Moonreker News

Happy Tri-mas 2017

Ich wünsche all meinen Freunden, Unterstützern und Bloglesern ein frohes und gesundes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr. Danke, dass Ihr alle mein erstes echtes Triathlonjahr zu dem gemacht habt, was es war: Einfach groß-artig!

Ich habe Schwimmen gelernt, meinen ersten Ironman 70.3 erfolgreich gefinished und mir trotz Verletzung das Geburtstagsfinish vom Ibizatriathlon geschenkt. Auch wenn nicht immer alles nach Plan lief, bin ich immer im Ziel angekommen und genau darum geht es in diesem Sport doch auch.

 

Ich bleibe auch 2018 dem Triathlonsport treu. Meine Website hat dafür eine komplett neue Optik erhalten. Neben den drei Mitteldistanzen Ibiza Blue Challenge, Berlin XL und Ironman 70.3 Rügen, versuche ich weiterhin meine Schwimmleistung und Laufleistung zu optimieren mit Zielrichtung 2019 Volldistanz?

 

Außerdem wird es ein Laufwochenende auf Sylt geben, ein Swim & Run Camp auf Ibiza und auch auf der „TCE“ werdet Ihr mich antreffen. Über all das schreibe ich wieder Blog und würde mich freuen, wenn ich weiter auf Euch zählen kann (Web-side, Facebook und Instagram).

 

Entgegen einiger Gerüchte zu möglichem Teamwechsel sei hier gesagt, dass ich einige gute Angebote hatte, sie aber ausgeschlagen habe, da mir eine nachhaltige Unterstützung meiner sportlichen Ziele wichtiger ist, sowie meine Freiheit zu machen, was ich möchte. Deshalb bin ich Pirat und das wird auch so bleiben!

 

Ein riiiieeesen Dankeschön geht an:

  • KiWAMi Deutschland 
  • YES Bewegungsschmiede Hamburg 
  • Zweiradcenter Stadler Bremen
  • Natura Clou Kosmetik Leipzig
  • PIRATE Sportswear & meinen Verein PIRATE Hamburg
  • ISPO München

 

Außerdem an die Besi & Friends Triathlonstaffel Nord (Maren und Aurelia) für die tolle Staffelleistung und die entstandene Freundschaft darüber hinaus. Macht immer Spass mit Euch und Danke an alle Veranstalter und Vereine, die unsere Aktion unterstützt haben. Besonders erwähnt seien hier die Tri-Speedys Peine und der Radsportverein Rot-Gold-Bremen! 

 

Auf ein neues tolles Triathlonjahr, ganz nach dem Motto: Race happy! 

01.-03.12.17 HEAD -Ultrasports Swimcamp 2017

Die Jungs vom Pro Triathlonteam hatten wieder in die Landessportschule Osterburg eingeladen und weil ich im letzten Jahr zwar schon dabei war, aber bedingt durch meinen frischen Schlüsselbeinbruch eigentlich keinen definierbaren Schwimmstil vorzeigen konnte, entschied ich mich zur erneuten Teilnahme. Zwei Videoanalysen im Direktvergleich sollten den Unterschied deutlich machen. Im letzten Jahr versuchte ich eigentlich nur kein Wasser zu schlucken, denn nach 4 Wochen Rucksackverband ging nicht wirklich viel. Ich hatte das Ding gerade erst 3 Tage an den Stuhl gehängt und war so bescheuert in 3 Tagen 8km in einem Technik-seminar schwimmen zu wollen. Der Muskelkater danach war die Hölle, aber ich sparte im Anschluss Reha und Physiotherapie. Hat auch was!

Einige Tipps konnte ich später auch im eigenen Training einbauen und so schaffte ich es am Ende beim Ironman 70.3 Rügen immerhin 2,2 km in 36 Minuten zu schwimmen. Im Wettkampf konnte ich mich also behaupten, aber gerade jetzt wäre ein Feedback nochmal sinnvoll.

 

Ich schwimme mit Schulterschaden. Heißt auch, ich werde nie schwimmen können, wie ein gesunder Sportler. Mein Arm ist in der Bewegung im Gelenk limitiert, Arthrose im ACG Gelenk und ein kleiner Nervenschaden sorgen für "Schlag-seitenschwimmen" auf der linken Seite. Im Impingment kann und darf ich nicht lange schwimmen. Erstens würde ich die Schmerzen nicht aushalten, zweitens schreitet die Gelenkarthrose dann drastisch weiter fort und drittens klemme ich mir den Nerv ab, was zu Taubheit und Spastik im linken Arm führen kann. Also versuche ich einen Schwimmstil, der möglichst effizient und schnell ist, aber auch nicht zur Überlastung führt. Schwierig. Er liegt irgendwo zwischen normal und anders. Kürzlich bekam ich zweimal unabhängig voneinander das Feedback es sehe irgendwie schön aus, aber es wurde auch die Frage gestellt warum mein rechter Arm so weit hoch geht. Hat optisch ein wenig was von "Synchron-schwimmen"

 

Den hohen Arm rechts beim Atmen und den zu tiefen links bemängelte dann auch Steffen Bibow vom Insititut für angewandte Trainingswissenschaft (ITA) Leipzig. Steffen ist Schwimmspezialist und trainiert Profitriathleten und - schwimmer. 

 

Im Grunde stellte ich am ersten Tag schon im Rahmen der verschiedenen Technik-übungen fest, wo die Sau schwimmt. Bestätigt hat es mir dann Steffen. Eine weitere Bestätigung erhielt ich von einer Teilnehmerin mit ebenfalls zertrümmerter Schulter, die den Arm auch nicht mehr korrekt rotieren und heben konnte. Gerade dieser zusätzliche Austausch unter uns "anderen" brachte mir einen ganz guten Überblick über meine Situation:

 

Ich versuche dem Schmerz im Impingment auszuweichen und gleichzeitig be-schränkt das kaputte Schultergelenk die Bewegung. Deshalb fasse ich links nicht hoch und weit genug nach vorn, kann es aber auch nicht. Dadurch verliere ich erste Zugkraft. Im Anschluss weicht mein Arm in der Bewegung nach links außen aus und führt die korrekte Bewegung nicht durch. Weil ich über das Schultergelenk nur ganz wenig Krafttraining machen kann, ist der Arm zudem schwach. Richtig Drücken und Ziehen geht einfach nicht. Nach jedem schiefen und kraftlosen Zug links muss ich umso kräftiger mit rechts ziehen, um atmen zu können, Vortrieb zu erzeugen und in der Wasserlage zu bleiben, die natürlich beeinträchtigt wird. Der rechte Arm landet dann ganz oben. Das dient mir zum einen als Stabilisierung der Schwimmlage, aber auch als Erholungspause vor dem nächsten schwachen Armzug links mit Schmerz. Eigentlich ist das schon fast einarmiges schwimmen.

O.K. - kann ich das verbessern? Den hohen Arm kann ich sicher "abflachen", bei dem Rest wird es schwierig, denn am Sonntag folgten die entsprechenden Technik-übungen, um es abzustellen und das ging nicht lange gut. Erst tat es einfach nur weh, weil ich ständig im Impingment schwamm. Jeder korrekte Armzug links ging voll auf das lädierte ACG-Gelenk, wo mein zertrümmertes Schlüsselbein aufliegt. 100m Kraulen mit Kopf hoch war kaum auszuhalten. Kurz darauf bekam ich 2 x einen elektrischen Nervenschlag und spätestens da war mir klar: "Lass den Scheiß! Damit schwimmst du dir alles kaputt."

 

Ich hatte es im letzten Jahr schon versucht partiell im Training zu berücksichtigen und immer wieder abgebrochen. Auch ein kurzes, häufigeres Techniktraining brachte keine Besserung. Deshalb kann ich eine komplette Kurskorrektur ver-gessen. Ich versuche jetzt ein paar kleinere Dinge und die Verbesserung meiner Beinarbeit. Viel mehr lässt sich da momentan nicht machen. Trotzdem war gerade deshalb das Schwimmcamp für mich absolut aufschlussreich - Danke!!!

 

Super auch das Neo Testschwimmen. Für mich noch einmal die Bestätigung, dass mein Neo perfekt für meinen speziellen Schwimmstil ist, weil ich viel Defizit durch Auftriebsunterstützung ausgleiche. Anfangs hatte ich Neoschwimmen immer gehasst, heute weiß ich, dass ich in dem Ding mein Handicap stark ausgleichen kann.

Für mich ein sehr wertvolles Wochenende und es hat auch einmal mehr richtig viel Spass gemacht, was auch eindeutig an all den netten Teilnehmern lag (60 an der Zahl!). Einige kannte ich noch vom letzten Jahr. 

 

Organisatorisch fand ich es sogar noch besser als 2016! Das besondere an diesem Camp ist, dass der Focus auf der Technik liegt. 4 Schwimmeinheiten, knapp 8 km in 3 Tagen mit Videoanalyse, professionelle Schwimmtrainer und man muss auch nicht für viel Geld ganz nach Fuerteventura fliegen. Zudem: eine Woche klassisches Schwimmcamp würde ich mit meinem Handicap gar nicht aushalten. Wo kann man schon mit Triathlonprofis an seiner Schwimmtechnik feilen? Ganz klar einmal im Jahr in Osterburg!

 

Danke an Markus Herbst, Steffen Bibow, Marcus Wöllner, Alex Schilling und Marco Hubrich sowie die Triathlonfüchse Osterburg für das tolle Wochenende. Ihr werdet immer besser….und ich auch "ein wenig"…dank Euch. Und gerne wieder, weil es auch einfach Spass macht! 

09.08.2017 "Die Aller-Piraten"

Wenn Dein Garmin sagt: 3 km in 34 Minuten geschwommen, dann warst Du in der Aller schwimmen! WOW!!!

 

"Do Epic Shit" ist ja mein Motto und so kam es, dass Ralf immer noch "Schiss" vor langem Open-Water-Schwimmen hatte und ich mal Bock hatte in einem echten Fließgewässer länger zu schwimmen. Leider wird so etwas in Niedersachsen selten veranstaltet, aber das traditionelle Allerschwimmen des SV Altencelle kam uns gerade recht. Zwei Piraten mit Neo Mittwochs um 18 Uhr irgendwo im Nirgendwo:

Das Allerschwimmen gibt es seit dem Jahr 2013 und wird jedes Jahr 10 Tage vor dem Celler BKK Mobil Oil Triathlon veranstaltet. Der Triathlon selbst ist mit seinem 30. Jubiläum in diesem Jahr, der größte Volkstriathlon in Niedersachsen. Herzlichen Glückwunsch und Danke für diese tolle Veranstaltung! Wer noch nicht dort war: Anmelden geht noch! Ich selbst war im letzten Jahr mit am Start, wenn auch als Staffel, aber die Stimmung ist großartig.

 

Das "Nirgendwo" war dann doch recht einfach zu finden und wenn man jetzt denkt da kommen nur max. 10 Sportler, die so bekloppt sind 3 km schwimmen zu wollen, der irrt! Satte 30 Teilnehmer standen mit Neoprenanzügen bewaffnet Punkt 18 Uhr auf dem Platz.

 

Wechselsachen konnte man im Vereinsbus SV Altencelle deponieren, der anschließend zum Ziel Ruderclub an der Ziegeninsel fuhr, um die Teilnehmer wieder zurück zu shutteln. Und dann ging alles ganz schnell…..

 

Das Wasser war vom Hochwasser der letzten Wochen ziemlich brackig und roch auch so. Gesehen hat man beim Schwimmen Unterwasser absolut nichts! Ab und zu kam mal ein Ast oder etwas Grünzeug geschwommen. 17 C waren auch nicht gerade warm. Unbedingt Neo anziehen! Es gab zwar auch ganz Harte ohne, aber im Bereich der Lachte Mündung wurde es nochmal deutlich kälter. Ich dachte mir friert der Kopf ab.

 

Das interessante Erlebnis in der Aller zu schwimmen, ist halt die Strömung. Die ist generell recht stark im Vergleich zu anderen Fließgewässern. Nach dem Hochwasser war sie jetzt so stark wie selten. Ich hätte mich auch auf den Rücken legen können und wäre auch so zum Ziel getrieben. Deshalb entstand auch die Idee mit dem Aller-Schwimmen, so eine Art Testschwimmen für Triathlon- Interessierte. Die 600m des Celler Triathlons haben einige Sportler schon in 6 Minuten bewältigt, dank Strömung!

 

Man sollte schon ein guter Schwimmer sein, um am Aller-Schwimmen teilzu-nehmen, aber die 3 km haben wir an diesem Tag in der sonst üblichen halben Zeit geschafft. Mit Unterstützung der Strömung ist es halb so wild.

 

Jetzt denkt man Orientieren ist in so einem Fluss leicht. Links und rechts Ufer. Genau das fand ich ziemlich schwierig. Alle paar Schwimmzüge musste ich schauen wo ich bin. Durch die Strömung bewegt man sich viel schneller vorwärts, empfindet es aber überhaupt nicht so. Das führt auch dazu, dass man denkt, dass man kaum vorwärts kommt, weil alles am Ufer gleich aussieht. Unterwasser sieht man nichts, nur braune Suppe. Der Fluss schlängelt sich, die Strömung verändert sich. Gerade noch ganz links, ist man plötzlich weit rechts. Einmal wäre ich fast unter ein Ruderboot gekommen. Deshalb unbedingt bunte Badekappe tragen!

Ab und zu ragen auch Bäume oder Büsche vom Ufer weiter in den Fluss hinein.

 

Nach 32 Minuten sah ich am Ufer ein Bootshaus. Der Schwimmer vor mir: "Sollen wir da raus?" Wir schwammen zum Kai, wo schon die Ersten vor uns standen.

 

Jetzt stand in der Ausschreibung zur Aktion, dass auf der Hälfte noch ein Getränkestopp geplant sei und Teilnehmer hinzukämen, die nur die 600m des Triathlons mit schwimmen wollen. Ich sah auf meinen Garmin: 3 km - 36 Minuten?

 

"Da kann man mal sehen, dass der Garmin doch kein Freiwasser kann. Da dürften höchstens 1500m drauf sein - das waren niemals 3 km!"

 

Doch sind es aufgrund der Strömung locker in der Hälfte der Zeit! Aller-Schwimm-rekord, so schnell war es noch nie. Gefühlt waren es noch nicht einmal 1500m, aber auf der Rückfahrt zum Startort mit dem Shuttle durch Celle (20 Minuten), dachte ich: "Wow, das biste gerade geschwommen - doch ganz schön weit!"

 

Es hat riesig Spass gemacht. Das Wetter war super, die Teilnehmer super nett, alles gut organisiert und eine echte Erfahrung wert. Wer weiß, vielleicht nächstes Jahr wieder?!

12.04.2017  RADUNDRAUS - alles für Microadventure und Bikepacking“

Verfasst von Gunnar Fehlau, mit einem Vorwort von Wigald Boning und Bildern mit meinem Freund und St- Tropez-Gefährten Walter. Drei völlig verrückte Outdoor-freaks mit dem Hang zum Extremen, die es schaffen in diesem kleinen, handlichen Taschenbuch mit 156 Seiten ein wenig Abenteuerlust bei jedem Leser aufkommen zu lassen. 

 

Eigentlich hab ich schon unzählige solcher Bücher gelesen und hätte dieses vermutlich nicht angefasst, wenn mir nicht die Verfasser bekannt gewesen wären - hier Gunnar als Autor und Walter als Bike-Freund. Beide sind eigentlich ständig mit dem Rad in der Wildnis unterwegs und auch schon ohne Buch recht unterhaltsam. Schon immer wollte ich genau wissen was Walter unter einem „Overnighter“, einem „Doublenighter“ oder einem „Novernighter“ versteht. 

 

Allein das Vorwort von Wigald Bonig mit dem ich mich schon 2004 auf 24-Stunden-rennen austobte, macht sofort Lust auf Weiterlesen, denn im Grunde genommen handelt das Buch nicht nur von informativen Tipps zum Thema Bike-Packing, Bike-Notrepratur in der Wildnis, Umgang mit schlechtem Wetter, was man alles einpacken sollte, Streckenwahl usw., sondern auch von einer preisgünstigen, einfachen Art eines top Sabbaticals in der Walachei zum Selbstkostenpreis! 

 

Sabbatical, ja richtig gehört! Eigentlich kann man das Buch bestens verschenken, um Freunden, die kurz vor dem Burnout stehen und eine Auszeit/ ein Reset benötigen, aber nicht wissen wie, eine einfache Anleitung in die Hand zu drücken. Mit einfachsten Mitteln, ohne große Investition einfach in den Wald radeln und übernachten. Zurück zur Natur. Dazu braucht man kein top Fahrrad, keine wahnsinnig teure Campingausrüstung, je archaischer umso größer die Wirkung.

Was man unter diesen Bedingungen unbedingt berücksichtigen sollte, wird mit viel Humor anschaulich im Buch erklärt. 

 

„Beim Microadventure geht es ums Ankommen (bei sich selbst), nicht darum, vor jemandem (z.B. sich selbst) wegzufahren.“ Anders als in anderen Büchern, geht es hier vornehmlich genau darum und nicht um die Vermarktung teurer modernster Ausrüstungsgegenstände oder wildester Expeditionen nach Kamtschatka. Pack ein was Du hast, nimm Dein Hollandrad und übernachte einfach im nächsten Wald. Ein Abenteuer kann so einfach sein - micro halt!

 

Die Kapitel sind zu jedem Thema kurz und bündig, aber inhaltlich top aufbereitet. Es wird an alles gedacht und genau deshalb wird das Buch auch nicht langweilig. Selbst ich als alter Bike-Hase konnte noch viel lernen und hab über einiges zum ersten Mal nachgedacht. Aufgelockert wird das Buch durch tolle Fotos und einer lockeren Schreibart, die Bock auf ein verrücktes Abenteuer macht. Inhaltlich fehlt NICHTS - ich selbst wüsste nicht, was noch zu ergänzen wäre. Handlich klein, passt das Buch auch in jede kleine Backpackertasche für unterwegs und ist im Buchhandel unter ISBN-978-3-667-10929-3 für 16,90 Euro im Delius Klasing Verlag der Bike erhältlich:

 

http://www.delius-klasing.de/buecher/Rad+und+Raus.232439.html

 

Zum Schluss bleibt mir das Zitat in Erinnerung: „An den Orten, zu denen ich gefahren wurde, bin ich nie gewesen“ von Peter Handke. 

 

Also Rad und Raus - probiert es aus ! 

10.02.2017 von Ernährung & Ernährungswahn im Sport

Jeder Sportler beschäftigt sich irgendwann mit seiner Ernährung. Das sollte allerdings nicht in Ernährungswahn ausufern. Ich erinnere mich an Sportler in Triathlon-Trainingscamps, die bereits zum Frühstück diverse verschiedene Pülverchen zusammen mixten, während die echten Profis ganz normal Hotelbuffet aßen. Ernährung wird aktuell zum Extrem und wer nicht mit macht, ist schon fast Außenseiter oder wird als völlig unprofessionell eingestuft. Zu den Außenseitern gehöre auch ich!

 

Ich musste mich zwangsläufig im Jahr 2005 mit meiner Ernährung auseinander-setzen. Nicht weil ich zu dick war oder zu unsportlich. Ganz im Gegenteil! Ich stürzte gesundheitlich auf dem Zenit meiner Sportkarriere völlig ab - mein Immun-system versagte: schwerstes allergisches Asthma. Ich wär fast berufsunfähig geworden, saß zeitweise am Sauerstoffgerät und konnte keine 5m mehr gehen. Medikamente halfen kaum, außer hohe Dosen Cortison gegen die ich mich aber aus gutem Grund entschied. Was zunächst mit Husten und Atemnot begann, setzte sich nach kurzer Zeit im Verdauungstrakt fort. Essen wurde zur Lebensgefahr.

Ich begann auf fast alle Lebensmittel mit Kreuzallergie zu reagieren mit der Folge schwerster Atemnot. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich völlig normal ernährt. Die Einnahme eines Antibiotikums und die anschließende Exposition in verschimmelten Diensträumen lösten diesen so extremen Absturz meines Immun-systems aus. Immunschwäche als Allergieauslöser!

 

5 Jahre hab ich gebraucht, um wieder Kontrolle über meinen Körper zu bekommen. Wenn man nicht mehr alles verträgt, isst man automatisch nur noch das, was man verträgt. Geholfen hat mir meine Heilpraktikerin dabei entscheidend.

 

Meine Cousine hat nun ein Buch geschrieben über die Ernährung nach Blut-gruppen, weil auch sie nach vielen Jahren Fehlernährung mit erheblichen Gesundheitsproblemen zu kämpfen hatte, die sie heute unter Kontrolle hat. Als Diplom Sportwissenschaftlerin hat sie sich der Frage wissenschaftlich gestellt mit der Intention vielen Betroffenen helfen zu können.

Ich habe das Buch gelesen und mich ohne Vorkenntnisse darin wieder gefunden. Ich bin Blutgruppe 0 - Der Krieger - die Urzeitblutgruppe - der Höhlenmensch. Ich brauche hohe sportliche Belastungen, um mein Adrenalin abbauen zu können. Habe ein hohes Energieniveau. Ich brauche tierisches Eiweiß, Getreide hingegen blockiert meinen Stoffwechsel. Milchprodukte vertrage ich genauso wenig. Meine Ernährung habe ich schon zwangsläufig so angepasst - ohne Buch und Wissen-schaft überhaupt zu kennen. Und eigentlich ist es doch ganz logisch! Unser Körper verstoffwechselt Produkte, um daraus Energie zu gewinnen. Tankt er den falschen Brennstoff, bleibt Restabfall übrig, den er nicht entsorgen kann. Er fängt an sich langsam "vollzumüllen". Dieser Prozess kann Jahre dauern oder wie in meinem Fall durch ein Ereignis beschleunigt werden. Ist der "Eimer" voll, brechen chronisch entzündliche Prozesse im Körper aus. Wir stellen uns häufig die Frage warum viele Menschen mit 30/40 Jahren plötzlich Allergien bekommen, die zuvor noch keine hatten. Ich würde sagen, der Eimer ist voll!

 

Aus der Natur, zurück zur Natur heißt die Devise. Die moderne Ernährung hat damit häufig immer weniger zu tun. Extreme Ernährungsrichtungen werden dem auch nicht gerecht. Ich bin seit 12 Jahren stabil. Damals prophezeite man mir, ich würde mit meiner Lungenerkrankung nie wieder Leistungssport machen können. Ich wollte keine Medikamente, ich hab es einfach nur durch Ernährungsdisziplin geschafft. Es gibt Dinge, die kann ich heute immer noch nicht essen, aber ich vermisse sie auch nicht. Aus diesem Grund nutze ich auch keine besondere Sportlernahrung. Viele Inhaltsstoffe vertrage ich überhaupt nicht. Ich nehme ausschließlich Elektrolyte und Kohlehydrate in Wettkämpfen zu mir, aus mir bekannten und verträglichen Produkten. Sporternährung kann eigentlich ganz einfach und billig sein. Mangel-erscheinungen hatte ich deshalb noch nie, weil ich einfach das esse, was mein Körper wirklich braucht und "Müll" einfach weglasse. Das heißt auch, dass ich gelegentlich mal Currywurst Pommes esse, Genuss gehört auch dazu, jedoch in sinnvollen Maßen. 

 

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich bei Müsli mit Milch morgens immer schnell Bauchschmerzen und Durchfall bekam. Mein Arzt testete Laktoseintolleranz. Ergebnis: Fehlanzeige. Ich aß also fleißig weiter Milchprodukte. Erst nach meinem völligen Absturz, saß ich verzweifelt bei meiner Heilpraktikerin, die Milch als Ursache diagnostizierte. Ich sagte ihr, der Test sei negativ gewesen, sie antwortete, ich hätte auch keine Laktoseintolleranz, sondern eine maskierte Milchunverträglich-keit, für die es schulmedizinisch keine Tests gäbe. Mir ging es so schlecht, dass ich 4 Wochen Milch komplett aus dem Speiseplan strich und alle Sympthome verschwanden. Der Höhlenmensch hat zu seiner Zeit nie Unmengen an Milch zu sich genommen. Er hat Probleme große Mengen davon zu verstoffwechseln. Kleine Mengen hingegen sind unproblematisch. Ich esse noch Mozzarella beim Italiener und mal eine Scheibe Käse, aber Milch pur und Joghurts stehen bei mir nicht mehr im Kühlschrank. Gesundheitlich war das eine unglaubliche Entwicklung und ein großer Schritt zurück in sportliche Leistungsfähigkeit. Man bedenke 80% des Immunsystems sitzt im Darm - Ernährung hat einen erheblichen Einfluss auf chronisch entzündliche Prozesse. Iß Dich gesund ist besser als Medikamente zu schlucken. So mancher Heuschnupfen und manches Sportlerasthma liegt hier begraben. Das Buch meiner Cousine gibt wertvolle Tipps und lässt trotzdem Genuss zu. 

 

Wenn Ihr wissen möchtet, was Ihr genetisch am besten verwerten könnt und was Euch schadet, dann kann ich Euch Sandras Buch nur empfehlen. Es beschreibt auf wissenschaftlicher Basis sehr gut, wie die unterschiedlichen Blutgruppen Nahrung verwerten können. Das hilft Euch einerseits eine bessere sportliche Leistung abrufen zu können, beugt aber auch chronisch entzündlichen Erkrankungen bestens vor. Das E-Book gibt es auf Amazon schon für 9,95 Euro:

 

https://www.amazon.de/Blutcode-Das-Fitness-Geheimnis-Ihrer-Blutgruppe-ebook/dp/B01KJNAAKM

 

Die gedruckte Version könnt Ihr bei Sandra direkt ordern. Ihr bekommt es schon für 18 Euro plus 3 Euro Versandkosten:

 

http://www.sandracammann.de/

 

Eine kleine Spende vom Nettoerlös geht auch an die Deutsche Kinderrheuma-stiftung www.kinder-rheumastiftung.de

14.01.2017  Rollenwahnsinn 2017

Rolle fahren hasst so ziemlich jeder. Ich sowieso. Dieses Jahr besonders, weil ich nach Wechsel in den Triathlonsport den ganzen Winter über höchstens 1 h pro Woche auf dem Foltergerät gesessen habe. 180 km Rolle bei Frank Schließer im Laden, als irre Schnapsidee zur jährlichen Auftakttradition einer kleinen Gruppe bekloppter Sportler avanciert, stand aber schon lange im Kalender fest, also auf nach Schöningen!

Wie auch im letzten Jahr bereits virtuell daheim im Wohnzimmer dabei: Rollenkönig Manfred Kohlruss und Ralf Lott. Mit 8:38 h hatte Manni im letzten Jahr schon den Titel erhalten - er sollte die Nummer wirklich noch einmal toppen.

 

Während wir in Schöningen um Punkt 9 Uhr los rollten und ich bereits nach 10 Minuten begann auszulaufen, war Manni schon lange in Erding unterwegs. Lotti hatte noch bis 4 Uhr morgens Schneeräumdienst gefahren, nahm die Heraus-forderung um 9 Uhr trotzdem an und rollte seine 180 km komplett durch. Manni machte inzwischen eine kleine Pause: der Magen wollte nicht mehr….aber betreut durch seine Enkelkinder stieg er wenig später wieder aufs Rad.

 

In Schöningen hingegen wurde die Zeit dieses Mal irgendwie lang. Nicht weil es die Beine nicht hergaben, sondern weil der Kopf das stupide Fahren einfach nicht gewohnt war. Ralf und Stefan quälten sich neben mir, Peter und Ulli hinter mir. Nach 3 h wechselte ich die nassen Klamotten und musste erstmal den See am Boden mit Handtüchern trocken legen. Irgendwie fuhr ich nur bergauf, weil mein Schweiß unter Peters Rolle floss..... 

Nochmal 2 Stunden - alter Schwede, der Hintern brannte. Ich dachte, ich kann nicht mehr sitzen.

 

Manni hingegen zog in Erding knallhart durch und beendete nach über 9 Stunden und 300 km !!! die Tortour - sozusagen die MSR 300 komplett auf der Rolle nachgeradelt - RESPEKT! Ich glaub mehr schafft er 2018 aber nicht ?!....

Damit schlug er seinen Rekord vom Vorjahr und wurde erneut zum Rollenkönig gekürt. WAHNSINN !!!

 

Ich bin meine 5 Stunden wie jedes Jahr durchgefahren, auch wenn sie ziemlich zäh waren. Aber das Bild beweist, dass auch Rolle fahren durchaus Spass machen kann:

Es gab wieder die perfekte Versorgung von Franks Familie mit Getränken, heißer Suppe und Salaten. Da blieb kein Wunsch offen. Danke, war wieder super nett bei Euch.

 

Das Wetter war genauso heftig wie im letzten Jahr - Schneetreiben und eine schöne Heimfahrt über eine ungeräumte Autobahn. Ich vermute Lotti war nach 180 km einfach zu fertig, um seinen Job zu machen :P!

 

Da die meisten Bilder auf der Rolle geschossen wurden, sind sie nicht ganz scharf, aber trotzdem eine schöne Erinnerung:

28.10.2016   Mythos Schlüsselbeinbruch 

Von „Worst Case“ bis „0815“ hab ich jetzt beides erlebt. Beide Male hab ich mit vielen korrespondiert, die es auch getroffen hat. Beide Male bekam ich „schlaue Tipps“ von anderen - Schlagzeilen, die gern unter Sportlern verbreitet werden. Manchmal, weil es „einfach nur cool ist“, „weil Profis das ja auch so machen“ oder weil man das was man hört einfach nur weitergibt, ohne es zu hinterfragen. Ich hab diesen Scheiß vor dem ersten Mal auch geglaubt, deshalb ist es an der Zeit mal mit diesem Mythos aufzuräumen! Schneller geht hier GARNIX!!!

 

Ich schreibe das hier für Euch da draußen, denen sowas vielleicht noch bevor steht, um Euch wirklich sinnvolle Tipps zu geben damit Ihr tatsächlich schneller wieder in die Spur kommt.

 

2013 brach ich mir das erste Mal das Schlüsselbein - Trümmerbruch. Es folgte eine O.P. mit Plattenverschraubung. In diesem Fall hätte man den Bruch vermutlich nicht anders beheben können, wobei ich mir im Nachhinein von Ärzten auch wieder sagen lassen musste, dass es auch nicht unbedingt schlechter zusammenge-wachsen wäre als ohne Platte. Wie dem auch sei - bei Trümmerbruch kommt man meist um eine Plattenosteosynthese nicht herum. Bei mir ging das ziemlich in die Hose, weil mir im O.P. eine Bakterie mit dem Material eingepflanzt wurde und sich ein chronischer Knocheninfekt entwickelte. Dieser Fall tritt zwar nur in 2 % aller O.P.`s statistisch gesehen ein, jedoch solltet Ihr bedenken, dass Ihr mit dem Haftungsverzicht im Krankenhaus auch automatisch unterschreibt, dass Ihr im Schadensfall die Dummen seid. Ein Knocheninfekt dieser Art kann zur Berufs-unfähigkeit führen, wenn er nicht gestoppt werden kann oder immer wieder aufflackert! Wenn man dann noch die aktuelle Infektionsgefahr durch Spar-maßnahmen und MRSA Keimen in deutschen Krankenhäusern betrachtet und sich im Klaren ist, dass ein Keim auf einer Metallplatte vom menschlichen Immunsystem nur schwer erkannt wird, überlegt man sich die Nummer schon. Die Statisik „normaler“ Infektionen nach Osteosynthese liegt zudem deutlich über 2% - das kommt sehr häufig vor!

 

Hier ein Bild meiner damaligen Osteosynthese:

Auch sollte man bei einem Renncrash bedenken, dass die körpereigene Immunabwehr durch die Rennbelastung und den Flüssigkeitsverlust extrem geschwächt ist, so dass eine Bakterie freie Bahn hat. In meinem Fall war es noch nicht einmal ein gefürchteter MRSA Keim, sondern eine millionenfach, täglich auf unserer Haut vorkommende Bakterie mit dem Namen Staphylococcus aureus - die sich perfekt gegen das eigene Immunsysytem abschotten kann und lange Zeit die Bruchstelle bevölkert ohne dass ein Arzt sie diagnostizieren kann. Einzig brutale Schmerzen können auftreten - in meinem Fall war am Ende das gesamte Implantat vom Knochen gelöst. Was danach folgte war eine Radikaloperation, eine Knochentranplantation blieb mir zum Glück erspart, eine 6-wöchige Chemotherapie mit Antibiotika - die Hölle !!! - und eine akute Leidenszeit von über 2 Jahren mit bleibendem Schaden und der Gefahr, dass die Infektion nochmal aufflackert.

 

Soviel zum möglichen „Worst-Case-Szenario“. Außerdem muss man bei einer O.P. immer bedenken, dass der vorliegende Körperschaden noch einmal verschlimmert wird durch Aufschneiden, Bohren, Schrauben und Platte drauf. Weder der gebrochene Knochen noch das geschädigte Weichteilgewebe wird dadurch unbedingt besser - für den Körper ist das ein noch größerer Stress als ohnehin. 

 

Und dann gibt es da so Leute, die raten einem sofort zur O.P. - „ist schick“, „machen die Profis auch“ - „kannste schneller wieder trainieren“! Ich kann dazu nur sagen, dass selbst der amtierende Zeitfahrweltmeister Toni Martin nach seinem offenen Trümmerbruch bei der Tour de France sofort in die septische Unfallchirurgie ins BUK Hamburg flog, um einen Knocheninfekt meiner Art auszuschließen, denn bei einem offenen Bruch gelangen die Bakterien schon fast von selbst in die Wunde. Anschließend brauchte auch er sehr lange, um wieder aktiv Rennen fahren zu können und fuhr auch eine ganze Zeit lang seinem ursprünglichen Leistungsniveau hinterher. Wohl bemerkt, Toni Martin ist Radprofi und bekommt professionelle medizinische Versorgung, Physio und Reha, während unser einer deutscher Kassenpatient ist! Ich sag nur 1 x die Woche 20 Minuten Physio!

 

Mein zweiter Bruch war glatt, keine Einzelfragmente, also Rucksackverband. Ich kann nur sagen, ich ziehe diese Variante vor! Zwar trägt sich ein Rucksackverband echt beschissen, aber nach spätestens 4 Wochen ist man das Ding schon los. Jetzt könnte es sein, dass der Bruch etwas krumm verheilt - also die Ästhetik etwas leidet, aber dafür ist man mit der Nummer schneller durch, die Funktionalität ist auch „krumm“ meist voll gegeben und man hat eine tolle Erinnerung an seinen Sport - eine schöne Kriegsverletzung - Schönheitspreise gibt es generell nicht zu gewinnen! Ein großer Vorteil ist auch der, dass man mit Rucksack den  Arm von Anfang an bewegen kann. Dadurch fängt Reha nicht bei total null an!

 

Hier ein paar Tipps zum Rucksack:

Am besten einen zweiten Rucksackverband selber kaufen (ca. 40 Euro), dann kann man ihn regelmäßiger Waschen, zudem hat man einen zum Wechseln, wenn man schon anfängt locker Rolle zu fahren oder Kraftsport zu machen. Die Arschcreme für Biker hat sich auch unter den Achseln bewährt, um Scheuerstellen vom Rucksack zu vermeiden. Radtrikots eigenen sich besonders in den ersten 4 Wochen mit Rucksack, da sie mit durchgehendem Reißverschluß kein Problem darstellen bei Bekleidungswechsel. Zudem haben sie etwas längere Ärmel, so dass der Rucksack nicht direkt auf der nackten Haut scheuert. Im Übrigen vermeidet man dadurch auch einen schnellen Schweißgeruch des Rucksacks. Von hochwertiger Bekleidung kann ich nur abraten, da mir der Rucksack 2 Trikots unter den Armen kaputt gescheuert hat.

 

Fazit:

Mit Rucksack brauchte ich vom ersten Tag an keine Schmerztablette! Konnte ich nach 2 Wochen locker Rolle fahren und Krafttraining mit den Beinen machen. Nach 4 Wochen war der Rucksack Geschichte, es beginnt jetzt eine 2 wöchige Phase in der das Schlüsselbein weiter Callus ausbildet und in der ich den Arm auch schon vorsichtig über 90 C anheben darf. Ohne das Schlüsselbein, die Schulter zu belasten, kann ich mit kleinen Hanteln die degenerierte Armmuskulatur schon wieder vorsichtig auftrainieren - auch das spart wieder Rehazeit! In einer Woche folgt aller Voraussicht nach die Freigabe vom Arzt wieder Laufen und Schwimmen zu dürfen - Radfahren im Gelände muss zwar noch etwas warten wegen Erschütterungen, aber damit bin ich nach 6 Wochen wieder im Training drin und war defintiv nur 2 Wochen komplett stillgelegt. 

 

Eine 2. O.P. zur Entfernung einer Metallplatte bleibt mir auch erspart. Man bedenke, dass nach so einer O.P. das Schlüsselbein auch wieder instabiler ist, weil erst die Bohrlöcher der Schrauben zuwachsen müssen. Zudem kann ein Implantat sich jeder Zeit von selbst lösen - Achtung Mountainbiker & Crosser! Auch kann beim Implantat der Knochen schief zusammenwachsen oder falsch. Sofern ein Bruch nach einer konventionellen Behandlung mit Rucksackverband Probleme bereitet, kann man immer noch Operieren oder Nachkorrigieren. In der Regel passt sich der Körper aber ca. 2 Jahre nach einem Bruch mit anständiger Reha & Physio auch der veränderten Situation an.

 

Was hat der Mensch nur damals bei einem Schlüsselbeinbruch gemacht als es die moderne Medizin nicht gab? Die meisten Brüche sind tatsächlich von selbst zusammengewachsen! Also einfach mal ein bisschen auf seinen Körper vertrauen - weniger ist oft mehr und den Rat vom Arzt kritisch hinterfragen - notfalls zweite Meinung einholen. An einer O.P. verdient man mehr als an einem Rucksackverband - Entscheidung gründlich abwägen!

 

Einen Tipp zur Unterstützung der Knochenheilung gebe ich noch gerne weiter: 1000mg Calcium täglich (Brausetabletten aus der Apotheke) und die Schüssler Salze Nr.1 Calciumfluoratum, Nr.2 Calciumphophoricum und Nr.11 Silicea (jeweils 3 x 3 täglich in den ersten 6 Wochen). Das ist alles was ein Knochen zum Heilen benötigt. Mit dieser Zufuhr schaffte ich es sogar im Infekt noch ein bewegungs-stabiles Schlüsselbein auszubilden, was ärztlich für Erstaunen sorgte und mir damals eine Spongiosaplastik ersparte.

 

Und was Euch auch keiner sagt, aber Euch rät: Ibuprofen und Schmerzmittel können eine optimale Knochenheilung verzögern. Ein bisschen „Aua“ gehört nun mal dazu und der Körper löst nicht umsonst eine Entzündungsreaktion direkt nach Verletzung aus - er will den Schaden sofort beheben! Also möglichst wenig davon!

 

In diesem Sinne wünsch ich Euch „Hals und Beinbruch“, hoffe Euch etwas sensibilisiert zu haben. Die Meinung eines Arztes im Individualfall will und darf ich hier auch nicht außer Frage stellen - ich gebe hier nur meine Erfahrungen weiter. Schneller heilt hier nix mit Platte - das ist ein Mythos - der Körper braucht seine Zeit - gebt sie ihm - es zahlt sich am Ende aus!

14.06.2015    Kompressionsstrumpf ist nicht gleich Kompressionsstrumpf….

 

Moin Leute,

bei mir is was abgerissen….jaja, mit 41 ist die Frau auch nicht mehr ganz so elastisch….mit 41 tragen auch schon viele Thrombosestrümpfe….*witzig*witzig*!!!

 

Mein wenig schlauer Hausarzt - Namen nenn ich besser nicht :-) - hat meinen Muskelbündelriss direkt an der linken Außensehne im Bereich Achillessehne ja weder untersucht noch irgendwie unterstützt oder behandelt. Weil der Unterschenkel krass anschwoll und ich dachte, den hätte jemand mit der Luftpumpe aufgeblasen mit mindestens 9 Bar, musste ich die „Karkasse“ notdürftig verstärken, um ein Platzen zu verhindern. Was tun? Erstmal schlau lesen im Internet….

 

Andre, der alte Pirat trägt doch immer so „Thrombosestrümpfe“, hmmmm…..? Eigentlich verarsch ich ihn damit immer gern, aber sollte ich auch schon sowas brauchen???

Kurz und gut - ich bestellte online Sportkompressionsstrümpfe, sowie die „Calf-legs“ von CEP, zog die Dinger an und der Druck in der Wade verringerte sich subjektiv empfunden auf 4 Bar. Als ich die Teile abends wieder auszog und ins Bett ging, schlief ich erst ein und nachts um 2 Uhr wieder Druckalarm - *AUA*- an die Dinger. 

 

Meine Recherchen im Internet ergaben, dass die bei Ödemen in den Beinen - „ich dachte immer Andre hätte die im Kopp :P„ - und bei Muskelverletzungen das Gewebe super unterstützen und vor allem bei Faserrissen und -abrissen die kaputten Muskelfasern komprimieren und somit die Heilung beschleunigen und Narbenbildung im Muskel minimieren. Die von CEP seien orthopädisch empfohlen. Aber is das nu auch wirklich so?

 

8 Tage nach meinem Abriss tat der Unterschenkel noch genauso fies weh wie am ersten Tag - es half nur der CEP Strumpf etwas. Ich entschied zum Unfallchirurgen zu gehen. Der belächelte meine Strümpfe:“Mädel, die bringen Dir nichts. Du brauchst korrekt medizinische Kompressions

-strümpfe aus dem Orthopädiefachgeschäft verordnet - Klasse 2. Die Sportdinger da, sind zu lasch!“ 

 

Also los, so schicke hautfarbene Omastrümpfe besorgen - *bäh*- „Warte Andre, die zieh ich demnächst auch zum Biken an! Nächstes Jahr …..wir zwei? *g*!

 

Ab zum Sanitätshaus Müller in Verden. Super Laden, top Service und gute Beratung. Und jetzt wollt ich das wissen: Taugen meine CEP-Socken wirklich nix? Der Verkäufer:“ Doch, die sind gut. Die haben auch Kompressionsklasse 2, sind sogar zum Teil besser, weil verstärkt an einigen Stellen. Sie sind nur nicht medizinisch zugelassen, weshalb sie von Ärzten und Kassen nicht akzeptiert werden. Für jede Art von Muskelverletzung zu empfehlen!“ Ahaaaaa……hätt ich die auch weiter anziehen können - sind auch SCHICKER! 

 

So und damit sei Euch Sportlern gesagt, zieht die Dinger an bei sowas - gibt nix Besseres!

 

Der komplette Sportkompressionsstrumpf von www.under-pressure-sox.de war genauso gut. Ich konnte keinen Druckunterschied zum "Omastrumpf" feststellen. Tragen tun sich die Sport-strümpfe generell angenehmer - der Omastrumpf gleicht im Material den alten Nylon-Strumpf-hosen und kratzt. 

 

Andre, soll ich nu Omastrumpf anziehen oder den SCHICKEN?

Für Dich tu ich alles - viel Spass bei den Bike Four Peaks….leider ohne mich :-(!