Moonreker Run

07.04.2019 HANNOVER MARATHON - mein Lauf als Botschafter!

Nicht nur ich bin in den letzten 6 Monaten so viel gerannt wie noch nie, die Zeit ist es auch. Was war ich happy und stolz als einer von 29 Hannover Marathon Botschaftern 2019 ausgewählt worden zu sein und jetzt ist das Race schon Geschichte. Und was für eine! Ein absolutes Aprilmärchen mit fast 27 000 Startern und 250 000 Zuschauern aus 107 Nationen, einer perfekten Organisation, „Steffi Eichel Wetter“ und einer Stadt, die Sport richtig positiv feiern kann. Danke Hannover, danke Eichels Events für dieses Wahnsinnswochenende. Ich hätte nie gedacht, dass man 2018 noch toppen kann.

Ich wollte meine Zeit von 1:58:30 h vom Vorjahr schlagen. Ich habe an unzähligen Laufveranstaltungen im Winter teilgenommen. Ein absoluter Laufschwerpunkt sollte meine Laufleistung im Triathlon endlich stabilisieren und verbessern. Das hatte ich im Winter 2017/18 auch schon schon vor, aber 4 x Grippe versaute mir alles. Ich schleppte mich mit Defizit durch die „Triathlonsaison aus der kalten Laufhose“. Jetzt lief es erstmals komplett anders! Bis Hannover hatte ich sogar schon 2 Halbmarathons in der Tasche, einer davon cross und kalt.

 

Mitte Februar setzte aber ein ätzender Wadenklemmer ein, mit dem ich zwar auch Rennen laufen konnte, den ich aber weder mit Physio noch Dehnen und Black Roll richtig weg bekam. Es nervte einfach und ich verlor fast den Spaß am Laufen. Die 20 km in Celle lief ich mit gefühlter Zeltstange im Unterschenkel nicht wirklich schlecht ins Ziel, aber Spaß machte es nicht. Am nächsten Tag war meine Hüfte komplett zu. Ich kam kaum aus dem Bett und zur Arbeit. Im Laufcamp Sylt dosierte ich das Laufen. In einer Technikeinheit ging plötzlich nichts mehr. Trainer Basti legte im Camp 2 x täglich selbst Hand an, denn ein mitten in der Wade liegender Muskel war völlig zu, kaum lösbar und extrem schmerzhaft. Schlappe 7 Tage bis Hannover. Mir lief die Zeit weg!

 

Daheim sofort zur Physio. Ich hatte jetzt auch wieder übelste Rückenschmerzen (Piriformis/ Ischias). Half nur Flossingband. Hat etwas von Sado Maso sich mit einem Gummiband mehrmals brutal den Unterschenkel abzuschnüren, hilft aber ungemein. Die hohe Kompression und der erhöhte Blutfluss danach, löst tiefliegende Muskelstrukturen, an die man manuell kaum herankommt. Ich habe ab sofort immer ein eigenes Band dabei! 

Am Samstagmorgen waren wir Botschafter zu einem Treffen im GOP Theater Hannover eingeladen. Stefanie Eichel begrüßte uns persönlich, um uns für unser Engagement als Marathonbotschafter zu danken. Insgesamt 29 Botschafter waren seit letztem Sommer im Norden unterwegs, um Werbung für den großen Marathon zu machen. Außerdem hatten wir die Gelegenheit uns eine Stunde lang mit den Laufprofis Lisa Hahner und Tom Gröschel zu unterhalten. Dass sich eine Cheforganisatorin eines so großen Events am Preracetag 1 Stunde Zeit für ihre Botschafter nimmt, zeugt von echter Wertschätzung. Danke.

Kurz danach trafen wir uns am Start erneut zum gemeinsamen Foto, ich ging zur Startnummernausgabe und besuchte kurz die Messe. Ich muss sagen, die Marathon Expo in Hannover ist klein, aber es ist alles da, was ein Sportler braucht. Zudem lohnt sich der Besuch wegen extrem günstiger Messepreise.

Besonders gefreut hat mich, dass sich meine Freundin Kathi von Besi & Friends für einen Start in Hannover entschieden hatte, um mich wiederzusehen. Nach der Tour nach Barcelona und St. Tropez verbindet uns eine ganz besondere Freundschaft und wir hatten uns 2 lange Jahre nicht mehr gesehen. Kathi ging auf die 42 km. Wer sie kennt, der weiß, sie kann auch viel länger laufen. Den Abend verbrachten wir im Sausalitos bei einem stattlichen Prerace-Essen:

Geschlafen habe ich in der Nacht eher schlecht, weil ich völlig überfressen war, dafür fiel das frühe Frühstück etwas kleiner aus. Ich war extra früh hoch, um Kathi an den Start zu bringen und wen treffe ich beim Frühstück? Einen ganz lieben Bloggerkollegen, der den 2 h Pacer  beim Halbmarathon machen sollte. Am Start lief dank freundlicher Volontäre und top Organisation des Veranstalters alles schnell und unkompliziert ab und Kathi war pünktlich im Startblock und weg.

 

Jetzt hatte ich noch 1,5 Stunden Zeit und die gingen gnadenlos schnell herum: die eigenen Kollegen der Bundespolizeistaffel Walsrode begrüßt, als Marathon Botschafter diverse Auskünfte gegeben, die Kollegen von der Landespolizei besucht, andere Botschafter getroffen, den Stand meines Ausstatters Wrightsock und Bodyglide besucht und ab in den Startblock. Übrigens lief ich mir in diesem Jahr keine tiefen Löcher in meine Füße, dank Wrightsocks und dem Bodyglide Fußbalsam. Im letzten Jahr hatte ich 2 cm große Blasen bis auf das Fleisch unter den Füßen und konnte fast 3 Wochen nicht mehr richtig laufen. Geniale Socke, super Hautschutz durch Bodyglide - auch an anderen potentiellen Scheuerstellen.

 

Und weil Steffi Eichel immer ihre grauen Gummistiefel getragen hat, schien wie jedes Jahr die Sonne. Mein Laufwetter! Und es lief auch von Anfang an mehr als perfekt. Als wäre nie etwas gewesen knirschte weder Piriformis noch die Wade und die ersten 10 km hatte ich nach 55 Minuten geschafft. Keine Fabelzeit für echte Läufer, aber meine 10 km Bestzeit liegt auf 54 Minuten und im Halbmarathon konnte ich jetzt tatsächlich 55 Minuten halten. Das ist gut. Heißt, dass ich auch auf olympischer Triathlondistanz das erste Mal unter einer Stunde laufen kann, also ca.  10 Minuten schneller als noch vor 2 Jahren. Und die 55 Minuten waren nicht „All Out“. Es fühlte sich generell technisch deutlich besser und schneller gelaufen an als je zuvor.

Bei km 13 bekam ich Asthma und brauchte Spray. Das hat mich aber nicht groß aus meinem Laufrhythmus geschmissen, denn ich kann damit um. Bis zum Ziel konnte ich nochmal richtig zulegen, sah plötzlich kurz vor dem Ziel Claudia Lingner von Eichels Events rufen: „Monika“ – abgeklatscht *yeah* und ab ins Ziel mit 1:58:12h.

Satte 18 Sekunden schneller als 2018.

Ziel schneller zu laufen erreicht, aber so wenig? Erst biste enttäuscht, dann wertest du das gemeinsam mit dem Trainer aus und stellst fest, dass es doch gar nicht so schlecht war. Der ganze Laufwahnsinn hat mich zwar nicht unbedingt so wahnsinnig viel schneller, aber stabiler und effizienter gemacht. Transformation vom Radsport zum Laufen geglückt. Tempotraining war bisher auch nicht der Schwerpunkt und bis zum August sind es noch satte 3 Monate. Auf 5 und 10 km hat sich einiges getan, den Halbmarathon rennt keiner in so kurzer Zeit wesentlich schneller. Also alles gut – happy!

 

Und die Kathi schaffte dann den Marathon auch in beeindruckenden 4:01 h. Wow, ich stelle mir vor, meinen Halbmarathon noch einmal laufen zu müssen….nöööö.

 

Um 14 Uhr war noch einmal Fototermin aller Botschafter im Rathaus.

In den 10 Monaten, in denen wir alle als Botschafter unterwegs waren, hat sich eine großartige Gemeinschaft, mit Begeisterung zum Sport gebildet und ich bin total dankbar, dass ich ein Teil davon sein durfte. Danke Ihr lieben Botschafterkollegen und Danke Eichels Events, dass ich dabei sein durfte. Hannover hat sich einmal mehr mit einer perfekten Organisation mit Liebe fürs Detail, immer freundlichen Helfern und großartigen Zuschauern von seiner besten sportlichen Seite gezeigt. Es war mir eine absolute Ehre für dieses hochklassige Sportevent zu werben.

 

…und vielleicht tue ich das auch weiterhin…einmal Botschafter, immer Botschafter….30 Jahre Hannover Marathon 2020. Ob wir 30 000 Starter zur Deutschen Marathonmeisterschaft begrüßen können? Es wäre großartig und Hannover hätte es verdient.

 

Vielleicht laufe ich auch im nächsten Jahr meinen ersten Marathon mit ganz vielen Botschaftern der letzten Jahre? 

 

Danke Kathi, dass Du da warst....Du fehlst mir jetzt schon!

 

Und „HAJ“, Ihr könnt Euch jetzt schon wieder anmelden!

Wir sehen uns 2020 in Hannover.

WASA Lauf 2019

Nicht zu verwechseln mit dem WASA Lauf in Schweden, handelt es sich hier um einen der größten europäischen Volksläufe (9000 Starter), der bereits zum 37. Mal ausgetragen wurde. WASA kommt vom Knäckebrot. Neben WASA wird er auch von Barilla gesponsert und wer nicht unbedingt mitlaufen will, kann auf dem Volksfest in der Celler Altstadt auch günstig Knäckebrot oder Nudeln kaufen (1 Euro).

Im letzten Jahr war ich erkältet und konnte nur zuschauen, in diesem Jahr wollte ich meinen 2. Halbmarathontest starten. Die gleiche Idee hatten auch 5 andere Hannover Marathon Botschafter und so kam es zu einem ersten großen Treffen.

 

Seit Sommer letzten Jahres sind wir offizielle Marathon Botschafter. Durch bisher unterschiedliche Wettkampfinteressen kam ein früheres Treffen einfach nicht zustande das gemeinsame Foto vor dem Celler Schloss war auch nicht so einfach, weil die Startzeiten der verschiedenen Distanzen so unterschiedlich waren. Was solls, wir haben gleich mehrere Fotos gemacht. 

Wenig später verteilte sich der Rest recht schnell Richtung Start. Das Wetter war mies: 7 C und nass kalt. Am Vortag herrschte noch Sturm und die Prognose für den Sonntagnachmittag war alles andere als gut. Im Startblock klapperten schon fast die Zähne.

 

Nach dem Start ging ich es etwas forcierter an und lief die 1. Runde durch die Celler Altstadt und das Schloss in 26 Minuten, aber nicht am Limit. Das stimmte mich positiv, denn der Parcours ist alles andere als schnell. Kopfsteinpflaster, leichte Anstiege und unzählige Kurven machen Celle nicht zur High-Speed Strecke. Durch den Regen waren Gullideckel und Pflaster stellenweise auch recht rutschig.

 

Ab km 10 merkte ich ein Ziehen in der rechten Wade. Dazu sei gesagt, dass sie seit 2 Wochen beim Laufen zu macht. Ich war deshalb bereits 2 x zur Physiotherapie und hatte aus diesem Grund auch den Crossduathlon Wolfsburg sausen lassen, weil mir der HM-Test in Celle einfach wichtiger war. Jetzt galt es möglichst stabil durchzulaufen. Inzwischen fing es an zu schütten und die Temperatur stürzte um satte 4 C. Normal ist einem das ziemlich egal, weil man wie Sau schwitzt, aber in Verbindung mit dem kalten Wind wurde es jetzt äußerst unangenehm. Noch nie habe ich im Wettkampf meine Windweste im Lauf bis oben hin zugemacht.

 

Was hier Zuschauer im Regen ausgeharrt, gefroren und angefeuert haben, verdient größten Respekt. Danke, dass Ihr da wart und für die geile Stimmung gesorgt habt. Das hält die Moral bei so einem Mistwetter echt hoch.

 

Inzwischen war es an der Zeit für Streckenverpflegung und ich stellte einmal mehr fest, dass Power Bar es immer noch nicht geschafft hat die Verpackung vom Hydrogel so zu produzieren, dass sie unfallfrei aufgeht. Wer bei Puls 165 versucht an einer Packung zu saugen aus der nichts kommt, weiß was echter Sauerstoffmangel heißt. Alter Schwede, 3 x Nachbeißen, Reißen, 500m weiter lief die Soße über die Hand und alles klebte. O.K. – kann ja einmal blöd laufen, aber  wenig später mit der 2. Packung exakt das Gleiche. Genervt und verklebt versuchte ich wieder meinen Laufrhythmus zu finden.

 

Mein rechtes Bein fühlte sich jetzt wie ein Holzbein an, aber das Tempo konnte ich trotzdem halten. Mir gelang sogar noch auf den letzten 2 km eine Tempoverschärfung. Nach 1:51:23 lief ich ins Ziel und war damit total zufrieden. 

 

Im Ziel goss es aus Eimern und es war brutal kalt. Super die Plastiktrikots von Runnerspoint für jeden Finisher. Mit dem Ding bin ich nach dem Umziehen auch noch halbwegs trocken zum Auto gekommen. Super auch die Organisation der zwei Stadtbusse zur Gepäckaufbewahrung und zum Umziehen. Der Temperatursturz erreichte in Verden dann seinen Höhepunkt als der Regen in Schnee umschlug. Letztes Jahr hatten wir 20 C und Sonne. Krasser Kontrast, aber trotzdem wieder eine super Laufveranstaltung. 

 

Unsere Botschafterin Agnes lief ihren ersten Wettkampf in 1:37h . Als sie Botschafterin wurde, war sie absolut keine Läuferin und nach knapp einem halben Jahr dieses tolle Ergebnis. Runter vom Sofa, rein in die Laufschuhe hat hier perfekt funktioniert. Glückwunsch Agnes! Einfach geil und super Vorbild!

21 km wäre ich hochgerechnet unter 1:58h gelaufen. Hannover ist die schnellste Halbmarathonstrecke Deutschlands und mit diesem Ergebnis gehe ich davon aus dort auch tatsächlich schneller zu laufen. Damit hätte ich mein erstes großes Saisonziel 2019 erreicht. Ich bin gespannt, ob das klappt.

 

Jetzt geht es in 2 Wochen noch einmal ins Laufcamp nach Sylt. Ich hoffe bei besseren Wetter und dann heißt es auch schon „HAJ-Hannover“. Ich freu mich drauf !

 

Danke Celle!

Mein Laufwahnsinn 11/18 bis 01/19

Meine Triathlonsaison 2019 startete am 01.11.18 zunächst genauso schlecht wie auch im Jahr zuvor mit einem Erkältungsinfekt. Letztes Jahr fiel das ganze halbe Jahr Vor-bereitung durch immer wieder kehrende Infekte mit anschließendem Asthma ins Wasser. Genau daran krankte am Ende auch immer meine Laufleistung im Triathlon. Oft lag ich nach Schwimmen und Radfahren unter den Top 5 und rutschte nur durch den Lauf im Gesamtklassement zurück. Das nervt – das ärgert Dich einfach!

 

Diesen Winter sollte es nun endlich besser laufen und kaum angefangen, lief wieder die Nase. Zum Glück nur 7 Tage und einen Crosslauf lang. Danach folgte eine perfekte Lauf-saison von November bis Januar.

 

Den Syke-Weyher-Cross Fünfer absolvierte ich komplett bis auf den 1. Lauf, schob den Nikolauscross der LG Bremen dazwischen und lief den Silvesterlauf Bremen. Im Januar konnte ich dann die AOK-Winterlaufserie Bremen nahtlos anhängen. Jedes Wochenende ein „Rennen“? Ja, geht bei uns in der Region. Wir sind hier einfach „Crosslauf gesegnet“. Hinzu kam natürlich auch mein Amt als Hannover Marathonbotschafter – die Botschaft musste ja in die Welt hinaus gelaufen werden:

Macht wirklich Spass! Ich weiß nicht mehr wie oft ich darauf angesprochen wurde oder man mir beim Laufen auf die Schulter klopfte und rief:“ Hey, wir haben ein gemeinsames Ziel!“ Das Shirt wurde wirklich oft erkannt und führte zu vielen netten Gesprächen im Startblock, auf der Strecke oder später auch im Ziel. Danke, dass ich diese großartige Aufgabe offiziell wahrnehmen darf. Ich freu mich schon riesig auf den 07.04.2019. Und genau das ist auch mein Ziel des aktuellen Crosslaufwahnsinns: endlich einen schnelleren Halbmarathon laufen zu können, um auch auf der Mitteldistanz schneller zu werden.

 

Jetzt ist das so, dass ein Triathlet selten so schnell laufen kann wie ein reiner Leichtathlet und die Leichtathleten auf solche Crosslaufserien trainieren, während der Triathlet gerade erst aus der Offseason erwacht. Jedes Wochenende „Anschlag“ ist auch ein irrwitziger Trainingsansatz, der einen höchstens in eine gefährliche Frühform oder ein Burnout katapultiert. Zudem ist es ziemlich bescheuert sich einer erhöhten Verletzungsgefahr auszusetzen, wenn man ein ganzes Jahr Mitteldistanztraining investiert und dann gleich zu Beginn wegen einem „Kartoffelrennen“ ausfällt.

 

Trotzdem kann man ein super strukturiertes Lauftraining rund um solche Wettkampfserien planen ohne sich sinnlos abzuschießen. Verabschieden muss man sich einfach von Bestzeiten, gewöhnen muss man sich an 80 % Rennen im hinteren Lauffeld. Letzteres hat am Ende sogar richtig Spass gemacht, weil hinten einfach die entspannteren Läufer sind. Lass andere über Dich lästern, Dein Ziel liegt ganz woanders! Im Entwicklungsbereich kann man auf solchen Veranstaltungen einfach leichter trainieren und motivieren tut dieses Umfeld ungemein. Man trifft sogar den Nikolaus.

Und so lief es dann:

18.11.  Ellernbruch            8 K               45:04 Min        W 40/ 8. Platz

25.11.  Waldkater.          8,4 K               47:46 Min        W 40/ 7. Platz   (-2:05 Min 2017)

02.12.  Nikolauscross      10 K               58:27 Min        W 40/ 2. Platz

09.12.  Sandberg             10,2 K            57:33 Min        W 40/ 6. Platz   (-1:13 Min 2017)

16.12.  Country Cross      21 K           2:05:36 Min         W 40/ 4. Platz   (= IM Rügen)

31.12.  Silvesterlauf         10 K               53:48 Min         W 40/ 8. Platz   (-3:21 Min 2017)

13.01   AOK- Lauf            10,5 K            58:16 Min         W 45/18. Platz  (+ 3 Min)

 

Im letzten Jahr kämpfte ich noch mit meiner Handicap bedingten Lauftechnik und diversen orthopädischen Problemen. Dieses Mal hatte ich alles perfekt im Griff. Einzig nach dem Halbmarathon setzte ich ein paar Tage aus, um eine Wadenverhärtung selbst mit Black Roll erfolgreich zu therapieren. Werde Dein eigener Physio!

 

Alle Läufe, bis auf den Silvesterlauf, lief ich mit nur 80% Last. Anfangs fiel mir das schwer, wenn alle so losknallen. Nach dem 2. Lauf juckte mich das überhaupt nicht mehr. Der Syke-Weyhe-Cross-Fünfer hat meist Rundstrecken von bis zu 2 km Länge, die immer wieder gelaufen werden. Perfekt für Trainingspacing. Meist ließ ich erst in der letzten Runde die Kuh fliegen. Bereits beim Waldkater war ich mit dieser Strategie schon 2:05 Min schneller als 2017! Den Sandbergcross immerhin 1:13 Min schneller und den Halbmarathon in nicht gerade leichtem Profil (Anstiege am Ende) und unter extrem kalten Bedingungen konnte ich in der gleichen Zeit laufen, wie den IM 70.3 Rügen. Jetzt war ich 80% der Läufe auch nur 80% gelaufen. Also schon deutlich zum Vorjahr verbessert! Beim Nikolauscross der LG Bremen reichten die 80% sogar für den 2. Platz meiner AK.

 

Weil ich nur 80% Belastung lief, konnte ich auch nahtlos in der Woche weiter trainieren. Keine fetten Beine – nicht völlig platt – perfekt!

 

Beim Silvesterlauf Bremen wollte ich dann einmal wissen, ob ich es schaffe meine bisherige Bestzeit auf 10 km (56:09 Min) zu knacken. Die Strecke verläuft pottflach auf Asphalt in zwei Runden. 5 Minuten lang kam ich schlecht voran, weil sich vorn zu viele langsame Läufer befanden, die nur schwer zu überholen waren.Die erste Runde lief ich dann mit 90% und zog in der letzten Runde bis zum Maximum an. Ich konnte meine PB am Ende um 3:21 Minuten unterbieten und lief in 53:48 Min ins Ziel. Unter Abzug der ersten 5 Minuten wäre noch mehr drin gewesen. Läuft, würde ich sagen!

Lediglich beim 1. Lauf der AOK Winterlaufserie lief ich 3 Minuten langsamer als im Jahr zuvor. Aber auch kein Wunder, wenn man einen Tag vorher 5,4 km beim 24h Schwimmen zurücklegt. Dafür trotzdem ein geiler Trainingsblock!

 

Jetzt habe ich noch satte 4 Monate Zeit, um meine Halbmarathonzeit von 1:58 h in Hannover zu schlagen. Am 10.02. folgen 15 km bei der AOK-Winterlaufserie Bremen, am 10.03. dann die Generalprobe über 20 km beim Wasa Lauf in Celle, es folgt das Laufseminar mit der Bewegungsschmiede auf Sylt und dann heißt es „HAJ“ Hannover!

 

Sollte ich gesund und verletzungsfrei bleiben, wird auch meine Triathlonleistung eine ganz andere sein. Man braucht einfach nur etwas „Anlauf“!