2019 gut gelaufen?

27.10.2019

Meine Saison stand im Focus schneller laufen zu können. Als eine von 29. Hannover Marathon Botschaftern stand mein Winterhalbjahr deshalb stark unter diesem Focus. Ich nahm an diversen Crossläufen und zwei Winterlaufserien teil. Nicht um mich maximal gut zu platzieren, sondern um härtere Trainingseinheiten zu simulieren. Im Training fällt es mir immer schwer länger hart zu laufen und in einem Rennen läuft es sich einfach leichter. Ich lief die Rennen mit max. 80 % Leistung, was anfangs nicht einfach war. Alle laufen dir weg und du läufst ziemlich weit hinten . Kopfsache, aber die zu trainieren ist genauso wichtig, denn in einem Mitteldistanztriathlon musst du es auch können: Andere ballern lassen – Rennen selber ein-teilen.

 

Im Dezember hatte ich bereits meinen ersten Halbmarathon im Sack. So früh wie noch nie. Cross, kalt und nicht ganz einfach lief ich die gleiche Zeit wie im April beim Hannover Marathon. Absolut positives Ergebnis zu diesem so frühen Zeitpunkt. Es folgte die AOK Winterlaufserie in Bremen und der Knäckebrotlauf in Celle.

 

Zwischendurch wurde ich noch 1. meiner AK beim Stundenschwimmen in Lüchow und schaffte die volle Ironman Distanz von 3,8 km in 1:11h beim 24 h Schwimmen in Lüneburg. Vor 3 Jahren hätte ich das nie geglaubt, als ich noch Probleme hatte überhaupt mit meinem Knocheninfekt Freistil durch zu schwimmen.

Im Januar spürte ich bei der AOK Winterlaufserie erste Verhärtungen in der rechten Wade, die bis Celle weiter zunahmen. Dehnen, Black-Roll und Physiotherapie brachten keine Abhilfe. Einmal gelaufen war die gefühlte „Gardinenstange“ wieder da. Ich konnte damit Laufen, aber es war unangenehm und richtig hart laufen ging nicht wirklich gut.

 

Ich kämpfe seit 3 Jahren mit dem Laufen. Handicap bedingt hatte ich immer wieder Probleme. Habe an meinem Laufstil gearbeitet, der jetzt wirklich gut ist und viel in Athletik investiert, die auch für deutlich weniger Beschwerden im Hüftbereich sorgt. Allerdings kostet das unglaublich viel Nerven. Bist Du gesund und musst daran arbeiten, nimmst du Übungen aus einem Buch, machst sie und fertig. Hast Du ein Handicap wie ich, kannst du diese Bücher vergessen und musst Dir selber Übungen austüfteln und prüfen, ob sie funktionieren. Ich kann mich weder auf die linke Seite legen, noch auf den linken Arm stützen oder schwer damit Heben und Drücken. Lösen konnte ich mein Athletikproblem schließlich nur mit einem Gymnastikball. Der Weg dorthin war aber lang und manchmal hast du einfach keinen Bock mehr. Und jetzt wieder ein Laufproblem. Einfach mal sauber durchtrainieren Fehlanzeige.

 

Den Hannover Marathon im April lief ich also noch mit dem Wadenklemmer nur wenig schneller als 2018. War zunächst enttäuschend, aber logische Folge des Problems. Außerdem wäre es auch eine gefährliche Frühzündung im Hinblick auf den Ostseeman gewesen.

Den Duathlon Weyhe bestritt ich erstmals auf der vollen Distanz und konnte das Rennen mit deutlichen besseren Laufsplits auf dem 2. Platz meiner AK beenden. Beim Triathlon Kropp lief ich sogar erstmals 25 Minuten und konnte auch hier den 2. Platz meiner AK belegen. Zur größten Überraschung wurde ich 2. gesamt auf der 10 km Distanz beim Eckernworth Crosslauf in Walsrode. Mein erstes Gesamt-podium bei einer Laufveranstaltung überhaupt und das auf einem wirklich nicht leichten Profil.

 

Meine erste olympische Distanz absolvierte ich in persönlicher Bestzeit beim Maschseetriathlon Hannover. Magenprobleme beim Laufen und ein Knock-out beim Schwimmen durch einen unfairen Teilnehmer minderten zwar meine Leistung, aber ich schaffte es die 10 km erstmals in 52 Minuten zu laufen. Alles richtig gemacht! Aufgrund der ausgetragenen niedersächsischen Landesmeisterschaft belegte ich in meiner AK den 4. Platz und wäre als Niedersächsin auf dem Podium gelandet. Echte Piraten kommen aber bekanntlich aus Hamburg ;-)! Bis hierhin war meine Leistung so gut wie nie.

Es sollte meine erste größere Mitteldistanz auf Ibiza folgen. Immer noch Waden-klemmer, aber auch übelste Wetterbedingungen auf der Insel. Seit Tagen heftiger Wind mit Seegang. Open Water schwimmen kaum möglich, außer für Sportler der Ultraschwimmszene. Ich aber schwimme „fast einarmig“ und die mehr als 1,5m hohen Wellen konnte ich unmöglich bewältigen. Das Rennen ist komplett offshore und mäßig abgesichert. Eigene Schwimmboje nicht erlaubt. Alle an Bord des Seelenfängers, der uns zum Start brachte, waren am Ende seekrank. Der Kahn wäre fast gekentert und die Sicherungskanus taten es. Ich quittierte mit 3 weiteren Startern das Rennen. Vincenta schwamm 1,5 km in 1 Stunde und hatte noch einen weiteren km vor sich. Zum Vergleich: 2018 schwamm ich die 2,5 km mit Handicap  in 44 Minuten. Die Entscheidung war absolut richtig, auch wenn damit meine erste Mitteldistanz platzte.

Ich nutzte die Tage auf Ibiza noch für weiteres Training. Daheim hatte ich die Schnauze voll und buchte eine Laufanalyse. Ich nahm mir 4 Wochen Auszeit, um das Problem abschließend zu lösen. Dabei wählte ich einen Anbieter, der sich mit meinen orthopädischen Schuheinlagen auskannte, professionelle Laufanalysen macht und passende Laufschuhe vertreibt. Wenn dann konnte ich nur noch so das Rätsel lösen. Der O-See Triathlon Uelzen fiel der Aktion auch zum Opfer, aber ich wollte endlich ohne Beschwerden und Probleme laufen können. Wenn nicht in diesem Jahr, dann wenigstens im Nächsten.

Und die Ursache war schnell gefunden: meine ärztlich verordneten orthopädischen Schuheinlagen waren Schuld. Statt dessen erhielt ich einen per Videoanalyse verpassten neuen Laufschuh mit dem ich absolut beschwerdefrei durch den Rest meiner Saison lief. Selbst nach dem Ostseeman hatte ich erstmals keine Hüft- oder Wadenbeschwerden mehr, nur Fußmuskelkater. Endlich stressfrei laufen!!!

 

Soweit hatte ich bis hierhin noch keinen extremen Trainingsverlust. Ich bin noch gelaufen, nur nicht in den Spitzen und mit einer anständigen Trainingsaufnahme sollte sich der Schaden in Grenzen halten, aber es kam wieder anders! Erst steckte ich mich auf der Arbeit mit einer schweren Bronchitis an, die auf Nebenhöhlen und Lunge schlug. Mit meinem Asthma sollte ich wieder länger etwas davon haben. Als ich nach 14 Tagen mein Training langsam wieder anrollen ließ und der Triathlon in Münster der Seuche auch zum Opfer fiel, kam zu allem Überfluss eine Woche vor dem Ostseeman auch noch ein Magen- und Darminfekt hinzu. Weiterer Trainings-ausfall! Der Zeitpunkt war absolut schlecht. Zum Glück blieb magentechnisch alles „drin“ und ich reiste doch nach Glücksburg an:

Am Freitag trank ich nur Tee und hatte noch leichte Magenprobleme. Auf dem Rad merkte ich nach 70 km bereits, dass irgendwie der Akku leer war. Ich probierte eine neue Sportnahrung aus, die nicht so wirklich zündete, aber mein Magen war auch offensichtlich nicht in der Lage schnell Energie zu liefern. So lief ich mit dem leeren Akku in den Halbmarathon. Die erste Runde war noch o.k., in der 2. Runde fing es an: Akku leer- Gel rein- 10 Minuten Power- Akku wieder leer. Ich habe noch nie so viel Gel in nur einer Mitteldistanz zu mir genommen. Irgendwann ging  auch nichts mehr rein. Die 3. Runde war ein Wechsel zwischen Laufen und Gehen. Dass ich am Ende noch unter 6 Stunden ankam und nur 10 Minuten langsamer im HM war als bei allen anderen MD-Starts zuvor, zeugt von einem korrekten Trainingszustand. Ohne den ganzen Scheiß wäre ich realistisch im Bereich des 4. Platzes meiner AK angekommen, so wurde es der 8. Platz. Schade, wenn man bedenkt, dass ein wirklich guter Saisonstart geglückt war.

Jetzt neigte sich die Saison stark dem Ende entgegen und groß etwas reißen, war sowieso nicht mehr drin. Deshalb versuchte ich wertvolle Erfahrungen für eine bessere Saison 2020 zu sammeln. Ziel schnelle Mitteldistanz, Wettkampfdichte und Regeneration sauber planen. Willst Du wissen, wie du das optimal gestaltest, dann musst du Grenzen überschreiten und schauen was passiert.

 

Erster Test: AK DM Sprint in Bremen:

Nur eine Woche nach dem OM. Null Sprint trainiert und nicht erholt in dem wohl stärksten Starterfeld der Saison. Schneller geschwommen als je zuvor, auf dem Rad trotz Wind eine top Zeit gefahren und solide gelaufen. Unter 25 Minuten war logisch nicht drin und auch eine deutliche Drehzahlbegrenzung spürbar, aber die Leistung, die da kam, war erstaunlich gut. Leider verkackte ich beide Wechsel völlig, wurde aber nicht Letzte. Geht also – kein Volldesaster, aber leichtes Über-training im Anschluss. 

Zweiter Test 14 Tage später: OD Otterndorf

Kurzfristig auf OD umgemeldet, kam ich hier völlig an meine Grenzen. Von Anfang an platt, noch gut geschwommen und Rad gefahren, aber total mies gelaufen. Die Hitze tat an diesem Tag ihr Übriges.

Fazit:

Direkt vor und nach einer Mitteldistanz bestreite ich zukünftig keine Rennen mehr. 4 Wochen brauche ich um eine MD Belastung wieder abzubauen. Hier spielte ganz sicher auch noch der Infekt vor dem OM eine besondere Rolle, weil ich direkt nach dem Infekt meinen Körper einer MD-Belastung und nur eine Woche später einer Sprintdistanz aussetzte. Im nächsten Jahr wird der Wettkampfkalender also deutlich schlanker aussehen. Statt 3 Mitteldistanzen nur noch zwei. Direkt vorher und nach-her kein Wettkampf mehr.

 

Die Hölle von Q ließ ich bewusst sausen, weil ich mich erholen musste. Hätte auch keinen Sinn mehr gemacht. Dafür setzte ich auf einen schönen Saisonabschluss in meiner Geburtsstadt Rendsburg, der mir auch gelang. Mit einem sauberen Altersklassensieg und einer Zeitverbesserung von insgesamt 5 Minuten zum Vorjahr auf gleicher Distanz beendete ich meine Triathlonsaison.

Meinem Ziel einer optimalen Saisonplanung und einer schnelleren Mitteldistanz bin ich damit deutlich näher gekommen. Nur aus Grenzerfahrungen und durch Misserfolge wird man besser und manchmal lohnt es sich diese auch bewusst in Kauf zu nehmen. 2019 war ein sehr wertvolles Jahr für mich, auch wenn es etwas anders kam als geplant. Ich sehe mich aber jetzt sehr gut aufgestellt und gehe mit großer Motivation in die neue Saison. Meine beiden großen Ziele sind die Challenge Heilbronn und der Ostseeman, den ich als möglichst optimale Mitteldistanz anvisiere. Ich hoffe es klappt endlich dieses Mal. 

 

Ich bedanke mich bei meinen Sponsoren KiWAMi Deutschland für die großartige Unterstützung mit Schwimm- und Triathlonbekleidung, Wrightsocks für die besten Anti-Blasen-Socken der Welt, Bodyglide für perfekten Hautschutz egal bei welcher Sportart und Maxxprosion für eine optimale Regeneration. Und Basti, mein Coach von der Bewegungsschmiede Hamburg, hat auch wieder einen klasse Job gemacht. Ohne „Murphys Gesetz“ hätte alles gepasst. 

 

Und hier zu den schönsten Bildern meines Sportjahrs 2018/19:

2018 - und alles kam anders

17.10.2018

Triathlon ist das was passiert, wenn Du anders planst.

2018 war genau so ein Jahr. Wahrscheinlich ging es vielen so, weil der Winter besonders lang kalt war und wenig Outdoortraining zuließ. Eine Gippewelle nach der anderen zog durchs Land. Ich bin noch nie so viel „Rolle“ gefahren und ich hasse es…und ich hatte 4 x einen grippalen Infekt. Meine komplette Crosslauf-saison fiel aus. Sogar im Mai laborierte ich noch im Swim & Run Camp Ibiza mit einem verschleppten Infekt gegen den nur Antibiotika half. 

 

Fehler habe ich keine gemacht. Ich arbeite einfach auf engstem Raum mit Schülern aus ganz Norddeutschland, die alles Ansteckende anschleppen. Ich bin Asthma-tikerin. Für mich ist jeder Infekt ein Risiko und kann mir eine ganze Sportsaison versauen. Ist nicht passiert. 

  

2018 sollte ein Mitteldistanzsommer werden. Ziel war eine deutliche Verbesserung meiner bisherigen Leistungen. War das überhaupt noch möglich?

 

Im Schwimmen lief es völlig unproblematisch. Ich schwamm in einer Stunde deutlich mehr Meter in Lüchow als 2017. Auch finishte ich die 2,5 km Open Water der Ibiza Blue Challenge in einer erstaunlichen Zeit. In Bad Zwischenahn schwamm ich unter harten Bedingungen zum ersten Mal 3,2 km Open Water. Meine bisher längste Schwimmdistanz nach dem Unfall non-stop! Mitte Oktober schwamm ich dann im GA 1 Modus erstmals 28:34 Min auf 1,5 km im Kachelbecken. Auch kam ich bei fast allen Triathlonveranstaltungen in meiner AK unter den Top 5 aus dem Wasser, teilweise sogar in der Gesamtwertung. I never thought to swim so far…..

Beim Crossduathlon Wolfsburg fuhr ich trotz dem elendigen Rollentraining die schnellste Radzeit und rettete mich mit durchschnittlicher Laufleistung auf den 4. Platz gesamt und den 1. meiner AK. Für den miesen Winter eigentlich nicht schlecht. Aber es klemmte immer wieder der Hüftstrecker und musste physio-therapeutisch behandelt werden. Immer wieder Einschränkungen im Lauftraining.

 

Lauftechnik half auch nicht, Blasen an den Füßen und Probleme mit orthopädischen Schuheinlagen machten das Laufen zur echten Herausforderung. Eine Baustelle folgte auf die Nächste – einfach ätzend. Zwei Halbmarathons fielen der Grippe zum Opfer, den Halbmarathon Hannover schaffte ich dann erstmals und 2 h zu laufen. Immerhin!

Mein 1. Triathlon des Jahres überhaupt war gleich eine offroad Mitteldistanz: Ibiza Blue Challenge. Ich schwamm gut, auf dem Rad merkte ich das Trainingsdefizit (1400 hm) und der Ultratrailrun war eine einzige Qual. Bergauf ging nichts mehr und ein Durchlaufen war nur mit angezogener Handbremse möglich. Wenigstens konnte ich mein Finish retten. 

Auch in den Kurzdistanzrennen verlor ich immer im Lauf die Zeit. Mangels Intervall-training war ein schnelleres Laufen einfach nicht möglich, nur dieser gleich-bleibende Tempomat. Allerdings überraschte jedes Ergebnis, denn trotz des miesen Laufs stand ich ständig auf dem AK-Podium und lag auch in der Gesamtwertung weit vorn. 

 

Das Podium bei der AK-DM in Düsseldorf versemmelte ich mir mehr oder weniger auf dem Rad. Anschlag zu heizen auf den steilen, verwinkelten Rheinbrücken mit Triathlonrad war mir einfach zu gefährlich. Gesundheit geht vor Metall. Düsseldorf brauch ich deshalb nicht wieder. 4. Platz und im Laufen wäre wie immer mehr drin gewesen.

 

Berlin XL sollte eine anständige MD werden. Bei gelaufenem km 5 verabschiedete sich mein Magen an diesem heißen Tag. Es war nur noch ein Finishen hart an der Kotzgrenze. Das Problem hatten mehrere Teilnehmer.

Scheiß Gefühl bereits 2 MD`s vergeigt zu haben und Zielkurs Ironman 70.3 Rügen. Den wollte ich schneller machen, es kam aber auch wieder „anders“. Schwimm-bojen abgetrieben + 300m mehr und zack ist der Traum einer schnelleren Zeit futsch. Vergleichswettkampf gegessen zusätzlich veränderte Wechselzone.

 

ABER nach Auswertung aller Aufzeichnungen war ich hier in allen 3 Disziplinen deutlich stabiler und besser unterwegs als 2017 und ich fühlte mich danach auch halb so erschlagen. Mit einer regulären Schwimmzeit über 1,9 km statt 2,2 km, meiner schnelleren Radzeit 2018 und dem HM 2017 wäre ich in 5:36h statt 5:48h im Ziel gewesen, also 12 Minuten schneller– also klar verbessert. Saisonziel erreicht ….nur gefühlt halt nicht ;-)

Und dann kam das Saisonende. Eigentlich war ich noch gut drauf und lief zu Bestzeiten auf: schnellste 1,5 Km Schwimm-  sowie schnellste 7 Km Laufpace. Leider zu spät. Unter normalen Trainingsbedingungen wäre da so viel drin gewesen, aber es war mir leider nicht gegönnt.

 

Den größten Gewinn ziehe ich am Ende aus einem optimierten Laufstil, der mich erstmals schmerzfrei laufen lässt und der Tatsache mit Handicap endlich alle 3 Disziplinen unter Kontrolle gebracht zu haben. Die beste Voraussetzung für ein neues, hoffentlich besseres Sportjahr auf das ich mich jetzt richtig freue. 

 

Und dann war da noch der Stoneman mit Stefan und Christian und unsere Besi & Friends Nordstaffel mit Maren und Aurelia. Danke für diese schönen Momente und das Abenteuer im Erzgebirge.

 

Mein ausdrücklicher Dank geht auch an die Bewegungsschmiede Hamburg für die Trainingsbetreuung und KiWAMi Deutschland für die perfekte Schwimm-, Rad- und Triathlonbekleidung ohne die ich nie so gut ausgesehen hätte und die einiges aus-gehalten hat:

 

Miriquidi STONEMAN Gold

 

Triathlon:

5 x 1. Platz AK

4 x 2. Platz AK

1 x 3. Platz AK

8 x Top Ten gesamt

2 x Podium Team Relay

 

4. Platz AK Sprint DM

5. Platz gesamt Ibiza Blue Challenge/ 1. int. Starterin

12. Platz AK Ironman 70.3 Rügen

 

Erster Halbmarathon unter 2 h

3,2 K Swim (längste Schwimmdistanz mit Handicap bisher)

 

Du kannst nicht den besten Start haben, aber dennoch Dein persönliches Ziel erreichen. Genau das ist bei mir der Fall und ich gehe jetzt das erste Mal in eine neue Triathlonsaison ohne besondere Baustellen. Das ist ein unglaublich motivierendes Gefühl. Es hat mich 2 Jahre gekostet alles in den Griff zu bekommen und es war nie leicht. Ich wollte hinschmeißen, habe es aber nicht getan. Kein gesunder Triathlet kann sich vorstellen mit so einer Herausforderung auf Mittel-distanz zu trainieren. Du brauchst die doppelte Zeit und Geduld. Musst immer wieder neu anfangen, umdenken und improvisieren. Der normale Weg funktioniert einfach nicht, suche einen Neuen. Einfach nach Plan trainieren geht nicht. Oft trainierst Du unter Schmerzen und Einschränkungen, manchmal auch gar nicht mehr. Es gilt mit diesen schlechten Karten so gut wie möglich zu spielen und das ist mir einmal mehr gelungen. 

 

2019 könnte mein erstes gut funktionierendes Triathlonjahr werden. Noch nie war ich an diesem Punkt. Das ist für mich ein Sieg auf ganzer Linie. Und ich werde es versuchen.

 

Und hier zu den Best of 2018 Bildern:

2017 - mein 1. Triathlonjahr

12.11.2017 

Ich bin schon wieder mitten in der Saisonvorbereitung 2018 und schreibe so spät wie noch nie meinen Jahresrückblick. Das liegt daran, dass ich auch erst im Oktober mein letztes Rennen bestritten habe und ich davor 5 Wochen wegen meinem Knie pausieren musste. Deshalb beginnt die Saison 2018 quasi mit einer Mitteldistanz. Der Vorteil: ich nehme die Form nahtlos mit.

 

Dazu später mehr, jetzt ein Rückblick auf 2017:

Ziel war an meinem Geburtstag den Ibizatriathlon zu finishen also musste die komplette Saison darauf ausgerichtet werden. Problem war das Schwimmen und der Saisonstart bescherte mir gleich einen zweiten Schlüsselbeinbruch. Mein Schwimmcamp beim IBH Pro Team trat ich mit frisch gebrochenem Flügel an und konnte natürlich wenig „Technikverbesserung“ mitnehmen, außer ein paar kleine Tipps. Ein Gewinn war das Camp aber in jedem Fall: ich sparte mir mühselige Physiotherapie und Reha. Der Muskelkater war 3 Tage lang brutal, aber danach war der Bruch bereits Geschichte. 5 Wochen - so schnell ging es 2013 nicht! ;-)

 

2 km Open Water im Mittelmeer zu schwimmen, ist kein Pappenstiel, also versuchte ich mich an die Distanz heranzutasten. Beim Stundenschwimmen in Lüchow schaffte ich mit 50% Lagenwechsel immerhin 2995m, aber Freistil komplett schien da noch völlig utopisch. Ich quälte mich regelmäßig in der Schwimmhalle Walsrode und schaffte es doch tatsächlich im März 2 km zu kraulen. Riesen Fortschritt! Beine schonen auf der Mitteldistanz bringt so viel und als “Laufanfängerin“ bringt dich das schon weiter. Ich trainierte die Zeit zu verbessern.

 

Beim Laufen lief es hingegen wie bei den meisten Anfängern: Probleme! Die Muskulatur war nur Radfahren gewöhnt, der Hüftstrecker plötzlich zu kurz und dann klemmte auch noch das ISG. Folge war 4 Wochen Trainingsausfall vor dem Swim & Run Camp Ibiza. Eigentlich wollte ich längst woanders sein. So konnte ich auf Ibiza nur kurze Läufe machen und den Schwerpunkt auf das Schwimmen legen. In einer Woche schwamm ich über 15 km im Pool und Open Water und machte hier enorme Fortschritte.

Daheim wollte ich jetzt Wettkampf testen. Also meldete ich beim Swim & Run Hamburg. Weil ich das Gefühl für Distanzen im Schwimmcamp Ibiza total verloren hatte und mir auch keiner ein Zeichen gab, dachte ich, es sei kein Wunder Letzte bei meiner miesen Schwimmleistung zu sein, dabei war ich schon 300m zu viel geschwommen. Da half nur Humor und die Einstellung gerade ein super Training zu absolvieren, um das Ding noch ins Ziel zu bringen. Happy war ich in jedem Fall, denn 1100m im Wettkampf komplett in Freistil hatte funktioniert und das besser als erwartet.

Zeit kompletten Triathlon zu machen! Mein erster Start in Wolfsburg überraschte mich völlig. Als Erste aus dem Wasser und unter den Top 3 vom Rad hatte ich überhaupt nicht erwartet, aber es schlug der Hammer beim Laufen zu. Danach war klar, dass ich mit meiner Schwimmleistung konkurrenzfähig bin, Laufen meine größte Baustelle ist. 

 

Beim O-See Triathlon in Uelzen erlebte ich gefühlt einen katastrophalen Schwimm-start bei dem ich mehrfach völlig vom Kurs kam, aber dennoch stieg ich ganz vorn aus dem Teich. Auf dem Rad ging ich nicht volles Risiko, weil ich beim Laufen nicht wieder sterben wollte und so konnte ich sogar Plätze gut machen und lief völlig überrascht als Dritte gesamt ins Ziel. Mein erster Top 3 Platz einer Gesamtwertung im Triathlon *wow*!

Zeit die Distanz zu verlängern und so startete ich erstmals olympisch in Itzehoe. Noch nie war ich in so einer wirren Waschmaschine durch einen völlig verwinkelten Rundkurs geschwommen und trotzdem blieb ich unter 30 Minuten Schwimmzeit. Erste aus dem Wasser! Krass, das hätte ich nie erwartet. Meine Vorstellung war immer über 30 Minuten mit meinem Handicap. Auf der Radstrecke nahm ich bewusst etwas heraus, denn 10 km im Wettkampf laufen, ist dann doch etwas anderes als 5 km. Ich kam gut ins Ziel und verlor knapp um 1 Minute den Gesamtsieg. Wichtiger war die Wettkampferfahrung und die richtige Einteilung des Rennens.

 

2017 war mein erstes Triathlonjahr und es diente zugleich der Orientierung. Deshalb meldete ich zwei Rennen der X-Terra. Kernziel blieb aber der Ibiza-triathlon, weshalb ich das Training auch nicht anpasste. In beiden Läufen zeigte sich das auch eindeutig, denn die Wattspitzen auf dem Rad, die man im Mountainbiking benötigt, waren nicht austrainiert. In Zittau kam hinzu, dass Streckenabschnitte schon eher Freestyle und Endurocharakter hatten und ein 26 Zoll Hardtail dafür eindeutig das falsche Material war. Schwimmen und Laufen hingegen lief nicht schlecht. Es sei auch gesagt, dass die Leistungsdichte in der X-Terra eine ganz andere ist als in normalen Triathlonveranstaltungen. Ich überraschte mich unerwartet mit der Bronzemedaille in meiner AK der Deutschen Meisterschaft und wurde mit meinen 2 Starts auch Zweite der Gesamtwertung AK der X-Terra German Tour.

Dreimal sind wir Mädels von Besi & Friends dann auch wieder gestaffelt und konnten auch 3 Mal siegen. Staffeln ist immer wieder ein riesen Spass und eine tolle Abwechslung. In Bremen konnten wir sogar erstmals die starke SG Stern schlagen und am Silbersee reichte es auch noch trotz 2 Minuten Zeitstrafe.

 

Kurz vor dem Ironman Rügen trat ich dann meinen Vergleichstest beim Maschsee-triathlon Hannover an. Es galt meine Zeit 2015 von 1:17 h zu schlagen, schaffte es trotz veränderter Streckenbedingungen auf eine 1:14h und kam somit als 1. meiner AK ins Ziel und 8. gesamt. Meine erste top Ten Platzierung bei diesem stark besetzten Triathlon mit einer Laufzeit erstmals deutlich unter 25 Minuten. Happy!!!

Der Ironman 70.3 Rügen, meine Generalprobe für Ibiza. Am meisten hatte ich Schiss vor dem Schwimmen, aber gerade das wurde zum Kinderspiel im Rolling Start. 36 Minuten für 2,1 km (Garmindistanz) war mein persönlicher Rekord. Auf dem Rad musste ich mich ständig drosseln. Als Radsportler echt hart, wenn du weißt, da geht normal mehr, aber es folgte ja noch der  Halbmarathon und Laufen war immer noch nicht meine Welt. Ich machte aber alles richtig, lief ein Tempo sauber durch und kam nach 5:48h im Ziel an. In meinem gewünschten Zeitfenster unter 6 h und mit Abzug von 16 Minuten Wechselzeit auch dicht an der 5:30h. Alles gut - auf nach Ibiza!

Leider stand dieser Start unter keinem guten Stern, weil ich zuvor beim Staffeln auf das Knie stürzte und 5 Wochen weder Laufen noch Radfahren konnte. Dann riss mir auch noch das Schaltauge und ich musste mit einem einfachen Leihrad starten. Ich wollte mir aber diesen Geburtstagswunsch erfüllen und zog das Rennen durch. Nicht in meiner erwarteten Zeit, aber wichtiger war an diesem Tag auch das Erleben und Ankommen. Schneller kann ich ihn immer noch machen, nur nicht an diesem Tag. 7 Minuten rauschte ich am AK Podium vorbei, weil ich auf dem letzten Kilometer arge Probleme mit dem Knie und der Muskulatur bekam. Egal, bewiesen, dass ich es besser kann, habe ich bereits in Rügen und gerade diese extreme Grenzerfahrung war ein einziges Rennen nur mit dem Kopf, dass mir persönlich mehr gegeben hat als vermutlich unter top Bedingungen.

Fazit Saison 2017 - Ausblick 2018:

2017 war trotz aller Probleme für mich ein absolut erfolgreiches Triathlonjahr:

 

8 x 1. Platz AK

2 x 2. Platz AK

1 x 3. Platz AK

1 x 3. Platz Gesamtwertung (Sprint)

1 x 2. Platz Gesamtwertung (OD)

 

Außerdem:

2. Platz AK X-Terra German Tour gesamt

3. Platz AK Deutsche Crosstriathlonmeisterschaft

11. Platz AK Ironman 70.3 Rügen

4. Platz AK Ibizatriathlon

 

Neben all dem war es aber eine super Orientierungsjahr für mich selbst. Fest steht, ich bleibe in diesem Sport. Von der X-Terra nehme ich für mich Abstand, da ich mit meinem Handicap kein Risiko eingehe auf einer Endurostrecke mit dem Rad zu stürzen. Auf den langen Tragepassagen in Zittau habe ich mir den Arm überlastet,  außerdem werde ich mir auch kein „Fully“ zulegen. Reisewege und Trainings-umstellung stehen zu dem in keinem Verhältnis. 

 

Da ich aus dem Marathongeschäft im Mountainbiken stamme, habe ich fest-gestellt, dass Mitteldistanz für mich optimal ist. Sie ist sogar leichter als ein Mountainbikemarathon von der Belastung her. Deshalb konzentriere ich mich zukünftig darauf, hier schneller zu werden. Ganz besonders werde ich das Lauf-training stark forcieren. Wenn ich schneller laufen kann, fahre ich automatisch auch schneller Rad.

 

Meine Ziele 2018 sind die Ibiza Blue Challenge, der Berlin XL und der Ironman 70.3 Rügen als Jahreshighlight. Da ich festgestellt habe, dass ich für mein Alter noch sehr schnell auf Sprintdistanzen bin, werde ich auch bei der Sprint DM in Düssel-dorf mein Glück versuchen.

 

2019 werde ich den Ibizatriathlon auf der Langdistanz versuchen. 4 km Schwimmen, 120 km Rad und 30 km Laufen. Eine Art leicht reduzierter Ironman in Bezug auf die Rad- und Laufleistung als Zwischendistanz zu einem vollen Ironman. Sollte dieser Start erfolgreich sein, werde ich eine echte Ironman Volldistanz versuchen..... on my way to Ironman...... 

 

Und hier ein paar der schönsten Bilder 2017:

Saison 2016 ...und es kam alles anders ...

19.10.2016

Bauchtanz - Rollenkönig - Lanzarote — St. Tropez und geplant war alles eigentlich völlig anders! 

 

Angefangen hatte die Saison wie immer noch völlig „normal“ bei Frank Schließer in Schöningen im Bikeladen zum 180 km Rollenkontest = Sado Maso bis der Elektrolythaushalt völlig im Eimer ist. Rollenkönig wurde am Ende, mein virtuell auf Facebook mitfahrender Freund Manni Kohlruss, der es insgesamt 8:38 h auf der Rolle aushielt und am Ende 225 km schaffte. RESPEKT, mein Arsch hätte das nie ausgehalten! Wir haben zwischendurch lieber Bauchtanz im Laden geguckt, denn Franks Unterhaltungsprogramm ließ keine Wünsche offen. Zumindest die „Jungs“ fuhren in dem Moment mal kurz deutlich schneller, während Manni den virtuellen Wahnsinn allein im Wohnzimmer austrug!

Weiter ging es mit Maren im Januar beim 24 Stunden Schwimmen in Lüneburg. Zum wohltätigen Zweck haben wir beide jeweils 5 km Kacheln gezählt. Weil wir beide noch nie so viel an einem Tag geschwommen sind, betraten wir den Tag danach „Land of Pain“. Ich war zwar TOTAL happy, das mit meiner kaputten Schulter geschafft zu haben, hatte aber anschließend sowas Ähnliches wie „Ganzkörperschmerzen“.

 

Es folgten Stefan und ich im Februar beim Iceman. Völlig an uns vorbeigegangen war die Erhöhung der Renndauer von 6 auf 8 Stunden, zudem setzte am Sonntagmorgen Eisregen ein. Auf zunächst spiegelglattem Boden - ich lag gleich beim ersten Schritt aus der Jugenherberge auf der Nase - wurde es im Rennverlauf mit Tauwetter zur absoluten Matschparty. Wir sind null Risiko gefahren uns im Februar schon die Knochen zu brechen und beendeten das Ding mit dem 2. Platz. Ging völlig o.k.!

Mein Plan Crossduathlon im Frühjahr zu machen ging völlig in die Hose. Zunächst war das Wetter zu schlecht und dann hatte ich immer noch Stress mit meiner Achillessehne beim Laufen. Ich wollte eine chronische Entzündung vermeiden und konzentrierte mich lieber auf Radfahren. Das war im Nachhinein auch besser so, weil es aktuell auch tatsächlich komplett ausgeheilt ist. Und in Anbetracht meiner Triathlonpläne für 2017 die richtige Entscheidung war.

 

Auf den Spuren des legendären IRONMAN`s sind Ralf und ich dann mal eine Woche zum Radfahren nach Lanzarote geflogen. Wohl gemerkt im Februar - Wetter war Oberscheiße! Wir hatten Sturm und Regen und eigentlich nur 2 richtige Ausfahrten mit dem Rad. Mit dem Hotel hatten wir Glück, weil es auf Triathlon spezialisiert war und gute Schwimmtrainigsmöglichkeiten sowie ein gutes Fitnesscenter bot. Überzeugt hat mich die Insel weder landschaftlich noch als Trainingsbasis. Zu weite Anreise, zu windig für Radtraining, Februar generell zu früh und außer Sport kann man dort wenig machen. Wird etwas überbewertet, die Nummer! Unseren Spass hatten wir trotzdem:

Dann machte Stefan es mir nach….wegen Bikediebstahl im Winter nur gelaufen -zack Muskelabriss wie bei mir 2015. Soweit so gut stand noch nichts auf der Kippe, sollte er nicht auch noch eine Thrombose bekommen. Das war`s dann mit unseren gemeinsam geplanten 24-Stunden Rennen - KOTZ - HEUL! 

 

Danach wurde es „eng“! Im Juni sollte es mit Rad statt Rollstuhl auf die zweite große Besi & Friends Tour von Frankfurt/ Main nach St. Tropez gehen und Kilometer sowie Höhenmeter waren ein Vielfaches mehr als bei der ersten Tour nach Barcelona. Es musste Grundlage her und so begann statt Crossduathlon das große Kilometersammeln. 220 km Rolandmarathon + 155 km RTF Delmenhorst (Rund um die Banane) + 300 km MSR = 675 km. 

 

Zwischendurch war ich dann mal mit meinen Arbeitskollegen der Bundespolizei beim Eckernworth Waldlauf und konnte ohne großes Training aus der kalten Hose meine 5 km PB-Zeit verbessern. In meiner AK war das der 1. Platz. Tat zwar Scheisse weh, war aber für nix trainieren eigentlich gut! Die Mannschaftswertung haben wir zudem auch noch erfolgreich verteidigen können - der Pott unser :-) !!!

 

Dann kam St. Tropez: Hitze bis zu 50 C, lange Etappen, Höhenmeter mit ständigen Anstiegen zwischen 7 und 10 % und dank Frankreich und später Ankünfte in den Hotels selten richtig was zu Essen. Nach 19 Uhr in Frankreich etwas zu Essen zu bekommen ist fast unmöglich. Hatten wir auf der ersten Barcelonatour auch schon - nur waren wir da oft früher im Hotel. Erholungsphasen bei dem Profil eigentlich gar nicht vorhanden. Ich kann dazu nur sagen, dass ich die Tour 2016 in dem damaligen Zustand von 2014 nicht geschafft hätte, insofern Chapeau an alle Mitstreiter mit Handicap, die sich durchgebissen haben. 

 

Nach der Tour war ich völlig platt, auch weil meine Radübersetzung viel zu hart gewesen ist für das Profil. Was die Ernährung anging, war sie suboptimal für mich. Mein Magen völlig überreizt und gestresst. Es endete mit dem Start beim 24 Stunden Rennen in München mit übelster Gastritis. Schade für unserer 4 er Team, das viele Stunden unter den Top 3 fuhr, den Platz aber wegen meines Ausfalls nur schwer halten konnte. Magenspiegelung und mehrere Wochen Regeneration folgten. Das Ganze mit Stress im Full Time Job - mein Auswahldienst will auch geleitet werden - war absolut grenzwertig! Brauch ich so nicht nochmal!

 

Also hab ich rausgenommen und mit Maren und Aurelia für Besi & Friends Triathlon gestaffelt. Geil wars und unglaublich erfolgreich: Wir waren in Melle, am Silbersee, in Bremen, Celle, Oldenburg, beim Maschseetriathlon und beim Tri4Fun in Minden. Von 7 Starts waren wir 5 x die schnellste Damenstaffel und 2 x die zweit-schnellste Staffel. In Hannover und Minden lief Verena für uns. Danke Mädels - war toll mit Euch!

Und dann hab ich es noch zweimal solo probiert. Das Ding mit dem „Altersklassen-dreikampf“ (A3K) wie Basti es so schön nennt. In Lübeck bin ich zu meinem Erstaunen trotz Neo erstmals unter 10 Minuten geschwommen und hatte trotz "Neoknoten" im miesen Wechsel am Ende PB-Zeit. Konnte insgesamt den 8. Platz von 92 Frauen belegen und den 1. in meiner AK mit Abstand! WOW!

 

Noch besser lief es in Bodenfelde, wo ich erstmals in der Gesamtwertung mit Platz 2 aufs Podium kam. Der 1. Platz AK versteht sich von selbst und das mit wirklich mieser Laufleistung, weil vorher nur Rad gefahren. Hätte ich mich beim Triathlon in meiner Heimatstadt Rendsburg nicht blöder Weise wegen der Trinkflasche hinter dem Sattel auf die Nase gelegt, wäre es auch dort locker Gesamtpodium geworden. Ich bin dort zum ersten Mal mit meinem neuen Liv Zeitfahrrad gefahren und nach Auswertung meines Garmins war das mit Abstand die schnellste Radzeit aller Frauen. Schade, wegen dem Sturz hab ich nur einen weiteren Schlüsselbeinbruch gewonnen!

 

Im Februar war auch endlich Kinopremiere unseres Besi & Friends Kinofilms "Die Tour fürs Leben" in Darmstadt. Wenn mir mal einer gesagt hätte, ich komme in einen Kinofilm hätte ich ihn für völlig verrückt erklärt und jetzt war ich auf der Leinwand mit all den anderen Kämpfern, die mit mir von Frankfurt Main nach Barcelona geradelt sind. Unglaublich!

Wenig später war der Film in Hoya, Verden, Hamburg und Rheinsberg zu Gast - war stressig die Organisation - lohnte sich aber, wenn man die Feedbacks der schwer beeindruckten Zuschauer hörte. 

 

Und ich bin aufs Triathlonrad gekommen..... danke Dirk :-)!

 

Das Fazit dieser Saison ist schnell gezogen: Super Wetter (nur Sonne bei allen Events!), tolle Ergebnisse, tolle „Erlebnisse“, Spass mit vielen unterschiedlichen Sportfreunden, großes Abenteuer, Hollywood, ganz neue sportliche Erfahrungen und eine Saison mehr, die keiner anderen gleicht. Danke an alle, die mich 2016 begleitet haben! In so einem Jahresrückblick fällt einem so viel ein - so viele schöne Momente...wo ist die Zeit geblieben?!

 

Und schon steht 2017 vor der Tür und das Jahr scheint nicht zu reichen:

Ich werde live an einem echten Weltrekordversuch teilhaben, versuchen den Fluch des Heavy24 zu brechen, den Versuch starten eine halbe IRONWOMAN zu werden und mir endlich meinen großen Traum vom Ibizatriathlon erfüllen. Es wird also wieder „ungewöhnlich“ vielseitig und spannend!

 

Hier zu den schönsten Erinnerungsfotos 2016:

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