Moni Moonreker`s Härtetest

Ich teste Sportartikel in Bezug auf Funktion, Qualität, Einsatzbreite  und Lebensdauer. Als Hobbyathletin im Leistungssportbereich bringe ich meine Erfahrungen aus über 20 Jahren Sport in allen Extrembereichen ein. Die Artikel teste ich aufgrund meiner Disziplinbreite im Sport unter allen möglichen Bedingungen (Laufen, Duathlon, Triathlon, Dirtrun, Mountainbiking, Rennrad und Schwimmen). Viel Spass beim Lesen!

14.03.2018  MelTonic 

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich vertrage wenig spezielle Sportnahrung. Ich habe Allergien und Unverträglichkeiten und gerade im Wettkampf gehe ich ungern Risiken ein.

 

Ob die klassische Laktoseunverträglichkeit, die maskierte Milchallergie, Soja, Kräuter (Thymian, Rosmarin, Oregano), Ingwer, Nüsse oder auch Früchte (Kern-obst, Ananas) und Gluten - irgendwie ist überall etwas drin, was ich nicht vertrage. Allergie, Kreuzallergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit. Zudem oft auch noch künstliche Konservierungs- und E-Stoffe. Für mich als Allergiker bleibt da oft nicht mehr viel übrig. 

 

Gerade unter solchen Umständen sollte die Nahrungsquelle auch natürlich sein. Die einzige Produktpalette, die mir bekannt und gut ist, ist Dr. Feils „ULTRA-SPORTS“…..aber genau da finde ich Ingwer, Kräuter und Milchbestandteile in fast jedem Produkt wieder. Keine Chance!

 

Außerdem versuche ich Industriezucker zu meiden. Geht aber schlecht bei der Zufuhr reiner Kohlehydrate - dachte ich bisher und habe im Rennen immer die gleichen Power Bar Riegel gegessen. 

MelTonic ist anders:

1. Reines Naturprodukt, frei von E- und Konservierungsstoffen

2. Statt Industriezucker Naturhonig & Gelee Royal

3. Lediglich 2 Riegelsorten weisen Allergene auf (Cashewkerne und Ananas)

 

Statt Industriezucker enthalten die Produkte reinen Bienenhonig und Gelee Royal. Auf die Idee kamen Trailrunner aus Frankreich, die zugleich Imker sind. In der französischen Laufszene ist MelTonic längst der Renner.

 

Ich werde das Produkt in den nächsten Wochen intensiv testen und meine Erfahrungen hier bekanntgeben. Wer denkt, die Riegel seien pervers süß wie die Klebepaste von Power Bar, der irrt. Ich war beim ersten Riegel wirklich überrascht! Von der Konsistenz und dem Geschmack her ungefähr wie eine Fruchtschnitte aus dem Reformhaus. Im Gegensatz zu Power Bar zerfällt das Produkt ganz leicht im Mund. Lästiges langes Kauen entfällt, so dass die Nahrungsaufnahme auch in der Belastung nicht stört. Bei Power Bar bekomme ich oft kaum Luft, wenn der Mund voll ist und ich muss viel mit Wasser nachspülen, um den Kleister herunter zu bekommen. Die Süsse bei Power Bar ist schon extrem. Bei MelTonic wenig aufdringlich.

 

Inwiefern der Brennwert für lange Ausdauerbelastungen taugt, wird sich in den nächsten Wochen in Training und Wettkampf zeigen. Ich teste Gels, Riegel und einen Kuchen. Letzterer ist lactose- und glutenfrei. Man könnte denken, der Hersteller hätte hier bewusst ein Nieschenprodukt für Allergiker geschaffen. 

 

Die Riegel und Gels sind sehr klein. Darüber kann man sich streiten. Ich persönlich finde kleine abgepackte Mengen sinnvoller als zu große. Bei Power Bar habe ich oft den halben Riegel weggeschmissen, weil es im Training zu viel war oder man hat im Wettkampf die klebrigen Reste in der Tasche. Die Riegel von MelTonic sind überhaupt nicht klebrig. Allerdings kann man sie deshalb auch nicht in kleinen Portionen am Fahrrad aufkleben (Triathlon/ Radsport). Aufreißen ist auch einfacher - kein Kampf mit der Verpackung und der Inhalt geht ganz leicht heraus.

 

Schwierig ist aktuell noch die Produktinformation, weil Webside und Verpackung französisch gehalten ist. Lediglich die Zubereitung des Kuchens wird auf der Verpackung auf Englisch angegeben. Für den deutschen Markt besteht hier noch Nachholbedarf. Der Kunde verliert sonst schnell die Lust auf Information, da Französisch nicht jedermanns Sprache ist. 

 

Mehr dazu später im Langzeit Praxistest!

02.04.2018   MelTonic "Gateau Tonic Bio" - Energycake

Macht ein spezieller Sport-Energy-Cake wirklich Sinn? Diese Frage habe ich mir schon häufiger gestellt, gibt es doch Riegel und Gels. Allerdings konnte ich diverse Sorten nicht essen (Nüsse und Milchanteil), andere haben mir nicht wirklich geschmeckt. Dazu die Frage, wann soll man so einen Kuchen denn überhaupt verwenden? Er passt weder ins Trikot noch ist er gut zu transportieren.

 

Im Rahmen meines 2. Trainingsblocks über Ostern habe ich mich mit dem Thema eingehend auseinandergesetzt und den MelTonic „Gateau Tonic Bio“ mit Honig und Himbeeren getestet. Der Kuchen zeichnet sich durch eine hohe Verträglichkeit aus, da er nur mit Eiern und Wasser bindet. Gluten- und laktosefrei ist. 

Inhaltsangabe

Reis- und Maismehl

Lupinen

Backpulver

Honig & Royal Gelee

Himbeere

Eipulver

Natürliches Aroma

Guarkernmehl

 

Alles bio-kontrollierter Anbau! Wer Weizen nicht verträgt, optimal. Generell Inhalts-stoffe, die Magen- und Darm auch unter hohen Trainingsbelastungen nicht reizen. 

 

Backen: 

Ganz einfach Packung auf, alles in eine Rührschüssel, 300ml Wasser, gut rühren, in eine Backform füllen und bei 180C Umluft ca. 30 Minuten backen. Kann wirklich JEDER! Positiv fällt der Geruch der Trockenbackmischung auf. Die ganze Küche duftet nach Himbeere. Auch angerührt mit Wasser schmeckt der Rohteig. Nach 30 Minuten Kuchen aus dem Ofen nehmen und mit einem Holzstab schauen, ob er durch ist. Wenn der Teig sich vom Rahmen der Springform etwas gelöst hat, ist er in der Regel auch gut. 

Der fertige Kuchen:

Wer beim 1. Bissen jetzt an herkömmlichen Kuchen denkt, wird erst einmal enttäuscht sein, dass Vorstellung und Realität etwas auseinander gehen. Man muss bedenken, dass es sich hier um einen Energiekuchen handelt. Er soll Kohlehydrate für sportliche Aktivitäten liefern und besteht auch überwiegend aus Zutaten wie Mais- und Reismehl und das schmeckt man auch sofort heraus. Wer öfter Müsli oder Porridge isst, der wird sich dort sofort wieder finden, nur ist die süßliche Kuchen-Himbeernote intensiver und macht das Ganze etwas schmackhafter. Anders als normaler Kuchen hat er mehr Gehalt und fordert auch etwas mehr Kauleistung (ähnlich Vollkornbrötchen). Pro 100g Kuchen ergeben sich 80g Kohlehydrate - davon 49g nicht aus Zucker! Empfohlen wird vor dem Training ein Drittel vom Kuchen zu essen.

Meine Verwendungsempfehlung:

Backt und isst man nicht jeden Tag. Macht Sinn im Trainingslager zwischen den Einheiten oder bei mir danach. Ich habe nach über 3h Trainingszeit beim Kaffeetrinken auf den minderwertigen Zuckerkuchen verzichten und statt dessen MelTonic gegessen und das war ein toller Ersatz. Erstens hatte ich gleich den echten Bedarf an sinnvollen Kohlehydraten gedeckt und zweitens war es trotzdem eine Art Kuchen zum Kaffee, nur nicht ganz so süss. Gut vorstellen kann ich ihn mir auch unterwegs zu Rennveranstaltung. Entweder davor oder danach. Und richtig geil für ein 24 Stunden Rennen, wenn einem die Riegel und Gels zum Hals raushängen. Vorteil der Backmischung ist auch die Haltbarkeit des Kuchens. Man muss ihn nicht unbedingt dauernd kühlen, er ist mehrere Tage essbar und kann sogar eingefroren werden. 

 

Ihn gibt es auch in der Geschmacksrichtung „Schoko“. Ich könnte mir vorstellen, dass der Kakao als Zusatz hier noch stärker dominiert und Reis- und Maismehl-geschmack weiter reduziert. Mir hat „Himbeere/Honig“ aber auch sehr gut geschmeckt.

 

Bezug über:

www.meltonic.de

 

Es folgt der Test der Riegel:

 14.04.2018     Test "MelTonic Barre" (Energieriegel)

MelTonic Bar (25 g)               Power Bar (55g)               2 x 25 g MelTonic

Energie           464,3 kcal                842 kcal                             928,6 kcal

Fett                     3,2 g                          2 g                                      6,4 g

Kohlehydrate    17,9 g                        39 g                                    35,8 g

davon Zucker   16,2 g                        24,2 g                                  32,4 g

Protein               1,9 g                         5,8 g                                     3,8 g

Salz                   0,01g                        0,48 g                                   0,02 g

 

MelTonic enthält 1 mg Vitamin E auf 25g, Natrium und Magnesium nicht in allen Sorten. Power Bar grundsätzlich bis zu 190g Natrium und 75,6mg Magnesium je Riegel.

 

Als Bewertungsreferenz der Inhaltsstoffe wurden 2 MelTonic Riegel im Vergleich zu einem Power Bar gesetzt, da die Riegel nur 25g wiegen und ein Power Bar 55g.

 

Bezüglich dem Inhalt an Kohlehydraten überrascht MelTonic mit 35,8 g auf 50g Riegel im Vergleich zu Power Bar mit 55g und 39g Kohlehydraten. Rechnet man den Vorteil von 5g mehr vom Power Bar  Riegel auf die beiden MelTonic Riegel um, ergibt das einen Wert von 42,8g KohlehydrateN auf 55g. Zwei MelTonic Riegel schlagen also einen Power Bar Riegel bei gleichem Gewicht. Somit steht MelTonic in Bezug auf die Energiebereitstellung Power Bar in nichts nach. Der Unterschied liegt im Zucker. Während Power Bar auf Industriezucker setzt, der schnell den Blut-zuckeranstieg herbeiführt, setzt MelTonic auf Honig. Grundsätzlich der gesündere Zucker für den Organismus.

 

MelTonic enthält geringfügig mehr Fett, was aber im langen Ausdauerwettkampf durchaus förderlich ist, wenn es auch nicht besonders ins Gewicht fällt. Schließlich werden lange Ausdauereinheiten überwiegend im Fettstoffwechsel absolviert. Der Salzgehalt liegt im Power Bar mit 0,48g auf 55g deutlich höher. Auch der Protein-gehalt ist etwas höher. Power Bar enthält außerdem 190g Natrium und 75,6mg Magnesium. Beides sinnvoll auf langen Ausdauerbelastungen durch hohen Schweißverlust. Der Tonic Bar „Honig-Pistazie-Salz“ enthält 0,47g Salz und 18,75g Magnesium, ist allerdings für Nussallergiker (Cashewkerne) nicht geeignet. Problematisch könnte auch der Riegel mit Ananas für Allergiker sein. Ansonsten zeichnet sich das Produkt durch eine außerordentlich hohe Verträglichkeit aus, da Honig in den seltensten Fällen nicht vertragen wird. Bienenstichallergiker aus-genommen.

 

Der Riegel bleibt unter Hitze und Kälte in seiner Konsistenz erhalten, heißt er wird weder zu weich noch hart. Insbesondere bei Radtraining im Winter zu empfehlen, da er leicht essbar bleibt. Die Verpackung geht leicht auf, der Riegel ist leicht zu entnehmen. Lästiges Kleben, wie bei einem zu weichen Power Bar entfällt, auch beißt man sich nicht die Zähne aus.

Die Energiebereitstellung nach Einnahme erfolgt in der gleichen Zeit für Riegel, wie auch bei anderen Produkten. Ich bin damit einen Halbmarathon gelaufen und habe keinen Leistungsverlust gespürt. Auch beim Radfahren hat sich der Riegel bewährt und er schmeckt mir besser als alle anderen Markenprodukte auf reiner Zucker-basis. Da mir bei den Zuckerriegeln immer die Magensäure hochkommt (Sod-brennen), ist MelTonic für mich ganz klar die deutlich bessere Wahl.

 

Die kleinere Mengenverpackung finde ich sehr gut, da ich im Training oft nur einen halben Power Bar gegessen habe und die Hälfte dann wegschmeißen musste oder den klebrigen Rest in der Trikottasche hatte. Die Verpackung ist sehr gut und lässt sich deutlich einfacher aufreißen als andere Hersteller. Da der Riegel nicht klebt, lässt er sich auch beim Radfahren ganz einfach entnehmen. Kein Verpackungs-kampf.

 

Ein Riegel MelTonic kostet 2,40 Euro bei 2 Riegeln macht das 4,80 Euro im Vergleich zu einem Power Bar Riegel (1,39 Euro). Nicht ganz billig, aber eine höhere Nahrungsqualität auf Biobasis hat halt auch ihren Preis. Die Frage, ob es das wert ist, muss jeder für sich selbst beantworten, schließlich isst man solche Produkte nicht jeden Tag und achtet als Sportler generell auf die Ernährung.

01.05.2018 MelTonic Gel

MelTonic Gel (20 g)               Power Bar (41g)               2 x 20 g MelTonic

Energie           260,8 kcal                448 kcal                             521,6 kcal

Kohlehydrate  15,02 g                      25 g                                    30,4 g

davon Zucker  11,77 g                      13 g                                  23,54 g

Salz                   0,03 g                   0,52 g                                    0,06 g

 

Ein Power Bar Gel enthält zusätzlich 206mg Natrium, sowie je nach Sorte auch bis zu 50mg Koffein.

 

Ähnlich wie beim MelTonic Bar schneidet ein MelTonic Gel in der Energiebereit-stellung bei gleicher Menge besser ab als ein Power Bar Gel. Beim Gel lässt sich sogar ein Unterschied von mehr als 78,6 kcal und 5,4g Kohlehydraten feststellen. Allerdings ist der „Boost-Effekt“ bei Zuführung auch hier verzögerter als beim Industriezuckerprodukt. Hält dann aber länger an. Für schnelle Unterzucker Notfälle nicht zu empfehlen!

 

Die Gels gibt es mit verschieden Zusätzen (Ginseng, Salz, Magnesium), so dass je nach persönlichem Bedarf Auswahl besteht. Für lange Wettkämpfe sind Zusätze wie Magnesium und Salz sinnvoll. Das Gel gibt es auch in einer Großpackung zu kaufen und kann in einen Spender, der bis zu 6 Einzelgels a 20g aufnehmen kann, portioniert werden. Spart Einzelverpackungen und ermöglicht sauberes Dosieren in der Belastung. Die Einzelverpackungen ließen sich im Test oft nicht korrekt auf-reißen. Aufgrund der kleinen Menge lässt sich dann auch nicht durch Druck auf die Packung der Inhalt herausquetschen wie bei anderen Herstellern. Mehrfach musste die Küchenschere genutzt werden. Der Dosierspender mag das Problem lösen, ist aber im Triathlon oder Radsport nicht unbedingt praktisch. In den Triathlonanzug passt er schlecht in die ohnehin oft zu kleinen Taschen. Reinigung ist die nächste Frage. Mir lag zum Test keiner vor. 

 

Im Vergleich zu den Riegeln schmeckt man hier puren Honig heraus und die Konsistenz des Gels ist auch dem entsprechend konzentriert. Wer konzentrierten Honig nicht mag, dem wird das Gel schnell zu süß. Zudem kommt es auf die Geschmacksrichtung an. Jede Gelsorte schmeckt vergleichbar zu einer anderen Honigsorte. Ich persönlich mag auch nicht jede. Das muss man ausprobieren!  Die Konsistenz ist zäher als bei gewöhnlichen Gels. Es empfiehlt sich mit Wasser nachzuspülen. Ich hatte auch mehrfach kristallisierten Honig auf der Zunge. Spricht für das Naturprodukt, ist aber auch gewöhnungsbedürftig. Ein Hydrogel für Radsport und Laufen würde das Sortiment sinnvoll erweitern. Dieser Vorschlag von mir wurde positiv aufgenommen. Auch der zum Verpackungsproblem, das angeblich gelöst sein soll.

 

Einen Energieschub habe ich direkt nach Einnahme nicht verzeichnen können. Schneller spürbar als der Riegel, aber als Sofortmaßnahme im Hungerast nicht zu empfehlen. Ich habe es analog eines Riegels zugeführt. Wünschenswert wäre insbesondere für den Radsport die Verpackungsmenge zu verdoppeln, um einmal richtig Energie aufzunehmen und nicht so häufig mit der Verpackung zu kämpfen. Schließlich muss eine Hand am Lenker bleiben. Auch findet man die kleinen Tütchen schwer in der Trikottasche zwischen Reifenabhebern & Schlauch und Co. Mit Handschuhen ist es noch schwieriger. Beim Riegel finde ich die kleinere Packung gut, hier weniger.

 

Auflösung in Wasser:

Das Gel sinkt zunächst auf den Boden ab und löst sich nicht sofort im Wasser auf. Schütteln oder Rühren erforderlich. Dann löst es sich zwar auf, hat ölige Bestandteile und kleine Schwarze, die zuerst auf den Boden absinken, während das Wasser leicht grün schimmert. Das Ganze erinnert an Tuschwasser. Geschmack: ungefähr wie, wenn man einen mit Honig gesüssten Tee trinkt, wo der Honig klar dominiert. Sehr süss. Lässt man die Flüssigkeit länger stehen trennt sich Honig von Wasser wieder. Man müsste also während der sportlichen Belastung immer wieder vor dem Trinken schütteln. Auf den Triathlonrad nicht geeignet. Allerdings könnte ich mir das Gel zum Süßen eines heißen Tee`s nach dem Training im Winter gut vorstellen. Eine Art Energy-Tea.

1 MelTonic Gel kostet 2,60 – 1 Power Bar Gel 1,39 Euro.

 

Fazit:

In Bezug auf die reine Energiegewinnung durch Kohlehydrate bei langen Ausdauer-belastungen schneidet MelTonic im Vergleich zu einem Power leicht besser ab. Inhaltsstoffe wie Salz, Natrium und Magnesium müssen ggf. extra zugeführt werden, dafür ist der natürlich enthaltene Zucker durch Honig gesünder für den Organismus. Da dieser aber den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt, muss MelTonic frühzeitiger und kontinuierlicher zugeführt werden als ein Industrie-zuckerriegel. Für Anfänger des Ausdauersports weniger zu empfehlen für erfahrene Athleten, die ihren Energiestoffwechsel gut kennen eine gesündere und qualitativ bessere Energiequelle als Industriezuckerprodukte.

 

Es empfiehlt sich ein „Industriezucker-Notgel“ im Wettkampf mitzuführen, die grund-sätzliche Versorgung kann aber über MelTonic gewährleistet werden.

 

Das Produkt kommt aus der Ultra-Trailrun-Szene Frankreichs. Für eine Ausweitung auf andere Sportarten hat es durchaus Potential. Vorschläge zu Verbesserungen der Konsistenz, Entwicklung eines Hydrogels, Verpackung und Verpackungsgröße wurden positiv aufgenommen. 

19.11.2016   LED LENSER "NEO" - Headlamp

 

Ich laufe eigentlich seit Jahren im Winter im Dunkeln. Natürlich nicht im tiefsten Wald, sondern in urbaner Gegend mit vereinzelten Straßenlaternen. Oft wird man im Straßenverkehr trotz reflektierender Bekleidung übersehen und ab und zu ist man auch schon mal über eine schiefe Gehwegplatte gestolpert. Stirnlampen gibt es auf dem Markt viele. Ich hab einige im Besitz gehabt, weil ich auch 24h Rennen mit dem MTB fahre, aber keine taugte so richtig fürs Laufen. Entweder wurde die Lampe extrem heiß und knöselte schon fast Mütze und Haare ab oder sie war schwer, kopflastig, verrutschte oder störte.

 

Mit der "NEO" von LED LENSER (auch Hersteller der Taschenlampen der Bundespolizei) bin ich jetzt endlich glücklich geworden und fühle mich beim Laufen auch deutlich sicherer.

Leuchtmittel: LED, schafft sie 90 Lumen in einem homogenen Lichtkegel, der in Bright-Wide-Beam 16:9 Ausleuchtung völlig ausreichend ist. Die Lampe ist spritzwassergeschützt und wird mit handelsüblichen 3 AAA Batterien betrieben, die 40h Leuchtdauer bei max. Funktion garantieren - Akkulaufzeit bei niedrigster Funktion bis zu 100h. Damit schlägt sie schon einige meiner anderen Headlamps um Längen!

 

Der Akku befindet sich bei der Lampe am Hinterkopf in einer Gummihalterung, die Lampe vorn am Kopf ist ebenfalls mit Gummi gegen Rutschen gesichert. Das Gesamtgewicht von lächerlichen 54g !!! verteilt sich gleichmäßig am Kopf. Es rutscht und scheuert nichts. Man bekommt auch keine Nackenschmerzen von einer kopflastigen Lampe. Das Gummi mit perfekter Kabelführung ist einfach und schnell eingestellt. Sitzt und passt perfekt. Ich hab sie nach 5 Minuten Laufen überhaupt nicht mehr gemerkt.

Der Lichtkegel vorn ist extrem hell und leuchtet völlig ausreichend bis zu 10 Meter aus. Man kann im Dunkeln ohne Probleme Bodenunebenheiten erkennen. Ein weiterer Vorteil, man wird von Autofahrern schnell erkannt. Durch das grelle Licht fahren sie deutlich vorsichtiger an einem vorbei. Außerdem befindet sich hinten am Akku der Lampe eine kleine rote Lampe, die als Rücklicht zuschaltbar ist über den Frontschalter, der 4 Stufen ermöglicht:

 

1. Licht volle Leistung

2. Licht volle Leistung & rotes Rücklicht

3. Licht weniger Leistung & rotes Rücklicht

4. Licht im Blinklichtmodus & rotes Rücklicht

 

Geliefert wird die Lampe in allen gängigen "Neo"-Farben (grün, blau, pink, gelb) - man erinnere sich an eine Packung Textmarker. Sicher Geschmackssache, aber stylisch sieht sie in jedem Fall aus. Die Verarbeitungsqualität steht anderen LED LENSER Produkten in nichts nach.

 

Fazit:

Sehen und gesehen werden, Sicherheit im Straßenverkehr, Dämmerung und schlechte Sichtverhältnisse sind das Einsatzgebiet dieser Lampe. Wer in die totale Finsternis abtauchen will, braucht eine andere, aber dafür ist sie mit 19,95 Euro bei Amazon top in Bezug auf Preis/Leistung. Ich bin damit aber auch schon im völlig Dunklen gelaufen und konnte direkt vor mir noch ohne Probleme ausreichend sehen. Absolut empfehlenswert!

 

Mein nächster Test läuft betrifft den Prototypen des Klimashirts von Clim8 über die ISPO Open Innovation. Allerdings ist die aktuelle Phase noch "streng geheim" - ab Dezember folgt die öffentliche Testphase, dann gibt es hier zur "Weltneuheit" ein paar Info`s mehr.

Epson Runsense Testeraktion (Zeitraum 01/16 - 04/16) #100runnertesters

17.04.2016     Zusammenfassung Test Epson Runsense SF 810

Ich habe die Uhr in allen Sportarten an Land und im Wasser getestet und stets mit dem von mir bevorzugten Modell Garmin Forerunner 920XT verglichen und auch Vergleiche zum Polar V800 gezogen, den ich zuvor besaß. Grundsätzlich zeichnet die Epson alles an Trainingsdaten auf, was man selbst für ambitionierten Leistungssport benötigt; mir sogar fast schon zuviel. In der Genauigkeit der Daten steht sie Polar und Garmin in nichts nach. Viele von mir anfangs monierte Funktionen oder Ansichten im Dashboard wurden durch Updates sinnvoll angepasst, wodurch die Uhr für jeden User individuell anpassbar ist. Ob das die von mir individuell gewünschte Ansicht meiner Trainingsdaten im PC ist oder das Display der Uhr selbst. Die Bedienung und Einrichtung dieser Elemente wurde auch sehr einfach und benutzerfreundlich gestaltet. Via Bluetooth ließen sich später auch die Trainingsdaten per Handy hochladen und die Uhrfunktionen unterwegs neu einrichten. Die Mobilität der Epson testete ich auf Lanzarote, wo ich nur über ein i-Phone und i-Pad verfügte.

 

Zu den einzelnen Bewertungen der mir wichtigen Funktionen:

 

1. Ansicht der Trainingsdaten:

Im PC und auf dem Handy bei Apple o.k. - auf dem i-Pad nur im Hochkantformat nutzbar und etwas unübersichtlich verschachtelt. Ich zog daher stets PC oder Handyansicht vor. Das wurde bis zum Testabschluß von Epson auch nicht angepasst. Wie auch bei Garmin oder Polar lässt sich alles im Detail auswerten oder darstellen. Lediglich an die Darstellung müsste man sich etwas gewöhnen. Das Exportieren der Dateien in andere Trainingsportale oder per Mail funktioniert schnell und einfach wie bei Garmin. Auch hier steht die Qualität der Daten denen von Polar und Garmin in nichts nach (externer Trainer).

 

2. Akkulaufzeit:

Extrem lang, sogar etwas länger als bei Garmin. Ist der Akku dann jedoch einmal komplett leer und die Uhr schaltet sich ab, muss sie zum Teil komplett neu eingerichtet werden. Laden geht schnell.

 

3. GPS-Genauigkeit & GPS-Kontakt:

Sofern die Uhr Kontakt hat sehr genau, selbst beim Schwimmen in einem 25 Meter Pool ohne Bahnenzählfunktion. Sie zählt die Distanz auf den Meter (1 Meter) genau! Allerdings benötigt sie stets viel Zeit, um überhaupt GPS Kontakt herzustellen. Das nervt zu Trainingsbeginn enorm, insbesondere wenn man wenig Zeit hat. Bei kompletten Ortswechseln: Verden - Lanzarote, benötigt sie teilweise bis zu 20 Minuten außerhalb von Gebäuden um Kontakt herzustellen. Das ist einfach zu lange und verdirbt die Lust an der Nutzung. Zum Vergleich: Der Garmin hat das in 3 Minuten geschafft! Ist der Kontakt hergestellt, reißt er auch nicht ab. Die Aufzeichnung läuft dann exakt. Die Darstellung der GPS-Daten erfolgt im Dashboard leider nur in Form einer topographischen Karte und nicht in Form von Satellitenbildern und Luftaufnahmen. Wer im Trail gelaufen oder gefahren ist, kann das später schlecht nachvollziehen. 

 

4. Bedienungsfreundlichkeit der Uhr:

Ich hab bis heute keine sichere Handhabung für mich gefunden. Vielleicht bin ich auch zu sehr auf Garmin und Polar eingeschossen. Aufgrund dessen verlor ich auch schnell die Lust auf die Nutzung. Die Ansicht wann Trainingsdaten tatsächlich aufgezeichnet werden und wann nicht ist schlecht. Wenn man nicht gerade die laufende Trainingszeit direkt als Erstes auf das 3- fach Display setzt, trainiert man ohne Aufzeichnung. Ist mir häufig passiert. Sehr ärgerlich. Ich hatte zum Glück Garmin immer parallel laufen. Bei Garmin erscheint im Farbdisplay bei Start das Zeichen „Play“ in grüner Farbe und „Stop“ in rot beim Beenden des Trainings. Die Epson zeigt das so nicht an und im schwarz-weiß Display erkennt man es auch schlecht. Einzig der Blick auf die Trainingszeit - läuft sie oder nicht - versichert einen. Vollgepumpt mit Adrenalin im Wettkampf passiert einem da schnell ein kleiner Bedienungsfehler und die Aufzeichnung ist gegessen. Die Menüführung ist auch echt gewöhnungsbedürftig.

 

5. Uhrendisplay:

Rund ist Geschmackssache, jedoch verhält es sich damit auch so, dass die Datenfelder oben und unten deutlich kleiner ausfallen. Die Uhr hat nur ein schwarz-weiß oder besser gesagt grau-schwarz Display, wie unsere ersten Computerspiele hatten. Bei extensivem Training in Bewegung mit Gegenlichtblendung durch Sonne und der kleinen Darstellung ist es fast unmöglich während des Training mit einem schnellen Blick Trainingsdaten zu kontrollieren. Ein Farbdisplay mit starken Kontrasten würde hier Abhilfe schaffen. Ich bin beim Laufen oft stehen geblieben um zu schauen!

 

6. Tragekomfort & Design:

Ergonomie top, geringes Gewicht, man merkt die Uhr kaum am Arm. Das Design könnte etwas poppige Farben vertragen - sie wirkt etwas langweilig.

 

7. Herzfrequenz am Handgelenk:

Funktioniert gut und genau. Allerdings funktioniert sie nicht beim Schwimmen und beim Radfahren macht es keinen Sinn, die Uhr am Arm zu tragen, wenn man nach Trainingsdatenkontrolle gezielt trainieren möchte. 

 

8. WLAN-Funktion:

Nicht vorhanden. Trainingsdaten hochladen geht zwar auch gut und schnell via Bluetooth und Handy, schöner wäre aber daheim voll automatisch über das WLAN-Netz, wie es mein Garmin macht. Nachbesserung erwünscht!

 

Moni Moonrekers Fazit:

Mit einigen Ausbesserungen eine gute Sportuhr für Läufer. Mit dem Polar V800 und dem Garmin Forerunner 820XT kann sie nicht ganz mithalten. Sie hat aber noch Entwicklungspotential und damit eine gute Chance in dem Sportuhrensegment mitzumischen. Ich würde mir eine Uhr wünschen, die am Handgelenk, sowie auch über Brustgurt aufzeichnen kann. Beim Laufen wäre man den lästigen Gurt los, beim Radfahren mit Gurt könnte man die Uhr auf den Lenker montieren, um stets die Trainingsdaten einsehen zu können. Damit wäre sie eine tolle Multisportuhr und nicht nur für Läufer interessant.

 

Danke Epson, dass ich die Uhr testen durfte. Ich hoffe, ich konnte etwas zur Produktverbesserung beitragen. Mich hat die Uhr positiv überascht und der Test hat auch Spass gemacht. 

Testbericht III - Schwimmen (21.02.2016)

Im Trainingslager auf Lanzarote ließ ich den Garmin Forerunner gegen die Runsense schwimmen. 40 m Meerwasserpool.

Krumme Meterzahl des Pools mochte Garmin nicht. Der Forerunner kennt nur 25 m oder 50m Bahnen, die er dann fehlerfrei zählt. 40 Meter ließen sich nicht einstellen - entweder zu viel oder zu wenig geschwommen. Die Runsense hingegen als reine Laufuhr konzipiert, hat keine Bahnenzählfunktion; man konnte sie nur in normaler Lauffunktion mitlaufen lassen. Die Herzfrequenz zeigen beide im Wasser nicht an. Garmin könnte das zwar mit dem neuen Bundle Brustgurt, aber den besitze ich nicht. Die Herzfrequenzmessung der Runsense am Hangelenk funktioniert im Wasser nicht! 

Den Garmin also auf Freiwasserschwimmen eingestellt und die Runsense auf normale Lauffunktion. Garmin zählte in 30 Minuten schlappe 256 Meter, während die Runsense 1452m zählte, was der realen Schwimmleistung sehr nahe kam. Fazit: das GPS in der Runsense zeichnet wirklich sehr genau auf - auch auf engstem Raum. Garmin patzte! Das Display der Runsense war auch im Wasser gut ablesbar. Kein Spiegeln und Verzerren, trotz Sonneneinstrahlung. Wasserdicht ist sie auch. Man kann sie also auch ohne Einschränkungen zum Schwimmtraining verwenden. Ob sie auch fehlerfrei in einer geschlossenen Schwimmhalle funktioniert, habe ich noch nicht ausprobiert. Im Freibad jedenfalls kein Problem.

 

Zur GPS Bestimmung: die Runsense benötigt deutlich länger zur GPS-Ortung als die Garmin. Der Ortswechsel Verden/Aller - Lanzarote sorgte für mehr als 15 Minuten GPS Suche. Am Ende hängte ich die Uhr ans Balkongeländer und sie zeigte 3 x "Fehler" an bis sie endich Kontakt hatte. Garmin schaffte das in nicht einmal einer Minute im Gebäude. Auch bei Start vor einer sportlichen Aktivität an bereits bekannten Orten benötigt die Runsense sehr lange, um GPS und Herzfrequenz korrekt zu erfassen. Das ist inakzeptabel und stört. Eine Sportuhr sollte binnen von 30 Sekunden einsatzbereit sein sonst verliert der Nutzer die Lust an der Nutzung

Testbericht II - Software & Datenauswertung & Gebrauchsanleitung (09.02.2016)

Die Software Epson Run ließ sich auf dem PC schnell, auf dem i-Pad etwas langsamer und auf dem i-Phone sehr langsam installieren. Beim i-Phone hakte es irgendwie immer bei i-tunes - Download schlug mehrfach fehl. 

 

Mein Problem der Registratur bei Epson mittels Macbook wurde bereits durch Epson behoben. Somit dürfte zukünftig kein Apple Nutzer mehr Probleme bei der Anmeldung haben. Der Praxistest der Sportuhr hat schon seinen Grund: Feedback erhalten und Fehler finden und beheben - natürlich das Produkt für den Endverbraucher optimieren. Das das manchmal etwas Nerven und Zeit kostet, ist der Umstand, den man als Tester in Kauf nimmt. Der Service bei dem Test jedenfalls ist top. Sei es der Kundenumgang bei den Bewerbungen (wirklich jeder der 13 000 Tester bekam eine Antwort!), der pünktliche und unkomplizierte Versand der Uhren oder das Beheben von gemeldeten Fehlern im System. Untereinander haben die Tester keinen Kontakt, wenn eher zufällig. Genau das macht aber Sinn, um unabängig voneinander Rück-kopplungen zur Nutzung zu bekommen. 

 

Zur Beschreibung:

Etwas nervig ist es, wenn man eine Funktion nicht findet und mit der Beschreibung nicht klar kommt. Da würde man sich manchmal wünschen andere Tester fragen zu können, denn im Vergleich zu Garmin oder Polar ist Menüführung und Beschreibung zum Teil völlig anders. Ich fand Anfangs nicht den Knopf zum „Ausschalten“ der Uhr. Stellte dann fest nach Drücken aller Tasten fest, dass die Taste C die Uhr in meinem Sinn „ausschaltete“. Ich verstehe darunter die Trainingsfunktion zu beenden und die Uhrzeit anzuzeigen. In der Beschreibung stand Taste A schaltet die Uhr ab. Tut sie auch, dann aber ganz! Das geht bei Polar und Garmin eigentlich gar nicht. Ich stellte mir nur die Frage, warum man dann in der Beschreibung nicht gleich dazu schreibt, dass bei einmaligem Druck der Taste C die Trainingsfunktion beendet wird. Das kann man dann in mehr als 80 Seiten Gebrauchsanweisung suchen. Die finde ich recht unübersichtlich und zum Teil missverständlich. Das lösen Garmin und Polar deutlich besser - kurzer Text mit Abbildung und nicht ständig die Buch-staben A,B,C und D, wo man dann nochmal überlegt welche Taste jetzt wieder gemeint ist. Ich stand kurz vor dem Burnout in den ersten Tagen…..so langsam wirds….;-)

Interessant fand ich auch den Vermerk in der Beschreibung, dass die Uhr keinen extremen Witterungsverhältnissen wie Frost ausgesetzt werden sollte. Es wird empfohlen die Uhr dann unter der Bekleidung zu tragen. Macht keinen Sinn, wenn man nach Trainingsdaten trainieren will! Außerdem ist die Temperaturanzeige der Uhr dann völlig überflüssig, wenn die Uhr nicht Witterungsdaten, sondern Jackenklima misst. Für den Preis sollte die Uhr das aber können!

Die Einstellung von Sommer- und Winterzeit macht die Uhr nicht wie die Garmin automatisch über GPS, sondern man muss das manuell an der Uhr ändern. Auch das suchte ich lange in der Beschreibung - es half ein Mittester. 

 

Zur Software:

Die Ansicht „Dashboard“ wird je kleiner das verwendete Hardwaregerät von Apple ausfällt immer benutzerunfreundlicher. Man sieht zum großen Teil über 50% Tastatur auf dem Monitor und nichts mehr vom Dashboard (i-Pad) oder im i-Phone nur das fette Auswahlmenü - die ganze Leiste, aber sonst nichts mehr. Sofern man einen Trainingstag aufruft, öffnen sich einzelne Datenfenster auf Wunsch nach unten hin. Heißt ein Trainingstag ist unendlich lang nach unten zu scrollen. Hat Garmin deutlich besser gelöst mit der Menüleiste oben, anklicken und jeweils geht nur die eine Ansicht auf - kein Scrollen erforderlich. Bessere Übersicht. Hier ein paar Bilder zu Epson Run auf i-Pad:

Hier Bilder zum i-Phone mit Vergleich zu Garmin:

Ansicht Runsense Run auf i-Mac (eine Ansicht, die komplett gescrollt wurde!):

Beim Macbook ist alles recht übersichtlich dargestellt. Aufgrund der  Ansichten hatte ich ganz schnell keine Lust mehr auf i-Pad und i-Phone. Die Menübezeichnungen sind für Polar & Garminnutzer nicht selbsterklärend. Funktionen müssen gesucht werden. Uhr auslesen/ synchronisieren geht nicht via WLAN, sondern nur über Kabel. Garmin macht das selbstständig sofort nach Einheitsende ohne Tastendruck. Hat man im Trainingslager keinen PC, kann man sich seine Daten nicht optimal auswerten. Das Exportieren der Trainingsdateien hingegen funktioniert einwandfrei in andere Portale, in denen die Detailauflösung der Grafik (Herzfrequenz) sogar noch höher und besser ist. Das wäre im Epson Portal auch wünschenswert. Als Leistungssportler mit externem Trainer arbeitet man mit sehr genauen Ansichten. Bei Garmin wird die Herzfrequenz grafisch einfach detaillierter dargestellt, bei Epson verschwimmt die Kurve etwas. Mir fehlt außerdem ein Freitextfeld für eigene Anmerkungen zum Training. Bisher hab ich eine Bluetooth Verbindung zwischen Handy und Uhr noch nicht hinbekommen - das versuche ich demnächst nochmal.

 

Zur GPS-Darstellung:

Im Epson Dashboard wird nur eine topografische Landkarte wiedergegeben, die selbst bei Zoom recht ungenau ist. Ich fahre Mountainbike, Crossrad und Laufe in unwegsamen Gelände. Ich kann hier im Detail einen Trail schlecht nach-vollziehen. Bei Garmin wird die GPS -Luftaufnahme wiedergegeben. Dort sieht man sogar im Wald Orientierungspunkte wie Hütten und Mausoleen, die in keiner topografischen Karte erfasst sind. Das sollte im Dashboard dringend geändert werden, die Aufzeichnug des GPS Senders gibt das doch in jedem Fall her. Auch wenn Navigation in der Uhr noch nicht vorgesehen ist - ich schaue mir gern nachträglich Touren im Detail an.

 

Was die Aufzeichnung von Daten anbelangt, steht die Epson Runsense SF 810 einem Garmin Forerunner 920 XT oder Polar V 800 in nichts nach. Ich habe die Daten exportiert und von einem Trainingsspezialisten analysieren lassen, der keine Abstriche bei der Auswertung feststellen konnte. 

 

Ich würde mir zudem im Dashboard wünschen, dass man den Kalender mit der Trainingseinheit direkt anklicken kann und sich dieser Tag dann sofort öffnet. Außerdem würde ich gern die Ansicht selber gestalten können, weil mich „meine Ziele“ oder meine Körperdaten nicht jeden Tag interessieren. Man muss dann erst wieder nach unten scrollen. Warum kann man die nicht einfach wegklicken und alles andere rückt hoch? 

 

Als nächstes werde ich die Uhr intensiver testen, insbesondere mit einem völlig neuen GPS-Signal auf Lanzarote bei etwas wärmeren Temperaturen! 

Testbericht I - Erster Eindruck (28.01.2016) #100runnertesters

Epson suchte 100 Tester für die neue GPS Sportuhr Runsense SF-810 für eine intensive Testphase. 13 000 Hobbysportler bewarben sich für die Aktion - einer von den 100 Testern bin ich geworden - Danke!

 

Mich interessierte vor allem, ob eine Herzfrequenzmessung ohne Brustgurt bei einer Sportuhr wirklich exakt funktioniert, denn bei einigen Sportarten, nicht nur Laufen, nervt der Gurt manchmal. Da ich fast alle Sportarten mache, bin ich sehr gespannt in den Test gegangen. Meinen Garmin Forerunner XT 920 lasse ich im Test immer parallel mitlaufen. Den V 800 von Polar hab ich ja kürzlich „zum Mond geschickt“ (siehe Testbericht). 

 

Pünktlich, wie angekündigt fand ich die Uhr (UVP 349,99 Euro) bei mir in der Post. Verpackung ähnlich der des Garmin Forerunners, sieht die Uhr der Garmin Fenix stark ähnlich und entsprechend dem Preissegment hochwertig aus. 

Tragekomfort:

Die Uhr ist geringfügig leichter am Arm als der Forerunner, trägt sich auch etwas ergonomischer am Arm aufgrund der runden Form. Das Armband ist sehr weich und flexibel, so dass sie beim Sport am Arm kaum zu spüren ist. Ich trug sie auch bereits einmal 3 h auf dem Rad mit dicker Jacke und Handschuhen. Beim Radfahren stören Uhren sonst schnell, weil man das Handgelenk einknickt, wo die Uhr sitzt. Ob das sehr flexible Armband oben am Uhrenansatz auf beiden Seiten bei Dauernutzung vorzeitig bricht, bleibt abzuwarten. Für mein Empfinden könnte hier eine Sollbruchstelle vorliegen - so dünn wie das Band an dieser Stelle ist. Die 4 Knöpfe zur Bedienung der Uhr liegen jeweils auf 2 Uhr, 5 Uhr, 7 Uhr und 10 Uhr, so dass ein versehentliches Betätigen während der Sportausübung eigentlich unmöglich ist. Der Herfrequenzsensor befindet sich auf der Rückseite der Uhr. Die Uhr sollte zwar mit Hautkontakt getragen werden, um dessen Funktion nicht zu beeinträchtigen, aber man kann die Uhr schon so locker tragen, dass sie nicht am Handgelenk einschnürt oder unangenehm wird. Insgesamt komme ich hier zu einer sehr positiven Bewertung.

Ladegerät:

Was anfangs etwas „klobig wirkt“, zeigt sich im Gebrauch als solide und gut in der Funktion. Ähnlich wie beim Garmin Forerunner lässt sich die Uhr hier schnell und sicher einklicken und wieder entnehmen. Ladefehler ausgeschlossen, sofort Kontakt. Ladezeit beim ersten vollständigen Aufladen 2 h. Gleiches gilt für die Nutzung Daten im PC auszulesen.

Installation Software „Epson Run“:

War zunächst kein Problem, aber das Anlegen eines neuen Kontos funktionierte weder über Macbook, noch i-Pad oder i-Phone. Es kam immer wieder die Fehlermeldung „Fehler im Geburtsdatum“. Da es sich hierbei um ein vorgegebenes Auswahlfeld handelt, kann keine fehlerhafte Eingabe meinerseits erfolgt sein. Ein Test-Kollege mit Microsoft Rechner legte mir schließlich das Konto an und ich änderte später nur das Passwort. Bei der Aktion war eindeutig von Nachteil, dass man binnen von 30 Minuten die Anmeldung abgeschlossen haben musste. Somit schafften wir es erst im 2. Anlauf erfolgreich ins Epson Portal.

 

GPS-Suche der Uhr:

Dauerte beim ersten Mal länger als beim Garmin. Ich musste dazu erst ins Freie gehen und ewig warten. Dazu sei gesagt, dass GPS bei mir nicht besonders gut empfangen werden kann. Mein Tom Tom im Auto hängt auch ständig, wenn ich losfahre. Ohne GPS aber keine korrekte Uhrzeit auf der Uhr. Die ist jetzt endlich da, aber in der Sommerzeit! Eigentlich sollte das automatisch über GPS korrekt erkannt werden. Garmin kann das. Da man an der Uhr die Zeit manuell nicht einstellen kann, muss ich die Lösung des Problems noch suchen. Einmal gefunden gibt es beim GPS aber keine Unterschiede zum Garmin. Sehr genau.

 

Erfassung der Herzfrequenz:

Ich trug die Uhr beim ersten Mal bewusst auf der Standrolle beim Radfahren, um einen unmittelbaren Vergleich zu erhalten. Die Abweichungen zwischen Garmin und Epson war äußerst gering, die Epson erstaunlich genau (1-2 Schläge max. Differenz). Bei Intervallen trat eine leichte Diskrepanz im An- und Abstieg der Frequenz deutlich auf. Allerdings liegt das vermutlich an der Meßmethode. Liegt der Brustgurt vom Garmin direkt am Herz und misst sofort direkt den Blutdruckan- und -abstieg, liegt der Sensor der Runsense eine Armlänge davon entfernt. Beide Uhren pendeln sich aber schnell wieder ein. Die Messung der Runsense ist sehr genau. Da man beim Rollefahren extrem schwitzt, verlief der erste Wasserdichtigkeitstest auch positiv.

 

Als ungünstig bei der Herzfrequenzmessmethode am Handgelenk erweist sich der Blick auf die Anzeige der Uhr. Beim Laufen ist das unproblematisch, beim Radfahren äußerst schwierig. Im Winter bei dicker Bekleidung und dem Tragen von Handschuhen auch beim Laufen nicht optimal. Den Garmin kann man auch über der Bekleidung am Arm befestigen oder direkt am Fahrradlenker. Dennoch ist der Sensor am Handgelenk angenehmer als ein Gurt. Vielleicht sollten Hersteller einmal darüber nachdenken, statt Brustgurte eine Art Activitytracker - Armband zur Uhr zu liefern. Wäre sicher interessant!

 

Ich werde mir jetzt erst einmal das Handbuch zur Uhr durchlesen, da mir einige Funktionen nicht ganz klar sind. In der Kurzanleitung stimmte die Bezeichnung der Taste zum Ein- und Ausschalten der Uhr schon mal nicht. Nach wildem drücken aller Tasten kam ich schließlich zu dem Ergebnis, dass Taste C die Uhr ausschaltet und nicht die Taste A. Ich werde die Uhr jetzt auch beim Laufen und Schwimmen testen und das Auswerteportal von Epson Run auf mich wirken lassen. Dazu in einem späteren Bericht mehr.

 

Testergebnis EPSON on: http//www.100runnertesters.de/testeur-104.html

X-BIONIC EFFECTOR Laufset für ISPO Open Innovation (Testzeitraum 10/15-12/15)

 

Seit Anfang Oktober hab ich das o.g. sündhaft teure Laufset - Damenmodell - in allen möglichen und bekloppten Sportideen meinerseits getestet. Und wer mich kennt, der weiß, da „wird nicht mit Perwoll“ gewaschen. Letzteres ist in der Maschine bei den Klamotten auch eigentlich nicht erlaubt. Na Und? Hab ich trotzdem gemacht !!! ;-)

 

Wieso ich sowas teste? Der Test läuft vom Hersteller X-Bionic über die internationale Sportmesse München (ISPO) und seit kurzem bin ich dort als Hobbyathlet offizieller Tester für Sportutensilien und -bekleidung. Für X-Bionic hab ich mich schon länger interessiert, denn die Klamotten sehen ja nicht nur ungewöhnlich aus, sind übel teuer und sollen in Anlehnung an die Natur (bionisch) gewisse Klimafunktionen inne haben, die angeblich die Körpertemperatur konstant auf 37 C halten und zudem eine Kompressionswirkung auf Muskeln ausüben. Insgesamt soll das dann zu einer Leistungssteigerung im Wettkampf von wenigen Prozenten führen. Klingt kompliziert - hab ich für Euch einfacher gemacht -lest selbst!

 

Wenn Ihr die Klamotten ordert, kommt erstmal ein Paket aus bella Italia - da kommt das Zeug tatsächlich her. Die Verpackung ist rein von der Aufmachung super schick und edel - führt aber bei all den Erläuterungen zu Funktion und Wirkung fast schon zur geistigen Reizüberflutung. Ich hab das Pappmache erstmal unters Bett geschmissen und mir unvoreingenommen selbst ein Bild gemacht - sprich anziehen und looooos….später kann man die Verpackung immer noch studieren! Ist eigentlich auch besser so, weil man dann völlig unbeeinflusst nach Körpergefühl testet.

 

Es gab eine Hose, ein Shirt und ein paar Kompressionssocken. Aus der Verpackung genommen, hab ich erstmal gedacht:“ Ach Du Scheisse, welche Puppengrösse hast Du denn bestellt?“ Aber das täuscht! Aufgrund der Strickware und Elastizität durch Kompression handelte es sich doch tatsächlich, um meine korrekte Größe. Passte perfekt. 

 

Zum Testzeitpunkt laborierte ich noch übelst mit meinem Muskefaserriss linke Wade und der damit verbundenen Achillessehnenentzündung - sprich, ich fing gerade erst wieder mit Laufen an. Das war aber gerade in Bezug auf die Kompressionssocken super, weil ich bis dato welche von CEP und „Under Pressure Sox“ getragen hatte. Schöner Vergleich.

 

Ich zog die Klamotten zum Laufen, Radfahren, Yoga und Kraftsport bei jeder Witterung an. Von Regen aus Eimern bis hin zu 35 C Hitze oder unter 15 C mit eiskaltem Nordwind war alles dabei.

Fazit zum X-Bionic Effector Shirt:

Grundsätzlich gute Klimafunktion und Feuchtigkeitstransport. Da mir zum Test kein original X-Bionic Sport BH vorlag, komme ich zu dem Schluss, dass nur damit die volle Wirkungsweise der Funktionsfaser von X-Bionic erreicht wird. Heißt Mädels, nochmal 50 Euro extra zum fast 100 Euro teuren Shirt. Andernfalls trägt man nach Schweißbildung einen nassen Sport BH unter dem Effector Shirt. Da das Shirt bei Kontakt zu Feuchtigeit/ Schweiß eine Kühlwirkung auf der Haut erzeugt, fängt man nach der Aktivität im Cooldown schnell an zu frieren und sofern noch kühler Wind auf den Körper trifft, wird es richtig kalt. Die eigentlich tolle Kühlfunktion wird hier zum Nachteil. Ich hab mir beim Laufen dadurch einen aufgesackt und nach dem Laufen stets schnell das Teil ausgezogen. So nass auf die Leine trocknete das Teil im Wäscheraum nicht wirklich schnell - Odlo Hemden waren schneller trocken. Kompressionswirkung bei dem Shirt konnte ich nicht wirklich messen - nett, aber für mich nicht wirklich messbar. Was richtig ätzend war, war das Bündchen. Unten viel zu eng sorgte es dafür, dass das Shirt ständig bis zum Bauchnabel hochrutschte. Geht gar nicht - ich war beim Laufen nur damit beschäftigt alles ständig wieder zu richten! Das wurde von vielen Testern eindeutig bemängelt - auch von Männern. Kompressionswirkung und Klimafunktion ist dann natürlich futsch - wo kein Shirt, da keine Wirkung. Weil es sich um auftragende Strickware handelt, sollte man auch eine super schlanke Figur haben, sonst sieht man schnell aus wie die Wurst in der Pelle und fühlt sich darin nicht wirklich wohl - es TRÄGT AUF - UND WIE!

 

Fazit zur X-Bionic Effector Hose:

Für mich schwer gewöhnungsbedürftig, das Kleidungsstück dem ich in Anbetracht des Preises nicht wirklich etwas abgewinnen konnte. Das Material ist sehr dünn im Vergleich zum Shirt. Man muss aufpassen die Hose richtig herum anzuziehen. Also hinein schauen, da steht im Bund: Front. Ansonsten kaum zu unterscheiden, außer dass die Wirkung der Kompression bei falscher Trageweise wohl hin ist. Die habe ich überhaupt nur an den Oberschenkeln gespürt, sonst nirgends. Hinten war mir die Hose gefühlt ständig zu kurz geschnitten. Das Material so dünn, dass bei extremer Dehnung (Bücken) der Hintern transparent wird. Dafür hat man eine hohe Bewegungsfreiheit in der Hose, weil sie nahtlos gestrickt ist (wie übrigens alles von X-Bionic) und das Material jede Bewegung mitgeht. Klimafunktion war nicht großartig anders als bei meiner normalen Asics Lauftight. Bei einigen Testern rieb sich im Schritt das dünne Material auf. Man hat zwar 2 Jahre Garantie, aber das sollte nach so kurzer Zeit eigentlich nicht passieren. 

 

Fazit zur X-Bionic Effektor Kompressionssocke:

Bei mir der absolute Testsieger, toppt CEP und andere Hersteller in jeder Hinsicht und ist vom Preis her auch akzeptabel (2 Jahre Garantie) - kann ein Hobbysportler durchaus investieren. An diesem Produkt ist vieles echt "bionisch", Muskeln, Bänder und Sehnen werden anatomisch mit deutlich spürbarer Kompressionswirkung unterstützt. Ich hatte zum Testzeitpunkt eine starke Achillessehnenentzündung. Keine Socke dieser Art (nicht einmal die aus dem Sanitätshaus) stabilisierte gerade in diesem Bereich so gut. Ich konnte deutlich schmerzfreier erste Belastungen laufen und auch beim Radfahren war sie sehr gut. In einem Fall fuhr ich 130 km bei unter 10 C und Dauerregen. Mein gesamter Körper war kalt, die Socken klatschnass, aber die Waden waren trotzdem warm - hier griff die versprochene Klimafunktion von X-Bionic spürbar die Waden auf Körpertemperatur zu halten und das sogar bei Windchilleffekt. Das Material ist erstaunlich robust. Ich lief damit 16 km bei Runterra über Hindernisse und durch Schlamm. Einzig die Reinigung war später etwas schwierig. 3 x Maschinenwäsche, um aus der Faser den ganzen Sand herauszuwaschen. Übrigens sollte man die Socken nicht tragen, wenn man danach im kurzen Kleidchen gefallen möchte, denn die Rillen an den Waden sieht man noch etwas länger von der Kompression.

Abschließend sei angemerkt, dass die Faser mit Ionen verarbeitet ist, die Gerüche hemmen sollen. Ich kann das nur bestätigen. Andere Funktionsbekleidung muss ich nach 2-3 Mal tragen unbedingt waschen, X-Bionic bleibt bis zu 6 x Tragen geruchsneutral. Negativ ist die Angabe vom Hersteller die Artikel nur mit der Hand waschen zu dürfen. Gemacht hat es im Testverlauf kein ISPO Tester. Ich habe die Sachen bei 30 C mit 100 Schleudertouren und normalem Colorwaschmittel gewaschen und kann keinen Materialschaden feststellen. Den Wäschetrockner hab ich ausgelassen, aber die Sachen trocknen ja auch so recht schnell. Maschinenwäsche ist ein absolutes MUSS bei Sportbekleidung und wie man sieht, geht es auch.

 

Was die Bestellung im Onlineshop angeht: 7 Euro Versandgebühr ist etwas zu hoch, aber die Lieferzeit (2-3 Tage) flott. Man kann X-Bionic aber auch teilweise woanders ohne Versandkosten beziehen. Einfach mal googeln. Retoure und Umtausch sind etwas kompliziert mit Anforderung über die Webside/ spezieller Versand nur über UPS.

 

Ach so, die Leistungssteigerung durch die Klamotten konnte ich nicht wirklich messen...?...

 

Ich bin gespannt, ob der Hersteller den einen oder anderen Kritikpunkt der Testcrew ausbessert - dazu war der Test ja gedacht. Demnächst folgt der Test eines Trailrunningsets in das einige Ideen meinerseits schon aufgenommen wurden.

Unter allen Testern belege ich den 3.Platz in qualifizierten Beiträgen und freue mich über ein X-Bionic Effector Power Langarmlaufshirt.

 

Hier noch der Link zum Effektor Laufset von X-Bionic: https://www.x-bionic.de/women/laufsport/laufen/437789

Der V800 - „Langstreckenrakete“ von POLAR versus GARMIN (Testzeitraum 10/14 - 07/15)

 

20 Jahre bin ich Polar Nutzer gewesen. Warum? Hat immer funktioniert, war billig - denn in Anbetracht meiner Sportweise, waren die Dinger stets schnell kaputt durch Schläge oder Rüttelei an der Elektronik oder durch Sturz (Infrarotschnittstellen …) - GARMIN war mir da stets etwas zu teuer und ich wollt auch nicht soviel „Firlefanz“.

 

Dann kamen diese tollen Onlineportale der Gerätehersteller, weil sich insbesondere bei den Windows Rechnern alle Nase lang die Betriebssysteme erneuerten und die Software der Trainingscomputer nicht mehr kompatibel war. Ich persönlich, hab mich da bis zum Schluss gegen gewährt. Mir reichten meine Daten auf meinem PC, aber nachdem ich von Windows Rechnern die Schnauze voll hatte und auf Apple wechselte, passte der RS 800CX von Polar nicht mehr - nix kompatibel *kotz*….

 

Schlau gemacht und Weihnachten kurzer Hand den V800 von Polar erworben, dachte ich:“Nu läuft alles reibungslos.“ und wurde eines Besseren belehrt. Alter Schwede dauert die Synchronisation des Geräts mit dem Portal. Nur eine Trainingsansicht ansehen und 10-15 Minuten Synchro-Zeit !!! Wie früher mit dem Internet - wenns zu langsam läuft: Nudeln kochen, aufs Klo gehen oder schon mal Wäsche sortieren. Ab und zu ging auch gaaaaaanix…..doof wie ich bin, denk ich, dass mein Gerät oder mein PC spinnt und krieg fast einen Cholerischen. Tage später dann der Hinweis von Polar: Sorry, unser Update hats versaut oder das Portal läuft fehlerhaft. Zum Glück hab ich stets ohne Update meine Daten erst runtergeladen, andere machten das anders herum - alles FUTSCH!

 

Auf dem V800 - hört sich fast an, wie eine Langstreckenrakete, ist dafür aber eindeutig zu langsam und kommt mit dem Akku nicht weit *g* - war zwar alles Mögliche an Funktion, die ich nicht wirklich brauchte, aber nix funktionierte. Hört sich ziemlich bescheuert an, ist aber so gewesen, denn POLAR verkaufte das Ding noch völlig unausgereift und datete alles im Nachhinein auf das Gerät auf - zur Freude der Nutzer mit ständigen Komplikationen. Der Kundenservice war für so viele „Hasstiraden“ überhaupt nicht vorbereitet und reagierte oft erst Tage später, wenn man selber per Zufall feststellte, dass Synchro wieder ging. Einfach mal ab und zu ausprobieren (y), da wird man sich selbst geholfen.

 

Jetzt ist mir der Arsch geplatzt und ich hab mir völlig gefrustet den GARMIN 920 XT Forerunner gekauft, weil die „Rakete“ 6 Tage lang nicht ging. Nix ging! ….Nach über einer Woche bekam ich dann endlich mal vom POLAR Service eine Antwort auf meine Anfrage:“Es täte ihnen leid, das System funktioniere nun wieder.“ Ahaaaa….

 

Nun, ich hab jetzt einen Vergleich und der ist nicht ohne. Zwar kostet der Garmin deutlich mehr Kohle, aber ist in Qualität und Verarbeitung eindeutig besser. Von den Funktionen her nehmen sich beide Geräte nicht viel. Beide messen so gut wie alles, aber Synchrodauer beim Garmin schlappe 30 Sek. voll automatisch, POLAR 10-15 Minuten, teilweise ohne, dass das Programm im PC automatisch anspringt. Oft muss man manuell nachhelfen. Mittels WLAN oder Bluetooth noch einfacher - macht das Ding ganz nebenbei. Updates 3 Minuten, POLAR 10 Minuten. Allein das ist schon Nervenschonender. Beim POLAR hab ich mir am Ende die Einsicht in die täglichen Trainingsdaten verkniffen - dauert zu lange der Spass.

 

Ausserdem kann man beim GARMIN ALLES direkt an der Uhr verändern, Displayeinstellungen, Trainingsprogramme, Ansichten…..POLAR nur mit Synchronisation am PC. Was, wenn ich vor dem Wettkampf noch schnell etwas ändern will und keinen PC hab oder gar im Urlaub bin?

 

Super schön grosse Bedientasten, Start und Stop direkt oben auf der Uhr, keine Taste aktiviert sich nur durch Bewegung von selbst. Und was ich als Frau mit kleinem Handgelenk besonders gut finde: Ergonomie und Gewicht. Der Polar hat ein so unglückliche Form mit dem unflexiblen Gummiarmband, dass man entweder das Handgelenk abschnürt und die Uhr drauf drückt oder man es lockerer trägt und beim Laufen die Uhr auf das Gelenk schlägt. Schwer und unangenehm.

Den GARMIN merkt man gar nicht, sitzt perfekt, leicht und ein super Display, dass man sogar noch beim Schwimmen unter Wasser mit Spiegelung super erkennen kann, während man beim V800 in schwarz-weiss Darstellung nix mehr sieht. 

 

Bei Minusgraden hält die Batterie voll aufgeladen am Bike keine 1-2 h und der Akkualarm wird angezeigt. Dauert dann auch nicht mehr lange, dann ist das Gerät aus. Beim Iceman in Rotenburg war nach 2 h Aufzeichnung Feierabend. Der Garmin hingegen hält deutlich länger und zeichnet trotz alle 15 Minuten Akkualarm noch locker 1,5 h weiter auf ohne Abschaltung. Da Akkus bei Kälte generell an Leistung verlieren, ist das Metallgehäuse des V 800 eher von Nachteil ggü. dem Plastikgehäuse des Garmin, da es Kälte quasi anzieht und speichert, somit direkt an den Akku im Inneren weitergibt. 

 

Da ich mit einem Gerät nicht nur Radfahren will kommt für mich grundsätzlich nur eine Trainingsuhr in Frage und das ist jetzt eindeutig der GARMIN. Nach nur einer Woche Nutzung hab ich auf meinen V800 überhaupt keinen Bock mehr gehabt. 

 

Wär der V800 nicht so langsam, würd ich ihn jetzt glatt zum Mond schießen !!!

Überlegt also gut, was Ihr Euch kauft - kostet schließlich alles viel Geld.