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25.-27.11.22

Schwimmcamp Osterburg

Nach 2 Jahren Pandemie konnte das Schwimmcamp der Triathlonfüchse Osterburg an der Landessportschule Sachsen-Anhalt endlich wieder stattfinden. Gefährdet war das Camp für mich nicht, weil ich Anfang November eigentlich alle Seuchen kassierte, die gerade so im Umlauf waren. Erst ein grippaler Infekt und direkt im Anschluß Corona. Letzteres war ein ziemlicher Witz, obwohl ich Asthma habe. 11 Monate Long Covid von der Impfung waren jedenfalls schlimmer. Mein Schwimm-training konnte ich in den letzten Wochen trotz Energiekrise auch sauber durchziehen und das Halbmarathontraining nahm ich direkt nach meiner Corona-infektion wieder auf. Meine Motivation war also mehr als gut.

Warum nimmt man zum 3. Mal am gleichen Schwimmcamp teil? Für mich ist es ein perfekt kurz gehaltenes Seminar. 3 Tage mit 4 Schwimmeinheiten vollgepackt mit Technik und einer Videoanalyse. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Mein Unfall-schaden im linken Arm macht kein klassisches einwöchiges Camp mit, außerdem gehen mir die Leute häufig auf den Sack. Weniger Selbstdarstellung und Profi-gehabe ist mir lieber und genau das macht Osterburg aus. Auch eine schöne Sport-motivation mitten im tristen November. 

 

Und so ging es gut organisiert am Freitagabend mit der ersten Schwimmeinheit los und wie immer stand auch die Videoanalyse als erstes auf dem Plan. Am Samstag reichte die Zeit zwischen den beiden Schwimmtrainings noch für einen schönen langen Lauf. Die Altmark ist eine echt schöne Ecke, nicht weit vom Gartower See entfernt, wo ich auch im Sommer oft bin und ich liebe lost Places, in diesem Fall Schloss Krumke:

Meine Ausgangslage:

2016

Als ich mit dem Schwimmen anfing, konnte ich nach meinem Umfall meinen linken Arm kaum mehr bewegen. Meine linke Körperhälfte war degeneriert. Ein physio-therapeutisches Training stieß an Grenzen. Ärztlich riet man mir es mit Schwimmen zu versuchen. Ich habe in meiner Jugend Leistungsschwimmen betrieben, war aber am Ende beim Mountainbikesport gelandet, bei dem ich mir die Verletzung auch zuzog. Ich konnte mich zwar daran erinnern wie Kraulschwimmen geht, aber ohne Kraft im linken Arm mit einer blockierten Schulter sah es zu diesem Zeitpunkt eher nach schlechter Wasserbewältigung als nach echtem Schwimmen aus. Da ich Angst hatte meine Armfunktion zu verlieren, was auch mein berufliches Aus bedeutet hätte, quälte ich mich mit 25m Brust-Kraul-Wechsel-Schwimmen elendig durch Becken. Mit der Zeit wurde der Bewegungsablauf besser und ich schaffte 1,5 km am Stück. Es reifte die Idee: wenn Du nicht mehr MTB fahren kannst, versuch`s doch mal mit Triathlon und so nahm ich mir vor einen Ironman 70.3 zu finishen. 

 

Erstes Schwimmcamp: Ich wusste zwar schon, wo der Hund begraben war, wusste nur nicht wie ich das Problem beheben sollte. Der rechte Arm schlug bei jedem Zug im hohen Bogen wie ein Haken aus dem Wasser, weil der linke Arm unter Wasser wegknickte und der Athletikrückstand im Rumpf die Wasserlage auch nicht viel besser aussehen ließ. Es war eher ein einarmiges Schwimmen mit deutlicher Schlagseite. Die individuellen Tipps bei der Analyse waren aber sehr hilfreich und beschränkten sich auf 1-2 Hauptprobleme. Ich versuchte anschließend zunächst etwas Kraft auf den linken Arm zu trainieren, was mit Nervenschaden wirklich mühselig ist, um mir dann den linken "Haken" abzugewöhnen und die Beinarbeit zu optimieren.

2017

Finish Ironman 70.3 Rügen in 5:48 h. Geht doch – dank Neo. Der Beweis war schon mal erbracht, aber über den Schwimmstil ließ sich weiter streiten. 

2018

Finish Ibiza Blue Challenge über 2,5 km Open Water. Längere Distanzen waren also möglich, denn auch die 3 km "Quer durchs Meer" in Bad Zwischenahn bei wirklich übelstem Wellengang schwamm ich ohne Probleme. Den Ostseeman schwamm ich in 36 Minuten. Der Neo bei der Stabilisierung hilft natürlich enorm. 

2019

Meine zweite Teilnahme in Osterburg. Der hohe Arm nun schon deutlich flacher, die Wasserlage besser, und der linke Arm stabiler. Das zeigte sich jetzt auch deutlich in den Schwimmzeiten. Es folgte eine 2-jährige Pandemiepause, in der Schwimm-training deutlich eingeschränkt war. Es gab auch kaum Wettkämpfe, also nutzte ich die Chance erstmals für intensives Athletiktraining, denn beim Laufen traten ähnliche Probleme auf wie beim Schwimmen – Hüftinstabilität. Planks, Hanteln, Statikübungen, Zugseil, ich probierte alles aus und merkte zunächst, dass ich schneller und beschwerdefreier lief.

 

2021

Erstes Schwimmtraining nach Lockdown: Stabiler, gerader, mehr Ruhe und ein deutlich kräftigerer linker Arm. Von 2:13/ 100m im GA 1 ging es auf 2:05/100m herunter. Im Training versuchte ich jetzt die Arme so weit wie möglich nach vorne aus der Schulter zu drehen und mit der Beinarbeit nicht ständig einzuschlafen.

2022

Schwimmcamp 3: Alex war Trainer in allen 3 Camps, die ich besucht habe und bestätigte mir sofort, dass es deutlich besser geworden sei. Die Analyse hat mich dann noch positiver überrascht, weil das erste Mal von einer top Wasserlage die Rede war. Es bleibt die Arbeit an „noch längeren Armen“, wobei links etwas limitiert bleiben wird und einer noch höheren Frequenz der Beinarbeit. Es war das erste Mal, dass mir Trainer und andere sagen. „Hey, Du schwimmst echt gut“. In der gesamten Entwicklungszeit beschränkte sich das Feedback sonst eher auf: „Hey, warum schlägst Du den Arm so hoch oder warum schwimmst du so komisch“. Der Vergleich beider Schwimmvideos von 2016 und 2022 macht es dann wirklich deutlich. 2016 wirkt alles völlig unrhytmisch und 2022 ist ein gleichmässiger Schwimmstil deutlich erkennbar. Gut Ding braucht Weile und weniger ist manchmal mehr, zeigt sich in meiner Entwicklung besonders. 

Abschließend gilt mein Dank einmal mehr den Triathlonfüchsen Osterburg und den Trainern für das tolle Wochenende. Ich finde es war das beste Camp von allen. Inhaltlich umfangreich und auf den Punkt, auf die Teilnehmer wurde wie immer sehr gut individuell eingegangen (auch mit Handicap), das Essen in der Landessportschule war auch deutlich besser und die Teilnehmer wie immer ausgesprochen nett. Ich kann Euch nur weiterempfehlen und komme gerne wieder.

15.10.22

Besi & Friends Jahresabschlussfeier 2022

Für mich ist es immer ein weiter Weg nach Frankfurt/M und ich kann nicht immer dabei sein, wenn Besi & Friends feiern oder Events durchführen, aber mit den Gedanken und dem Herzen bin ich immer dabei.

Nach 2 Jahren Pandemie musste ich nun aber wieder dabei sein. Zu sehr fehlten mir alle und zudem hat auch die Pandemie die Stiftungsarbeit nicht gerade leicht gemacht. Ich wollte dem Vorstand und den aktiven Friends vor Ort den nötigen Respekt entgegen-bringen. Und den hatten sie sich auch verdient, denn die Jahresbilanz der Besi & Friends Stiftung konnte sich trotz der ganzen Umstände wieder einmal sehen lassen.

 

Nach 9 Monaten können wir uns über stolze 61 500 Euro Spendengelder freuen und das Jahr ist noch nicht zu Ende. Bis zum Jahresende werden wir davon voraussichtlich ca. 40 000 Euro in Förderanträge investieren und damit Menschen mit chronisch entzündlichen Erkrankungen in ihrer Mobilität und Eigenständigkeit unterstützen. 335 Euro kommen schon von meiner Geburtstags-spendenaktion dazu - wow, lieben Dank an alle Spender. Das übersteigt selbst meine eigenen Erwartungen.

Ein Hinweis hierzu: wir unterstützen nicht nur MS- Kranke, sondern auch Menschen mit Rheuma, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, ALS und andere. Förderanträge sind stets willkommen und werden auch, wenn gewünscht, diskret bearbeitet. Deshalb berichten wir auch nicht über alle einzelnen Fälle in der Öffentlichkeit. Bezahlt werden jede Art von Hilfsmitteln und Therapien, die dem Erhalt oder der Förderung der eigenen Mobilität dienen. Das reicht vom behindertengerechten PKW-Umbau bis hin zum Hometrainer.

 

Von den weltweit 3000 Friends waren trotz Corona 100 da und sorgten für einen tollen Abschlussrahmen. Vorgestellt wurden noch einmal alle Events des Jahres, wobei die Gickel-Prag-Tour mit 7374 Euro Spendeneinnahme verdient hervor-gehoben wurde. Auch im nächsten Jahr werden wieder diverse Events angeboten. Wer Lust hat im Harz Mountainbike zu fahren oder den hohlen Buckel mehrfach mit dem Rennrad zu bezwingen, ist gerne eingeladen. Dazu muss man kein „Friend“ sein. Das geht auch als Fan oder Gast. 

 

Die Ausschreibung und Anmeldung findet Ihr hier:

https://anmeldung.besiandfriends.de

 

2021 haben wir den Hertie Preis als Stiftung gewonnen. In diesem Jahr waren wir für den „Deutschen Engagementpreis“ nominiert und haben von 463 Nominierten den 58. Platz belegt. Das ist für eine so kleine Stiftung wirklich herausragend.

Ich habe an dem Abend so viele liebe Menschen wiedergetroffen und wie immer reichte die kurze Zeit überhaupt nicht aus, um allen gerecht zu werden.

 

Besonders sind die Geschichten, wenn Besi & Friends anderen Mut machen über sich selbst hinauszuwachsen. Gerhard, der gegen COPD und Co unermüdlich mit seinem E-Bike radelt und dadurch deutlich an Lebensqualität gewonnen und an Gewicht verloren hat. An diesem Abend hatte ich auch kurz die Ehre mit diesem Ex-Profigastronom die Getränkeausgabe zu schmeißen:

Oder Heike, die wie Gerhard krass an Gewicht verlor und deshalb in einer Illustrierten erschien (tolle Fotos – krass schöne Veränderung) und ihr Mann, der auch tapfer gegen seinen Krebs kämpft und nicht aufgibt. Diese Geschichten vereinen alle Friends und sie schaffen eine tiefe Gemeinschaft, die selbst eine Pandemie überlebt.

 

Ein wirklich schöner Abend mit gutem Essen, der viel zu schnell zu Ende ging, aber der wieder Lust auf mehr gemacht hat. Ich denke, wir sehen uns 2023 auf einer Veranstaltung wieder. Danke an alle, die uns in irgendeiner Form unterstützen und schaut mal rein ins Besi & Friends Programm 2023.

17.05.2022

Von zu kurzem Becken mit Fersensporn…

Über Limmer, Uelzen und Salzgitter zur Wettkampfpause.

Nach dem Limmer Triathlon war ich in Uelzen und wollte schauen, was auf der olympischen Distanz geht. Der Tag endete mit einem DNF. Ja richtig gelesen und das hat es bei mir noch nie gegeben. Selbst beim Ibiza Triathlon finishte ich noch mit Knochenhautentzündung am Knie mehr schlecht als recht, aber ich finishte. Nach dem Schwimmen und Radfahren führte ich meine Altersklasse in Uelzen noch deutlich an und hätte unter normalen Bedingungen diesen Platz beim ab-schließenden 10 km Lauf verteidigt. Soweit eigentlich alles gut, aber es ging einfach nicht. Ich stieg vom Rad und versuchte loszulaufen. Nichts ging. Die Beine waren komplett zu. In einer Art und Weise wie ich es nie kannte. Ich schleppte mich eckig bis zur 1. Verpflegungsstation, lief wieder an und merkte sofort Krampfansatz. Beide Beine aufgeblasen wie ein Ballon. Ich versuche 2 x Mal erneut anzulaufen – keine Chance. Der Rest wurde Wandertag und ich stieg genervt aus.

 

Was hier wirklich los war, konnte ich mir nicht so recht erklären, denn irgendwie ging es immer. Trainingsrückstand war dafür nicht ursächlich. Was ich in der letzten Zeit aber schon beobachtete waren schnell „aufgepumpte“ Beine im Training. Nachdem ich Uelzen abgehakt hatte, standen eigentlich ein paar kleinere Laufwettkämpfe im Kalender. Im Training merkte ich aber schon seit ein paar Wochen eine Sehnen-reizung in der linken Haxe innen, außen. Die ging zwar mit Dehnen und Rollen wieder weg, nahm aber gefühlt immer wieder zu.

 

Ich reduzierte Lauftraining und ließ Wettkämpfe sausen, denn meine Gesundheit ist mir sehr wichtig. Nie würde ich mich nur für eine gute Platzierung oder ein Wettkampfziel nachhaltig kaputt trainieren. Lieber weniger, dann bleibt an Ende einfach mehr. Körpergefühl ist sehr wichtig und diese Saison ist generell für niemanden mehr ein echtes Highlight – eher ein gemischter Wiedereinstieg und der Juli ist hier im Norden sowieso ein toter Monat. Ab Herbst möchte ich außerdem wieder strukturierter trainieren, da wäre eine Sehnenreizung fatal.

 

Es verstrich der Verdener Stadtlauf und der Salzgitter Triathlon. Während dessen fuhr ich viel Rad, intensivierte das Schwimmtraining oder war auf Dienstreise. Letzteres suchte mich in kürzester Zeit 3 x heim – Corona ist vorbei und Besprechungen werden nachgeholt. So war auch dienstlich schon der Plan voll und ließ nur wenig zu.

 

Nach einer 12 km langen SUP-Board Tour auf der Wakenitz meldete sich dann die Ferse deutlich. Man könnte sagen schlecht, ich sage super, denn ich wusste jetzt was los war: Fersensporn! Ganz klarer Fall. Schön war die Tour trotzdem:

Was folgte war die klassische Eigenbehandlung: Laufpause, Dehnen, Rollen und orthopädische Einlage. Mir macht ein Fersensporn keinen echten Stress, weil er meist nach 4-6 Wochen Behandlung fast wieder von allein verschwinden kann und deshalb kann ich bereits  jetzt schon wieder 5 km ohne Zipperlein laufen.

 

Wichtig war aber Ursachenforschung. Fette Beine und Fersensporn. Die Ursache lag 3 Monate zurück in meiner Osteopathiebehandlung mit Beckenkorrektur. Die Sehnen und Bänder in neuer Position, an diesen hängt die Beinmuskulatur, die bei hohen Belastungen zusätzlich verkürzte und am Ende bis in die Plantarfaszie wirkte. Dadurch meldete sich der bis dahin unbemerkte Fersensporn. Half nur Muskelpflege und Dehnen, zeigt aber auch, dass eine erfolgreiche Osteopathie-behandlung krass viel ausmacht und der Körper das nicht so einfach wegsteckt. Uelzen war damit auch erklärt – geht so einfach nicht.

 

Egal, die Triathlonsaison ist sowieso so gut wie zu Ende. Ich mache jetzt noch einen Sprint und das war`s, weil ich weitere Dienstreisen habe und im Oktober wieder auf Ibiza bin.

 

Danach plane ich 2023 wieder als richtige Triathlonsaison. Allerdings sind mir zukünftig auch kurze Auszeiten auf meinem SUP Board und Outdoorleben wichtig. Das Leben ist zu kurz, um immer nur das Gleiche zu machen. Die Zeiten werden nicht einfacher. Nächste Station: Heideseetriathlon im September. Ich hoffe die Strohschweine bringen mir Glück, dass alles hält.

22.04.2022

Baustelle

Eine Zeit lang war Blogpause. Oder auch meine Pause. Der Grund ist der Kampf mit meinem Körper. Es ging mir in den letzten 10 Monaten nicht gut. Während Patrick Langes Buch „How to become an Ironman“ auf den Markt kam, habe ich „Not to become one“ gelebt. 

Selbst für eine anständige Mitteldistanz reicht es jetzt wohl nicht mehr aus folgenden Gründen: 

 

1. Post-Vac-Syndrom nach Impfung mit Fehlbehandlung Hausarzt

Dazu hatte ich bereits berichtet. Nachdem ich heftig auf meine Biontech Impfung im letzten Jahr reagierte, bekam ich vom Hausarzt die falsche Behandlung und auch noch eine IMO/SiBO. Die Behandlung dauerte mehrere Monate in denen ich mich erschöpft, müde und krank fühlte, auch immer wieder mit Magen- und Darm kämpfte. Ich bekam das Ganze dank Heilpraktiker im Januar wieder in den Griff, bin aber auch noch nicht am Ende dieser Behandlung. Im März 22 folgte die 3. Impfung und ein erneutes Post-Vac-Syndrom, dass dank HP-Behandlung deutlich milder ausfiel, mich aber auch ein weiteres Mal das komplette Training kostete. Gefühlt 9 Monate krank!

 

2. Immunsystem- und Unfallschaden aus den Jahren 2005 & 13

2005 brach nach einer Schimmelexposition mein Immunsystem zusammen. Ich habe zwar viel in den Aufbau investiert, aber es nie so ganz austherapiert. 2013 hatte ich meinen schweren Radunfall und eine Chemotherapie. Nach einer Chemo soll man sich eigentlich nicht impfen lassen, aber der berufliche und gesellschaftliche Druck war hoch und eine vor 9 Jahren erhaltene Chemo erkennt kein Arzt für eine Impfausnahme an. Die Quittung bekam ich nach dem 2. Schuss und war monatelang wirklich krank. Sportliches Training ging nur zeitweise. Wer nicht richtig essen kann, weil alle Schleimhäute entzündet sind, der kann auch keine Leistung abliefern. 

 

Im Rahmen meiner IMO Therapie hatte ich akute Probleme mit meiner Fettverdauung, die trotz Medikamente nicht wirklich besser wurde. Mein HP riet mir zu einer Osteopathiebehandlung. Im Nachhinein war sie das Beste, was mir passieren konnte. Ich habe mich selbst nie mit dem Thema beschäftig. Ich dachte, das sei ähnlich wie Physiotherapie und davon hatte ich nach meinem Unfall eigentlich genug. Trotzdem versuchte ich mein Glück und hatte auch welches, denn im Januar eröffnete in der Walsroder Wassermühle Monika Schmitt ihre Praxis. Sie kommt aus einer großen Hamburger Praxis und hat viele Jahre Erfahrung.

 

Und wieder holte mich mein Unfallschaden und die Chemo ein. In der ersten Behandlung stellte sie eine blockierte Galle fest. Und schon funktionierte nach deutlicher Erstverschlechterung 7 Tage später meine Fettverdauung wieder. Die Chemo 2005 hatte meine Leber so stark anschwellen lassen, dass sie die Galle blockierte. Diese Blockade war immer noch existent. Aber auch mein Schlüsselbein schwang nach meinem Unfall 2013 immer noch nicht frei. 

 

In weiterer Behandlung wurde ein blockiertes, schiefes Becken mit ISG Blockade festgestellt sowie ein blockierter rechter Fuß. Damit bin ich noch Halbmarathon gelaufen und habe 70.3 gemacht. Zwar war ich ständig von Hüftschmerzen und ISG Blockaden gepeinigt, liess diese auch kurzfristig beim Physio beheben, aber eben nicht die echte Ursache. Die Folge der Osteopathie Behandlung war wieder eine Erstverschlechterung mit Trainingsausfall, aber auch eine deutliche Verbesserung. Ich laufe gerade, Becken und Körper verwindet sich nicht mehr, die Laufenergie geht gerade nach vorn und so schaffte ich auch Anfang März erstmals neue Bestzeiten im 5 km Lauf und im 2 km Schwimmen. 

Ich habe zum ersten mal das Gefühl die Beine sind beim Laufen befreit und so sind auch höhere Geschwindigkeiten nur durch automatische Technikanpassung möglich. 

 

3. Arbeitsbelastung/ -stress durch Kohortendienst Corona

Ich leite einen Arbeitsbereich der systemrelevant ist und sich monatelang, sogar fast 2 Jahre lang, im Kohortendienst befand. Das ist purerer Stress, denn im Homeoffice hatte ich keine technischen Möglichkeiten die Arbeitsabläufe zu überwachen oder adäquat zu arbeiten, war aber trotzdem ständig erreichbar und gefragt. Und in der Präsenzwoche musste ich mit der halben Mannschaft mehr das 100% Arbeitsmenge schaffen. Um den Betrieb nicht zu gefährden, hatte ich kaum Urlaub und Auszeit. Ich ließ mich auch nie krank schreiben.

 

Dies alles hat mir nach 2 Jahren total den Stecker gezogen. Eigentlich hatte ich geplant im Juni eine Mitteldistanz zu absolvieren. Aber mein Körper sagt ganz klar „nein" und mental bin ich aktuell auch völlig ausgebrannt. Radtraining war bisher aufgrund von Zeitmangel, Köperbeschwerden und schlechtem Wetter überhaupt nicht möglich. Im Schwimmen und Laufen lief es bisher eigentlich ganz gut, aber den Halbmarathon Cuxhaven habe ich sausen lassen, weil ich diese Maximal-belastung meinem Körper noch nicht antun wollte. 

Wird es sportlich dennoch weitergehen?

Definitiv ja, aber ohne „Big Goals 2022“. Ich trainiere im Moment nach Körpergefühl, heisst nur so viel wie es sich richtig und gut fühlt. Der Wettkampfkalender hier in Niedersachsen sieht generell recht beschaulich aus. Viele Veranstaltungen finden auch gar nicht statt. Ich setze Spass vor Leistung und Erholung vor Wettkampf. Wer mich aber kennt, weiß auch, dass ich für Überraschungen immer gut bin. Das Training gestalte ich schon so, dass ich durchaus noch Leistung abrufen kann. Aber den Termin- und Leistungsdruck nehme ich komplett raus. Eine olympische Distanz wäre in diesem Jahr noch schön und ein kleiner Halbmarathon. Lasst Euch überraschen, ich mich auch. Am wichtigsten ist erstmal richtiger Urlaub und eine Coronapause mit etwas Normalität.

 

Wünschen wir uns das nicht alle gerade?

05.04.2022

II Cursa Virtual Eivissa 2022 - Trofeos

Was lange währt, wird endlich gut, dank DHL. Anfang März gewann ich den 5 km Lauf und wurde Zweite beim 2 km Schwimmen der II Cursa Virtual Eivissa. Meine Pokale bzw. Trofeo`s wurden mir mit der Post zugeschickt. Nun kommt es schon mal vor, dass es per Luftpost und Co etwas länger dauert, aber in der Regel kommen Pakete aus Ibiza nach einer Woche in Deutschland an. Spitzenreiter war mal eine Postkarte an Freunde, die satte 10 Jahre brauchte, weil vermutlich ein spanischer Postbeamter in San Jose den Sack in der Ecke vergaß. In Spanien sagt man schließlich nicht umsonst „mañana“.

 

Ende März fragte ich dennoch beim Veranstalter nach, der mir versicherte, sie per Post Anfang März aufgegeben zu haben. Que pasa? Als ich schon nicht mehr damit rechnete, stand der Postbote vor der Tür mit einem geplatzten Päckchen, dass DHL neu verpackt hatte. Die Trofeo`s in Spanien sind meist schwer und massiv und eine einfache Versandtasche ist dann doch recht sportlich. Aber kurze Kontrolle, alles dabei und intakt. Tattaaaa….

Die Blue Challenge fertigt alle Preise stets per Hand aus recycelten Materialen und Abfällen. In diesem Fall Treibholz. Dabei entstehen immer sehr individuelle und einzigartige Erinnerungen. Ich finde, schöner als fertige 0815-Pokale, einfach „hecho a mano con mucho amor“ (hergestellt in Handarbeit mit viel Liebe). 

Gracias amigos, me alegro mucho.  

05.02.2022

DTU-Nominierung Wahl zum Triathlonheld*in des Monats

Ich war schon etwas überrascht als mich diese Woche die Nachricht der Deutschen Triathlonunion erreichte, als Kandidatin zur Wahl „Triathlonheld*in des Monats und somit auch zur Wahl Triathlonheld*in des Jahres 2022 nominiert worden zu sein. 

Grundsätzlich können Kandidaten benannt werden oder sich selbst aktiv der Wahl stellen. In diesem Fall nominierte mich die DTU persönlich. Herzlichen Dank dafür.

Ich bedanke mich für  jede einzelne Stimme von Euch auch wenn es am Ende nicht gericht hat. Ich habe nicht mit so viel Zuspruch gerechnet - lieben Dank dafür und Glückwunsch an die Gewinner.

09.10.2021

Der Podcast mit mir und Dr. Gabriela Hoppe!

Seit kurzem weiß ich, dass ich Fructose nicht mehr vertrage. Das geht vielen Ausdauer-sportlern so und das stellt auch jeden vor eine ganz besondere Herausforderung.

 

Fructose steckt in so vielen Lebensmitteln und natürlich auch in den meisten Sport-Elektrolytgetränken sowie in Energybars und -gels.

 

In diesem Interview klärt Gabi als Ernährungswissenschaftlerin über die Fructose-intolleranz auf, gibt Tipps zur Ernährung und zu spezieller Sportnahrung und ich erzähle Euch, wie ich überhaupt festgestellt habe, dass ich Fructose schlecht vertrage und wie lange ich schon Beschwerden hatte. 

 

Hier gehts direkt zum Podcast, einfach das Bild anklicken:

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