Moni Moonreker Härtetest

Ich teste Sportartikel in Bezug auf Funktion, Qualität, Einsatzbreite  und Lebens-dauer. Als Hobbyathletin im Leistungssportbereich bringe ich meine Erfahrungen aus über 20 Jahren Sport in allen Extrembereichen ein. Die Artikel teste ich aufgrund meiner Disziplinbreite im Sport unter allen möglichen Bedingungen (Laufen, Duathlon, Triathlon, Dirtrun, Mountainbiking, Rennrad und Schwimmen) und gebe meine Erfahrungen und Tipps hier gerne weiter.

07.11.2018  MelTonic  Wund- und Blasenprophylaxe Creme (Bio) 

Im letzten Jahr zu dieser Zeit wurde Laufen bei mir zum ersten Mal zentrales Thema. Als Radsportlerin bin ich höchstens 1 x die Woche zum Ausgleich gelaufen, jetzt als Triathletin mind. 3 x pro Woche in höherer Intensität. Kaum losgerannt, erste Probleme: BLASEN und Scheuerstellen. Egal welcher Schuh, egal welche Stelle und am schlimmsten dann die beiden 2 cm großen Blasen unter jedem Fuß nach dem HAJ-Marathon. Ich glaube, dass gerade Laufanfänger damit zu kämpfen haben, weil die Haut am Fuß solchen Belastungen einfach noch nicht stand hält. Schon frustrierend, wenn es dann einfach nicht läuft.

 

Ich habe lange experimentiert. Der Schuh war o.k., die orthopädischen Einlagen wurden angepasst, Wrightsocks erwiesen sich ebenfalls als deutliche Verbesser-ung, aber besonders lange Läufe im heißen Sommer sorgten immer wieder für Scheuerstellen und kleine Blasen.

Außerdem litt die Haut am Fuß und wurde trocken. Ein Phänomen, das ich vorher überhaupt nicht kannte. Fußpflege war bisher immer unnötig, jetzt musste ich mich erstmals ernsthaft damit auseinandersetzen.

 

„Anti-Scheuercremes“ habe ich einige versucht (u.a. Assos, 2nd Skin, ZeroFriction). Zwei Fliegen mit einer Klappe konnte ich am Ende aber nur mit der MelTonic „Bio Wund- und Blasenprophylaxe Creme“ schlagen. Die Creme hat mich den ganzen Sommer begleitet und wurde unter allen erdenklichen Bedingungen getestet. Am meisten überzeugte sie mich beim Laufen.

 

- keine Blasen

- keine Scheuerstellen

- keine Hautirritationen

- perfekte Fußpflege 

- angenehmer Duft

- einfache, schnelle, saubere Anwendung

- perfekt für empfindliche Haut 

- Minderung unangenehmer Gerüche im Laufschuh

 

Am Wichtigsten war aber für mich die Kontrolle IM Schuh. Mit „2ndSkin“ wurde der Lauf oft zur Rutschpartie. Null Fußkontrolle – Laufen wie auf Eiern. Barfuß laufen fast unmöglich. Man hatte schon fast das Gefühl gleich aus dem Schuh zu rutschen. MelTonic hingegen sorgt zwar für eine Anti-Scheuerwirkung, aber ich hatte nie das Gefühl, dass der Fuß extrem im Schuh hin und her rutscht. Selbst barfuß deutlich sicherer. Außerdem regelmäßig angewendet, verschwindet trockene Haut.

 

Triathlon:

Weil die Creme so einfach anwendbar ist, habe ich mir sogar im Wechsel beim Berlin XL nach dem Schwimmen kurz die Füße eingecremt. Hat kaum Zeit gekostet, dank Konsistenz und Tube einfach schnell anwendbar, Socken und Schuhe an kein Problem und die Hände waren anschließend auf dem Bike auch nicht extrem rutschig. Gerade nach längerem Schwimmen hatte ich als Triathlonanfängerin oft zusätzlich mit aufgeweichten Füssen zu kämpfen. Im feuchten Schuhklima (Rad & Laufschuh) trocknete der Fuß auch nicht wirklich ab und das sorgte  schnell für Scheuerstellen und Blasen, die mir oft den Halbmarathon versauten. Mittlerweile begleitet mich die Tube bei Mitteldistanzen immer in die Wechselzone, weil „schnell mal Nachcremen“ damit auch nicht so eine Sauerei wie bei anderen Produkten ist. Problem: Du kannst Dir in der Wechselzone schlecht die Hände waschen - alles muss schnell gehen!

 

Radfahren:

Anwendbar an allen möglichen Stellen, besonders aber als Sitzcreme. Ich bin bei 37 C Hitze 15 h lang die Stoneman Gold Trophy mit nur einer Anwendung gefahren und hatte keine einzige Hautirritation. Hat abslout überzeugt. Klebt auch nicht so im Sitzpolster.

Schwimmen:

Hier hat sie mich einzig nicht ganz überzeugen können. Ich bekomme grundsätzlich vom Neoprenanzug Scheuerstellen am Hals. Auf kurzen Strecken bis 1 km war die Creme o.k., aber long distance Schwimmen im Salzwasser war dann doch zu wenig Schutz. Hierfür empfehle ich eher andere Produkte.

 

Fazit:

Perfekt zum Laufen, Radfahren und für die Wechselzone. Derzeit mein  Favorit auf dem Markt! Die Creme riecht sehr angenehm, lässt sich leicht abwaschen und zieht schnell ein. Absolut hautverträglich aufgrund rein natürlicher Inhaltsstoffe. Die Blasenprophylaxe hat bei mir unter härtesten Bedingungen funktioniert und ich bin schon ein echter Härtefall. Eine Tube ist sehr ergiebig:

                                                                                                       

100ml kosten 12,90 Euro www.meltonic.de

 

Inhaltsstoffe: Sage, Shea Butter, Propolis, Ivy und Aloe Vera (Bio)

 

Auch erhältlich bei diesen Online-Anbietern:

www.probikeshop.com

www.alltricks.de

14.03.2018  MelTonic 

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber ich vertrage wenig spezielle Sportnahrung. Ich habe Allergien und Unverträglichkeiten und gerade im Wettkampf gehe ich ungern Risiken ein.

 

Ob die klassische Laktoseunverträglichkeit, die maskierte Milchallergie, Soja, Kräuter (Thymian, Rosmarin, Oregano), Ingwer, Nüsse oder auch Früchte (Kern-obst, Ananas) und Gluten - irgendwie ist überall etwas drin, was ich nicht vertrage. Allergie, Kreuzallergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit. Zudem oft auch noch künstliche Konservierungs- und E-Stoffe. Für mich als Allergiker bleibt da oft nicht mehr viel übrig. 

 

Gerade unter solchen Umständen sollte die Nahrungsquelle auch natürlich sein. Die einzige Produktpalette, die mir bekannt und gut ist, ist Dr. Feils „ULTRA-SPORTS“…..aber genau da finde ich Ingwer, Kräuter und Milchbestandteile in fast jedem Produkt wieder. Keine Chance!

 

Außerdem versuche ich Industriezucker zu meiden. Geht aber schlecht bei der Zufuhr reiner Kohlehydrate - dachte ich bisher und habe im Rennen immer die gleichen Power Bar Riegel gegessen. 

MelTonic ist anders:

1. Reines Naturprodukt, frei von E- und Konservierungsstoffen

2. Statt Industriezucker Naturhonig & Gelee Royal

3. Lediglich 2 Riegelsorten weisen Allergene auf (Cashewkerne und Ananas)

 

Statt Industriezucker enthalten die Produkte reinen Bienenhonig und Gelee Royal. Auf die Idee kamen Trailrunner aus Frankreich, die zugleich Imker sind. In der französischen Laufszene ist MelTonic längst der Renner.

 

Ich werde das Produkt in den nächsten Wochen intensiv testen und meine Erfahrungen hier bekanntgeben. Wer denkt, die Riegel seien pervers süß wie die Klebepaste von Power Bar, der irrt. Ich war beim ersten Riegel wirklich überrascht! Von der Konsistenz und dem Geschmack her ungefähr wie eine Fruchtschnitte aus dem Reformhaus. Im Gegensatz zu Power Bar zerfällt das Produkt ganz leicht im Mund. Lästiges langes Kauen entfällt, so dass die Nahrungsaufnahme auch in der Belastung nicht stört. Bei Power Bar bekomme ich oft kaum Luft, wenn der Mund voll ist und ich muss viel mit Wasser nachspülen, um den Kleister herunter zu bekommen. Die Süsse bei Power Bar ist schon extrem. Bei MelTonic wenig aufdringlich.

 

Inwiefern der Brennwert für lange Ausdauerbelastungen taugt, wird sich in den nächsten Wochen in Training und Wettkampf zeigen. Ich teste Gels, Riegel und einen Kuchen. Letzterer ist lactose- und glutenfrei. Man könnte denken, der Hersteller hätte hier bewusst ein Nieschenprodukt für Allergiker geschaffen. 

 

Die Riegel und Gels sind sehr klein. Darüber kann man sich streiten. Ich persönlich finde kleine abgepackte Mengen sinnvoller als zu große. Bei Power Bar habe ich oft den halben Riegel weggeschmissen, weil es im Training zu viel war oder man hat im Wettkampf die klebrigen Reste in der Tasche. Die Riegel von MelTonic sind überhaupt nicht klebrig. Allerdings kann man sie deshalb auch nicht in kleinen Portionen am Fahrrad aufkleben (Triathlon/ Radsport). Aufreißen ist auch einfacher - kein Kampf mit der Verpackung und der Inhalt geht ganz leicht heraus.

 

Schwierig ist aktuell noch die Produktinformation, weil Webside und Verpackung französisch gehalten ist. Lediglich die Zubereitung des Kuchens wird auf der Verpackung auf Englisch angegeben. Für den deutschen Markt besteht hier noch Nachholbedarf. Der Kunde verliert sonst schnell die Lust auf Information, da Französisch nicht jedermanns Sprache ist. 

 

Mehr dazu später im Langzeit Praxistest!

02.04.2018   MelTonic "Gateau Tonic Bio" - Energycake

Macht ein spezieller Sport-Energy-Cake wirklich Sinn? Diese Frage habe ich mir schon häufiger gestellt, gibt es doch Riegel und Gels. Allerdings konnte ich diverse Sorten nicht essen (Nüsse und Milchanteil), andere haben mir nicht wirklich geschmeckt. Dazu die Frage, wann soll man so einen Kuchen denn überhaupt verwenden? Er passt weder ins Trikot noch ist er gut zu transportieren.

 

Im Rahmen meines 2. Trainingsblocks über Ostern habe ich mich mit dem Thema eingehend auseinandergesetzt und den MelTonic „Gateau Tonic Bio“ mit Honig und Himbeeren getestet. Der Kuchen zeichnet sich durch eine hohe Verträglichkeit aus, da er nur mit Eiern und Wasser bindet. Gluten- und laktosefrei ist. 

Inhaltsangabe

Reis- und Maismehl

Lupinen

Backpulver

Honig & Royal Gelee

Himbeere

Eipulver

Natürliches Aroma

Guarkernmehl

 

Alles bio-kontrollierter Anbau! Wer Weizen nicht verträgt, optimal. Generell Inhalts-stoffe, die Magen- und Darm auch unter hohen Trainingsbelastungen nicht reizen. 

 

Backen: 

Ganz einfach Packung auf, alles in eine Rührschüssel, 300ml Wasser, gut rühren, in eine Backform füllen und bei 180C Umluft ca. 30 Minuten backen. Kann wirklich JEDER! Positiv fällt der Geruch der Trockenbackmischung auf. Die ganze Küche duftet nach Himbeere. Auch angerührt mit Wasser schmeckt der Rohteig. Nach 30 Minuten Kuchen aus dem Ofen nehmen und mit einem Holzstab schauen, ob er durch ist. Wenn der Teig sich vom Rahmen der Springform etwas gelöst hat, ist er in der Regel auch gut. 

Der fertige Kuchen:

Wer beim 1. Bissen jetzt an herkömmlichen Kuchen denkt, wird erst einmal enttäuscht sein, dass Vorstellung und Realität etwas auseinander gehen. Man muss bedenken, dass es sich hier um einen Energiekuchen handelt. Er soll Kohlehydrate für sportliche Aktivitäten liefern und besteht auch überwiegend aus Zutaten wie Mais- und Reismehl und das schmeckt man auch sofort heraus. Wer öfter Müsli oder Porridge isst, der wird sich dort sofort wieder finden, nur ist die süßliche Kuchen-Himbeernote intensiver und macht das Ganze etwas schmackhafter. Anders als normaler Kuchen hat er mehr Gehalt und fordert auch etwas mehr Kauleistung (ähnlich Vollkornbrötchen). Pro 100g Kuchen ergeben sich 80g Kohlehydrate - davon 49g nicht aus Zucker! Empfohlen wird vor dem Training ein Drittel vom Kuchen zu essen.

Meine Verwendungsempfehlung:

Backt und isst man nicht jeden Tag. Macht Sinn im Trainingslager zwischen den Einheiten oder bei mir danach. Ich habe nach über 3h Trainingszeit beim Kaffeetrinken auf den minderwertigen Zuckerkuchen verzichten und statt dessen MelTonic gegessen und das war ein toller Ersatz. Erstens hatte ich gleich den echten Bedarf an sinnvollen Kohlehydraten gedeckt und zweitens war es trotzdem eine Art Kuchen zum Kaffee, nur nicht ganz so süss. Gut vorstellen kann ich ihn mir auch unterwegs zu Rennveranstaltung. Entweder davor oder danach. Und richtig geil für ein 24 Stunden Rennen, wenn einem die Riegel und Gels zum Hals raushängen. Vorteil der Backmischung ist auch die Haltbarkeit des Kuchens. Man muss ihn nicht unbedingt dauernd kühlen, er ist mehrere Tage essbar und kann sogar eingefroren werden. 

 

Ihn gibt es auch in der Geschmacksrichtung „Schoko“. Ich könnte mir vorstellen, dass der Kakao als Zusatz hier noch stärker dominiert und Reis- und Maismehl-geschmack weiter reduziert. Mir hat „Himbeere/Honig“ aber auch sehr gut geschmeckt.

 

Bezug über:

www.meltonic.de

 

Es folgt der Test der Riegel:

 14.04.2018     Test "MelTonic Barre" (Energieriegel)

MelTonic Bar (25 g)               Power Bar (55g)               2 x 25 g MelTonic

Energie           464,3 kcal                842 kcal                             928,6 kcal

Fett                     3,2 g                          2 g                                      6,4 g

Kohlehydrate    17,9 g                        39 g                                    35,8 g

davon Zucker   16,2 g                        24,2 g                                  32,4 g

Protein               1,9 g                         5,8 g                                     3,8 g

Salz                   0,01g                        0,48 g                                   0,02 g

 

MelTonic enthält 1 mg Vitamin E auf 25g, Natrium und Magnesium nicht in allen Sorten. Power Bar grundsätzlich bis zu 190g Natrium und 75,6mg Magnesium je Riegel.

 

Als Bewertungsreferenz der Inhaltsstoffe wurden 2 MelTonic Riegel im Vergleich zu einem Power Bar gesetzt, da die Riegel nur 25g wiegen und ein Power Bar 55g.

 

Bezüglich dem Inhalt an Kohlehydraten überrascht MelTonic mit 35,8 g auf 50g Riegel im Vergleich zu Power Bar mit 55g und 39g Kohlehydraten. Rechnet man den Vorteil von 5g mehr vom Power Bar  Riegel auf die beiden MelTonic Riegel um, ergibt das einen Wert von 42,8g KohlehydrateN auf 55g. Zwei MelTonic Riegel schlagen also einen Power Bar Riegel bei gleichem Gewicht. Somit steht MelTonic in Bezug auf die Energiebereitstellung Power Bar in nichts nach. Der Unterschied liegt im Zucker. Während Power Bar auf Industriezucker setzt, der schnell den Blut-zuckeranstieg herbeiführt, setzt MelTonic auf Honig. Grundsätzlich der gesündere Zucker für den Organismus.

 

MelTonic enthält geringfügig mehr Fett, was aber im langen Ausdauerwettkampf durchaus förderlich ist, wenn es auch nicht besonders ins Gewicht fällt. Schließlich werden lange Ausdauereinheiten überwiegend im Fettstoffwechsel absolviert. Der Salzgehalt liegt im Power Bar mit 0,48g auf 55g deutlich höher. Auch der Protein-gehalt ist etwas höher. Power Bar enthält außerdem 190g Natrium und 75,6mg Magnesium. Beides sinnvoll auf langen Ausdauerbelastungen durch hohen Schweißverlust. Der Tonic Bar „Honig-Pistazie-Salz“ enthält 0,47g Salz und 18,75g Magnesium, ist allerdings für Nussallergiker (Cashewkerne) nicht geeignet. Problematisch könnte auch der Riegel mit Ananas für Allergiker sein. Ansonsten zeichnet sich das Produkt durch eine außerordentlich hohe Verträglichkeit aus, da Honig in den seltensten Fällen nicht vertragen wird. Bienenstichallergiker aus-genommen.

 

Der Riegel bleibt unter Hitze und Kälte in seiner Konsistenz erhalten, heißt er wird weder zu weich noch hart. Insbesondere bei Radtraining im Winter zu empfehlen, da er leicht essbar bleibt. Die Verpackung geht leicht auf, der Riegel ist leicht zu entnehmen. Lästiges Kleben, wie bei einem zu weichen Power Bar entfällt, auch beißt man sich nicht die Zähne aus.

Die Energiebereitstellung nach Einnahme erfolgt in der gleichen Zeit für Riegel, wie auch bei anderen Produkten. Ich bin damit einen Halbmarathon gelaufen und habe keinen Leistungsverlust gespürt. Auch beim Radfahren hat sich der Riegel bewährt und er schmeckt mir besser als alle anderen Markenprodukte auf reiner Zucker-basis. Da mir bei den Zuckerriegeln immer die Magensäure hochkommt (Sod-brennen), ist MelTonic für mich ganz klar die deutlich bessere Wahl.

 

Die kleinere Mengenverpackung finde ich sehr gut, da ich im Training oft nur einen halben Power Bar gegessen habe und die Hälfte dann wegschmeißen musste oder den klebrigen Rest in der Trikottasche hatte. Die Verpackung ist sehr gut und lässt sich deutlich einfacher aufreißen als andere Hersteller. Da der Riegel nicht klebt, lässt er sich auch beim Radfahren ganz einfach entnehmen. Kein Verpackungs-kampf.

 

Ein Riegel MelTonic kostet 2,40 Euro bei 2 Riegeln macht das 4,80 Euro im Vergleich zu einem Power Bar Riegel (1,39 Euro). Nicht ganz billig, aber eine höhere Nahrungsqualität auf Biobasis hat halt auch ihren Preis. Die Frage, ob es das wert ist, muss jeder für sich selbst beantworten, schließlich isst man solche Produkte nicht jeden Tag und achtet als Sportler generell auf die Ernährung.

01.05.2018 MelTonic Gel

MelTonic Gel (20 g)               Power Bar (41g)               2 x 20 g MelTonic

Energie           260,8 kcal                448 kcal                             521,6 kcal

Kohlehydrate  15,02 g                      25 g                                    30,4 g

davon Zucker  11,77 g                      13 g                                  23,54 g

Salz                   0,03 g                   0,52 g                                    0,06 g

 

Ein Power Bar Gel enthält zusätzlich 206mg Natrium, sowie je nach Sorte auch bis zu 50mg Koffein.

 

Ähnlich wie beim MelTonic Bar schneidet ein MelTonic Gel in der Energiebereit-stellung bei gleicher Menge besser ab als ein Power Bar Gel. Beim Gel lässt sich sogar ein Unterschied von mehr als 78,6 kcal und 5,4g Kohlehydraten feststellen. Allerdings ist der „Boost-Effekt“ bei Zuführung auch hier verzögerter als beim Industriezuckerprodukt. Hält dann aber länger an. Für schnelle Unterzucker Notfälle nicht zu empfehlen!

 

Die Gels gibt es mit verschieden Zusätzen (Ginseng, Salz, Magnesium), so dass je nach persönlichem Bedarf Auswahl besteht. Für lange Wettkämpfe sind Zusätze wie Magnesium und Salz sinnvoll. Das Gel gibt es auch in einer Großpackung zu kaufen und kann in einen Spender, der bis zu 6 Einzelgels a 20g aufnehmen kann, portioniert werden. Spart Einzelverpackungen und ermöglicht sauberes Dosieren in der Belastung. Die Einzelverpackungen ließen sich im Test oft nicht korrekt auf-reißen. Aufgrund der kleinen Menge lässt sich dann auch nicht durch Druck auf die Packung der Inhalt herausquetschen wie bei anderen Herstellern. Mehrfach musste die Küchenschere genutzt werden. Der Dosierspender mag das Problem lösen, ist aber im Triathlon oder Radsport nicht unbedingt praktisch. In den Triathlonanzug passt er schlecht in die ohnehin oft zu kleinen Taschen. Reinigung ist die nächste Frage. Mir lag zum Test keiner vor. 

 

Im Vergleich zu den Riegeln schmeckt man hier puren Honig heraus und die Konsistenz des Gels ist auch dem entsprechend konzentriert. Wer konzentrierten Honig nicht mag, dem wird das Gel schnell zu süß. Zudem kommt es auf die Geschmacksrichtung an. Jede Gelsorte schmeckt vergleichbar zu einer anderen Honigsorte. Ich persönlich mag auch nicht jede. Das muss man ausprobieren!  Die Konsistenz ist zäher als bei gewöhnlichen Gels. Es empfiehlt sich mit Wasser nachzuspülen. Ich hatte auch mehrfach kristallisierten Honig auf der Zunge. Spricht für das Naturprodukt, ist aber auch gewöhnungsbedürftig. Ein Hydrogel für Radsport und Laufen würde das Sortiment sinnvoll erweitern. Dieser Vorschlag von mir wurde positiv aufgenommen. Auch der zum Verpackungsproblem, das angeblich gelöst sein soll.

 

Einen Energieschub habe ich direkt nach Einnahme nicht verzeichnen können. Schneller spürbar als der Riegel, aber als Sofortmaßnahme im Hungerast nicht zu empfehlen. Ich habe es analog eines Riegels zugeführt. Wünschenswert wäre insbesondere für den Radsport die Verpackungsmenge zu verdoppeln, um einmal richtig Energie aufzunehmen und nicht so häufig mit der Verpackung zu kämpfen. Schließlich muss eine Hand am Lenker bleiben. Auch findet man die kleinen Tütchen schwer in der Trikottasche zwischen Reifenabhebern & Schlauch und Co. Mit Handschuhen ist es noch schwieriger. Beim Riegel finde ich die kleinere Packung gut, hier weniger.

 

Auflösung in Wasser:

Das Gel sinkt zunächst auf den Boden ab und löst sich nicht sofort im Wasser auf. Schütteln oder Rühren erforderlich. Dann löst es sich zwar auf, hat ölige Bestandteile und kleine Schwarze, die zuerst auf den Boden absinken, während das Wasser leicht grün schimmert. Das Ganze erinnert an Tuschwasser. Geschmack: ungefähr wie, wenn man einen mit Honig gesüssten Tee trinkt, wo der Honig klar dominiert. Sehr süss. Lässt man die Flüssigkeit länger stehen trennt sich Honig von Wasser wieder. Man müsste also während der sportlichen Belastung immer wieder vor dem Trinken schütteln. Auf den Triathlonrad nicht geeignet. Allerdings könnte ich mir das Gel zum Süßen eines heißen Tee`s nach dem Training im Winter gut vorstellen. Eine Art Energy-Tea.

1 MelTonic Gel kostet 2,60 – 1 Power Bar Gel 1,39 Euro.

 

Fazit:

In Bezug auf die reine Energiegewinnung durch Kohlehydrate bei langen Ausdauer-belastungen schneidet MelTonic im Vergleich zu einem Power leicht besser ab. Inhaltsstoffe wie Salz, Natrium und Magnesium müssen ggf. extra zugeführt werden, dafür ist der natürlich enthaltene Zucker durch Honig gesünder für den Organismus. Da dieser aber den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt, muss MelTonic frühzeitiger und kontinuierlicher zugeführt werden als ein Industrie-zuckerriegel. Für Anfänger des Ausdauersports weniger zu empfehlen für erfahrene Athleten, die ihren Energiestoffwechsel gut kennen eine gesündere und qualitativ bessere Energiequelle als Industriezuckerprodukte.

 

Es empfiehlt sich ein „Industriezucker-Notgel“ im Wettkampf mitzuführen, die grund-sätzliche Versorgung kann aber über MelTonic gewährleistet werden.

 

Das Produkt kommt aus der Ultra-Trailrun-Szene Frankreichs. Für eine Ausweitung auf andere Sportarten hat es durchaus Potential. Vorschläge zu Verbesserungen der Konsistenz, Entwicklung eines Hydrogels, Verpackung und Verpackungsgröße wurden positiv aufgenommen. 

19.11.2016   LED LENSER "NEO" - Headlamp

 

Ich laufe eigentlich seit Jahren im Winter im Dunkeln. Natürlich nicht im tiefsten Wald, sondern in urbaner Gegend mit vereinzelten Straßenlaternen. Oft wird man im Straßenverkehr trotz reflektierender Bekleidung übersehen und ab und zu ist man auch schon mal über eine schiefe Gehwegplatte gestolpert. Stirnlampen gibt es auf dem Markt viele. Ich hab einige im Besitz gehabt, weil ich auch 24h Rennen mit dem MTB fahre, aber keine taugte so richtig fürs Laufen. Entweder wurde die Lampe extrem heiß und knöselte schon fast Mütze und Haare ab oder sie war schwer, kopflastig, verrutschte oder störte.

 

Mit der "NEO" von LED LENSER (auch Hersteller der Taschenlampen der Bundespolizei) bin ich jetzt endlich glücklich geworden und fühle mich beim Laufen auch deutlich sicherer.

Leuchtmittel: LED, schafft sie 90 Lumen in einem homogenen Lichtkegel, der in Bright-Wide-Beam 16:9 Ausleuchtung völlig ausreichend ist. Die Lampe ist spritzwassergeschützt und wird mit handelsüblichen 3 AAA Batterien betrieben, die 40h Leuchtdauer bei max. Funktion garantieren - Akkulaufzeit bei niedrigster Funktion bis zu 100h. Damit schlägt sie schon einige meiner anderen Headlamps um Längen!

 

Der Akku befindet sich bei der Lampe am Hinterkopf in einer Gummihalterung, die Lampe vorn am Kopf ist ebenfalls mit Gummi gegen Rutschen gesichert. Das Gesamtgewicht von lächerlichen 54g !!! verteilt sich gleichmäßig am Kopf. Es rutscht und scheuert nichts. Man bekommt auch keine Nackenschmerzen von einer kopflastigen Lampe. Das Gummi mit perfekter Kabelführung ist einfach und schnell eingestellt. Sitzt und passt perfekt. Ich hab sie nach 5 Minuten Laufen überhaupt nicht mehr gemerkt.

Der Lichtkegel vorn ist extrem hell und leuchtet völlig ausreichend bis zu 10 Meter aus. Man kann im Dunkeln ohne Probleme Bodenunebenheiten erkennen. Ein weiterer Vorteil, man wird von Autofahrern schnell erkannt. Durch das grelle Licht fahren sie deutlich vorsichtiger an einem vorbei. Außerdem befindet sich hinten am Akku der Lampe eine kleine rote Lampe, die als Rücklicht zuschaltbar ist über den Frontschalter, der 4 Stufen ermöglicht:

 

1. Licht volle Leistung

2. Licht volle Leistung & rotes Rücklicht

3. Licht weniger Leistung & rotes Rücklicht

4. Licht im Blinklichtmodus & rotes Rücklicht

 

Geliefert wird die Lampe in allen gängigen "Neo"-Farben (grün, blau, pink, gelb) - man erinnere sich an eine Packung Textmarker. Sicher Geschmackssache, aber stylisch sieht sie in jedem Fall aus. Die Verarbeitungsqualität steht anderen LED LENSER Produkten in nichts nach.

 

Fazit:

Sehen und gesehen werden, Sicherheit im Straßenverkehr, Dämmerung und schlechte Sichtverhältnisse sind das Einsatzgebiet dieser Lampe. Wer in die totale Finsternis abtauchen will, braucht eine andere, aber dafür ist sie mit 19,95 Euro bei Amazon top in Bezug auf Preis/Leistung. Ich bin damit aber auch schon im völlig Dunklen gelaufen und konnte direkt vor mir noch ohne Probleme ausreichend sehen. Absolut empfehlenswert!

 

Mein nächster Test läuft betrifft den Prototypen des Klimashirts von Clim8 über die ISPO Open Innovation. Allerdings ist die aktuelle Phase noch "streng geheim" - ab Dezember folgt die öffentliche Testphase, dann gibt es hier zur "Weltneuheit" ein paar Info`s mehr.

X-BIONIC EFFECTOR Laufset für ISPO Open Innovation (Testzeitraum 10/15-12/15)

 

Seit Anfang Oktober hab ich das o.g. sündhaft teure Laufset - Damenmodell - in allen möglichen und bekloppten Sportideen meinerseits getestet. Und wer mich kennt, der weiß, da „wird nicht mit Perwoll“ gewaschen. Letzteres ist in der Maschine bei den Klamotten auch eigentlich nicht erlaubt. Na Und? Hab ich trotzdem gemacht !!! ;-)

 

Wieso ich sowas teste? Der Test läuft vom Hersteller X-Bionic über die internationale Sportmesse München (ISPO) und seit kurzem bin ich dort als Hobbyathlet offizieller Tester für Sportutensilien und -bekleidung. Für X-Bionic hab ich mich schon länger interessiert, denn die Klamotten sehen ja nicht nur ungewöhnlich aus, sind übel teuer und sollen in Anlehnung an die Natur (bionisch) gewisse Klimafunktionen inne haben, die angeblich die Körpertemperatur konstant auf 37 C halten und zudem eine Kompressionswirkung auf Muskeln ausüben. Insgesamt soll das dann zu einer Leistungssteigerung im Wettkampf von wenigen Prozenten führen. Klingt kompliziert - hab ich für Euch einfacher gemacht -lest selbst!

 

Wenn Ihr die Klamotten ordert, kommt erstmal ein Paket aus bella Italia - da kommt das Zeug tatsächlich her. Die Verpackung ist rein von der Aufmachung super schick und edel - führt aber bei all den Erläuterungen zu Funktion und Wirkung fast schon zur geistigen Reizüberflutung. Ich hab das Pappmache erstmal unters Bett geschmissen und mir unvoreingenommen selbst ein Bild gemacht - sprich anziehen und looooos….später kann man die Verpackung immer noch studieren! Ist eigentlich auch besser so, weil man dann völlig unbeeinflusst nach Körpergefühl testet.

 

Es gab eine Hose, ein Shirt und ein paar Kompressionssocken. Aus der Verpackung genommen, hab ich erstmal gedacht:“ Ach Du Scheisse, welche Puppengrösse hast Du denn bestellt?“ Aber das täuscht! Aufgrund der Strickware und Elastizität durch Kompression handelte es sich doch tatsächlich, um meine korrekte Größe. Passte perfekt. 

 

Zum Testzeitpunkt laborierte ich noch übelst mit meinem Muskefaserriss linke Wade und der damit verbundenen Achillessehnenentzündung - sprich, ich fing gerade erst wieder mit Laufen an. Das war aber gerade in Bezug auf die Kompressionssocken super, weil ich bis dato welche von CEP und „Under Pressure Sox“ getragen hatte. Schöner Vergleich.

 

Ich zog die Klamotten zum Laufen, Radfahren, Yoga und Kraftsport bei jeder Witterung an. Von Regen aus Eimern bis hin zu 35 C Hitze oder unter 15 C mit eiskaltem Nordwind war alles dabei.

Fazit zum X-Bionic Effector Shirt:

Grundsätzlich gute Klimafunktion und Feuchtigkeitstransport. Da mir zum Test kein original X-Bionic Sport BH vorlag, komme ich zu dem Schluss, dass nur damit die volle Wirkungsweise der Funktionsfaser von X-Bionic erreicht wird. Heißt Mädels, nochmal 50 Euro extra zum fast 100 Euro teuren Shirt. Andernfalls trägt man nach Schweißbildung einen nassen Sport BH unter dem Effector Shirt. Da das Shirt bei Kontakt zu Feuchtigeit/ Schweiß eine Kühlwirkung auf der Haut erzeugt, fängt man nach der Aktivität im Cooldown schnell an zu frieren und sofern noch kühler Wind auf den Körper trifft, wird es richtig kalt. Die eigentlich tolle Kühlfunktion wird hier zum Nachteil. Ich hab mir beim Laufen dadurch einen aufgesackt und nach dem Laufen stets schnell das Teil ausgezogen. So nass auf die Leine trocknete das Teil im Wäscheraum nicht wirklich schnell - Odlo Hemden waren schneller trocken. Kompressionswirkung bei dem Shirt konnte ich nicht wirklich messen - nett, aber für mich nicht wirklich messbar. Was richtig ätzend war, war das Bündchen. Unten viel zu eng sorgte es dafür, dass das Shirt ständig bis zum Bauchnabel hochrutschte. Geht gar nicht - ich war beim Laufen nur damit beschäftigt alles ständig wieder zu richten! Das wurde von vielen Testern eindeutig bemängelt - auch von Männern. Kompressionswirkung und Klimafunktion ist dann natürlich futsch - wo kein Shirt, da keine Wirkung. Weil es sich um auftragende Strickware handelt, sollte man auch eine super schlanke Figur haben, sonst sieht man schnell aus wie die Wurst in der Pelle und fühlt sich darin nicht wirklich wohl - es TRÄGT AUF - UND WIE!

 

Fazit zur X-Bionic Effector Hose:

Für mich schwer gewöhnungsbedürftig, das Kleidungsstück dem ich in Anbetracht des Preises nicht wirklich etwas abgewinnen konnte. Das Material ist sehr dünn im Vergleich zum Shirt. Man muss aufpassen die Hose richtig herum anzuziehen. Also hinein schauen, da steht im Bund: Front. Ansonsten kaum zu unterscheiden, außer dass die Wirkung der Kompression bei falscher Trageweise wohl hin ist. Die habe ich überhaupt nur an den Oberschenkeln gespürt, sonst nirgends. Hinten war mir die Hose gefühlt ständig zu kurz geschnitten. Das Material so dünn, dass bei extremer Dehnung (Bücken) der Hintern transparent wird. Dafür hat man eine hohe Bewegungsfreiheit in der Hose, weil sie nahtlos gestrickt ist (wie übrigens alles von X-Bionic) und das Material jede Bewegung mitgeht. Klimafunktion war nicht großartig anders als bei meiner normalen Asics Lauftight. Bei einigen Testern rieb sich im Schritt das dünne Material auf. Man hat zwar 2 Jahre Garantie, aber das sollte nach so kurzer Zeit eigentlich nicht passieren. 

 

Fazit zur X-Bionic Effektor Kompressionssocke:

Bei mir der absolute Testsieger, toppt CEP und andere Hersteller in jeder Hinsicht und ist vom Preis her auch akzeptabel (2 Jahre Garantie) - kann ein Hobbysportler durchaus investieren. An diesem Produkt ist vieles echt "bionisch", Muskeln, Bänder und Sehnen werden anatomisch mit deutlich spürbarer Kompressionswirkung unterstützt. Ich hatte zum Testzeitpunkt eine starke Achillessehnenentzündung. Keine Socke dieser Art (nicht einmal die aus dem Sanitätshaus) stabilisierte gerade in diesem Bereich so gut. Ich konnte deutlich schmerzfreier erste Belastungen laufen und auch beim Radfahren war sie sehr gut. In einem Fall fuhr ich 130 km bei unter 10 C und Dauerregen. Mein gesamter Körper war kalt, die Socken klatschnass, aber die Waden waren trotzdem warm - hier griff die versprochene Klimafunktion von X-Bionic spürbar die Waden auf Körpertemperatur zu halten und das sogar bei Windchilleffekt. Das Material ist erstaunlich robust. Ich lief damit 16 km bei Runterra über Hindernisse und durch Schlamm. Einzig die Reinigung war später etwas schwierig. 3 x Maschinenwäsche, um aus der Faser den ganzen Sand herauszuwaschen. Übrigens sollte man die Socken nicht tragen, wenn man danach im kurzen Kleidchen gefallen möchte, denn die Rillen an den Waden sieht man noch etwas länger von der Kompression.

Abschließend sei angemerkt, dass die Faser mit Ionen verarbeitet ist, die Gerüche hemmen sollen. Ich kann das nur bestätigen. Andere Funktionsbekleidung muss ich nach 2-3 Mal tragen unbedingt waschen, X-Bionic bleibt bis zu 6 x Tragen geruchsneutral. Negativ ist die Angabe vom Hersteller die Artikel nur mit der Hand waschen zu dürfen. Gemacht hat es im Testverlauf kein ISPO Tester. Ich habe die Sachen bei 30 C mit 100 Schleudertouren und normalem Colorwaschmittel gewaschen und kann keinen Materialschaden feststellen. Den Wäschetrockner hab ich ausgelassen, aber die Sachen trocknen ja auch so recht schnell. Maschinenwäsche ist ein absolutes MUSS bei Sportbekleidung und wie man sieht, geht es auch.

 

Was die Bestellung im Onlineshop angeht: 7 Euro Versandgebühr ist etwas zu hoch, aber die Lieferzeit (2-3 Tage) flott. Man kann X-Bionic aber auch teilweise woanders ohne Versandkosten beziehen. Einfach mal googeln. Retoure und Umtausch sind etwas kompliziert mit Anforderung über die Webside/ spezieller Versand nur über UPS.

 

Ach so, die Leistungssteigerung durch die Klamotten konnte ich nicht wirklich messen...?...

 

Ich bin gespannt, ob der Hersteller den einen oder anderen Kritikpunkt der Testcrew ausbessert - dazu war der Test ja gedacht. Demnächst folgt der Test eines Trailrunningsets in das einige Ideen meinerseits schon aufgenommen wurden.

Unter allen Testern belege ich den 3.Platz in qualifizierten Beiträgen und freue mich über ein X-Bionic Effector Power Langarmlaufshirt.

 

Hier noch der Link zum Effektor Laufset von X-Bionic: 

https://www.x-bionic.de/women/laufsport/laufen/437789

Der V800 - „Langstreckenrakete“ von POLAR versus GARMIN (Testzeitraum 10/14 - 07/15)

 

20 Jahre bin ich Polar Nutzer gewesen. Warum? Hat immer funktioniert, war billig - denn in Anbetracht meiner Sportweise, waren die Dinger stets schnell kaputt durch Schläge oder Rüttelei an der Elektronik oder durch Sturz (Infrarotschnittstellen …) - GARMIN war mir da stets etwas zu teuer und ich wollt auch nicht soviel „Firlefanz“.

 

Dann kamen diese tollen Onlineportale der Gerätehersteller, weil sich insbesondere bei den Windows Rechnern alle Nase lang die Betriebssysteme erneuerten und die Software der Trainingscomputer nicht mehr kompatibel war. Ich persönlich, hab mich da bis zum Schluss gegen gewährt. Mir reichten meine Daten auf meinem PC, aber nachdem ich von Windows Rechnern die Schnauze voll hatte und auf Apple wechselte, passte der RS 800CX von Polar nicht mehr - nix kompatibel *kotz*….

 

Schlau gemacht und Weihnachten kurzer Hand den V800 von Polar erworben, dachte ich:“Nu läuft alles reibungslos.“ und wurde eines Besseren belehrt. Alter Schwede dauert die Synchronisation des Geräts mit dem Portal. Nur eine Trainingsansicht ansehen und 10-15 Minuten Synchro-Zeit !!! Wie früher mit dem Internet - wenns zu langsam läuft: Nudeln kochen, aufs Klo gehen oder schon mal Wäsche sortieren. Ab und zu ging auch gaaaaaanix…..doof wie ich bin, denk ich, dass mein Gerät oder mein PC spinnt und krieg fast einen Cholerischen. Tage später dann der Hinweis von Polar: Sorry, unser Update hats versaut oder das Portal läuft fehlerhaft. Zum Glück hab ich stets ohne Update meine Daten erst runtergeladen, andere machten das anders herum - alles FUTSCH!

 

Auf dem V800 - hört sich fast an, wie eine Langstreckenrakete, ist dafür aber eindeutig zu langsam und kommt mit dem Akku nicht weit *g* - war zwar alles Mögliche an Funktion, die ich nicht wirklich brauchte, aber nix funktionierte. Hört sich ziemlich bescheuert an, ist aber so gewesen, denn POLAR verkaufte das Ding noch völlig unausgereift und datete alles im Nachhinein auf das Gerät auf - zur Freude der Nutzer mit ständigen Komplikationen. Der Kundenservice war für so viele „Hasstiraden“ überhaupt nicht vorbereitet und reagierte oft erst Tage später, wenn man selber per Zufall feststellte, dass Synchro wieder ging. Einfach mal ab und zu ausprobieren (y), da wird man sich selbst geholfen.

 

Jetzt ist mir der Arsch geplatzt und ich hab mir völlig gefrustet den GARMIN 920 XT Forerunner gekauft, weil die „Rakete“ 6 Tage lang nicht ging. Nix ging! ….Nach über einer Woche bekam ich dann endlich mal vom POLAR Service eine Antwort auf meine Anfrage:“Es täte ihnen leid, das System funktioniere nun wieder.“ Ahaaaa….

 

Nun, ich hab jetzt einen Vergleich und der ist nicht ohne. Zwar kostet der Garmin deutlich mehr Kohle, aber ist in Qualität und Verarbeitung eindeutig besser. Von den Funktionen her nehmen sich beide Geräte nicht viel. Beide messen so gut wie alles, aber Synchrodauer beim Garmin schlappe 30 Sek. voll automatisch, POLAR 10-15 Minuten, teilweise ohne, dass das Programm im PC automatisch anspringt. Oft muss man manuell nachhelfen. Mittels WLAN oder Bluetooth noch einfacher - macht das Ding ganz nebenbei. Updates 3 Minuten, POLAR 10 Minuten. Allein das ist schon Nervenschonender. Beim POLAR hab ich mir am Ende die Einsicht in die täglichen Trainingsdaten verkniffen - dauert zu lange der Spass.

 

Ausserdem kann man beim GARMIN ALLES direkt an der Uhr verändern, Displayeinstellungen, Trainingsprogramme, Ansichten…..POLAR nur mit Synchronisation am PC. Was, wenn ich vor dem Wettkampf noch schnell etwas ändern will und keinen PC hab oder gar im Urlaub bin?

 

Super schön grosse Bedientasten, Start und Stop direkt oben auf der Uhr, keine Taste aktiviert sich nur durch Bewegung von selbst. Und was ich als Frau mit kleinem Handgelenk besonders gut finde: Ergonomie und Gewicht. Der Polar hat ein so unglückliche Form mit dem unflexiblen Gummiarmband, dass man entweder das Handgelenk abschnürt und die Uhr drauf drückt oder man es lockerer trägt und beim Laufen die Uhr auf das Gelenk schlägt. Schwer und unangenehm.

Den GARMIN merkt man gar nicht, sitzt perfekt, leicht und ein super Display, dass man sogar noch beim Schwimmen unter Wasser mit Spiegelung super erkennen kann, während man beim V800 in schwarz-weiss Darstellung nix mehr sieht. 

 

Bei Minusgraden hält die Batterie voll aufgeladen am Bike keine 1-2 h und der Akkualarm wird angezeigt. Dauert dann auch nicht mehr lange, dann ist das Gerät aus. Beim Iceman in Rotenburg war nach 2 h Aufzeichnung Feierabend. Der Garmin hingegen hält deutlich länger und zeichnet trotz alle 15 Minuten Akkualarm noch locker 1,5 h weiter auf ohne Abschaltung. Da Akkus bei Kälte generell an Leistung verlieren, ist das Metallgehäuse des V 800 eher von Nachteil ggü. dem Plastikgehäuse des Garmin, da es Kälte quasi anzieht und speichert, somit direkt an den Akku im Inneren weitergibt. 

 

Da ich mit einem Gerät nicht nur Radfahren will kommt für mich grundsätzlich nur eine Trainingsuhr in Frage und das ist jetzt eindeutig der GARMIN. Nach nur einer Woche Nutzung hab ich auf meinen V800 überhaupt keinen Bock mehr gehabt. 

 

Wär der V800 nicht so langsam, würd ich ihn jetzt glatt zum Mond schießen !!!

Überlegt also gut, was Ihr Euch kauft - kostet schließlich alles viel Geld.