in die septische Unfallchirurgie ins BUK Hamburg flog, um einen Knocheninfekt meiner Art auszuschließen, denn bei einem offenen Bruch gelangen die Bakterien schon fast von selbst in die Wunde. Anschließend brauchte auch er sehr lange, um wieder aktiv Rennen fahren zu können und fuhr auch eine ganze Zeit lang seinem ursprünglichen Leistungsniveau hinterher. Wohl bemerkt, Toni Martin ist Radprofi und bekommt professionelle medizinische Versorgung, Physio und Reha, während unser einer deutscher Kassenpatient ist! Ich sag nur 1 x die Woche 20 Minuten Physio!

 

Mein zweiter Bruch war glatt, keine Einzelfragmente, also Rucksackverband. Ich kann nur sagen, ich ziehe diese Variante vor! Zwar trägt sich ein Rucksackverband echt beschissen, aber nach spätestens 4 Wochen ist man das Ding schon los. Jetzt könnte es sein, dass der Bruch etwas krumm verheilt - also die Ästhetik etwas leidet, aber dafür ist man mit der Nummer schneller durch, die Funktionalität ist auch „krumm“ meist voll gegeben und man hat eine tolle Erinnerung an seinen Sport - eine schöne Kriegsverletzung - Schönheitspreise gibt es generell nicht zu gewinnen! Ein großer Vorteil ist auch der, dass man mit Rucksack den  Arm von Anfang an bewegen kann. Dadurch fängt Reha nicht bei total null an!

 

Hier ein paar Tipps zum Rucksack:

Am besten einen zweiten Rucksackverband selber kaufen (ca. 40 Euro), dann kann man ihn regelmäßiger Waschen, zudem hat man einen zum Wechseln, wenn man schon anfängt locker Rolle zu fahren oder Kraftsport zu machen. Die Arschcreme für Biker hat sich auch unter den Achseln bewährt, um Scheuerstellen vom Rucksack zu vermeiden. Radtrikots eigenen sich besonders in den ersten 4 Wochen mit Rucksack, da sie mit durchgehendem Reißverschluß kein Problem darstellen bei Bekleidungswechsel. Zudem haben sie etwas längere Ärmel, so dass der Rucksack nicht direkt auf der nackten Haut scheuert. Im Übrigen vermeidet man dadurch auch einen schnellen Schweißgeruch des Rucksacks. Von hochwertiger Bekleidung kann ich nur abraten, da mir der Rucksack 2 Trikots unter den Armen kaputt gescheuert hat.

 

Fazit:

Mit Rucksack brauchte ich vom ersten Tag an keine Schmerztablette! Konnte ich nach 2 Wochen locker Rolle fahren und Krafttraining mit den Beinen machen. Nach 4 Wochen war der Rucksack Geschichte, es beginnt jetzt eine 2 wöchige Phase in der das Schlüsselbein weiter Callus ausbildet und in der ich den Arm auch schon vorsichtig über 90 C anheben darf. Ohne das Schlüsselbein, die Schulter zu belasten, kann ich mit kleinen Hanteln die degenerierte Armmuskulatur schon wieder vorsichtig auftrainieren - auch das spart wieder Rehazeit! In einer Woche folgt aller Voraussicht nach die Freigabe vom Arzt wieder Laufen und Schwimmen zu dürfen - Radfahren im Gelände muss zwar noch etwas warten wegen Erschütterungen, aber damit bin ich nach 6 Wochen wieder im Training drin und war defintiv nur 2 Wochen komplett stillgelegt. 

 

Eine 2. O.P. zur Entfernung einer Metallplatte bleibt mir auch erspart. Man bedenke, dass nach so einer O.P. das Schlüsselbein auch wieder instabiler ist, weil erst die Bohrlöcher der Schrauben zuwachsen müssen. Zudem kann ein Implantat sich jeder Zeit von selbst lösen - Achtung Mountainbiker & Crosser! Auch kann beim Implantat der Knochen schief zusammenwachsen oder falsch. Sofern ein Bruch nach einer konventionellen Behandlung mit Rucksackverband Probleme bereitet, kann man immer noch Operieren oder Nachkorrigieren. In der Regel passt sich der Körper aber ca. 2 Jahre nach einem Bruch mit anständiger Reha & Physio auch der veränderten Situation an.

 

Was hat der Mensch nur damals bei einem Schlüsselbeinbruch gemacht als es die moderne Medizin nicht gab? Die meisten Brüche sind tatsächlich von selbst zusammengewachsen! Also einfach mal ein bisschen auf seinen Körper vertrauen - weniger ist oft mehr und den Rat vom Arzt kritisch hinterfragen - notfalls zweite Meinung einholen. An einer O.P. verdient man mehr als an einem Rucksackverband - Entscheidung gründlich abwägen!

 

Einen Tipp zur Unterstützung der Knochenheilung gebe ich noch gerne weiter: 1000mg Calcium täglich (Brausetabletten aus der Apotheke) und die Schüssler Salze Nr.1 Calciumfluoratum, Nr.2 Calciumphophoricum und Nr.11 Silicea (jeweils 3 x 3 täglich in den ersten 6 Wochen). Das ist alles was ein Knochen zum Heilen benötigt. Mit dieser Zufuhr schaffte ich es sogar im Infekt noch ein bewegungs-stabiles Schlüsselbein auszubilden, was ärztlich für Erstaunen sorgte und mir damals eine Spongiosaplastik ersparte.

 

Und was Euch auch keiner sagt, aber Euch rät: Ibuprofen und Schmerzmittel können eine optimale Knochenheilung verzögern. Ein bisschen „Aua“ gehört nun mal dazu und der Körper löst nicht umsonst eine Entzündungsreaktion direkt nach Verletzung aus - er will den Schaden sofort beheben! Also möglichst wenig davon!

 

In diesem Sinne wünsch ich Euch „Hals und Beinbruch“, hoffe Euch etwas sensibilisiert zu haben. Die Meinung eines Arztes im Individualfall will und darf ich hier auch nicht außer Frage stellen - ich gebe hier nur meine Erfahrungen weiter. Schneller heilt hier nix mit Platte - das ist ein Mythos - der Körper braucht seine Zeit - gebt sie ihm - es zahlt sich am Ende aus!

14.06.2015    Kompressionsstrumpf ist nicht gleich Kompressionsstrumpf….

 

Moin Leute,

bei mir is was abgerissen….jaja, mit 41 ist die Frau auch nicht mehr ganz so elastisch….mit 41 tragen auch schon viele Thrombosestrümpfe….*witzig*witzig*!!!

 

Mein wenig schlauer Hausarzt - Namen nenn ich besser nicht :-) - hat meinen Muskelbündelriss direkt an der linken Außensehne im Bereich Achillessehne ja weder untersucht noch irgendwie unterstützt oder behandelt. Weil der Unterschenkel krass anschwoll und ich dachte, den hätte jemand mit der Luftpumpe aufgeblasen mit mindestens 9 Bar, musste ich die „Karkasse“ notdürftig verstärken, um ein Platzen zu verhindern. Was tun? Erstmal schlau lesen im Internet….

 

Andre, der alte Pirat trägt doch immer so „Thrombosestrümpfe“, hmmmm…..? Eigentlich verarsch ich ihn damit immer gern, aber sollte ich auch schon sowas brauchen???

Kurz und gut - ich bestellte online Sportkompressionsstrümpfe, sowie die „Calf-legs“ von CEP, zog die Dinger an und der Druck in der Wade verringerte sich subjektiv empfunden auf 4 Bar. Als ich die Teile abends wieder auszog und ins Bett ging, schlief ich erst ein und nachts um 2 Uhr wieder Druckalarm - *AUA*- an die Dinger. 

 

Meine Recherchen im Internet ergaben, dass die bei Ödemen in den Beinen - „ich dachte immer Andre hätte die im Kopp :P„ - und bei Muskelverletzungen das Gewebe super unterstützen und vor allem bei Faserrissen und -abrissen die kaputten Muskelfasern komprimieren und somit die Heilung beschleunigen und Narbenbildung im Muskel minimieren. Die von CEP seien orthopädisch empfohlen. Aber is das nu auch wirklich so?

 

8 Tage nach meinem Abriss tat der Unterschenkel noch genauso fies weh wie am ersten Tag - es half nur der CEP Strumpf etwas. Ich entschied zum Unfallchirurgen zu gehen. Der belächelte meine Strümpfe:“Mädel, die bringen Dir nichts. Du brauchst korrekt medizinische Kompressions

-strümpfe aus dem Orthopädiefachgeschäft verordnet - Klasse 2. Die Sportdinger da, sind zu lasch!“ 

 

Also los, so schicke hautfarbene Omastrümpfe besorgen - *bäh*- „Warte Andre, die zieh ich demnächst auch zum Biken an! Nächstes Jahr …..wir zwei? *g*!

 

Ab zum Sanitätshaus Müller in Verden. Super Laden, top Service und gute Beratung. Und jetzt wollt ich das wissen: Taugen meine CEP-Socken wirklich nix? Der Verkäufer:“ Doch, die sind gut. Die haben auch Kompressionsklasse 2, sind sogar zum Teil besser, weil verstärkt an einigen Stellen. Sie sind nur nicht medizinisch zugelassen, weshalb sie von Ärzten und Kassen nicht akzeptiert werden. Für jede Art von Muskelverletzung zu empfehlen!“ Ahaaaaa……hätt ich die auch weiter anziehen können - sind auch SCHICKER! 

 

So und damit sei Euch Sportlern gesagt, zieht die Dinger an bei sowas - gibt nix Besseres!

 

Der komplette Sportkompressionsstrumpf von www.under-pressure-sox.de war genauso gut. Ich konnte keinen Druckunterschied zum "Omastrumpf" feststellen. Tragen tun sich die Sport-strümpfe generell angenehmer - der Omastrumpf gleicht im Material den alten Nylon-Strumpf-hosen und kratzt. 

 

Andre, soll ich nu Omastrumpf anziehen oder den SCHICKEN?

Für Dich tu ich alles - viel Spass bei den Bike Four Peaks….leider ohne mich :-(!